Zugverbindung nach Metz als Chance für Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität

23.11.2020

Der Startschuss für die Ausschreibung der grenzüberschreitenden Schienenverbindungen mit Frankreich ist gefallen. Es geht um die Vergabe von Leistungen des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) über die Grenzübergänge nach Frankreich. Mit einer sogenannten Vorinformation im Amtsblatt der Europäischen Union können interessierte Unternehmen jetzt die speziellen Anforderungen kennenlernen, die die länderübergreifende Verbindung unter anderem mit unterschiedlichen Bahnstrom- sowie Signalsystemen mit sich bringt.

Der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz, begrüßt es sehr, dass nun die Schritte für die Umsetzung der technischen Voraussetzungen für regelmäßige Bahnverbindungen zwischen der französischen Region Grand Est und Deutschland gesetzt werden.

So geht es bei dem Projekt darum, dass Zugangebote auf mehreren Strecken zwischen Deutschland und Frankreich geschaffen werden. Dazu gehört auch die tägliche umsteigefreie Verbindung von der Stadt Trier entlang der Obermoselstrecke im Landkreis und Perl im Saarland nach Metz. Die Züge sollen im Zweistundentakt zusätzlich zu den stündlichen Regionalzügen an der Obermosel verkehren.

Er habe bereits seit vielen Jahren über den SPNV Nord gefordert, diese Strecke für den täglichen Verkehr zu reaktivieren, so Schartz. Dabei gehe es um die Verbindung zwischen der Region Trier und den französischen Nachbarn und damit um eine große Chance für die Intensivierung der grenzüberschreitenden Mobilität im Alltag. Interessant sei dies auch für die Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Frankreich, die einen Arbeitsplatz in der Region Trier haben beziehungsweise in Erwägung ziehen, auf der deutschen Seite zu arbeiten. Die Attraktivität der Region Trier werde durch die gute Anbindung auch in dieser Hinsicht gesteigert. Darüber hinaus werde mit einem täglichen Zugverkehr zwischen Trier und Metz auch der direkte Anschluss an das französische Hochgeschwindigkeitsnetz geschaffen. In entgegengesetzter Richtung werde mit der Linie Metz – Trier die Verbindung von Frankreich unter anderem nach Nordrhein-Westfalen und weiter nach Norddeutschland verbessert, erläutert der Landrat.

Der Start für das gemeinsame Verkehrsangebot zwischen Trier und Metz sowie weiterer Zugangebote auch zwischen Orten im südlichen Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in Baden-Württemberg und in Frankreich ist für Ende 2024 vorgesehen. Bei dem grenzüberschreitenden Projekt arbeiten die Region Grand Est, die rheinland-pfälzischen Aufgabenträger SPNV Nord und ZSPNV Süd (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd) sowie die Bundesländer Baden-Württemberg und Saarland zusammen.

Kreis und Stadt arbeiten auch beim Impfen eng zusammen

23.11.2020

Konzept für gemeinsames Corona-Impfzentrum Trier vorgestellt – Start noch im Dezember

Am 15. Dezember kann im Landkreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier mit der Impfung gegen das Corona-Virus begonnen werden – sofern ein Impfstoff dann schon ausgeliefert ist. Das gemeinsame Impfzentrum des Landkreises und der Stadt im Messepark Trier ist dann einsatzbereit. Das ist die zentrale Aussage der öffentlichen Präsentation des Konzeptes am vergangenen Montag.

Mit der Zulassung und Bereitstellung erster Impfdosen wird noch Mitte Dezember gerechnet. Das Land Rheinland-Pfalz hat vorgegeben, dass alle Landkreise und kreisfreien Städte Impfzentren aufbauen sollen. Aufgrund zurückliegender Erfahrungen, z.B. während der Schweinegrippe 2009, konnten die Stadt Trier und die Kreisverwaltung Trier-Saarburg in kürzester Zeit ein funktionierendes Konzept vorlegen.

Landrat Günther Schartz hatte unmittelbar mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe verabredet, ein gemeinsames Impfzentrum für die Bürgerinnen und Bürger aus Kreis und Stadt einzurichten und zu betreiben. „Die Stadt Trier liegt zentral, hat eine gute Verkehrsanbindung auch mit dem ÖPNV und mit dem Messepark auch eine geeignete Fläche“, so Schartz. Man sei als Landkreis aber vorbereitet, falls ein zusätzliches Impfzentrum auch im Kreisgebiet eingerichtet werden sollte. „Wir gehen aber davon aus, dass wir mit bis zu 16 Impfstraßen gleichzeitig im Zwei-Schicht-System wir im Messepark mehrere tausend Personen gleichzeitig impfen könnten,“ so Schartz. Oberbürgermeister Leibe ergänzt, man arbeite seit Monaten intensiv und sehr gut in der Bekämpfung der Pandemie zusammen. Da sei ein gemeinsames Impfzentrum nur ein weiterer, logischer Schritt.

Großes Medieninteresse

Die Tatsache, dass Stadt und Kreis mit zu den ersten Gebietskörperschaften gehören, die ein Impfzentrum errichten werden, führte zu einem großen Andrang von Pressevertretern. Mehrere Fernseh- und Hörfunkstationen waren anwesend, um Details über den Aufbau des Zentrums sowie den Ablauf der Impfungen zu erfahren. Die Berufsfeuerwehr Trier wird die Einrichtung bis zum 13. Dezember aufgebaut und eingerichtet haben. Ein Probebetrieb schließt sich unmittelbar an, so dass man ab dem 15. Dezember – sofern ein Impfstoff dann schon ausgeliefert ist – mit den Impfungen beginnen könne. Zunächst sei vorgesehen, dass Risikopersonen wie ältere Menschen oder chronisch Kranke, aber auch medizinisches oder Pflegepersonal geimpft würden. Die Reihenfolge der Impfung wird vom Land anhand der Empfehlungen der deutschen Ethikkommission festgelegt. Die Impfung erfolgt nach vorheriger Terminvereinbarung. Mobile Impfteams sollen z.B. in Altenheimen Impfungen vornehmen.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, bezeichnete die Verfügbarkeit eines wirksamen und sicheren Impfstoffes als einen Segen und appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, sich zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz anderer Menschen impfen zu lassen. Medizinisches Personal und Ärzte, die ehrenamtlich im Impfzentrum mithelfen wollen, können sich per Mail melden an:  impfzentrum [at] trier-saarburg [dot] de

Foto: Landrat Günther Schartz, der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und der stell. Leiter der Berufsfeuerwehr Trier, Olaf Backes (l.), stellten das Konzept des Impfzentrums Trier/Trier-Saarburg vor, das am 15. Dezember seinen Betrieb aufnehmen soll.

Nachhaltiger Ausbau des digitalen Lernens: Schulen des Kreises erhalten Notebooks und iPads

20.11.2020

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat im Zuge der Umsetzung des Sofortausstattungsprogrammes des Bundes (DigitalPakt II) für die Schulen in der Trägerschaft des Landkreises rund 340 Notebooks angeschafft. Für 18 weitere Geräte übernimmt der Kreis die Kosten. Die Notebooks werden den Bildungseinrichtungen in diesen Tagen zur Verfügung gestellt. Damit sollen die Schulen beim Ausbau der Möglichkeiten des Online-Unterrichts unterstützt werden.

Außerdem wurden im Rahmen des Digitalpaktes II von der Schulabteilung der Kreisverwaltung 220 iPads bestellt. Aus Mitteln des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz werden ergänzend rund 130 Notebooks und iPads angeschafft. 

Alle Geräte sind für den Verleih an die Kinder und Jugendlichen bestimmt, die zu Hause nicht auf ein mobiles Endgerät zurückgreifen können und damit vom Online-Unterricht ausgeschlossen wären. Die Fachabteilung in der Kreisverwaltung steht in engen Kontakt mit den insgesamt 17 kreiseigenen Schulen, um die Notebooks und später die iPads entsprechend des Bedarfs sinnvoll zu verteilen.

Der Ausbau der digitalen Bildung ist in Zusammenarbeit mit den Schulen vor allem in den vergangenen Monaten stark vorangetrieben worden. Schon mehrfach hat der Kreis als Schulträger zum Beispiel darauf hingewiesen, dass es in der aktuellen Phase je nach Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie zu begrüßen wäre, wenn seitens des Landes in den Schulen die Möglichkeit des Hybrid-Unterrichts gegeben würde. Die Schulen des Kreises wären dazu inzwischen auch größtenteils technisch in der Lage.

Allerdings geht es auch darum, die Digitalisierung vorausschauend und nachhaltig aufzustellen, um auch später außerhalb von Corona-Zeiten darauf zurückgreifen zu können. Daher wird momentan auf Basis der Medienkonzepte der Schulen eine vereinheitlichte Ausstattungs- und Digitalisierungsstrategie für die Bildungseinrichtungen entwickelt.

Voraussetzung für die Digitalisierung in den Schulen ist der Breitbandausbau. Der Kreis kann hier Vollzug vermelden: Inzwischen wurde an allen Realschulen plus, Gymnasien, Förderschulen, der IGS in Hermeskeil und den berufsbildenden Schulen, die sich in Trägerschaft des Kreises befinden, der Breitbandausbau abgeschlossen. 

Die Anschaffung der Notebooks und iPads, die aktuell in den Kreisschulen verteilt bzw. demnächst geliefert werden, kostet insgesamt rund 270.000 Euro. Die Kosten werden über den DigitalPakt II zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land  übernommen.

Kreisjahrbuch 2021: Moderne Infrastruktur im Landkreis

17.11.2020

Auswirkungen der Corona-Pandemie / Vorstellung der neuen Publikation in Videokonferenz

Ob Verkehr, Breitbandausbau oder Bildung: Der Landkreis investiert in vielfältige Infrastrukturbereiche. Dadurch hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mit der Ausbreitung des Corona-Virus ist insbesondere die digitale Infrastruktur – für Homoffice, Homeschooling oder Videokonferenzen – in den Blickpunkt geraten.

Aus diesem Grund beschäftigt sich das Jahrbuch 2021 des Kreises Trier-Saarburg mit dem Titelthema Infrastruktur. Wegen der steigenden Corona-Zahlen wurde das druckfrische Kreisjahrbuch in diesem Jahr in einer Videokonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Cover des neuen Bandes zeigt symbolisch die Infrastrukturbereiche Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Breitbandausbau und Schulen. Dies zeigt, wie breit gefächert das Thema Infrastruktur betrachtet werden kann. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in den Beiträgen wider. Acht Beiträge befassen sich mit dem Titelthema. Besonders hervorzuheben ist die derzeitige Neuordnung des ÖPNV, die von dem zuständigen Geschäftsbereichsleiter Stephan Schmitz-Wenzel erörtert wird. Auch die Fortschritte im Bereich Schulen und Breitbandinfrastruktur werden in zwei Beiträgen beleuchtet.

Landrat Günther Schartz betont: „Das neue Jahrbuch ist aktueller als selten zuvor. Was durch die Digitalisierung alles möglich ist, sieht man insbesondere in Corona-Zeiten.“ Das Kreisjahrbuch liefere dabei eine beständige Dokumentation der kreiseigenen Geschichte. „Ich danke allen Redaktionsmitgliedern für ihren Einsatz“, so Schartz.

Auf den rund 420 Seiten gibt es 39 redaktionelle Beiträge. Neben dem Schwerpunkt sind die Rubriken „Aktuelles Kreisgeschehen“, „Menschen unserer Heimat“, „Kunst und Kultur“, „Neue Bücher“, „Natur und Umwelt“ sowie „Geschichte und Volkskunde“ vertreten. Insgesamt wirkten 27 Autoren am Kreisjahrbuch mit.

Bei den aktuellen Themen steht die Corona-Pandemie im Mittelpunkt. In einem Interview mit dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, wird über die rasche Verbreitung des Virus im privaten Bereich gesprochen. Außerdem wird in einem Beitrag die Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis ausführlich dargestellt. Vier Beiträge beschäftigen sich außerdem mit den Auswirkungen der Pandemie auf Veranstaltungen und Jubiläen im Kreis. Das Jahrbuch wirft auch einen historischen Blick auf die kreisweite Infrastruktur. So wird beispielsweise die Schulgeschichte des Kreises in den ersten der Nachkriegsjahrzehnten beleuchtet. Auch das Straßenwesen sowie der Automobilverkehr im 20. Jahrhundert sind Thema. Daneben werden auch die Jubiläen der Universität Trier und des Kreisarchivs aufgegriffen. Neben den redaktionellen Beiträgen bieten die Chroniken der sechs Verbandsgemeinden sowie des Landkreises einen guten Überblick über das Geschehen der vergangenen zwölf Monate. Auch abseits der Corona-Pandemie wurden im Kreis viele Projekte realisiert.

Das Jahrbuch wird für 7,50 Euro in den Buchhandlungen in Trier, Schweich, Hermeskeil, Konz und Saarburg sowie im Bürgerbüro in der Kreisverwaltung in Trier verkauft. Außerdem kann es online oder telefonisch bestellt werden. Bei Zusendung fallen Versandgebühren an.

Eine Übersicht aller Beiträge findet sich im Inhaltverzeichnis.

Volkstrauertag: Opfer von Krieg und Gewalt nicht vergessen

17.11.2020

Landrat Schartz legt Kranz auf dem Ehrenfriedhof in Kastel-Staadt nieder

Infolge der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen musste auch die traditionelle Gedenkfeier des Kreises zum Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof in Kastel-Staadt abgesagt werden. Landrat Günther Schartz ließ es sich aber nicht nehmen, gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Dixius und Ortsbürgermeister Reiner Schmitt an dem Ehrenmal Kränze im Gedenken an die gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges und den Opfern von Krieg und Gewalt niederzulegen.

Verlorene Jugend

Viele Soldaten, die auf dem Ehrenfriedhof bestattet und in den letzten Kriegsmonaten in sinnlosen Kämpfen gefallen sind, waren kaum älter als 20 Jahre.  „Der Krieg und die Gewaltherrschaft Nazi-Deutschlands haben diesen jungen Menschen ihre Jugend geraubt und unendliches Leid über fast alle Familien in unserer Heimat gebracht. Wenn heute in der Corona-Pandemie davon gesprochen wird, dass man der heutigen Generation ihre Jugend raube, mahnt das Gedenken am Volkstrauertag auch daran, solche Vergleiche nicht unbedacht zu wählen. Sicherlich sind die Einschränkungen unangenehm. Aber eben nur unangenehm und nicht in einem existenziellen Maße gravierend wie in der Vergangenheit,“ so Schartz.

„Damals wurden Soldaten in sinnlose, kriegsverlängernde Schlachten geschickt.  Heute können wir froh sein, dass uns Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie helfen. Dies zeigt, wie froh und dankbar man immer wieder sein darf, dass sich die Zeiten und das Verständnis von Soldatentum so grundlegend geändert haben und gerade wir hier in der Grenzregion nunmehr seit 75 Jahren in Frieden und Wohlstand leben können,“ so der Landrat am Rande seines Besuchs in Kastel-Staadt.

Landräte fordern Reaktivierung der Hunsrückquerbahn

13.11.2020

Brief an Minister Wissing / Bürgerfreundlicher ÖPNV

Die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn ist ein gemeinsames Anliegen der Landräte der Kreise Trier-Saarburg, Rhein-Hunsrück, Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich und Bad Kreuznach. Sie haben sich daher mit einem Schreiben an Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing in Mainz gewandt. Darin bitten sie um ein um ein Gespräch, um die notwendigen Schritte einer Reaktivierung zu erörtern.

„Die Bürgerinnen und Bürger des Hunsrücks haben einen Anspruch auf gleichwertige Lebensbedingungen“, schreiben die Landräte Günther Schartz (Trier-Saarburg), Gregor Eibes (Bernkastel-Wittlich), Bettina Dickes (Bad Kreuznach), Dr. Matthias Schneider (Birkenfeld) und Dr. Marlon Bröhr (Rhein-Hunsrück). Dazu gehöre auch eine moderne Verkehrsanbindung, die zwingend eine leistungsfähige Schienenanbindung beinhalte.

Die Landräte fordern deshalb die Landesregierung auf, die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn auf der vollständigen Strecke von Langenlonsheim über Simmern, den Flughafen Hahn und Morbach nach Hermeskeil und zurück so schnell wie möglich umzusetzen und damit einen wettbewerbsfähigen und bürgerfreundlichen, schienengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr zu ermöglichen. Das Projekt würde im Einklang mit den von der Landesregierung im Entwurf des neuen Nahverkehrsgesetzes definierten Zielen zur Schaffung zusätzlicher Mobilitätsangebote über alle Verkehrsträger hinweg stehen und darüber hinaus einen wichtigen infrastrukturellen Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raumes sowie zum Klimaschutz leisten, heißt es in dem Brief. Die Landkreise hätten in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um in Anlehnung an das ÖPNV-Konzept Nord den straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr auszubauen. Die reaktivierte Schienenverbindung von Langenlonsheim bis Hermeskeil würde diese Angebote unterstützen und stärken, zumal sie auch den Verkehrsknotenpunkt Flughafen Hahn einschließt.

Das zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Bahn vereinbarte 86 Milliarden Euro schwere Modernisierungsprogramm #StarkeSchiene könne gegebenenfalls bei der Finanzierung einen gewichtigen Beitrag leisten, so der Vorschlag der Landräte.

Volkstrauertag: Zentrale Gedenkfeier im Kreis entfällt

12.11.2020

Die zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag muss in diesem Jahr in der Corona-Pandemie ausfallen. Aufgrund der geltenden Abstands-, Kontakt- und Hygieneregeln kann die übliche Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof in Kastel-Staadt am Sonntag, 15. November 2020, nicht durchgeführt werden. Der Landkreis hatte diese Feier mit zahlreichen teilnehmenden Gruppen und Angehörigen der in Kastel beigesetzten Gefallenen organisiert und hierzu auch einen Pendlerbus eingerichtet. All dies muss in diesem Jahr leider entfallen.

Gleichwohl wird Landrat Günther Schartz gemeinsam Bürgermeister Jürgen Dixius und Ortsbürgermeister Reiner Schmitt am Sonntag ohne Teilnahme von Gästen Kränze in der Gedenkstätte niederlegen. „Auch wenn in diesem Jahr der Volkstrauertag nicht wie üblich begannen werden kann; die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft soll nicht vergessen werden,“ so Landrat Günther Schartz.

Landkreis stattet Schulen mit C02-Meldern aus

12.11.2020

Der Landkreis hat 400 sogenannte C02-Melder (Kohlenstoffdioxidmelder) angeschafft, die in diesen Tagen an die Schulen in der Trägerschaft des Kreises verteilt worden sind. Die Messgeräte werden aufgrund der Corona-Pandemie in den Bildungseinrichtungen eingesetzt. Sie sollen die Luftqualität auf Basis des Kohlenstoffdioxidgehaltes kontinuierlich messen und den Lehrkräften vor allem auch als Hilfsmittel dienen, um einzuschätzen, wann in den einzelnen Räumen gelüftet werden muss.

Gekauft wurden zwei verschiedene Gerätetypen – zum einen reine CO2-Melder, zum anderen Partikelmessgeräte, die ebenfalls eine CO2-Messung vornehmen. Die C02-Melder sind mit einer akustischen Warnfunktion ausgestattet. Bei Überschreitung des kritischen Wertes ertönt ein Warnsignal. Es verstummt erst dann, wenn der Raum gelüftet wird und die Luftqualität wieder unter dem Grenzwert liegt. Die Partikelmessgeräte reagieren auf die Anzahl der Partikel in der Luft und zeigen nicht akustisch, sondern visuell anhand einer Ampelfunktion an, wann und wie lange gelüftet werden muss.

Die Geräte sollen die Lehrer/innen vor allem darin unterstützen, ein Gefühl für die notwendigen Lüftungsintervalle in dem jeweiligen Klassenraum zu erhalten. Dabei ist neben der Raumgröße auch die Anzahl der Schüler/innen, die sich in der jeweiligen Klasse aufhalten, ausschlaggebend. Entsprechend dieser Faktoren kann es sein, dass der einzelne Raum in einer Unterrichtsstunde nur wenige Minuten gelüftet werden muss.

Die Messgeräte sind handlich, etwas größer als ein Smartphone und portabel. So können sie unter den Lehrkräften weitergegeben und individuell in den einzelnen Klassen- und Fachräumen eingesetzt werden, die belegt sind. Die Ausstattung der Schulen mit den Geräten kostet den Landkreis rund 60.000 Euro.

Bundeswehr hilft in der Coronakrise im Gesundheitsamt

12.11.2020

Acht Soldaten des IT-Bataillons 281 aus Gerolstein sind seit letzter Woche im Dienst

Auch in der vergangenen Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus sowohl im Landkreis als auch in der Stadt Trier weiter deutlich an. Mit 84 Neuinfektionen pro Tag wurde ein neuer Tageshöchstwert gemeldet. Die Zahl der aktuell infizierten Personen stieg zwischenzeitlich auf über 500 Personen an. Rechnet man die Kontaktpersonen ersten Grades hinzu, befanden sich bis zu 3.000 Bürgerinnen und Bürger in Kreis und Stadt in Quarantäne.

Die Kontaktaufnahme der positiv getesteten Personen, die Befragung nach Infektionswegen und Kontaktpersonen sowie die anschließende Kontaktaufnahme mit diesen Personen stellt das Gesundheitsamt und die für die Quarantäneverfügungen zuständigen Ordnungsämter der Stadtverwaltung Trier und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg vor einen kaum noch zu bewältigenden Arbeitsaufwand.

Daher war die Mitte Oktober beantragte und kurzfristig zugesagte Unterstützung durch Kräfte der Bundeswehr dringend notwendig. Landrat Günther Schartz hatte bei Oberstleutnant Lautwein vom Kreisverbindungskommando Trier nachgefragt, ob acht Bundeswehrsoldaten die Arbeit des Gesundheitsamtes unterstützen könnten. Innerhalb weniger Tage kam eine Zusage und am 2. November nahmen acht Soldaten des IT-Bataillons 281 aus Gerolstein ihre Arbeit auf. Nach einer kurzen Einführung in die Aufgaben, Arbeitsabläufe und die zu bedienende Software sind die Soldaten inzwischen gut eingearbeitet. „Ich bin wirklich froh um diese Hilfe. Besonders freut es mich, dass schon nach kurzer Zeit die Soldaten sich eingearbeitet haben und nun selbständig und engagiert mitarbeiten“, so der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels.

Vorgesehen ist, dass die Unterstützung der Bundeswehr über einen längeren Zeitraum erfolgt. Nur dies, so Michels, sei eine dauerhafte Entlastung für die seit Monaten an der Belastungsgrenze arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Zudem habe man in den letzten Wochen weiteres Personal akquiriert.

Ausschuss für Soziales und Gesundheit tagte online

11.11.2020

Zum ersten Mal tagte am heutigen Mittwoch ein politisches Gremium des Landkreises Trier-Saarburg in einer Videokonferenz. Vor dem Hintergrund der steigenden Corona-Zahlen hatte der Kreisvorstand beschlossen, den Ausschuss für Soziales und Gesundheit als eine Videositzung abzuhalten. Die Sitzung wurde im Live-Steam auf Youtube übertragen, so dass jeder Interessierte teilnehmen konnte.

Landrat Günther Schartz leitete die Sitzung aus dem Sitzungssaal der Kreisverwaltung. Die Mitglieder waren aus ihren eigenen Arbeitszimmern zugeschaltet. Möglich ist dies durch die im Juni 2020 angepasste Landkreisordnung, wonach Beschlüsse auch in Video- und Telefonkonferenzen gefasst werden können.

Im Mittelpunkt der Online-Sitzung stand ein umfassender Bericht des Leiters des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung, Dr. Harald Michels, über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie. Dabei berichtete er auch über die seit Monaten anhaltende Arbeitsbelastung des Amtes, aber auch über die Planungen für Impfungen in der Stadt Trier und den Landkreis Trier-Saarburg.

Öffentliche Dokumente wie öffentliche Sitzungsvorlagen nebst Anlagen und die Öffentliche Bekanntmachung sowie in Kürze auch die Niederschrift sind wie üblich im Bürgerinformationssystem des Landkreises hinterlegt.