Bundeswehr hilft in der Coronakrise im Gesundheitsamt

12.11.2020

Acht Soldaten des IT-Bataillons 281 aus Gerolstein sind seit letzter Woche im Dienst

Auch in der vergangenen Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus sowohl im Landkreis als auch in der Stadt Trier weiter deutlich an. Mit 84 Neuinfektionen pro Tag wurde ein neuer Tageshöchstwert gemeldet. Die Zahl der aktuell infizierten Personen stieg zwischenzeitlich auf über 500 Personen an. Rechnet man die Kontaktpersonen ersten Grades hinzu, befanden sich bis zu 3.000 Bürgerinnen und Bürger in Kreis und Stadt in Quarantäne.

Die Kontaktaufnahme der positiv getesteten Personen, die Befragung nach Infektionswegen und Kontaktpersonen sowie die anschließende Kontaktaufnahme mit diesen Personen stellt das Gesundheitsamt und die für die Quarantäneverfügungen zuständigen Ordnungsämter der Stadtverwaltung Trier und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg vor einen kaum noch zu bewältigenden Arbeitsaufwand.

Daher war die Mitte Oktober beantragte und kurzfristig zugesagte Unterstützung durch Kräfte der Bundeswehr dringend notwendig. Landrat Günther Schartz hatte bei Oberstleutnant Lautwein vom Kreisverbindungskommando Trier nachgefragt, ob acht Bundeswehrsoldaten die Arbeit des Gesundheitsamtes unterstützen könnten. Innerhalb weniger Tage kam eine Zusage und am 2. November nahmen acht Soldaten des IT-Bataillons 281 aus Gerolstein ihre Arbeit auf. Nach einer kurzen Einführung in die Aufgaben, Arbeitsabläufe und die zu bedienende Software sind die Soldaten inzwischen gut eingearbeitet. „Ich bin wirklich froh um diese Hilfe. Besonders freut es mich, dass schon nach kurzer Zeit die Soldaten sich eingearbeitet haben und nun selbständig und engagiert mitarbeiten“, so der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels.

Vorgesehen ist, dass die Unterstützung der Bundeswehr über einen längeren Zeitraum erfolgt. Nur dies, so Michels, sei eine dauerhafte Entlastung für die seit Monaten an der Belastungsgrenze arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Zudem habe man in den letzten Wochen weiteres Personal akquiriert.

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