Impfzentren nehmen Arbeit bereits am 7. Januar auf

31.12.2020

Terminvergabe für Impfungen startet am 4. Januar

Bereits in der kommenden Woche, am 4. Januar, beginnt die Terminvergabe für die gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes priorisierte Gruppe, insbesondere der über 80-Jährigen aber auch für weitere Angehörige dieser Gruppe, wie beispielsweise Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste oder Rettungsdienste. Das Land schreibt alle über 80-Jährigen per Brief an und informiert sie über die Impfmöglichkeiten. Um einen schnellstmöglichen Start der Impfungen zu gewährleisten wird der Start der Impfzentren in Rheinland-Pfalz vom 11. auf den 7. Januar vorgezogen.

Bereits vorher werden erste Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen starten. Im Kreis Trier-Saarburg wurde hiermit am 31. Dezember im Seniorenzentrum St. Franziskus Saarburg und dem Seniorenheim in Lorscheid beginnen, wo Bewohner und Mitarbeitende geimpft wurden.

Landrat Günther Schartz ruft dazu auf, die Möglichkeit zur Impfung zu nutzen und den über 80-Jährigen bei der Anmeldung zu helfen. Die Terminvergabe der Impftermine für Menschen, die mit höchster Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung laut Coronavirus-Impfverordnung des Bundes haben, insbesondere der über 80-Jährigen aber auch für weitere Angehörige dieser Gruppe, wie beispielsweise Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste oder Rettungsdienste, erfolgt ab dem 4. Januar entweder telefonisch über die Telefonnummer 0800 – 57 58 100 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de

Impfbeginn in Pflegeeinrichtungen in Trier und Trier-Saarburg

31.12.2020

In der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg haben am letzten Tag des alten Jahres die Impfungen in den ersten Pflegeeinrichtungen begonnen. Im Stift St. Irminen der Vereinigten Hospitien, dem Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder (beide in Trier) sowie dem Seniorenzentrum St. Franziskus in Saarburg und dem Senioren- und Pflegeheim Holunderbusch in Lorscheid (beide Kreis Trier-Saarburg) wurden Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal gegen den Covid-19-Erreger geimpft. Alle Einrichtungen waren bereits beim Land als impfbereit gemeldet und hatten die Voraussetzungen dafür geschaffen, um möglichst schnell mit der Immunisierung beginnen zu können.  

Dr. Yvonne Russell, Direktorin der Vereinigten Hospitien, hatte mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Anstrengungen unternommen, um möglichst schnell impfbereit zu sein. „Die Chance diesem Albtraum für unsere Mitarbeitenden und Bewohnenden ein Stück weit ein Ende setzen zu können, ist aber jede Arbeit absolut wert“, sagte Russell.

Matthias Gehlen, Verwaltungsdirektor des Seniorenheims St. Franziskus Saarburg freute sich, dass man als erster im Kreis an den Start gehen kann. „Wir haben sehr früh hierfür die Voraussetzungen geschaffen und können heute nahezu alle 98 Heimbewohner impfen. Auch die Impfbereitschaft in der Mitarbeiterschaft des Seniorenheims und des Kreiskrankenhauses sei erfreulich hoch“, so Gehlen.

Landrat Günther Schartz besuchte zum Beginn der Schutzimpfungen das Seniorenheim St. Franziskus in Saarburg sowie das Senioren- und Pflegeheim Holunderbusch in Lorscheid. „Das ist ein großer Schritt in der Bekämpfung der Pandemie und zurück zu einer lang ersehnten Normailität“, betonte der Landrat und stellte klar: „Nur durch Impfungen wird es uns letztendlich gelingen, Corona zu bekämpfen“, sagte Schartz.

Der 99-jährige Albert Fehr war der erste, der vom Ärztlichen Direktor des Kreiskrankenhauses, Thomas Poss, die Impfung erhielt. „Wenn ich mich in meinem Alter impfen lasse, dann können das andere auch“, so Fehr nach dem Picks „den ich gar nicht gespürt habe.“

Landrat Schartz und Oberbürgermeister Leibe freuten sich über die große Impfbereitschaft in den Einrichtungen und appellierten an die Menschen in Stadt und Kreis, sich impfen zu lassen, sobald dies möglich ist. „Je mehr Leute sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für alle.“ Beide appellierten gerade an die über 80-jährigen, sich ab 4. Januar einen Impftermin zu besorgen. Familienangehörige und Freunde sollten den älteren Menschen bei der Online-Terminvergabe helfen.

Vom Impfbeginn im Stift St. Irminen machte sich Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe gemeinsam mit dem Ordnungs- und Sicherheitsdezernenten Thomas Schmitt vor Ort ein Bild. Leibe: „Das ist für uns ein besonders wichtiges und hoffnungsvolles Zeichen, dass es in den Pflegeeinrichtungen noch im alten Jahr losgeht“, Alte Menschen seien besonders durch das Corona-Virus gefährdet und in vielfacher Hinsicht von der Pandemie betroffen, vor allem, wenn sie in einer Pflegeeinrichtung seien. „Deswegen haben wir voller Ungeduld auf diesen Tag gewartet.“ Dezernent Schmitt bezeichnete es als wichtiges Zeichen, dass die ersten Impfdosen noch 2020 verabreicht werden. „Im neuen Jahr wird es dann aufwärts gehen, auch wenn das noch eine ganze Zeit dauern wird, bis wir alle impfbereiten Menschen bei uns gegen Corona immunisiert haben.“

Vereinigte Hospitien, das Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder und das Seniorenzentrum St. Franziskus verabreichten die Impfdosen in Eigenregie mit eigenen Ärzten, Apothekern und medizinischem Personal an Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende. Dagegen impfte im Lorscheider Pflegeheim Holunderbusch ein Impfteam des DRK, das die Impfkoordinatoren des Kreises Trier-Saarburg eigens dafür zusammengestellt hatten.

Der Impfstoff für alle vier Einrichtungen, insgesamt 975 Dosen, war bereits am Vortag vom zentralen Impfstofflager des Landes Rheinland-Pfalz ins Trierer Impfzentrum geliefert worden, damit war das der erste Impfstoff, der in das gemeinsam von Kreis und Stadt betriebene Impfzentrum im Trierer Messepark geliefert wurde. Am Abend des 30. Dezembers hatte die Trierer Feuerwehr die Impfdosen aus dem Impfzentrum direkt in die Einrichtungen angeliefert.

Ab Januar soll dann ein mobiles Impfteam in Pflegeeinrichtungen in der ganzen Region impfen. Ab 7. Januar wird dann nach Auskunft des Landes Rheinland-Pfalz in allen 31 rheinland-pfälzischen Impfzentren der reguläre Betrieb beginnen. Zunächst sollen sich die gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes priorisierte Gruppe der über 80-Jährigen impfen lassen können. Impftermine für diese Gruppe können dann ab dem 4. Januar entweder telefonisch über die Telefonnummer 0800 / 57 58 100 oder über www.impftermin.rlp.de reserviert werden.

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Der 99-jährige Albert Fehr, Bewohner des Seniorenzentrum St. Franziskus Saarburg, erhält als erster Heimbewohner im Landkreis Trier-Saarburg die Impfung von Dr. Thomas Poss. Landrat Günther Schartz, Bürgermeister Jürgen Dixius und Verwaltungsdirektor Matthias Gehlen (von rechts nach links) beobachten die Impfung.

Wintereinbruch: Bitte bleiben Sie zuhause

29.12.2020

Menschenmassen und zu wenig Abstand / Sperrung des Skigebietes Dollberg

Mit dem Wintereinbruch über die Feiertage zieht es viele Menschen in die verschneiten Regionen des Kreises. So kam es in den vergangenen Tagen mehrfach zum Verkehrschaos und der Ansammlung vieler Menschen rund um Dollberg Neuhütten, Hermeskeil, Reinsfeld, den Rösterkopf und Kell. Der Landkreis und die Verbandsgemeinden appellieren daher an die Bürgerinnen und Bürger diese Orte zu meiden und zuhause zu bleiben.

Bei Kontrollen der Ordnungsämter wurde festgestellt, dass viele Menschen sich nicht an die Abstandsregeln hielten und auch keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen. Außerdem wurden Fahrzeuge auf Bundes- und Landesstraßen zum Parken abgestellt, so dass zeitweise der Verkehr massiv behindert wurde.

Die Verbandsgemeinde Hermeskeil wird daher die Zufahrtsstraßen und Parkplätze des Ski- und Wintersportgebietes Dollberg Neuhütten ab morgen, 8 Uhr, sperren. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt. Letzteres gilt auch für die Straßen innerorts von Neuhütten, da dort wetterbedingt sonst kein Durchkommen mehr für Krankenwagen oder Ähnliches wäre. Über weitere Maßnahmen wird in den nächsten Tagen entschieden.

Informationen zum Impfzentrum

23.12.2020

Stadt und Landkreis auf Beginn der Impfungen vorbereitet

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und der Trier-Saarburger Landrat Günther Schartz zeigen sich über den heute von der Landesregierung in Aussicht gestellten baldigen Start der Corona-Impfungen hoch erfreut. Leibe und Schartz: „Mit den Impfungen besteht die Hoffnung, die Corona-Pandemie im kommenden Jahr in den Griff zu bekommen. Die aktuellen Entwicklungen in Stadt und Landkreis zeigen, dass es richtig ist, mit den Impfungen in Pflegeheimen zu beginnen, um damit die besonders betroffenen alten Menschen vor dem schweren Verlauf der Infektion zu schützen.“

Leibe und Schartz betonen, dass Stadt und Landkreis vorbereitet sind und die zunächst anstehenden Impfungen durch die mobilen Impfteams des DRK in Pflegeheimen nach Kräften unterstützen werden. Sowohl die Stadtverwaltung wie auch die Kreisverwaltung haben bereits frühzeitig Kontakt mit allen Alten- und Pflegeeinrichtungen aufgenommen, damit diese möglichst frühzeitig die Formalitäten erledigen, um Impfungen möglich zu machen. Das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Kreis im Trierer Messepark ist einsatzbereit.

Die Verantwortlichen in den beiden Verwaltungen gehen nach den derzeitigen Informationen des Landes über die Verfügbarkeit des Impfstoffs davon aus, dass dort frühestens aber dem 4. Januar Impfungen für Menschen außerhalb der Pflegeeinrichtungen vorgenommen werden. Voraussetzung dafür ist die zentrale Terminvergabe, die derzeit vom Land eingerichtet wird.

Das Land wird ab Mittwoch, 23. Dezember, eine Info-Hotline für Bürger schalten. Diese ist unter der Telefonnummer 0800/5758100 erreichbar und montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und am 24. und 31. Dezember jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt. Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter der Nummer 116117 erreichbar ist.

Schulen in Trägerschaft des Kreises bereiten sich auf den Fernunterricht im Januar vor

22.12.2020

Nach den Weihnachtsferien am 4. Januar starten die Schulen im Rahmen des Lockdowns zunächst im Fernunterricht. Bei einem digitalen Pressegespräch stellte Landrat Günther Schartz zusammen mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung dar, wie die Schulen in Trägerschaft des Kreises in dieser Richtung aufgestellt sind.

In technischer Hinsicht hat der Kreis als Schulträger vor allem in jüngster Zeit viel darangesetzt, um die Bildungseinrichtungen hinsichtlich der Ausstattung auf einen guten Stand zu bringen, damit der Fernunterricht an den Kreisschulen auch digital unterstützt werden kann. Eine wichtige Voraussetzung ist seit der vergangenen Woche erfüllt: Seit Mitte Dezember sind alle 17 Schulen des Kreises an das Glasfasernetz angeschlossen. Allerdings gibt es bislang noch keine Praxiserfahrung, wie sich die internen Netze und die Breitbandanschlüsse verhalten, wenn mehrere Videokonferenzen mit den Schülerinnen und Schülern aus den Klassen und Kursen gleichzeitig aus einer Schule heraus gestartet werden. Daher haben die IT-Fachleute der Schulabteilung in der Kreisverwaltung dafür gesorgt, dass die Netze der Schulen sowohl spontan wie auch temporär auf höhere Bandbreiten geschaltet werden können, wenn es Probleme geben sollte. Außerdem ist aus den Schulen die Rückmeldung gekommen, dass eine Reihe von Lehrern den Fernunterricht aus dem Homeoffice heraus durchführen werden, was hilfreich ist, um eine Überlastung der einzelnen Bildungseinrichtungen zu verhindern.

Die Kreisverwaltung hat im Zuge der Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms des Bundes (DigitalPakt II) für die Schulen in der Trägerschaft des Landkreises rund 340 Notebooks angeschafft. Für 18 Geräte übernimmt der Kreis die Kosten. Die Notebooks sind den Bildungseinrichtungen entsprechend des Bedarfs bereits Ende November zur Verfügung gestellt worden. Außerdem wurden im Rahmen des Digitalpaktes II von der Schulabteilung der Kreisverwaltung 220 iPads bestellt. Aus Mitteln des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz werden ergänzend rund 130 Notebooks und iPads angeschafft. Sie sollen noch in diesem Jahr geliefert werden. Die Abteilung Schulen und Bildung in der Kreisverwaltung konnte eine zügige Bestellung der Endgeräte aus dem Sofortausstattungsprogramm umsetzen. Bereits Ende August waren die Fördermittel aus dem DigitalPakt II beantragt und bewilligt. Das war entscheidend, um den Schulen – trotz der aktuell großen Nachfrage und den dadurch vorherrschenden Lieferengpässen – die benötigten Notebooks möglichst schnell zur Verfügung zu stellen. Hierfür hatte das Bildungsbüro der Kreisverwaltung noch in den Sommerferien die Bedarfe aller Kreisschulen abgefragt.

Alle Geräte sind für den Verleih an Schülerinnen und Schüler bestimmt, die zu Hause nicht auf ein mobiles Endgerät zurückgreifen können und damit vom Online-Unterricht ausgeschlossen wären.

Die Anschaffung der aus dem Sofortausstattungsprogramm finanzierten Geräte, die bereits in den Kreisschulen verteilt wurden bzw. demnächst geliefert werden, kostet rund 270.000 Euro. Die Kosten werden über den DigitalPakt II zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land übernommen.

Die kreiseigenen Schulen haben jeweils individuelle Konzepte, wie sie den Fernunterricht nach den Ferien konkret gestalten werden. Beispielhaft stellten die Schulleiter der Realschule plus in Kell am See, Sebastian Straßer, und des BNT in Trier, Dr. Michael Schäfer, in dem Pressegespräch ihre Pläne vor, die ab dem 4. Januar zum Einsatz kommen.

Neben der aktuellen Situation geht es auch darum, die Digitalisierung der kreiseigenen Schulen vorausschauend und nachhaltig aufzustellen, um auch später außerhalb von Corona-Zeiten darauf zurückgreifen zu können. Daher wird momentan auf Basis der Medienkonzepte der Schulen eine vereinheitlichte Ausstattungs- und Digitalisierungsstrategie für die Bildungseinrichtungen entwickelt.

Der Digitalpakt des Bundes umfasst vier Teile und damit neben der technischen Ausstattung der Schulen auch die Anwendungsbetreuung. In diesem Zusammenhang wird die bisher dreiköpfige Fachgruppe IT-Schulen in der Kreisverwaltung noch einmal verstärkt. So sollen für den Aufgabenbereich „Digitale Bildung“ zu Beginn des Jahres zwei weitere Fachleute eingestellt werden.

Die Umsetzung des Digitalpaktes für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises kostet insgesamt rund 4,1 Millionen Euro. Den Löwenanteil finanziert der Bund. Der Landkreis selbst trägt 10 Prozent der Kosten.

Gemeinsames Impfzentrum ist einsatzbereit

22.12.2020

Vorbereitungen für den Start sind abgeschlossen – Warten auf den Impfstoff / „Harter Lockdown“

Im Messepark in Trier haben der Kreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier in den letzten Wochen das gemeinsame Impfzentrum Rheinland-Pfalz – Trier aufgebaut. Dort können, sobald der Impfstoff verfügbar ist, die Menschen aus der Stadt und dem umliegenden Landkreis gegen Corona geimpft werden.

Impfungen nach Priorität

Jedoch kann man nicht einfach in den Messepark fahren und sich impfen lassen. Einerseits ist unklar, wie groß die Zahl der Impfdosen ist, die zu Beginn zur Verfügung stehen. Zum anderen hat das Land basierend auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und des Ethikrates eine Prioritätenliste erstellt, wer als erster geimpft werden soll.

Ganz oben stehen die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und generell Personen über 80 Jahre. Um diese Personengruppe impfen zu können, werden auch mobile Teams eingesetzt, die in die Seniorenheime fahren.

Landrat Günther Schartz: „Je nach Aufwand werden wir die vom Land gestellten Impfteams durch eigene Teams ergänzen, um möglichst rasch in den Altenheimen starten zu können“. Wie man an einen Termin kommt, hängt von der Menge des Impfstoffes, der Priorisierung und den Kapazitäten im Impfzentrum selbst ab. Die Informationen an die ersten Gruppen, die geimpft werden sollen, werden vom Land Rheinland-Pfalz veröffentlicht.

Bei einem Probelauf in der Messeparkhalle in Trier konnten sich Landrat Günther Schartz und der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe davon überzeugen, dass das Konzept des Impfzentrums funktioniert. „Wir sind in der Lage, die Vorgaben des Landes zu erfüllen und in mehreren Impfstraßen gleichzeitig zu impfen“, so die beiden Verwaltungschefs, die sich frühzeitig dafür entschieden hatten, ein gemeinsames Zentrum aufzubauen. Insgesamt stehen in Rheinalnd-Pfalz seit dem 15. Dezember 31 Impfzentren bereit.
Seit einer Woche ist nun auch der „harte Lockdown“ in Kraft. Fast alle Geschäfte haben geschlossen. Die Schulen bleiben bis zum 15. Januar für den Präsenzunterricht geschlossen. Ab 4. Januar beginnt der Schulbetrieb mit Fernunterricht. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, appelliert, auch über die Feiertage so wenig Kontakte wie möglich zu haben. Nur so sei es möglich, die hohen Infektionszahlen auch im Kreis zu senken.

Telefon bei Beratungsbedarf

Bei Beratungsbedarf zu den Regeln der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung steht unter 0651-715-16006 ein Telefon des Ordnungsamtes der Kreisverwaltung zur Verfügung, das zu den üblichen Dienstzeiten besetzt ist. Fragen können auch per Mail an corona [at] trier-saarburg [dot] de gesendet werden.

Neue Medien sinnvoll einsetzen

22.12.2020

Bildungsbüro und Kita-Fachstelle organisierten Fachtag

Die Digitalisierung erreicht auch die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft – immer früher werden Kleinkinder mit neuen Medien wie Tablets oder digitalen Lernspielen konfrontiert. Der richtige Umgang mit den digitalen Möglichkeiten will aber gelernt sein. Um über sinnvolle Einsatzfelder moderner Medien in Kitas und frühkindlicher Bildung zu sprechen, hat das Bildungsbüro gemeinsam mit der Kita-Fachberaterin der Kreisverwaltung Einrichtungsleitungen und Fachkräfte zu einem Fachtag geladen. Dabei stand das Thema „Frühkindliche Bildungsarbeit im Wandel: Wenn Bilderbücher, Spiele, Stift und Papier digital werden“ im Mittelpunkt.

„Kinder kommen heute mit einer Bedienkompetenz in die Kita. Das ist aber nicht mit Medienkompetenz gleichzusetzen“, betonte die Referentin Jelena Wagner. In den Kindertageseinrichtungen gebe es daher Potenziale, Digitales in die frühkindliche Bildung einzubinden.

Dabei geht es auf der einen Seite darum, aktiv mit modernen Medien Lerninhalte aufnehmen wie beispielsweise durch digitales Memory. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, den Kindern den kritischen Umgang mit Medien näherzubringen. Moderne Medien in den Kitas sollen eine Ergänzung darstellen. Die Auswahl erfolgt mit pädagogischen Grundsätzen. „Dabei ist es wichtig den passiven Konsum zeitlich einzuschränken“, so Wagner.

Die Idee zu Thema und Fachtag kam aus einem Auftaktworkshop des Bildungsbüros im vergangenen Jahr und war Bestandteil des Bewerbungskonzeptes des Landkreises zur MINT-Region 2019. „Auch ohne diesen Titel wollten wir das Thema Digitale Bildung und Kita aufgreifen“, erklärte Julia Schmitt, Bildungsmanagerin der Kreisverwaltung. Eigentlich hätte die Veranstaltung mit anschließender Hospitation in der Konsultationskita in Ramstein-Miesenbach stattfinden sollen. Dort werden digitale Inhalte bereits seit längerem genutzt. Aufgrund der Corona-Pandemie habe man sich für einen Fachtag entschieden, so Schmitt. Teilgenommen haben 16 Vertreter von Kitas und Kita-Trägern aus dem Landkreis und der Stadt Trier.

Bei Fragen und Anmerkungen steht Julia Schmitt vom Bildungsbüro der Kreisverwaltung unter 0651-715469 oder julia [dot] schmitt [at] trier-saarburg [dot] de zur Verfügung.

Auch mit Abstand für junge Menschen da sein

21.12.2020

Mehr digitale Angebote in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Kreis

Schließung von Jugendräumen und Schulen, weniger Freizeitmöglichkeiten und fehlende soziale Kontakte – die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus seit vielen Monaten stark in ihrem jungen Leben und Alltag eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, dass die Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit im Landkreis weiterhin Angebote macht und den Kontakt zu den jungen Menschen hält. Dabei spielen insbesondere die digitalen Möglichkeiten eine Rolle. Aber auch die Arbeit vor Ort kann auf kreative Weise fortgeführt werden.

Auch Online-Nachhilfe eingerichtet

In den letzten Monaten wurde viel auf die Beine gestellt: Virtuelle Chatrooms, über einen Online-Raumplaner den eigenen Jugendraum umgestalten oder ein virtuelles Kochbuch erstellen. Die Jugendarbeit vor Ort war trotz Corona sehr aktiv. „Der Digitalisierungsschub ist klar erkennbar. Allerdings fehlt es bei Fachkräften und den Jugendlichen oft noch an passenden Endgeräten“, so Bettina Krüdener, Kreisjugendpflegerin. Man könne aber stolz sein, dass die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit trotz der Widrigkeiten so gut weitergelaufen sei. Die digitale Unterstützung in der Jugendarbeit wurde in der Not und dem Bedarf der jungen Menschen entsprechend kurzer Hand auch auf Online-Nachhilfe und Unterstützung beim Homeschooling ausgeweitet.

Angebote in der „realen“ Welt

Auch in der „realen“ Welt ist man weiter aktiv. Beispielsweise konnte eine alternative Betreuung zum klassischen Ferienspaß durch den Landkreis angeboten werden. Für viele Eltern war dies eine große Erleichterung während der ersten beiden Wochen der Sommerferien. „Die digitalen Angebote können nur eine Ergänzung sein. Der persönliche Kontakt mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist zu wichtig“, so Krüdener.

Auch in der aufsuchenden Jugendsozialarbeit konnte der Kontakt zwischen den Fachkräften und vielen jungen Menschen über Telefon, Email und soziale Medien aufrechterhalten werden. So wurde bei behördlichen Anschreiben oder bei Bewerbungen weitergeholfen. Allerdings ist hier der Stress durch die Corona-Pandemie noch deutlicher spürbar – viele junge Menschen verspüren derzeit große Unsicherheiten bezüglich ihrer Ausbildung oder der Berufsaussichten.

Auch die Suchtgefährdung beispielsweise bei Online-Spielen oder Smartphone-Nutzung hat durch die Einschränkung realer sozialer Kontakte zugenommen. Gleichzeitig wird die Unterstützung im Bereich psychotherapeutischer Angebote durch die Kontaktbeschränkungen erschwert. Hier haben die Jugendsozialarbeit und die Jugendarbeit in den vergangenen Monaten eine wichtige Vermittlerrolle eingenommen.

Die Jugendarbeit im Kreis bietet auch in den kommenden Wintermonaten ein breites Angebot für junge Menschen der Region. Aktuelle Informationen und Ansprechpartnerinnen und –partner sind unter www.jugendbildungswerkstatt.de verfügbar.

Kreisverwaltung zwischen den Feiertagen geschlossen

21.12.2020

Erreichbarkeit während des Lockdowns

Als Folge des Lockdowns und der Aufforderung, bis zum 10. Januar 2021 Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken, schränkt auch die Kreisverwaltung Trier-Saarburg einschließlich ihrer Nebenstellen ihre Öffnungszeiten ein.

Vom 28. bis 30. Dezember ist die Kreisverwaltung komplett für Publikum geschlossen. Dies gilt auch für die Nebenstellen in der Paulinstraße, Metternichstraße und Karl-Benz-Straße. Ab dem 4. Januar 2021 ist die Kreisverwaltung in dringenden und unaufschiebbaren Fällen erreichbar. Hierzu ist jedoch eine vorherige Terminvereinbarung per Mail oder Telefon notwendig. Einlass erhält in der Zeit von 9 bis 12 Uhr nur derjenige, der eine Terminvereinbarung nachweisen kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Verwaltungsanliegen nach Ende des Lockdowns zu erledigen oder telefonisch beziehungsweise per Mail anzufragen. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.trier-saarburg.de. Der Lockdown sollte nicht für Behördenbesuche genutzt werden, sofern diese nicht wirklich dringlich und unaufschiebbar sind. Dies gilt umso mehr, als auch in der Kreisverwaltung viele Mitarbeitende in den nächsten Wochen die Möglichkeit eines Heimarbeitsplatzes nutzen.

Generalsanierung der Sporthalle Schweich liegt im Zeitplan

18.12.2020

„Kunst am Bau“: Gestaltung mit Graffiti / Unterricht ab Februar 2021 möglich

Ab Februar kommenden Jahres soll die Stefan-Andres-Sporthalle den Schulen wieder komplett für den Unterricht zur Verfügung stehen. Die Dreifeld-Halle, die zum Schulzentrum in Schweich gehört und sich wie das Gymnasium und die Realschule plus daher in Träger-schaft des Kreises befindet, wird seit Mitte 2019 von Grund auf saniert. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

In der vergangenen Woche wurde im Rahmen eines Pressegespräches der Baufortschritt sowie die künstlerische Innengestaltung der Halle und Umkleiden vorgestellt.

Dynamisch, athletisch und bunt – so lassen sich die Kunstwerke von Urban Drips beschreiben, die nun die Sporthalle prägen. In sieben Elementen haben die Künstler verschiedene Sportarten in Graffiti-Kunstwerken an die Wand gebracht. Das kräftige Farbkonzept spiegelt sich auch in den Umkleiden wieder. Durch diese Kunst am Bau erhalte die Sporthalle einen modernen Charakter, der Schülerinnen und Schüler zum Sport animieren soll, so die Künstler.

Große Fenster eingebaut

Auch der neue Sportboden, neue Tribünen und große Fenster tragen zu dem modernen Eindruck bei. In der Sporthalle sind nur noch Restarbeiten zu erledigen, so dass die Schülerinnen und Schüler dort ab Februar wieder regulär Sport machen können. Landrat Günther Schartz lobte das Projekt: „Wir liegen im Zeitplan. Wichtig war es uns mit dem Bundesförderprogramm Großprojekte zu unterstützten und nicht das Geld auf viele kleinere Vorhaben zu verteilen. Mit den Hallen in Hermeskeil, Konz und jetzt Schweich sieht man, dass diese Entscheidung richtig war.“

Die Schweicher Halle wurde 1974 gebaut und war „in die Jahre gekommen“. Daher wurde das Gebäude zunächst bis auf den Rohbau zurückgebaut. An beiden Seitenwänden wurden große Fenster eingebaut, um Tageslicht großzügig in die vormals dunkle Halle zu lassen. Diese lassen sich bei Bedarf auch abdunkeln. Die komplette Installation und damit der Elektrobereich, die Heizung, Lüftung und die Sanitärräume wurden erneuert. Energetisch wurde das Gebäude mit thermisch getrennten Tür- und Fensterelementen in Verbindung mit einer wärmegedämmten Fassadenverkleidung auf den modernsten Stand gebracht. Daneben wurde die Halle auch barrierefrei ausgebaut – so entstand unter anderem ein Aufzug im Eingangsbereich.

Die Umkleiden konnten bereits im vergangenen September fertiggestellt werden, so dass die Schülerinnen und Schüler diese für den Sportunterricht im Freien oder in der von der Verbandsgemeinde aufgestellten provisorischen Sporthalle nebenan nutzen konnten. Im Frühjahr werden die Fassadenarbeiten beendet. Damit wird die Halle dann auch als Veranstaltungsraum für die Schulen zur Verfügung stehen. Mit den neuen Tribünenelementen und Bestuhlung werden dort unter normalen Bedingungen mehr als 1200 Personen Platz haben.

Rund 6,5 Millionen Euro Kosten

Die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt liegen bei rund 6,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist allerdings noch nicht die Baupreissteigerung, die momentan bei rund 15 Prozent liegt. Der Kreis als Bauträger erhält eine Förderung durch das Kommunale Investitionspro-gramm KI 3.0 des Bundes in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro für die energetische Sanierung. Außerdem ist eine Förderung des Landes aus Schulbaumitteln in Höhe von rund 460.000 Euro zugesagt. Der Landkreis trägt die Differenz in Höhe von rund 3 Millionen Euro aus eigenen Mitteln.