Auch mit Abstand für junge Menschen da sein

21.12.2020

Mehr digitale Angebote in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Kreis

Schließung von Jugendräumen und Schulen, weniger Freizeitmöglichkeiten und fehlende soziale Kontakte – die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus seit vielen Monaten stark in ihrem jungen Leben und Alltag eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, dass die Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit im Landkreis weiterhin Angebote macht und den Kontakt zu den jungen Menschen hält. Dabei spielen insbesondere die digitalen Möglichkeiten eine Rolle. Aber auch die Arbeit vor Ort kann auf kreative Weise fortgeführt werden.

Auch Online-Nachhilfe eingerichtet

In den letzten Monaten wurde viel auf die Beine gestellt: Virtuelle Chatrooms, über einen Online-Raumplaner den eigenen Jugendraum umgestalten oder ein virtuelles Kochbuch erstellen. Die Jugendarbeit vor Ort war trotz Corona sehr aktiv. „Der Digitalisierungsschub ist klar erkennbar. Allerdings fehlt es bei Fachkräften und den Jugendlichen oft noch an passenden Endgeräten“, so Bettina Krüdener, Kreisjugendpflegerin. Man könne aber stolz sein, dass die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit trotz der Widrigkeiten so gut weitergelaufen sei. Die digitale Unterstützung in der Jugendarbeit wurde in der Not und dem Bedarf der jungen Menschen entsprechend kurzer Hand auch auf Online-Nachhilfe und Unterstützung beim Homeschooling ausgeweitet.

Angebote in der „realen“ Welt

Auch in der „realen“ Welt ist man weiter aktiv. Beispielsweise konnte eine alternative Betreuung zum klassischen Ferienspaß durch den Landkreis angeboten werden. Für viele Eltern war dies eine große Erleichterung während der ersten beiden Wochen der Sommerferien. „Die digitalen Angebote können nur eine Ergänzung sein. Der persönliche Kontakt mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist zu wichtig“, so Krüdener.

Auch in der aufsuchenden Jugendsozialarbeit konnte der Kontakt zwischen den Fachkräften und vielen jungen Menschen über Telefon, Email und soziale Medien aufrechterhalten werden. So wurde bei behördlichen Anschreiben oder bei Bewerbungen weitergeholfen. Allerdings ist hier der Stress durch die Corona-Pandemie noch deutlicher spürbar – viele junge Menschen verspüren derzeit große Unsicherheiten bezüglich ihrer Ausbildung oder der Berufsaussichten.

Auch die Suchtgefährdung beispielsweise bei Online-Spielen oder Smartphone-Nutzung hat durch die Einschränkung realer sozialer Kontakte zugenommen. Gleichzeitig wird die Unterstützung im Bereich psychotherapeutischer Angebote durch die Kontaktbeschränkungen erschwert. Hier haben die Jugendsozialarbeit und die Jugendarbeit in den vergangenen Monaten eine wichtige Vermittlerrolle eingenommen.

Die Jugendarbeit im Kreis bietet auch in den kommenden Wintermonaten ein breites Angebot für junge Menschen der Region. Aktuelle Informationen und Ansprechpartnerinnen und –partner sind unter www.jugendbildungswerkstatt.de verfügbar.

Auch mit Abstand für junge Menschen da sein

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