Amphibienwanderung beginnt wieder

25.02.2021

Mit ansteigenden Nachttemperaturen und feuchten Witterungsverhältnissen beginnen die Kröten, Molche und Frösche wieder mit der Wanderung zu den Laichgewässern. Für die Amphibien ist die Zeit der Winterruhe dann beendet.

Milde Nachttemperaturen (über 5 Grad Celsius) und feuchte Witterungsverhältnisse sind ideale Voraussetzungen für den Beginn dieser Reise. Die stärksten Wanderaktivitäten dauern von 19 bis 24 Uhr. In dieser Zeit ziehen die Amphibien zum Wasser, um sich dort zu paaren und ihre Eier (Laich) abzulegen. Dazu kehren Kröten stets in das Gewässer zurück, in dem sie geboren wurden. Dabei legen sie bis zu vier Kilometer zurück.

Gefahren für die Tiere

Für viele von ihnen werden dabei die Übergangsbereiche von Straßen zu einer tödlichen Falle. Beispielsweise benötigt eine Erdkröte mit einem Männchen auf dem Rücken circa zehn Minuten für das Überqueren einer 7,50 Meter breiten Straße.
Zum Schutz der Tiere werden im Kreis verschiedene Maßnahmen ergriffen. Unter anderem werden an Straßen Hinweisschilder mit dem Krötensymbol, zum Teil in Verbindung mit Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgestellt. Darüber hinaus werden an einigen Streckenabschnitten Schutzzäune errichtet. Morgens und abends tragen Ehrenamtliche die in Eimern gesammelten Tiere sicher über die Straße.

Geschwindigkeit anpassen

Alle Verkehrsteilnehmenden können helfen das Sterben der Amphibien auf Straßen im Kreis so gering wie möglich zu halten, indem sie in den kommenden Wochen nachts die gekennzeichneten Streckenabschnitte, insbesondere bei feuchter Witterung, mit reduzierter Geschwindigkeit vorsichtig passieren oder – wenn möglich – ganz umfahren.

Weitere Informationen zum Thema „Amphibienschutz“ sind unter Telefon 0651-715-282 oder der E-Mail naturschutz [at] trier-saarburg [dot] de erhältlich.

Amphibienwanderung beginnt wieder