Gleichstellungsarbeit in der Pandemie

30.04.2021

Herausforderungen in Homeschooling und Homeoffice / Auch Gewalt gegen Frauen ist Thema

Frauen werden in der Pandemie vor besondere Herausforderungen gestellt: ob Homeschooling in Verbindung mit Homeoffice oder das Thema Gewalt gegen Frauen im häuslichen, aber auch im öffentlichen und digitalen Raum. In ihrem Jahrestreffen haben sich die Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinden und des Landkreises corona-konform über ihre Arbeit ausgetauscht und Aktionen für das kommende Jahr geplant.

Die Pandemie wirkt sich auch auf die bisherige Form der Gleichstellungsarbeit aus und neue Ideen und Ansätze müssen überlegt werden. Dabei hat sich die Form von Videoclips unter dem Motto: „Stell dir vor es ist Wahl und keiner geht hin“ viele Menschen auch über den Landkreis hinaus erreicht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Durchführung der geplanten Projekte und Angebote die in Kooperation mit den Fachverbänden zeitnah umgesetzt werden sollen.

Verabschiedung zweier Kolleginnen

Zum 31.März haben die Gleichstellungsbeauftragten aus der Verbandsgemeinde Schweich, Susanne Christmann, und Mechtilde Wiescher aus der Verbandsgemeinde Hermeskeil ihr Ehrenamt niedergelegt. Susanne Christmann hat dieses Ehrenamt seit 2013 inne und Mechtilde Wiescher seit 2003.

In einer kleinen Feierstunde würdigte Anne Hennen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, im Namen der Kolleginnen die gute Zusammenarbeit und die ungezählten Stunden an ehrenamtlichen Engagement innerhalb und außerhalb der Arbeitsgemeinschaft „Kommunale Gleichstellung“. Viele gemeinsame Projekte wurden in dieser Zeit konzipiert und umgesetzt. Beispielhaft dafür stehe unter anderem die Wanderausstellung zum Frauenwahlrecht, bei der sogar Rita Süssmuth als Ehrengast begrüßt werden konnte, so Hennen. Hervorzuhaben sei auch die Leistung der Kolleginnen für die vielen Einzelanliegen von ratsuchenden Frauen, denen oftmals unbürokratisch und schnell Perspektiven aufgezeigt und Hilfe angeboten wurde.

„Auch der gesamtgesellschaftliche Nutzen von Gleichstellungsarbeit für Frauen und Männer, der oftmals erst auf den zweiten Blick erkennbar ist, wurde hervorragend und mit viel Engagement und Herzblut verwirklicht“, so Hennen. Im Namen aller Frauen dankte sie den ausscheidenden Kolleginnen, wünschte Ihnen für die Zukunft alles Gute, verbunden mit der Bitte sich auch weiterhin für die Anliegen von Frauen sowie für die Geschlechtergerechtigkeit stark zu machen.

Suchtsensibel und Resilienz bei Krisen – wie Fachkräfte agieren sollten

30.04.2021

Regionale Pflegekonferenz von Stadt und Landkreis stellt Fortbildungsangebote vor

Wie sollten Pflegekräfte damit umgehen, wenn Patienten an einer Suchterkrankung leiden? Wie kann der Stress im Beruf abgemildert werden? – mit den beiden Themenschwerpunkten „Suchtsensible Pflege“ und „Resilienz für Pflegekräfte“ setzte die Regionale Pflegekonferenz der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg wichtige Impulse für die alltägliche Arbeit der Fachkräfte. Bei der erstmals als Videokonferenz stattfindenden Veranstaltung standen Fortbildungsangebote für Pflegefachkräfte im Mittelpunkt.

Mit der suchtsensiblen Pflegeberatung stellte die Suchtberatung Trier e.V. „Die Tür“ ein Programm vor, bei dem Pflegekräfte den richtigen Umgang mit suchtkranken Patientinnen und Patienten lernen. „Es ist nie zu spät, um von einer Sucht wegzukommen. Daher meine Bitte an Sie: Schauen Sie nicht weg, sondern sprechen Sie die Probleme bei Ihren Patienten offen an“, so Andreas Stamm von „Die Tür“. Unter anderem wie man ein solches Gespräch führen kann und welche Auswirkungen Alkohol oder andere Rauschmittel auf den Körper älterer Menschen haben, wird in der Fortbildung thematisiert.

Das Thema „Resilienz“ betrifft vor allem das Pflegepersonal selbst. Im Arbeitsalltag sind Krisen, Stress und Erschöpfung oft belastende Herausforderungen. Das Programm „Felsenfest und sicher Krisen meistern“ von der IKK Südwest und cco Netzwerke zeigt den Fachkräften Wege, um mit diesen schwierigen Situationen umzugehen und die eigene Widerstandskraft zu stärken.

50 Teilnehmende in Videokonferenz

Über 50 Teilnehmende – darunter auch die Bürgermeisterin der Stadt, Elvira Garbes, und der Gesundheitsdezernent des Kreises, Joachim Christmann – beteiligten sich an der Konferenz, die die Planung und Weiterentwicklung der örtlichen Pflegestruktur zum Ziel hat. Auch die aktuelle Situation der Pflegestützpunkte in Stadt und Kreis wurde vorgestellt. Sie sind oft erster Ansprechpartner für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige. Aufgrund der Pandemie mussten viele Beratungen digital oder telefonisch durchgeführt werden. Der Kontakt zu den Betroffenen konnte so gehalten werden. „Auch während der Corona-Pandemie wollten wir die Regionale Pflegekonferenz als Plattform für Impulse und den Austausch anbieten“, so die Pflegestrukturplanerinnen von Stadt und Kreis, Anna Weber und Nadja Adams. „Es ist uns wichtig, Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich zu informieren und zu unterstützen.“ Der regelmäßige Austausch ist vor allem auch wegen des Auftrags der kommunalen Pflegestrukturplanung, bedeutend. Sie soll auf die Sicherstellung und Weiterentwicklung der pflegerischen Infrastruktur hinzuwirken. So werden weiterhin Themenvorschläge aufgegriffen, die in Arbeitskreisen, Vorträgen und Workshops vertieft werden.

Streuobstwiesen nachhaltig fördern

29.04.2021

Bewerbungen zum Förderprojekt noch bis 5. Mai möglich

Fast 1200 größere Streuobstwiesen gibt es im Kreis. Um diese landschaftsprägenden Lebensräume nachhaltig zu schützen hat die Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ das Förderprojekt „Wer trotzt Wind und Wetter, reduziert das CO2 und bietet Tieren ein Zuhause? Die Streuobstwiese – ein schützenswertes Biotop!“ gestartet. Privatpersonen, Ortsgemeinden oder Vereine, die eine Streuobstwiese besitzen, können sich noch bis zum 5. Mai bewerben.

Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung ist Dr. Cornelia Pfabel. Informationen zu Voraussetzungen und Zielen des Projektes finden sich hier.

Seit Start der Bewerbungsphase sind zahlreiche positive Rückmeldungen eingegangen. „Es gibt auch viele Nachfragen per E-Mail und Telefon. Das zeigt das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, so Pfabel. Bei der Beratung versuche man auf die individuellen Streuobstflächen einzugehen. „So ist beispielsweise auch in bestimmen Fällen eine Kombination von Schafbeweidung zur Biotoppflege möglich“, so Pfabel. Auch sei eine Bewerbung möglich, wenn ein Besitzer zwei aneinandergrenzende Streuobstwiesen bewirtschaftet. „Wenn die Gesamtgröße über den geforderten 3000 Quadratmeter liegt, ist eine Bewerbung möglich“, so Pfabel.

Die Bedeutung der Streuobstwiese zeigt sich auch in einem europaweiten Aktionstag Ende April, bei dem auf den Nutzen dieser Biotope aufmerksam gemacht werden soll. Informationen zum ersten europaweiten Tag der Streuobstwiese gibt es auf der Website des NABU unter www.nabu.de

Vernetzung Bildung und Unternehmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes

28.04.2021

BNT: Edu Hub gestartet / David Dimmig leitet Projekt

Am Balthasar-Neumann-Technikum (BNT) in Trier entsteht ein sogenannter „Bildungshub“ – ein Knotenpunkt, der Schüler:innen, Techniker:innen und Studierende mit ihren innovativen Ideen fördert und mit interessierten Unternehmen in der Großregion frühzeitig zusammenbringen soll. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem kreiseigenen BNT, dem Landkreis Trier-Saarburg und seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Unter anderem ist der Fachkräftemangel, der auch die Region Trier längst erreicht hat, für die Verantwortlichen ein Ansporn, den Bildungshub, kurz genannt Edu Hub (von „Education Hub“), voranzubringen. Daher wurde das Pilotprojekt nun auch personell besetzt.

David Dimmig aus Kasel ist die Leitung des Edu Hub übertragen worden. Der Datenbankentwickler hat zehn Jahre Arbeitserfahrung und wird eine digitale Plattform aufbauen, um es so Schüler:innen und Studierenden nicht nur des BNT mit der Fachschule für Technik und dem technischen Gymnasium, sondern auch anderer Schulen sowie Firmen zu ermöglichen, qualitativ hochwertige technische Projekte auszutauschen und auszuarbeiten. Dabei geht es um Praxisnähe, Fachkräftesicherung und somit auch um die Stärkung des regionalen und auch grenzüberschreitenden Wirtschaftsstandortes.

Unter anderem soll eine Schnittmenge zwischen dem Bildungs- und Arbeitsmarkt hergestellt werden, um so Unternehmen und die vielfältigen Potentiale, die es in der Schülerschaft und unter Studierenden verschiedener Bildungseinrichtungen gibt, frühzeitig zusammenzubringen. Der Edu Hub ist damit eine wichtige Bereicherung für den regionalen Arbeits- und Wirtschaftsmarkt.

Mittelfristig geplant ist auch der Bau eines Edu Hub-Gebäudes auf dem Grundstück der Schule des Kreises in der Paulinstraße in Trier. Bis dahin hat der Leiter des Edu Hub sein Büro in den Räumen des BNT und steht für weitere Informationen zur Verfügung: Kontakt: 0651/ 9180044, david [dot] dimmig [at] eduhub-trier [dot] com, www.eduhub-trier.de

Begeisterung für Technik und IT wecken

28.04.2021

Bildungsbüro als MINT-Regionalpate / Zwei Projekte für Schulen im Kreis gehen an den Start

Warum stürzt ein hoher Turm nicht um? Wie funktioniert das Internet? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die zwei Projekte „KiTec- Kinder entdecken Technik“ und „IT2School – gemeinsam IT entdecken“ für Schulen im Landkreis. Das Bildungsbüro der Kreisverwaltung koordiniert die Umsetzung in den Schulen als MINT-Regionalpate – ein Netzwerk, das Angebote in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik unterstützt.

Mit „KiTec“ wird an vier Grundschulen praxisnah alltägliche Technik für Kinder verständlich erklärt und erlebbar gemacht. Die teilnehmenden Schulen erhalten altersgerechte Werkzeug- und Materialkisten für den Unterricht. Die Kinder sollen dabei selbst kreativ werden, eigene Bauwerke kreieren und ihre Fragen rund um Bauen, Fahrzeuge und Elektrotechnik beantworten lernen.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres startete das Projekt in Zusammenarbeit mit der Grundschule Osburg. Nun folgen die Grundschulen Reinsfeld, St. Laurentius Saarburg sowie die kreiseigene Grund- und Realschule plus Waldrach. An der Grundschule Schillingen kennt man „KiTec“ bereits seit 2010 – hier profitieren zusätzlich zwei Lehrkräfte durch die Teilnahme an der aktuellen Fortbildung.

Digitalisierung verändert die Gesellschaft – digitale Geräte und Medien bestimmen zunehmend unseren Alltag. Das Projekt „IT2School – gemeinsam IT entdecken“ hilft Kindern und Jugendlichen an weiterführenden Schulen digitale Prozesse zu verstehen und aktiv zu gestalten. Ob Programmierübungen, das Internet nachstellen oder IT-Probleme lösen – in verschiedenen Unterrichtsabschnitten blicken die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen der Informationstechnologie.

Im Landkreis nehmen sechs kreiseigene Schulen an diesem Projekt teil: die Don Bosco-Schule in Wiltingen, die Realschule plus Kell am See, die Grund- und Realschule plus Waldrach, die Realschulen plus mit FOS in Konz und Schweich sowie das Gymnasium Hermeskeil.

Teil beider Projekte sind auch Fortbildungen für Lehrkräfte, die die Umsetzung in den Schulen gestalten. Ansprechpartnerin für das MINT-Regionalpatenprogramm vor Ort ist Julia Schmitt vom Bildungsbüro der Kreisverwaltung. Weitere Informationen gibt es auch online unter www.mint.rlp.de/de/foerderung/programm-mint-regionalpate

Das Programm MINT-Regionalpate ist eine Initiative des Ministeriums für Bildung im Rahmen der landesweiten MINT-Strategie. Das Programm wurde in enger Kooperation mit der Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V. und der KSB Stiftung entwickelt. Die landesweite Umsetzung des Programms wird neben den regionalen Paten unterstützt durch das Pädagogische Landesinstitut, die MINT-Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz und die kommunalen Medienzentren.

Freie Plätze im Ferienprogramm des Landkreises

27.04.2021

An Standorten Trierweiler, Waldweiler und Konz-Oberemmel ist eine Anmeldung noch möglich

In den ersten beiden Wochen der Sommerferien vom 19. bis 30. Juli findet auch in diesem Jahr eine Ferienaktion des
Landkreises statt. Einige wenige Plätze sind noch frei.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann der Ferienspaß des Kreises nicht wie gewohnt stattfinden. Zum einen werden die Gruppen verkleinert. Zum anderen sind die Kinder nicht unterwegs, um Ausflüge zu unternehmen. Die Ferienaktion findet vielmehr an elf Standorten im Kreis statt. Für folgende Standorte können noch Kinder angemeldet werden:

  • Trierweiler
  • Waldweiler
  • Konz-Oberemmel

Weitere Informationen, Voraussetzungen und der Link zur Anmeldung sind auf der Internetseite der Kreisjugendpflege verfügbar.

Integratives Schulprojekt Schweich schreitet voran

27.04.2021

SGD-Nord-Präsident Uwe Hüser besucht Baustelle

Ein außergewöhnlicher Gebäudekomplex entsteht in Schweich: Im Rahmen des integrativen Schulprojekts werden dort die Räumlichkeiten für zwei Schulen geschaffen – für eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung und eine vierzügige Grundschule. Das rund 40-Millionen-EuroGemeinschaftsprojekt des Kreises Trier-Saarburg und der Verbandsgemeinde (VG) Schweich wird vom Land Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt. Im Bewilligungsverfahren für die Landesförderung spielte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord eine entscheidende Rolle. Zusammen mit der Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Christiane Horsch und Landrat Günther Schartz besuchte SGD-Präsident Uwe Hüser nun die Baustelle, um sich einen Eindruck von dem Projekt zu verschaffen.

„Durch die von der SGD Nord durchgeführte baufachliche Prüfung und die abschließende positive Stellungnahme wurde es möglich, dass ein solch wichtiges Projekt wie der Bau dieser Schulen mit rund 13,8 Millionen Euro gefördert werden kann“, erklärt Hüser. Die SGD Nord müsse sich als so genannte „technische staatliche Verwaltung“ natürlich an die gesetzlichen Bestimmungen halten, sie verstehe sich aber nicht als „reine Prüfinstanz“. „Unsere Experten arbeiten projekt- und ergebnisorientiert und sehen sich vielmehr als baufachliche Beratungsstelle im Zusammenhang mit der Gewährung finanzieller Zuwendungen“, so Hüser.

Zusammenarbeit war vor Baubeginn also gefragt. Ein Zweckverband wurde zur Verwirklichung und Finanzierung des Neubaus gebildet. Letzteren werden etwa 360 Grund- und etwa 80 Förderschüler besuchen und ihn dort im Rahmen eines inklusiven Ansatzes in einem bewussten Miteinander als Lern- und Lebensort erfahren. Dem Zweckverband gehören der Landkreis Trier-Saarburg als zukünftiger Träger der Förderschule und die VG Schweich als Träger der Grundschule an. Landrat Schartz ist aktueller Verbandsvorsteher. „Es ist ein einzigartiges Schulprojekt in Rheinland-Pfalz und wir sind alle sehr stolz auf unser Leuchtturmprojekt“, erklärte VG-Bürgermeisterin Christiane Horsch. Landrat Schartz fügte hinzu: „Die Schule hat mit ihrem inklusiven Ansatz Modellcharakter in pädagogischer Hinsicht, von dem die Kinder in vielfältiger Weise in ihrer Entwicklung profitieren können.“

Zum Gebäudekomplex gehören zwei Unterrichts- und Inklusionsabteilungen, Foyer, Mensa, eine Sporthalle und ein Therapiebad. Das Gebäudeensemble erhält zur Wärmeversorgung, aber auch zur Kühlung einen Eisspeicher mit Wärmepumpen sowie Luft- und Wärmekollektoren. Dieser kostet rund 1,4 Millionen Euro. Die Anlage wird von der EU über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu 50 Prozent gefördert. Neben dem pädagogischen Anspruch sei das integrative Schulprojekt daher auch in technischer Hinsicht vorbildlich, sagte Schartz. Mit dem Eisspeichersystem würde auch in Sachen Klimaschutz ein wertvoller Beitrag geleistet.

Die Förderschule befindet sich bislang als Treverer Schule in der Stadt Trier und in deren Trägerschaft. Sie soll an ihrem neuen Standort in Schweich und dann in Trägerschaft des Kreises auch Schüler aus der Stadt Trier sowie dem Landkreis Bernkastel-Wittlich und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm aufnehmen. Die alte Grundschule in Schweich ist stark sanierungsbedürftig. Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen hatten gezeigt, dass Neubau und Erweiterung der Schule der Verbandsgemeinde wirtschaftlicher sind als eine Sanierung am alten Standort.

Nach derzeitigen Planungen soll die Schule im Sommer 2022 bezugsfertig sein. Laut Kreisverwaltung werden die Gesamtkosten um rund 2,5 Prozent überschritten, was allerdings auf die in den vergangenen drei Jahren gestiegenen Baukosten zurückzuführen sei.

Landkreis Trier-Saarburg setzt „Bundesnotbremse“ um

23.04.2021

Im Landkreis Trier-Saarburg gilt ab dem morgigen Samstag, 24. April, die sogenannte Bundesnotbremse. Da der Kreis an den drei Tagen vor Inkrafttreten des geänderten Bundesinfektionsschutzgesetzes laut dem Robert-Koch-Institut über der Inzidenz-Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner war, tritt das Bundesgesetz nun automatisch im Kreis in Kraft.

Entscheidend für diese Regelung sind laut dem geänderten Infektionsschutzgesetz die drei Tage vom 20. bis 22. April und ausschließlich die Inzidenz-Werte, die das Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Die gestrige Meldung des Landesuntersuchungsamtes, wonach der Kreis die Inzidenz von 100 unterschreitet, fließt nicht in die Bewertung ein. Der Landkreis ist verpflichtet die Maßnahmen umzusetzen; das Gesetz gibt keinen Entscheidungsspielraum.

Die auf Grundlage des neuen Bundesinfektionsschutzgesetzes im Landkreis gültige „Notbremse“ endet erst, wenn die durch das RKI gemeldete 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter dem Wert von 100 liegt. Da der Kreis gestern noch über 100 lag, wäre dies – da der Maifeiertag und der Sonntag nicht mitzählen, frühestens am Montag der Fall. Die „Notbremse“ würde dann am übernächsten Tag, also Mittwoch, 5. Mai, außer Kraft treten. Dies jedoch nur, wenn Inzidenzmarke an allen Werktagen unter 100 bleibt.

Durch das neue Bundesgesetz ergeben sich unter anderem folgende Einschränkungen und Änderungen im privaten und öffentlichen Bereich:

  • Kontaktbeschränkungen für Treffen im öffentlichen und privaten Raum: Treffen eines Haustandes sind mit maximal einer weiteren Person möglich
  • Ausgangsbeschränkungen: zwischen 22 und 5 Uhr darf das Haus nur mit triftigem Grund verlassen werden (Arbeit, medizinische Hilfe, Hund ausführen); bis 24 Uhr: alleine draußen joggen oder spazieren erlaubt
  • Öffnungen von Geschäften: geöffnet bleiben der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel; reduzierte Kundenanzahl
  • Alle weiteren Geschäfte (hierzu zählen auch Baumärkte): können nur mit Termin und mit einem aktuellen negativen Testergebnis besucht werden
  • Körpernahe Dienstleistungen: nur zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken; Ausnahme: Friseurbesuche und Fußpflege bleiben mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test und FFP2-Maskenpflicht (keine medizinischen Masken) möglich
  • Eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten: Innen- und Außengastronomie sowie Hotellerie, Freizeit- und Kultureinrichtungen sind geschlossen; Abholung- und Lieferdienste möglich; Ausnahmen: Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten mit aktuellem negativen Test
  • Sport: alleine, zu zweit oder nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes; Ausnahme: Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport machen
  • Testpflicht an Schulen zur Teilnahme am Präsenzunterricht
  • Kein Präsenzunterricht, wenn Inzidenz über 165 steigt: Präsenzunterricht in Schulen und die Regelbetreuung in Kitas sind untersagt; Mögliche Ausnahmen: Abschlussklassen und Förderschulen
  • Verschärfte Maskenpflicht im ÖPNV: FFP2- Masken oder vergleichbares (keine medizinischen Masken); gilt auch für die Schülerbeförderung
  • Homeoffice: Arbeitgeber sind verpflichtet – wo möglich – Homeoffice anzubieten; Arbeitnehmer sind verpflichtet dieses Angebot wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist
  • Auch für vollständig Geimpfte besteht Testpflicht

Die Einschränkungen treten in der Nacht von Freitag auf Samstag, um 0 Uhr, in Kraft. Polizei und Ordnungsämter werden die Einhaltung der Beschränkungen stichprobenartig kontrollieren. Der Landkreis appelliert an Alle, sich an die nun geltenden Regelungen zu halten, die zum Ziel haben, das Infektionsgeschehen abzubremsen und so auch zu einer baldigen Aufhebung der Einschränkungen beizutragen.

„Das Einhalten der Vorgaben ist immens wichtig für die Reduzierung der Inzidenzzahlen. Das heißt also vor allem Selbstdisziplin im privaten Umfeld. Auch wenn viele mit den rechtlichen Vorgaben hadern, so ist es auch eine Bürgerpflicht diese zu akzeptieren. Der Landkreis setzt aktuell zusammen mit der Stadt Trier, den Verbandsgemeinden und den vielen Partnern im Gesundheitssystem alles daran möglichst viel zu impfen und zu testen. Wir haben hier gute Ergebnisse und wollen damit natürlich alle zusammen schnellstmöglich die Einschränkungen im täglichen Leben wieder rückgängig machen“, so Landrat Günther Schartz.

Hier findet sich der vollständige Gesetzestext.

Deutschkenntnisse in den den Ferien erweitern

23.04.2021

Angebot der Kreisvolkshochschule Trier-Saarburg unterstützt zugewanderte Schüler:innen

Seit vielen Jahren bietet die Kreisvolkshochschule Trier-Saarburg (KVHS) Ferien-Deutschkurse an Schulen an. Schülerinnen und Schüler, deren Familien aus dem Ausland zugewandert sind und noch wenig bis keine Deutschkenntnisse haben, erhalten hier Unterstützung. Auch in den Osterferien konnten Deutschkurse an vier Standorten im Kreis stattfinden.

Durch die Ferienkurse können die Schülerinnen und Schüler mit intensivem Lernen ihre Deutschkenntnisse erweitern und so dem Schulunterricht insgesamt besser folgen.

Die Teilnahme ist freiwillig. „Wir wollen als Kreisvolkshochschule damit unsere langjährig erprobte Kompetenz in der Vermittlung von Sprachkenntnissen auch den Schulen gewinnbringend für alle zur Verfügung stellen“, so Rudolf Müller, Leiter der KVHS.

Sechs Kurse durchgeführt

Insgesamt sechs Feriensprachkurse konnten an vier Schulstandorten angeboten werden. Im kreiseigenen Stefan-Andres-Schulzentrum haben zehn Schüler:innen der Klassenstufe 5 bis 7 des Gymnasiums und der Realschule teilgenommen, in Konz waren es ebenfalls zehn Schüler:innen der Grundschulen St. Johann und St. Nikolaus. In Hermeskeil fanden zwei Sprachkurse an der Integrierten Gesamtschule mit zusammen 20 Schülerinnen und Schülern und zwei Sprachkurse an der Grundschule mit insgesamt 14 Schüler:innen statt.

Die Kosten für Dozentenhonorare und Sachmittel werden vom Land Rheinland-Pfalz übernommen.

Anmeldung über die Schulen

Für die kommenden Pfingstferien im Mai ist bereits ein Feriensprachkurs von der Volkshochschule in Saarburg geplant. Informationen zur Anmeldung werden über die Schulen verteilt. Die Kurse können nur stattfinden, wenn sich genügend Schüler:innen anmelden und das Land Rheinland-Pfalz den Kurs bewilligt.

Mit psychischen Belastungen oder Sucht umgehen lernen

22.04.2021

MuTiger-Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche aus betroffenen Familien

Wenn Eltern an einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung leiden, belastet diese nicht nur sie selbst. Auch ihre Kinder sind mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Aus diesem Grund hat der Landkreis Trier-Saarburg gemeinsam mit dem Haus der Gesundheit Trier/Trier-Saarburg e.V. das Projekt „MuTiger – gesund aufwachsen“ auf den Weg gebracht.

Ziel von „MuTiger“ ist es, die Gesundheit von betroffenen Kindern und Jugendlichen zu fördern. In speziellen Gruppenangeboten geht es beispielsweise darum, dass die jungen Menschen etwas über psychische Erkrankungen und den Umgang mit Gefühlen lernen. Außerdem bekommen sie Hilfestellungen, um besser mit den Belastungssituationen umgehen zu können.

Daneben gibt es auch Angebote für die Eltern. In Eltern-, Kind- und Familiengesprächen geht es vor allem darum, über die Auswirkungen der Erkrankung auf die Familie und insbesondere die Kinder zu sprechen. Zusätzliche Angebote sind aktuell in Planung, beispielsweise Eltern-Informationsveranstaltungen.

Fachtagungen und Seminare

Mit themenbezogenen Fachtagungen und Seminaren sollen auch Fachkräfte im Landkreis unterstützt werden. Diese sollen Impulse für die praktische Arbeit vor Ort geben und den Austausch untereinander ermöglichen. Auch in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen wird auf das Thema aufmerksam gemacht. Durch Multiplikatoren-Schulungen lernt das pädagogische Fachpersonal, wie man betroffene Kinder erkennt und unterstützt.

Erste Angebote geplant

Im Mai und Juni sollen in Kooperation mit dem Verein AURYN Trier e.V. erste Gruppenangebote in Hermeskeil und Saarburg starten. Im Juni findet die Fortbildung „Theaterpädagogik trifft Sucht“ statt.

Das Projekt wird von der Fachstelle Gesundheitsförderung und Prävention des Landkreises Trier-Saarburg koordiniert. Ansprechpartnerinnen sind Sabine Becker vom Gesundheitsamt Trier-Saarburg und Paula Orlt vom Haus der Gesundheit Trier/Trier-Saarburg e.V. . Weitere Informationen zu dem Projekt sowie aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen sind unter www.hdg-trier.de und www.trier-saarburg.de verfügbar.