Smart energy 4.4: Neue Schulungen

31.08.2021

Fachkräfte der Großregion weiterbilden

Das Interreg-Projekt smart energy 4.4. bietet neue kostenlose digitale Weiterbildungsangebote für Fachkräfte im Bereich Energetische Gebäudesanierung. Bei smart energy 4.4. geht es um den europäischen Gedanken der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Im Fokus stehen der gestiegene Fachkräfte- und Qualifizierungsbedarf als auch die Mobilitäts-, Flexibilitäts- und Wissensansprüche der Unternehmen in der Großregion.

Folgende Schulungen werden in den kommenden Wochen angeboten:

  • 13. September (erster Termin der Reihe) – Seminarreihe zu den neuen DIN EN 12831 und DIN 1946-6 (2019)
  • 15. September – Der Planer bei nachhaltigkeitszertifizierten Immobilienprojekten – System, Anforderungen, Prozesse
  • 22. September – Fertigteilkeller nach WU-Richtlinie in Elementwandbauweise mit außenliegender Perimeterdämmung und Abdichtung
  • 29. September – Das ausführende Unternehmen bei nachhaltigkeitszertifizierten Bauvorhaben
  • 13. Oktober – Nachhaltiges Bauen und die Baustoff-/Bauzulieferindustrie/ Zertifizierungs- und Marketingoptionen für Bauprodukte

Ausführliche Informationen zu dem Projekt und die Möglichkeiten für die Anmeldung zu den aufgeführten Schulungen finden sich im Internet unter www.smartenergy44.eu

Mit Rückenwind in das neue Schuljahr starten

30.08.2021

Sommerschule 2021 im Kreis zieht positives Fazit / Über 340 Schüler:innen erreicht

Belegte Klassenräume in den Sommerferien sind kein ungewohntes Bild mehr – insgesamt zum dritten Mal fand die Ferienschule statt. Das Land Rheinland-Pfalz hatte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie das Konzept angestoßen. Auch in diesem Jahr hatten die Kreise und kreisfreien Städte in den letzten beiden Wochen der Sommerferien das Projekt vor Ort umgesetzt. Bei einem Pressetermin am Sommerschul-Standort Gymnasium Saarburg hatte sich Landrat Günther Schartz vor Ort ein Bild gemacht.

Insgesamt standen für die Sommerschule 2021 im Kreis 20 Standorte bereit – davon sieben in kreiseigenen Schulen und 13 weitere in Grundschulen, die in Trägerschaft der sechs Verbandsgemeinden liegen. Rund 340 Schülerinnen und Schüler hatten sich angemeldet. „Der Kreis kann ein positives Fazit ziehen. Im Gegensatz zu anderen, haben wir nicht viel weniger Teilnehmende als bei der Herbstschule im vergangenen Jahr. Außerdem sind wir mit 20 Standorten sehr breit aufgestellt und können auch in der Fläche wohnortnahe Angebote für die Schülerinnen und Schüler machen“, so Schartz.

Das Angebot richtete sich an die Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis neun und fand montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr statt. Ein thematischer Schwerpunkt lag auf den Fächern Mathematik und Deutsch. Ausschließlich ehrenamtliche Kursleitungen boten die Kurse für die Kinder und Jugendlichen an, um diese mit Rückenwind in das neue Schuljahr zu schicken. Insgesamt engagierten sich in der Sommerschule 2021 des Kreises 50 Kursleitungen, vorwiegend Lehramtsstudierende. „Es ist die beste Vorbereitung für den späteren Beruf“, meinte Marie Kintzinger, eine der Dozentinnen.

Landrat Schartz dankte allen Beteiligten: „Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsbüro, der Schulabteilung der Kreisverwaltung mit den Verbandsgemeinden und Schulen konnte die Sommerschule so reibungslos umgesetzt werden. Ich danke allen Beteiligten für die hervorragende Organisation.“

Inzidenz über 35: Ab Sonntag strengere Corona-Regeln im Landkreis – Maskenpflicht an Schulen

27.08.2021

Zum dritten Mal in Folge hat die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis nach Auskunft des Landesuntersuchungsamtes (LUA) Rheinland-Pfalz am heutigen Freitag den Schwellenwert von 35 überschritten. Am Mittwoch lag der Wert, der die Entwicklung der Infektionen mit dem Coronavirus abbildet, bei 50,2, am Donnerstag bei 64,9 und heute bei 70,3. Damit treten ab Sonntag, 29. August, ab 0:00 Uhr die in der 25. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz für diesen Fall vorgeschriebenen Regelungen auch im Landkreis Trier-Saarburg in Kraft. In der kreisfreien Stadt Trier gelten diese bereits seit heute.

Folgende Änderungen gelten damit ab Sonntag:

  • Veranstaltungen dürfen außen nur mit maximal 500 Personen stattfinden, in Innenräumen nur noch mit maximal 350 Personen.
  • Bei Veranstaltungen im Innenbereich und bei so genannten körpernahen Dienstleistungen (z.B. Frisör, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios oder Massagesalons) gilt eine Testpflicht, sofern man nicht vollständig geimpft ist oder als genesen gilt. Ausgenommen von dieser Testpflicht sind Reha-Sport, Funktionstraining und medizinische Dienstleistungen.
  • Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich vor einem Restaurantbesuch (Innenbereich) oder bei Kulturveranstaltungen (Innenbereich) testen lassen.
  • Eine Testpflicht für Nicht-Geimpfte/Genesene gilt auch in Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Pensionen und Jugendherbergen. Neu ist: Solche Gäste müssen nun ab Montag zusätzlich alle 72 Stunden einen weiteren Test vorlegen.
  • In den Schulen wird Präsenzunterricht gehalten. Es gilt aber eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer.

Weiterhin ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder bis einschließlich 14 Jahren sowie Schülerinnen und Schüler.

Diese Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie können nach der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes erst aufgehoben werden, wenn die vom Landesuntersuchungsamt festgestellte Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Werktagen wieder unter dem Schwellenwert von 35 liegt. 

Die Corona-Bekämpfungsverordnung mit rechtsverbindlichem Wortlaut sowie weiteren Details findet sich unter corona.rlp.de

Schöne neue Datenwelt

27.082021

Digitaler Elternabend der Kreisjugendpflege zur Medienerziehung

Das Referat Jugendpflege und Sport des Jugendamtes der Kreisverwaltung lädt zu digitalen Elternabenden mit dem Titel „Schöne neue Datenwelt“ ein.

In der Veranstaltung geht es um WhatsApp, Instagram, Tiktok & Co, die inzwischen auf dem Handy vieler Kinder und Jugendlichen zu finden sind. Für die Eltern ist die Medienwelt immer schwerer zu durchschauen. Hinzu kommt, dass sich in der Corona-Zeit der Medienkonsum vieler junger Menschen deutlich erhöht hat. Dabei entstehen Unsicherheiten und es stellen sich Fragen, welche Gefahren es gibt. Wie gehen zum Beispiel die „social networks“ auf Datenfang? Wie können die Kinder und Jugendlichen davor geschützt werden?

Beim digitalen Elternabend sollen diese Situationen und Fragen thematisiert werden. Referent ist der Medienpädagoge Daniel Zils. Die Veranstaltung findet am 29. September von 19 bis 20:30 Uhr als Videokonferenz statt. Anmeldungen werden erbeten unter jugendpflege [at] trier-saarburg [dot] de

Hilfe für Kinder psychisch kranker Eltern

25.08.2021

MuTiger-Projekt unterstützt Gruppenangebote in Hermeskeil und Saarburg / Altersgemäße Gespräche

Was passiert mit Menschen, die eine psychische Erkrankung haben? Wie fühlen sich Kinder, wenn ihre Eltern an einer solchen Erkrankung leiden? Im Rahmen des Projektes MuTiger der Fachstelle für Gesundheitsförderung und Prävention des Landkreises Trier-Saarburg bietet der Verein AURYN Trier e.V. kostenfreie Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche, deren Eltern an einer psychischen Erkrankung leiden. Neben vielen Fragen zu der Krankheit, soll den Kindern so ein sicherer Raum gegeben werden, um über ihre Gefühle und Sorgen zu sprechen.

„Es geht darum altersgemäße Antworten für die Kinder und Jugendlichen zu geben, die die Krankheit ihrer Eltern und die sich daraus ergebenen Veränderungen im Familienalltag nur schwer verstehen können“, meint Sabine Becker, Ansprechpartnerin der Fachstelle in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. In Spielen, Übungen und Gesprächen helfe das Fachpersonal den Kindern, ihre Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen. Manchmal gehe auch einfach nur ums Zuhören, sagt Sabine Becker, die Ärztin im Gesundheitsamt ist, das die Fachstelle zusammen mit dem Haus der Gesundheit Trier/Trier-Saarburg führt .

Betroffene Eltern können jederzeit Kontakt zu AURYN aufnehmen und sich in einem vertraulichen Vorgespräch mit dem Fachpersonal vor Ort über das Gruppenangebot informieren. Bei Bedarf können auch den Eltern entsprechende Angebote vermittelt werden.

Die Treffen der Kinder und Jugendlichen finden alle zwei Wochen statt. Im Sozialraumzentrum Hermeskeil trifft sich die Gruppe mittwochs von 16 bis 18 Uhr. In Saarburg findet das Angebot donnerstags von 15:30 bis 17:30 Uhr statt. „Wir ermutigen alle betroffenen Eltern sich in einem vertraulichen Gespräch über die Optionen zu informieren. Die Angebote sollen sie entlasten und ihnen auch ermöglichen, verständlich und offen mit ihren Kinder über ihre Erkrankung zu sprechen“, so Becker.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei AURYN Trier e.V. unter der Telefonnummer 0651-96628366 oder per Mail an info [at] auryn-trier [dot] de Dort sind auch Anmeldungen zu dem Gruppenangebot möglich. Alle Termine sind unter www.auryn-trier.de/gruppentermine verfügbar.

Schulen: Lüftungsgeräte dort, wo es notwendig ist

Corona und Schulen – da geht es immer auch um das Thema Lüftung der Räume und die Ausstattung mit entsprechenden Geräten. Der Kreis ist Träger von 16 Schulen. Die Verantwortlichen nehmen das Thema sehr ernst und haben sich mehrfach damit auseinandergesetzt. Gemeinsam mit allen Beteiligten und in einem kontinuierlichen Austausch mit den Schulleitungen sind Lösungen erarbeitet worden. In den Räumen, in denen eine natürliche Lüftung nicht möglich ist oder nicht ausreicht, werden Lüftungsanlagen eingebaut. Teilweise ist dies bereits geschehen.

Zuletzt hat sich der Bauausschuss des Kreises im Juli mit dem Thema befasst. Die Lüftungssituation an den kreiseigenen Schulen wird laufend überprüft. Zu Beginn der Sommerferien ist in enger Zusammenarbeit mit den Schulen nochmals ermittelt worden, in welchen Klassen, Fachklassen und weiteren Räumen ein Bedarf für Lüftungsgeräte besteht. Das Gremium wurde über das Ergebnis der Abfrage informiert. So hat sich herausgestellt, dass die Lüftungssituation an den Schulen in Trägerschaft des Kreises grundsätzlich gut ist. Sie erfolgt entweder über die natürliche Lüftung durch regelmäßiges Öffnen der Fenster oder durch bereits vorhandene Lüftungsanlagen. Diese versorgen zum Beispiel Unterrichtsräume für Physik, Chemie oder Biologie, Lehrküchen oder Sporthallen, die auch als größere Versammlungsräume genutzt werden können. In Zusammenarbeit mit den Schulleitungen wurden einzelne Räume identifiziert, in denen die Lüftungssituation zu verbessern ist. Dabei handelt es sich um das Lehrerzimmer im Gymnasium Saarburg, zwei Büroräume in der Don-Bosco-Schule in Wiltingen, einen Computerraum in der Realschule plus in Kell am See sowie einen Medienraum und einen Informatikraum im Gymnasium Hermeskeil. Alle Räume werden nun zeitnah mit Lüftungsanlagen ausgestattet. Im Lehrerzimmer des Gymnasiums Saarburg ist dies bereits erfolgt.

Fensteröffnung wird präferiert

Landrat Günther Schartz: „Zu präferieren ist ansonsten nach wie vor die Fensterlüftung und die zusätzliche Lüftung über die schon lange vorhandenen technischen Anlagen wie in den Fachräumen oder Schulküchen. Auch das Gesundheitsamt bestätigt dies: „Die Frischluftzufuhr über geöffnete Fenster ist die effektivste Möglichkeit für die Reduzierung der Co2-Konzentration in den Innenräumen und damit für den Infektionsschutz“, meint der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels.

Genau diese Auffassung vertritt auch das Land. Experten würden davon ausgehen, dass eine gute Raumluftqualität am besten durch eine sachgerechte Fensterlüftung oder die bereits vorhandenen raumlufttechnischen Anlagen zu erreichen sei, sagte zuletzt auch Bildungsministerin Dr. Stephanie Hubig. Verschiedene Faktoren wie zum Beispiel eine ungünstige Raumgeometrie oder die Anzahl beziehungsweise Verteilung der Personen im Raum könnten die Wirksamkeit von mobilen Luftreinigungsgeräten auch stark einschränken oder sogar gesundheitliche Risiken mit sich bringen, heißt es außerdem in einer Information des Landes. Auch das Umweltbundesamt kommt zu einer solchen Einschätzung und empfiehlt den Schulträgern ebenso, höchst vorsichtig mit dem Einsatz von Luftreinigungsgeräten umzugehen. Dies zumal diese Geräte nicht verhindern können, dass dennoch parallel über Fenster gelüftet werden muss. Denn die Luftreinigungsgeräte haben keine Verbindung mit der Frischluft von außen, sondern wälzen nur die Luft in den Innenräumen um.

„Wir werden damit in unserer Strategie bestätigt, dass wir keine Luftreinigungsgeräte, sondern Lüftungsanlagen einsetzen, die kontinuierlich mit Frischluft versorgen. Diese werden nun gezielt dort eingebaut, wo die Situation es konkret erfordert“, sagt der Landrat. „Uns ist das Thema sehr wichtig und daher haben wir bereits im vergangenen Jahr mehrere hundert mobile Co2-Messgeräte angeschafft und an die Schulen verteilt. Sie ermöglichen es, in den einzelnen Räumen die Lüftungsintervalle optimal einzustellen.“

„Außerdem sind wir auch weiterhin mit dem Thema befasst und prüfen gemäß der entsprechenden Situation alle weiteren Möglichkeiten, um die Infektionsgefahr auch im neuen Schuljahr in den kreiseigenen Bildungseinrichtungen so niedrig wie möglich zu halten. So werden seitens des Kreises bei Bedarf unter anderem in den Räumen für die fünften und sechsten Klassen an den Plätzen der Schülerinnen und Schüler Plexiglaswände installiert“, fügt der Landrat hinzu

Neubau der Ruwertalschule: Unterricht in modernen „Lernhäusern“

An der Ruwertalschule nagt der Zahn der Zeit. Die Gebäude der kreiseigenen Grund- und Realschule plus in Waldrach werden daher bis auf eine Ausnahme abgerissen und ein Neubau ist in der Planung. Im Rahmen der jährlichen Schultour der Kreisverwaltung in den Sommerferien wurden die Planungen vor Ort in der Schule detailliert vorgestellt.

An den Gebäuden der Schule in der Verbandsgemeinde Ruwer besteht erheblicher Sanierungsbedarf, einige sind auch strukturell nicht mehr zeitgemäß nutzbar. Grundsätzlich hat sich daher die Frage gestellt, ob die vorhandenen Gebäude saniert werden sollen oder ob ein Neubau sinnvoller ist. Der Kreistag hat entschieden, die Schule komplett neu zu errichten. Ausnahme bildet ein Erweiterungsbau, der 2002 entstanden ist.

Damit der Schulbetrieb während der Bauphase weiterlaufen kann, wird eine „Containerschule“ entstehen, in der die jetzige Schule mit ihren Räumlichkeiten komplett abgebildet wird.

Landrat Günther Schartz erläuterte das Gesamtprojekt zusammen mit dem Leiter der Kreisschule, Markus Lehnert, sowie der Bürgermeisterin Stephanie Nickels. Der Entwurf, der realisiert wird, sieht die Grundschule und der Realschule plus in zwei Baukörpern mit separaten, über einen gemeinsamen Schulhof erreichbaren Zugängen vor. Beide Gebäude sind über den Bibliotheksbereich verbunden. Im Untergeschoss verbindet ein Fachraumbereich die Gebäude. Die Ganztagsbereiche werden zusammengefasst und im jetzigen Erweiterungsbau der Schule angeordnet.

Ursprünglich war vorgesehen neben dem Erweiterungsbau auch die Sporthalle der Schule mit der Mehrzweckhalle im Untergeschoss zu erhalten. Weiterführende Bauwerksdiagnosen zeigten auch in diesem Gebäudeteil deutliche Mängel. Die Gebäude für die beiden Schulen sind als Atriumtypen konzipiert und bilden so moderne „Lernhäuser“ als attraktive, auf die Gemeinschaft bezogene Einheiten. Der zentrale Hofbereich der Grundschule ist als geschlossenes Atrium ausgebildet, die Realschule erhält einen offenen Lichthof. Der Schulhof ist als gemeinsamer Raum für beide Schularten konzipiert, der in verschiedene thematische Bereiche (Spiel und Sport, Ruhe und Verweilen) gegliedert sein wird. Als ergänzendes Angebote finden sich eine Gartenterrasse mit Schulgarten im Nordwesten sowie Schulterrassen im Südwesten, deren Sitzstufen die Aussicht in das Ruwertal erlebbar machen. „Wir werden die Pädagogik und das Bauen hier miteinander verzahnen“, so Landrat Günther Schartz. Es gehe darum, dass das soziale Lernen auch räumlich abgebildet werde. Die Konzeption des Neubaus mache dies möglich, fügte Schulleiter Lehnert hinzu.

Die Gebäude sollen in konventioneller Massivbauweise errichtet werden. Für die Fassaden werden langlebige Materialien gewählt. Hinsichtlich der Gebäudetechnik sind Solarthermie und Photovoltaik, Saisonspeicher in den Hanggeschossen sowie Konzepte zur Nachtauskühlung vorgesehen.

Momentan läuft für den Neubau die Entwurfsplanung, die voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen und auch eine detaillierte Kostenplanung enthalten wird. Nach dem Vorentwurf wird der Kostenrahmen für das Neubauvorhaben momentan auf rund 16,7 Mio. Euro geschätzt. Die Kosten für den noch zu planenden Neubau der Sport- und Mehrzweckhalle sind darin noch nicht enthalten. Die Verbandsgemeinde Ruwer wird sich an den Baukosten für die Grundschule und für die gemeinschaftlich genutzten Räume entsprechend der Schülerzahl beteiligen. „Es handelt sich hier um ein Kombiprojekt über die ganze Kommunale Familie hinweg“, begrüßte Stefanie Nickels die gute Zusammenarbeit auch in Sachen der Sport- und Mehrzweckhalle. Die Halle habe zusätzlich eine Bürgerhausfunktion für die Ortsgemeinden vor allem im Unteren Ruwertal. Voraussichtlich Ende 2023 sollen die Bauarbeiten für die Schule beginnen.

Vor dem Start der Bauarbeiten für den Schulneubau wird die Containerschule mit den mobilen Elementen auf dem Verkehrsübungsplatz in Waldrach aufgebaut. Dieses Provisorium befindet sich ebenfalls in der Vorentwurfsphase. Zurzeit läuft die Abstimmung mit der Schulleitung und den Fachbehörden. Die Ausstattung der mobilen Räume wird hochwertig sein, so dass der Schulbetrieb ohne Einschränkungen gewährleistet ist. Eine Ausnahme wird der Sportunterricht bilden. Vor allem in der Winterzeit werden die Schüler vom Kreis zu Sportstätten in der Umgebung gefahren werden.

Landrat Günther Schartz (2.v.l.) stellte zusammen mit den weiteren Verantwortlichen die Konzeption des Neubaus vor. Rechts im Bild der Erweiterungsbau, der erhalten bleibt.

Heldinnen braucht das Land

19.08.2021

Leader-Projekt kommt in den Kreis Trier-Saarburg

Mit dem Leader-Projekt „Frauenpower – Heldinnen braucht das Land – Gemeinsam stark für den ländlichen Raum“ startet der Landfrauenverband Rheinland-Nassau in den 13 angeschlossenen LEADER-Regionen eine Kommunikationskampagne.

Zentraler Baustein ist ein für diese Aktion kenntlich gemachter Bus, der in den Dörfern Station macht und dort Gelegenheit zu Diskussions- und Gesprächsrunden mit örtlichen Akteuren, Bürgern sowie Vertretern aus Wirtschaft und Politik gibt. Ziel ist, die Lebensqualität auf dem Land zu erhalten und zu verbessern – mit besonderem Fokus auf die Perspektiven von Frauen und Familien.

Unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises, Anne Hennen, stellt der Landfrauenverband Trier das Projekt an folgenden Orten im Kreis vor:

  • 23. August, 15.30 Uhr, Welschbillig vor der Kirche/ Burganlage
  • 23. August, 18 Uhr Ralingen Dorfmitte
  • 24. August, 16 Uhr Weingut von Nell, Trier Mitgliedsversammlung
  • 25. August, 15.30 Uhr, Mehring Bäckerei Natur Pur
  • 25. August, 16.30 Uhr Mehring Weingut Hoffranzen
  • 25. August, 17.30 Uhr Pölich
  • 25. August, 18.30Uhr Trittenheim Moselweinstraße 40
  • 26. August, 15.30 Uhr Longuich Mehrgenerationenpark
  • 26. August, 17.30 Uhr Waldrach Wasgau Markt
  • 27. August, 10 Uhr Bekond Bauernhof und Hofladen Portz
  • 27. August, 13 Uhr Detzem
  • 27. August, 15 Uhr Leiwen
  • 28. August Ermesgraben Parkplatz Drogerie dm

Unwetter an Sauer und Kyll: Alle Sachspenden sind sortiert

18.08.2021

Worauf man beim Spenden achten sollte

Meistens gut gemeint, aber nicht immer gut gemacht – so kann man das Thema Sachspenden zusammenfassen. Rund vier Wochen nach der Unwetterkatastrophe, die auch im Kreis an Sauer und Kyll mehr als 400 Häuser überflutete, sind die Spenden sortiert. Jedes einzelne Teil wurde von den freiwilligen Helferinnen und Helfern geprüft und Bereichen wie „Lebensmittel“, „Hygieneartikel“, „Kleidung“, „Spielsachen“ und „Elektrogeräte“ zugeordnet. Dabei musste leider auch einiges aussortiert werden.

„Menschen, die so viel verloren haben, verdienen neuwertige und sinnvolle Sachspenden“, sagt Andrea Weber, eine der Helferinnen. Insgesamt rund 170 Freiwillige waren in den letzten Wochen montags bis samstags in einer Halle in der Verbandsgemeinde Schweich aktiv. Dort wurden Sachspenden, die direkt an den Kreis geliefert wurden, gelagert.

„Wir arbeiten seit dem ersten Tag mit Handschuhen und Mundschutz – und das nicht wegen Corona“, verdeutlichen die Helfer:innen. Viele Sachspenden seien völlig in Ordnung gewesen, aber einiges war dreckig, kaputt oder gar verschimmelt. „Es gehört auch zur Wahrheit, dass einige Menschen wohl gedacht haben, sie können hier die Koffer und Kisten entsorgen, die seit Jahren bei ihnen im Keller stehen – und das ohne vorher selber mal reinzuschauen“, meint Weber. Auch habe man angebrochene Hygieneartikel oder Lebensmittel entsorgen müssen, die teilweise seit Jahren abgelaufen waren.

Auf der anderen Seite waren auch neu gekaufte Spenden dabei – wie beispielsweise Zahnbürsten oder auch Kleidung. Andere gebrauchte Sachen wurden vorab gewaschen, gereinigt und sortiert. „Man kann deutlich erkennen, dass sich viele Menschen Mühe gegeben haben, ihre Spenden ordentlich und sauber abzugeben“, so Weber. Dennoch habe man alle abgegebenen Kartons überprüft.

Für die Zukunft sei es wichtig, noch besser zum Thema Sachspenden zu informieren, meint Andrea Weber. „Es ist wichtig bei allem Tatendrang und Wunsch zu helfen einmal nachzudenken: Was würde ich in so einer Situation brauchen? Da fallen mir Putzsachen, Zahnbürsten und vielleicht eine saubere Hose ein. Ich denke aber nicht, dass dann High-Heels oder Ski-Anzüge als Sachspende in Betracht kommen.“ Das sei gut gemeint, aber eben leider nicht immer gut gemacht.

„Trotzdem möchten wir uns im Namen aller Betroffenen für die Unterstützung und die enorme Spendenbereitschaft bedanken“, betont Andrea Schuh von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

Die Hilfsbereitschaft sei überwältigend gewesen. Auch konnten schon viele Sachspenden verteilt werden. „Ein großer Dank auch an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für das Sortieren der Spenden und den Einsatz bei den Aufräumarbeiten im Kreisgebiet“. Es seien auch viele Menschen von außerhalb in den Kreis gekommen, um vor Ort zu unterstützen, so Schuh.

Impfbus des Landes kommt

18.08.2021

Standorte: Hermeskeil, Saarburg und Waldrach

Hingehen, Perso zeigen, Schutz-Impfung erhalten: Der Impfbus des Landes Rheinland-Pfalz wird in dieser Woche auch im Landkreis Trier-Saarburg unterwegs sein. Folgende Termine werden angeboten:

  • Donnerstag, 19. August, 8-12 Uhr am Rewe Saarburg, Am Leukbach 2-4
  • Donnerstag, 19. August, 14-18 Uhr am Wasgau Saarburg, Heckingstr. 12-14
  • Freitag, 20. August, 8-12 Uhr am Wasgau Hermeskeil, Am Dörrenbach 13
  • Freitag, 20. August, 14-18 Uhr am Wasgau Waldrach, Triererstr. 47

Aktuelle Infos unter: www.corona.rlp.de/de/impfbus