Die Betreuung der Kinder soll sichergestellt sein

Schwierige Rahmenbedingungen in Kitas: Austausch der katholischen KiTa gGmbH Trier mit dem Landrat

Der Fachkräftemangel macht auch vor den Kindertagesstätten im Kreis nicht Halt. Dies zieht in den Einrichtungen teilweise Konsequenzen und auch Einschränkungen nach sich, beispielweise im Bereich der Öffnungszeiten. Damit die Betreuung der Kinder dennoch sichergestellt ist, soll weiterhin an pragmatischen Lösungen individuell bezogen auf die einzelnen Einrichtungen gearbeitet werden. Das ergab ein Gespräch, das die katholische KiTa gGmbH Trier – in Trägerschaft des Bistums Trier – als größter Betriebsträger und Landrat Stefan Metzdorf sowie die Fachleute aktuell geführt haben.

Im Landkreis gibt es rund 80 Kindertagesstätten. Kommunale und freie Träger organisieren den Betrieb der einzelnen Einrichtungen. Sie sind wichtige Partner des Kreisjugendamtes. Die größte Trägerin ist die katholische KiTa gGmbH Trier, die für 44 Kitas im Kreis verantwortlich ist. Die Rolle des Kreises besteht vor allem darin, die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Kita-Plätze in Zusammenarbeit mit den Trägern sicherzustellen. Die Sicherstellung des Betriebs der Kindertagesstätten wirft inzwischen zumindest in Teilen Probleme auf. Ausschlaggebend dafür ist die mitunter schwierige personelle Situation, die auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist.

Ein wesentlicher Punkt ist der Fachkräftemangel, der immer wieder zu Personalfluktuationen sowie auch zu länger andauernden Vakanzen führt. Erschwerend hinzu kommt die aktuelle Corona-Situation, die unter anderem zu herausfordernden Hygienekonzepten, Quarantänen sowie auch bereits zu vorübergehenden Schließungen einzelner Gruppen oder sogar ganzer Einrichtungen geführt hat. Eine zusätzliche Belastung ist das neue Kita-Gesetz in Rheinland-Pfalz, das seit Sommer vergangenen Jahres in Kraft ist. Es beinhaltet den Rechtsanspruch auf eine mindestens siebenstündige durchgehende Betreuung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Dieser Anspruch erfordert weiteres Personal, das in den Kitas aber ohnehin schon fehlt.

Diese Ausgangslage beeinflusst die Kitas in unterschiedlichem Maße. Die jeweilige Einrichtung muss, je nachdem wie stark sie betroffen ist, reagieren. Das kann dazu führen, dass einzelne pädagogische Angebote zurückgefahren werden müssen. Im Einzelfall kann dies auch eine Reduzierung der Öffnungszeiten bedeuten. Um die Kinder und Erziehungsberechtigten und den Betrieb in den Kitas nicht zu belasten, werden die KiTa gGmbH und das Jugendamt des Kreises weiterhin an Einzelfalllösungen arbeiten, da sich die Situation in jeder Einrichtung anders darstellt.

„Die Sache ist uns ein wichtiges Anliegen. Und so werden wir in guter Zusammenarbeit die Möglichkeiten und Ideen austauschen und umsetzen“, so der Landrat. Dafür werde die Kommunikation mit der KiTa gGmbH künftig auch auf der Leitungsebene noch enger geführt, sagte er. Auch mit den kommunalen Trägern finde ein regelmäßiger Austausch statt. Konstruktive Gespräche und die gegenseitige Unterstützung mit Ortsgemeinden, Kommunen und Vertretern der Landkreise haben auch für Konrad Berg, Geschäftsführer der katholischen KiTa gGmbH Trier, Priorität: „Viele Herausforderungen im Kita-Bereich können langfristig nur gelöst werden, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen. Deshalb ist uns sehr an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gelegen.“

Ein weiteres Ergebnis des Gespräches in diesem Sinne: Die KiTa gGmbH Trier und das Kreisjugendamt werden gemeinsam Maßnahmen und Projekte besprechen, wie der Beruf Erzieher:in noch attraktiver dargestellt und auf verschiedenen Ebenen beworben werden kann.

Die Betreuung der Kinder soll sichergestellt sein