73 neue deutsche Staatsbürger im Landkreis

30.12.2022

Üblicherweise überreicht der Landrat mehrmals im Jahr im Rahmen einer Feierstunde Einbürgerungsurkunden an Personen, die zum Teil seit vielen Jahren im Landkreis leben und die Voraussetzjngen für den Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft erfüllt haben. Die Corona-Pandemie machte solche Einbürgerungsfeiern in den vergangen fast drei Jahren nicht möglich. Nun fand erstmals wieder im Sitzungssaal der Kreisverwaltung eine solche Feierstunde mit 73 Personen aus 19 verschiedenen Ländern statt.

Viele der nun eingebürgerten Personen leben seit vielen Jahren in Deutschland, arbeiten hier und haben sich gut integriert. Bedingungen für die Einbürgerung sind neben den gesetzlichen Voraussetzungen auch die Beherrschung der deutschen Sprache und ein bestandener Einbürgerungstest.

Landrat Stefan Metzdorf begrüßte die Neubürger im Sitzungssaal der Kreisverwaltung. Er rief sie auf, sich aktiv in die Gemeinschaft vor Ort einzubringen und sich in Vereinen oder anderen Gruppen zu engagieren. „Die Mitarbeit in Vereinen und die Teilnahmen an dörflichen Veranstaltungen ist der beste Weg, sich in der Gesellschaft zu integrieren“, so Metzdorf. Die deutsche Staatsbürgerschaft sei mit vielen Rechten verbunden, um die man in der Welt beneidet werde. Diese Werte gelte es aber auch zu schützen und zu verteidigen, was nur in einer aktiven und toleranten Gesellschaft möglich sei, so der Landrat. Auch wünsche er sich, dass man die Möglichkeit an freien und demokratischen Wahlen teilnehmen zu können, nutze. Und schließlich schütze eine deutsche Staatsbürgerschaft vor rechtlicher Willkür.

Die Zusammensetzung der Herkunftsländer der eingebürgerten Personen wandelt sich von Jahr zu Jahr. Vor der Corona-Pandemie beantragten viele britische Staatsbürger einen deutschen Pass – eine Folge des Brexits, dem inzwischen erfolgten Ausscheiden Großbrittaniens aus der EU. Inzwischen mehren sich die Anträge ukrainischer Staatsangehöriger, die schon seit vielen Jahren hier leben und nun aufgrund des russichen Angriffskrieges die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen.

Neben Staaten der Europäischen Union, darunter Kroatien, Luxemburg und Griechenland, kommen die eingebürgerten Personen unter anderem aus China, Syrien, Jamaika, Indien, der Türkei und Ägypten. Jährlich bürgert der Landkreis Trier-Saarburg rund 150 Personen ein.

Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt durch ein Bläserquartett der Kreismusikschule Trier-Saarburg. Nach dem Ablegen des Gelöbnisses auf das Grundgesetz endete die Feierstunde mit dem gemeinsamen Singen der deutschen Nationalhymne.

73 neue deutsche Staatsbürger im Landkreis