Kreistag diskutierte über Finanzausstattung der Kommunen

12.02.2025

Resolution mehrheitlich verabschiedet / Energiemanagement soll kommen

Ein neues Gesicht im Kreistag Trier-Saarburg: Zu Beginn der ersten Kreistagssitzung des Jahres 2025 verpflichtete Landrat Stefan Metzdorf Marc Fischer von der Fraktion Freie Wähler, der für Detlef Müller-Greis nachgerückt ist. Thematisch lagen die Schwerpunkte auf den Bereichen Kita-Finanzierung (s. weiterer Bericht) sowie der allgemeinen Finanzausstattung der Kommunen.

„Es kann nicht sein, dass Gemeinden keinerlei finanziellen Handlungsspielraum mehr haben“, begründete Christian Zöpfchen von der Fraktion Freie Wähler einen von ihnen gestellten Antrag. Dieser forderte eine Resolution, in der sich der Kreistag unterstützend hinter die von zahlreichen Kommunen eingereichten Klagen gegen die aktuellen Landesregelungen des Kommunalen Finanzausgleichs stellt. „Die Ortsgemeinden werden gezwungen, Steuern zu erhöhen, um ihre Haushalte genehmigt zu bekommen. Dadurch könnte es aber passieren, dass die Menschen und Unternehmen sich entscheiden, den Ort verlassen“, so Zöpfchen weiter.

Bernd Henter (CDU) stellte sich hinter die Resolution: „Bereits zweimal musste das Land den kommunalen Finanzausgleich schon überarbeiten. Seit Jahren gehören rheinland-pfälzische Gemeinden zu den höchst verschuldeten bundesweit“, kritisierte er. Lothar Rommelfanger von der SPD hielt dem entgegen, dass der Kreishaushalt über viele Jahre ausgeglichen war. Das Land habe zudem die finanziellen Zuweisungen an die Kommunen im aktuellen Haushalt erhöht.

Michael Holstein (FWG/BfB-Fraktion) hob die Rolle des Ehrenamtes hervor, ohne das in vielen Kommunen nicht alles umsetzbar wäre. Es fange oft fehlende Finanzierung auf. Für die Grünen sprach sich Boris Burlitta dafür aus, die Finanzbeziehung grundsätzlich zu hinterfragen. Kommunen hätten zu wenig Möglichkeiten, um Einnahmen zu erhöhen.

Marcel Phillipps von der AfD sagte, dass seine Fraktion die Resolution vollumfänglich unterstützt. Auch Klaus Piedmont (FDP) signalisierte Zustimmung.Nach einer ausführlichen Debatte wurde die Resolution mehrheitlich beschlossen.

Kooperation bei Hochwasservorsorge

Seit dem verheerenden Hochwasser im Juli 2021, das besonders das Ahrtal betroffen hat, ist der Zustand der Flüsse und Bäche im Hinblick auf Hochwassergefahr in den Fokus gerückt worden. Dies gilt auch für die Salm. Die Landkreise und Verbandsgemeinden entlang dieses Flusses haben sich das Ziel gesetzt, mit Hilfe eines Aktionsplans „Hochwasservorsorge und Gewässerent-wicklung Salm“ Maßnahmen zu identifizieren, die der Hochwasservorsorge dienen. Der Kreistag hat dem Beitritt des Kreises zu dieser Kooperation nun einstimmig beschlossen. Die Kosten belaufen sich auf rund 15.000 Euro, wobei der Landkreis Trier-Saarburg rund 1000 Euro übernimmt.

Förderantrag gestellt

Das kürzlich verabschiedete Klimaschutzkonzept des Kreises sieht im Handlungsfeld Kreiseigene Liegenschaften die Einführung eines Energiemanagements vor. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits im Oktober 2024 nach einem Grundsatzbeschluss des Kreisausschusses gestellt. Der Kreistag hat sich nun ebenfalls hinter dieses Projekt gestellt. Die Voraussetzung für die Umsetzung ist eine 90-prozentige Förderung durch den Bund.

Grundsätzliches Ziel des Energiemanagements ist es, mit geringen Investitionen den Strom- und Wärmeverbrauch in den kreiseigenen Liegenschaften zu reduzieren und mittelfristig eine aussagekräftige Datengrundlage für zukünftige Entwicklungen zu schaffen. Damit möchte die Kreisverwaltung einerseits einen Schritt zum vereinbarten Ziel der CO2-neutralen Energieversorgung der kreiseigenen Liegenschaften bis 2032 gehen und andererseits die Energieversorgung wirtschaftlicher gestalten, insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden CO2-Bepreisung. Die geplanten Ausgaben belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

Europäischer Tag des Notrufs

11.02.2025

Am 11. Februar (11.2.) ist der Europäische Tag des Notrufs. Unter der Notrufnummer 112 können europaweit der Rettungsdienst oder die Feuerwehr alarmiert werden. Wer in der Region Trier die Notrufnummer wählt, kommt in der Integrierten Leitstelle in Trier heraus. Betrieben wird die Leitstelle von der Stadt Trier und dem DRK Landesverband RLP, zuständige Behörde für den Rettungsdienst ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

Liveticker zum Tag des Notrufs:

8:01 Uhr: Das macht die Kreisverwaltung Trier-Saarburg

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg ist die zuständige Behörde für den Rettungsdienst im Rettungsdienstbereich Trier. Als solche verantwortet sie auch die Integrierte Leitstelle Trier, bei der die Notrufe der 112 ankommen. Von dort werden Feuerwehren, Rettungsdienst sowie Notärztinnen und -ärzte alarmiert. Neben der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg umfasst der Rettungsdienstbereich auch den Eifelkreis, den Vulkaneifelkreis sowie die Kreise Bernkastel-Wittlich und Birkenfeld.

9:32 Uhr: Daten und Fakten zum Rettungsdienstbereich

Der Rettungsdienst in Zahlen: 33 Wachen, 13 NEF-Standorte, zwei Hubschrauber (ADAC und der Luxemburg Air Rescue 3): Auf dieser Basis wird die Versorgung vom gesamten Rettungsdienstbereich sichergestellt.

12:00 Uhr: Hilfeleistungsfrist

Aufgrund der gesetzlichen Hilfeleistungsfrist ist die Anzahl der Rettungswagen so festzulegen, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in der Regel innerhalb einer Fahrzeit von maximal 15 Minuten nach Eingang des Hilfeersuchens erreicht werden kann. Die Planung für den ganzen Rettungsdienstbereich übernimmt die Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Betreiber der Rettungswachen im Rettungsdienstbereich Trier sind das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Berufsfeuerwehr Trier.

12:30 Uhr: Integrierte Leitstelle

In der Integrierten Leitstelle Trier gehen die Notrufe des gesamten Rettungsdienstbereiches ein. Betrieben wird die Leitstelle von der Stadt Trier und dem DRK Landesverband RLP, zuständige Behörde ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Rund 140.000 Notrufe werden dort pro Jahr bearbeitet. Ab ca. 13 Uhr berichten wir live aus der Leitstelle.

Tag des Notrufs steht an

07.02.2025

Am 11. Februar (11.2.) ist der Europäische Tag des Notrufs. Unter der Notrufnummer 112 können europaweit der Rettungsdienst oder die Feuerwehr alarmiert werden. Wer in der Region Trier die Notrufnummer wählt, kommt in der Integrierten Leitstelle in Trier heraus. Betrieben wird die Leitstelle von der Stadt Trier und dem DRK Landesverband RLP, zuständige Behörde für den Rettungsdienst ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

Am Aktionstag sollen auf den Online-Kanälen des Landkreises Informationen rund um das Thema Rettungsdienst gestreut werden. Ab 13 Uhr berichtet der Kreis per Liveticker auf der Plattform X sowie der Homepage aus der Integrierten Leitstelle. So soll ein umfassendes Bild der Rettungseinsätze gegeben werden.

Nun im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft

07.02.2025

Einbürgerungsfeier in der Kreisverwaltung / Landrat überreichte die Urkunden

In einem feierlichen Rahmen fand in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg eine Einbürgerungsfeier statt, bei der insgesamt 69 Menschen aus 20 verschiedenen Ländern ihre deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. Landrat Stefan Metzdorf hieß die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger herzlich willkommen.

„Die Einbürgerung ist ein bedeutsamer Schritt – nicht nur für Sie, sondern auch für unsere Gesellschaft“, betonte Stefan Metzdorf. „Sie haben sich bewusst dazu entschieden, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Wir sind stolz darauf, Sie als Bürgerinnen und Bürger in unserem Kreis willkommen zu heißen. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen und kulturellen Hintergründe bereichern unser Zusammenleben und stärken den Zusammenhalt in unserer Region.“

Vielfältige Lebensgeschichten

Neben Staaten der Europäischen Union, darunter Polen, Rumänien, Ungarn und Lettland kommen die eingebürgerten Personen unter anderem aus Syrien, der Ukraine, Mexiko oder den Philippinen. Die Gründe, warum die Menschen eine Staatsbürgerschaft in Deutschland beantragen, sind vielfältig – sei es aufgrund der Flucht vor Krieg und Gewalt, aus beruflichen Gründen, wegen einer Heirat oder weil sie hier schon seit ihrer Geburt leben.

Sie alle haben die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllt. Neben den Sprachkenntnissen muss unter anderem ein Einbürgerungstest erfolgreich bestanden werden. Auch das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes wird verpflichtend in Form eines Eids bei der Einbürgerungsfeier abgelegt.

Aktive Mitgestaltung der Gesellschaft

Am Ende seiner Rede richtete Landrat Stefan Metzdorf einen Appell an die neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger: „Unsere Gesellschaft lebt vom Miteinander. Sie haben nicht nur Rechte, sondern auch die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen – sei es im Ehrenamt, in der Politik oder im Alltag. Nutzen Sie diese Chancen und gestalten Sie gemeinsam mit uns die Zukunft in unserem Kreis.“

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Eingebürgerten neben ihren offiziellen Urkunden auch ein Jahrbuch des Kreises als Willkommensgeschenk. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch ein Bläserquartett der Kreismusikschule Trier-Saarburg. Für die neu Eingebürgerten – darunter auch 20 Kinder – war es ein besonderer Abend. Viele Angehörige und Freunde waren gekommen, um gemeinsam mit ihnen zu feiern.

Jährlich bürgert der Kreis Trier-Saarburg in mehreren Veranstaltungen rund 250 Personen ein.

Foto: Familie Alsharif/Almalih aus Konz freuen sich über die Einbürgerungsurkunden. Die Familie stammt aus Syrien, die zwei jüngsten Kinder sind in Deutschland geboren.