Vorsorge bei Hochwasser

25.06.2025

Veranstaltung der Energie- und Klimagespräche in Waldrach

Die globale Erwärmung führt dazu, dass die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnimmt und Wetterbewegungen langsamer werden. Dies begünstigt eine Zunahme von Starkregenereignissen und erhöht das Risiko von Überschwemmungen und Hochwasserschäden.

Kooperation mit Verbandsgemeinden

Im Rahmen der Energie- und Klimagespräche des Landkreises Trier-Saarburg in Kooperation mit den sechs Verbandsgemeinden geht es in einer weiteren Veranstaltung daher um „Private Starkregen- und Hochwasservorsorge“. Der Schwerpunkt liegt auf Präventionsmaßnahmen, die im privaten Bereich umgesetzt werden können, wie beispielsweise die gezielte Gestaltung von Grundstücken, der Einsatz von Schutzvorrichtungen oder die Verbesserung der Versickerung.

Der Termin findet statt am 3. Juli um 18 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Ruwer (Adresse: Untere Kirchstraße 1, Waldrach), die dieses Angebot auch organsiert hat.

Neues Führungs- und Lagezentrum entsteht in der Kreisverwaltung

25.06.2025

Baustellenrundgang mit den Beteiligten / Einweihung für Anfang 2026 geplant

Unwetter, Hochwasser oder starke Brände – sobald eine Katastrophenlage ein größeres Ausmaß annimmt, übernimmt der Kreis von den Verbandsgemeinden die Einsatzleitung. Um für einen Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein, entsteht derzeit ein neues Führungs- und Lagezentrum (FLZ) in der Kreisverwaltung. Bei einem Baustellenrundgang haben die Beteiligten das Projekt vorgestellt.

Im künftigen rund 330 Quadratmeter großem FLZ soll neben der Technischen Einsatzleitung auch die Koordinierungsgruppe des Verwaltungsstabes untergebracht sein. Dadurch kann eine schnellere und effektivere Zusammenarbeit erreicht werden. „Bereits beim Pfingsthochwasser im letzten Jahr hat sich gezeigt, wie sinnvoll es ist, wenn Einsatzkräfte und Verwaltungsmitarbeitende unter einem Dach zusammenarbeiten. Diese positive Erfahrung hat uns erneut darin bestärkt, das Projekt Führungs- und Lagezentrum in dieser Form anzugehen“, so Landrat Stefan Metzdorf.

Die gefundene Lösung bietet viele Vorteile: Neben der räumlichen Nähe der beiden Stäbe, bietet das FLZ eine Fernmeldezentrale und weitere Besprechungsräume. So können auch Fachberater, beispielsweise von der Polizei oder Stromversorgern vor Ort arbeiten. Damit sind alle Informationen unter einem Dach gebündelt. „Das erleichtert auch die Entscheidungsfindung, wenn alle relevanten Personen schnell und direkt erreichbar sind“, so Metzdorf. Zudem könnten weitere Räume der Kreisverwaltung genutzt werden.

Höchste Sicherheitsstandards

Die Ausrüstung der neuen Räume entspricht den höchsten Sicherheitsstandards. Bei Bedarf kann hier die IT-Abteilung der Kreisverwaltung sowie der Bereich IT-Sicherheit die Einsatzkräfte unterstützen. „Damit nutzen wir Synergieeffekte, die der Standort des FLZ mit sich bringt“, sagte der Landrat.

Die Ausstattung und Technik wird in den Räumen fest installiert und ist umgehend einsatzbereit. Bisher mussten bestehende Besprechungsräume zunächst mit der einsatzrelevanten Technik ausgestattet werden. Dies hat bei jedem Einsatz rund 60 Minuten gedauert. „Da sich leider die Ereignisse häufen, bei denen wir zumindest beobachtend tätig werden müssen, ist es sinnvoll nun einen fest installierten und ausgerüsteten Stabsraum zu haben. Aus Sicht der Einsatzkräfte freuen wir uns darauf, diesen nun zu bekommen“, so Thorsten Petry, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises. Auch der Leiter der Technischen Einsatzleitung, Christoph Grünen, bestätigte die Vorteile des neuen FLZ.

Laufende Sanierungsarbeiten

Der Bau des FLZ passt zeitlich in die ohnehin laufenden Sanierungsarbeiten innerhalb des Kreishauses. Neben der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz waren das Gebäudemanagement, die IT, die Zentralabteilung und der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur mit seinem Vertreter an den Planungen beteiligt.

Der Umbau zu einem Führungs- und Lagezentrum kostet einen niedrigen siebenstelligen Betrag. „Damit bleiben wir unter den Kosten von einem Neubau“, so Metzdorf. Anfang 2026 soll das FLZ fertiggestellt sein.

Verwaltung rüstet die Fahrzeugflotte um

25.06.2025

Klimaschutzkonzept: E-Autos angeschafft / Ladeinfrastruktur wird erweitert

Zwei neue elektrobetriebene Autos ergänzen seit Kurzem den Fuhrpark der Kreisverwaltung in Trier. Die beiden Mini Cooper SE der Automarke BMW wurden im Rahmen der zahlreichen Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes für den Kreis Trier-Saarburg angeschafft.

Das Klimaschutzkonzept des Kreises, das vom Kreistag verabschiedet worden ist, sieht in dem Katalog der Umsetzungsschritte unter anderem die Umstellung der kommunalen Fahrzeugflotte auf neue Antriebsarten vor.

Finanzierung über Programm KIPKI

Die beiden Mini Cooper, mit denen Mitarbeitende der Kreisverwaltung nun zu Terminen unterwegs sind, tragen auf dem Autolack auch den Hinweis auf den Fördergeber. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Mainz finanziert die Fahrzeuge über das „Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI).

Über dieses Programm sollen im Laufe des Jahres für die Kreisverwaltung vier weitere E-Fahrzeuge beschafft werden, die Autos mit Verbrennermotoren ersetzen werden.

Entsprechend der Umrüstung der Fahrzeugflotte auf E-Autos wird auch die Ladeinfrastruktur der Kreisverwaltung erweitert. So soll die bisherige Ladetechnik am Haupthaus am Willy-Brandt-Platz in Trier ergänzt werden. Außerdem sollen Ladesäulen an weiteren Verwaltungsgebäuden – soweit noch nicht vorhanden – eingerichtet werden. Auch in diesem Fall erfolgt die Finanzierung über das KIPKI-Programm.

Weitere Projekte geplant

Insgesamt erhält der Landkreis über KIPKI rund 2,2 Millionen Euro. Mit der Förderung sollen im Kreis viele weitere Projekte in Sachen Klimaschutz realisiert werden. So werden damit zum Beispiel auch Photovoltaik-Anlagen auf Dächern der kreiseigenen Schulen angebracht. So ist ein Ziel des Klimaschutzkonzeptes, auf Dauer auf eine C02-neutrale Energieversorgung der kreiseigenen Gebäude setzen zu können.

Das Klimaschutzkonzept des Kreises, das im Frühjahr vorgestellt worden ist, umfasst sechs Handlungsfelder wie zum Beispiel die Bereiche Erneuerbare Energien, klimaneutrale Verwaltung, Bildung und Mobilität. Auf dem Programm stehen rund 40 Einzelmaßnahmen, die – wie jetzt die Beschaffung der E-Autos – nach und nach umgesetzt werden sollen.

Das Klimaschutzkonzept findet sich unter der Webseite: www.trier-saarburg.de/klimaschutzmanagement. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch unter klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de oder telefonisch unter der Telefonnummer 0651-715-16113.

Schulbücher vor den Ferien zurückgeben

17.06.2025

Rückgabefrist der Schulbuchausleihe nicht verpassen

Die Bücher aus der Schulbuchausleihe aus dem zu Ende gehenden Schuljahr 2024/ 2025 müssen in der Regel zum Schuljahresende zurückgegeben werden. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Bücher im darauffolgenden Schuljahr nochmals an die gleichen Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden.

Über die Rückgabetermine informieren die einzelnen Schulen. Bei Verhinderung am Rückgabetermin – beispielsweise durch Klassenfahrt oder Krankheit – sollte rechtzeitig eine andere Rückgabemöglichkeit organisiert werden. Es wird darum gebeten, die Exemplarbarcodes (nicht nur ISBN) auf der Rückseite der Bücher mit den Exemplarbarcodes des Rückgabescheines zu vergleichen. Alle rückgabepflichtigen Bücher sollen am Rücknahmetermin zurückgegeben werden.

Die Abteilung Schulen, Bildung und Kultur in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg weist darauf hin, dass die Rückgabe spätestens bis zum 4. Juli 2025 erfolgt sein muss. Ist ein ausgeliehenes Schulbuch beschädigt oder wird es nicht innerhalb der genannten Frist zurückgegeben, so besteht für die Jugendlichen beziehungsweise für deren Eltern Schadensersatzpflicht.

Neue Abfuhrtermine für den Restabfall

17.06.2025

Die Mehrheit der Bürger:innen des Kreises muss sich zukünftig umstellen, wenn es um die Abfuhr des Restmülls geht. Wie bereits angekündigt, ändert der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) ab dem 14. Juli den Abfuhrplan der Restabfalltonne. Die Abfallsammelfahrzeuge kommen dann an anderen Wochentagen und/oder in einer anderen Kalenderwoche als bisher.

Der Zweckverband A.R.T. bittet darum, dass im Abfuhrkalender überprüft wird, ob Bürgerinnen und Bürger von den Änderungen betroffen sind. Die Kalender mit den neuen Terminen wurden zum Jahreswechsel an sämtliche Haushalte verteilt. Durch die Änderung des Abfuhrplans kann einmalig ein längerer Zeitraum zwischen den Leerungen der Restabfalltonne liegen. In den Gebieten, in denen sich der Zeitraum zwischen den Leerungen einmalig besonders verlängert, erfolgen zusätzliche Leerungen.

Die Änderung der Abfuhrtermine ist von langer Hand geplant – Grund dafür ist eine neue Tourenplanung. Der Zweckverband A.R.T. verlegt den Standort seiner Abfallsammelfahrzeuge Ende des Jahres von Trier nach Mertesdorf im Kreis Trier-Saarburg zu seinem dortigen Entsorgungs- und Verwertungszentrum.

Der Abfuhrkalender ist auch online auf der Webseite https://www.art-trier.de/abfuhrtermin und in der A.R.T. App zu finden. Bei Fragen hilft der A.R.T.-Kundenservice (Tel. 0651 9491 414, info [at] art-trier [dot] de) weiter.

Partnerschaft nachhaltig weiter ausbauen

16.06.2025

Delegation aus dem Landkreis war in Polen zu Gast / Themen Katastrophenschutz und Jugendaustausch

Der Brand- und Katastrophenschutz, die Begegnung von Jugendlichen, die kulturelle Zusammenarbeit – diese und weitere Themen standen im Fokus eines dreitägigen Besuches einer Delegation aus dem Kreis Trier-Saarburg im Partnerkreis Puck in Polen. Die Partnerschaft gewinne gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und gesellschaftlicher Herausforderungen noch einmal an Bedeutung, betonten die Beteiligten unisono.

Unter der Leitung von Landrat Stefan Metzdorf hatte sich die 15köpfige Gruppe aus dem Landkreis Trier-Saarburg auf dem Weg nach Polen gemacht – unter anderem mit dem Kreisbeigeordneten Martin Alten, Kreistagsmitglied Boris Bulitta, dem stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises, Frank Rohde, Vertretern der Wehrleitungen der Verbandsgemeinden sowie der Technischen Einsatzleitung des Kreises und Mitarbeitenden der Kreisverwaltung.

Für Landrat Stefan Metzdorf war es das erste Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Jarosław Białk „Der direkte Austausch schafft Vertrauen und ermöglicht eine Zusammenarbeit, die weit über den formalen Rahmen hinausgeht“, betonte Metzdorf.

Vielfältiges Besuchsprogramm

Auf dem Besuchsprogramm stand die Teilnahme einer groß angelegten Waldbrand-Übung der polnischen Feuerwehr, bei der Strategien für den Ernstfall demonstriert wurden. Außerdem besichtigten die Gäste die Feuerwehrzentrale in Puck. „Internationale Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene stärkt nicht nur den interkulturellen Dialog, sondern trägt auch zur Krisenfestigkeit unserer Regionen bei – wie durch den Austausch bewährter Strukturen im Katastrophenschutz“, so Metzdorf.
.Auch die junge Generation wurde beim Partnerschaftsbesuch beteiligt. Die Delegation traf sich mit Jugendlichen aus Konz, die sich im Rahmen eines Schüleraustausches im Partnerkreis aufhielten. Auch die gastgebenden Schülerinnen und Schüler aus Puck nahmen an dem Treffen teil. Die Einbindung junger Menschen über den Schüleraustausch sei wichtig, um den europäischen Gedanken lebendig zu machen und auch mit dem Nachwuchs weiter auszubauen, betonten die Teilnehmenden des Partnerschaftstreffens.

Neben dem fachlichen Austausch kam auch der kulturelle Aspekt nicht zu kurz: Die Delegation besuchte unter anderem das Schloss in Krokowa und verbrachte mit den Gastgebern einen Abend bei der Glashallenfeuerwehr. Zum Programm gehörte außerdem eine Exkursion auf die Halbinsel Hel mit Besuch des dortigen Fischereimuseums. Abschluss der Reise bildetet eine Besichtigung von Danzig, bei der die Gruppe viel über die eindrucksvolle Architektur und Geschichte der Stadt erfahren konnte.

Die Partnerschaft zwischen Trier-Saarburg und Puck besteht seit 24 Jahren. Auch in Zukunft soll sie weiterentwickelt und durch Projekte wie zum Bespiel in den Bereichen Zivil- und Katastrophenschutz und Bildung weiter ausgebaut werden. Beide Seiten bekräftigten ihr großes Interesse an einer nachhaltigen und lebendigen Partnerschaft.

Probefahrt für Schulanfänger

14.06.2025

Zwischen dem 16. Juni und dem 17. August bietet der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) wieder kostenfreie Probefahrten für Schulanfänger und Schulwechsler an, die ihren zukünftigen ÖPNV-Schulweg bereits vor Schulbeginn ausprobieren möchten. Auf diese Weise kann der Einstieg in den Schulalltag erleichtert werden und mitfahrende Erziehungsberechtigte haben die Möglichkeit, den Kindern zu zeigen, was bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu beachten ist.

Ein Ticket für die Probefahrt gilt nur an dem bei der Bestellung angegebenen Gültigkeitstag. Es gewährt eine Hin- und Rückfahrt bis zu fünf Personen auf der Strecke zwischen Wohnort und Schule. Das Ticket gilt für alle Busse und Züge auf dieser Strecke. Innerhalb der Sommerferien ist jedoch der Ferienfahrplan zu beachten. Ein aktueller Fahrplan ist in der VRT-Fahrplanauskunft unter www.vrt-info zu finden. Tickets können bis zum 8. August hier erworben werden: www.vrt-info.de/probefahrt2025.

Vielfältige Berufsorientierung: Einladung zur vocatium

13.06.2025

Eine echte Herausforderung für junge Menschen ist oftmals die Entscheidung für die richtige Ausbildung, den passenden (dualen) Studiengang, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Auslandsaufenthalt. Unterstützung bei der Berufsorientierung finden Jugendliche auf der Fachmesse für Ausbildung+Studium vocatium Trier + Großregion. Am 24. und 25. Juni öffnet sie in der Europahalle Trier ihre Türen. Zusammen mit Landrat Stefan Metzdorf und dem Leiter der Abteilung Schulen in der Kreisverwaltung, Norbert Etringer, stellte Ulrike Schröder vom IfT Institut für Talententwicklung, das die Messe veranstaltet, die vocatium vor.

57 Aussteller – darunter Ausbildungsbetriebe, Hochschulen, Fachschulen und andere Bildungsinstitutionen – präsentieren sich, um Jugendliche aus der Region zu beraten und als potenzielle Nachwuchskräfte oder Studierende kennenzulernen. Das Besondere: Der Großteil der teilnehmenden Schüler:innen hat dank guter Vorbereitung bereits einen konkreten Plan für den Messebesuch. Sie kommen mit festen Gesprächsterminen und persönlichen Fragen zur vocatium.

Auch spontane Besucher:innnen ohne Termin sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Die Messe ist jeweils von 8.30 bis 14.45 Uhr geöffnet.

Weitere Infos wie die Ausstellerliste und das Vortragsprogramm gibt es unter www.vocatium.de.

Naturerlebnis für echte Entdecker

11.06.2025

Kinder lernen heimische Kräuter kennen / Angebot der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“

Auf den Wiesen der Region finden sich zahlreiche essbare, aber auch ungenießbare Kräuter. Um diese kennenzulernen hat die Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Kinder zu einer Kräuterentdeckertour nach Kastel-Staadt eingeladen. Die Naturerlebnispädagogin Beate Stoff hat sie dabei begleitet.

Insgesamt 14 Kräuter haben die Kinder bei dem Spaziergang gefunden. Zunächst wurden alle Funde gemeinsam mit Beate Stoff bestimmt. Neben bekannten Sorten wie Löwenzahn oder Klee fanden sich auch beispielsweise Hornkraut oder das Orangerote Habichtskraut.

Einige Kräuter und Blüten können bedenkenlos gegessen werden. Gemeinsam haben die Kinder daher nach dem Spaziergang verschiedene Kräutersnacks zubereitet und probiert. Was man noch alles Tolles aus Pflanzen machen kann? Gemeinsam mit Beate Stoff haben die Kinder Blätter mit Textilfarbe bestrichen und diese dann auf vorbereitete Baumwollbeutel gedruckt.

Interessierte, die mehr über heimische Kräuter oder Blüten erfahren wollen, können sich gerne beim Naturpark Saar-Hunsrück informieren. Dort werden regelmäßig Kräuterwanderungen oder weitere kulinarische Exkursionen angeboten.

Authentischer Charme in den Weinbergen

11.06.2025

Ausgezeichnete Denkmäler werden in einer Reihe präsentiert / Gebäudeensemble in Klüsserath

Sieben Objekte sind mit der Denkmalplakette des Kreises ausgezeichnet worden. Die Würdigung soll die Anstrengung der Eigentümer zum Erhalt der Kulturdenkmäler wertschätzen, denn die Restaurierung ist mit hohem persönlichen und finanziellen Aufwand verbunden. In einer Reihe werden die Denkmäler und deren Besonderheiten präsentiert. Im letzten Teil geht es um den ehemaligen Echternacher Hof in Klüsserath.

Der ehemalige Echternacher Hof in der Hauptstraße 187 in Klüsserath ist ein beeindruckendes Beispiel für die Baukunst des frühen 18. Jahrhunderts. Ursprünglich als Klosterhof der Reichsabtei Echternach erbaut, zeugt das Anwesen von der langen Geschichte des Ortes, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Es markierte einst den östlichen Rand des Dorfes am Übergang zu den Weinbergen.
Das zweigeschossige Wohnhaus mit seinem markanten Mansardwalmdach steht quer zu den Weinbergen und mit der Giebelseite zur Straße. An seiner Westseite schließt sich eine alte Werkstatt an, während im Osten ein Stall- und Scheunengebäude angebaut ist. Zusammen formen diese Gebäude zwei Innenhöfe: einen Weinkellerhof im Westen und einen landwirtschaftlichen Hof im Osten.

Sanierung begann 2011

Die Gebäude wurden aus regionalem Schieferbruchstein errichtet und mit Schieferdächern gedeckt. Die stimmigen Rundbogenfenster und die gut erhaltene innere Raumaufteilung verleihen dem Ensemble seinen authentischen Charakter.

Bei der sorgfältigen Sanierung, die im Jahre 2011 begann, wurde darauf geachtet, die historische Substanz zu bewahren und stilgerechte Ergänzungen vorzunehmen. So erhielten die Fenster ihre ursprüngliche Form zurück, und die Türen wurden überarbeitet oder passend ersetzt. Besonderes Augenmerk galt der Ofennische im Obergeschoss, deren Malereireste aufwendig restauriert wurden.

Höfe neu gestaltet

Die Fassade wurde mit Kalkmörtel verputzt und erhielt einen traditionellen Anstrich. Auch die Höfe wurden neu gestaltet: Das Pflaster wurde durch Basaltsteine ersetzt, um dem historischen Ambiente gerecht zu werden.

Heute ist der einstige Echternacher Hof ein herausragendes Zeugnis für die Bauweise und Lebenswelt vergangener Jahrhunderte und ein liebevoll erhaltenes Schmuckstück von Klüsserath.