Über 10.000 Kubikmeter Beton verbaut

Bau der Hauptfeuerwache Trier mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle liegt im Zeitplan

Es geht voran an der Baustelle gegenüber den Kaiserthermen: Mittlerweile geht der Rohbau der neuen Hauptfeuerwache Trier mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle über das Straßenniveau hinaus. Rund 10.000 Kubikmeter Beton und 2.000 Tonnen Stahl wurden bereits verbaut. Dafür arbeiten täglich rund 60 Menschen auf der Baustelle.

Der neue Gebäudekomplex soll die bisherigen Räumlichkeiten am Barbaraufer in Trier ersetzen. Die Integrierte Leitstelle (ILS) erhält hier – anders als bisher – ein eigenes Gebäude, welches rund 56 Meter lang und 19 Meter breit sein wird.

Dabei wird bei der Aufteilung der Räume und der Ausstattung auf die modernsten Standards gesetzt. Dafür hat sich das Planungsteam extra bundesweit verschiedene Leitstellen angeschaut. So soll sichergestellt werden, dass die neue ILS auch künftigen gesetzlichen Vorgaben gerecht werden kann. Geachtet wurde auch auf eine redundant ausgelegte Technik unter anderem mit Ersatzstromversorgung. Allein die Kosten für die Leitstellentechnik werden derzeit auf knapp 17 Millionen Euro geschätzt. Diese werden vom Land Rheinland-Pfalz getragen.

Betrieben wird die Leitstelle von der Stadt Trier und dem DRK Landesverband RLP, zuständige Behörde für den Rettungsdienst ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Über 30 Disponentinnen und Disponenten arbeiten dort rund um die Uhr. Die Integrierte Leitstelle Trier empfängt und bearbeitet alle 112-Notrufe aus den Kreisen Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, dem Vulkaneifelkreis und der Stadt Trier. Sie ist damit rund um die Uhr für die Sicherheit von 626.000 Einwohner in einem Gebiet von rund 5700 Quadratkilometer zuständig.

Zehn Alarmausfahrten

Die Hauptfeuerwache und Rettungswache sind in einem zweiten Gebäude untergebracht. Geplant sind hier zehn Alarmtore – jeweils fünf für Rettungsdienst und Feuerwehr. Die Ausfahrt wird über die Südallee erfolgen. Hierzu wird im kommenden Jahr der Bürgersteig und der Fahrradweg an das Niveau des Neubaus abgesenkt sowie eine Ampelanlage installiert.

Zusätzlich verfügt das neue Gebäude über 19 weitere Stellplätze für Einsatzfahrzeuge in einer Tiefgarage. Hier sollen auch die Krankentransportwagen untergebracht sein. Hinzu kommen unter anderem eine Waschhalle, Desinfektionsplätze sowie Gemeinschafts- und Schlafräume für die rund 300 Mitarbeitenden.

Derzeit wird mit Gesamtkosten von 145,4 Millionen Euro geplant. Die Kreise beteiligen sich dabei an den Kosten der Rettungswache und der Integrierten Leitstelle anteilig zu ihrer Einwohnerzahl. Der Kreis Trier-Saarburg plant mit einer Investition von rund 11 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes ist für das Jahr 2027 geplant.

Über 10.000 Kubikmeter Beton verbaut