02.09.2025
Ausschuss grundsätzlich für Stipendienprogramm und Gesundheitsmanagement
Noch hat der Kreisausschuss keine Entscheidung getroffen, doch grundsätzlich ist man sich einig: Mit einem Stipendienprogramm für Medizinstudierende will man Hausärztinnen und Hausärzte für den Landkreis Trier-Saarburg gewinnen und so die bestehende Unterversorgung abmildern.
Die Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz belegen, dass es im Landkreis Trier-Saarburg zu wenig Hausärztinnen und Hausärzte gibt. Zudem stehen viele praktizierende Mediziner:innen vor der Rente. Aus diesem Grund hat sich die Kreispolitik entschieden, Maßnahmen zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung auf den Weg zu bringen. Seitens der Verwaltung wurden nun zwei Vorschläge unterbreitet, die ab kommenden Jahr helfen sollen, das Problem abzumildern.
Wie bereits einige andere Landkreise in Rheinland-Pfalz will man mit einem Stipendienprogramm Medizinstudierende gewinnen, sich als Hausärztin bzw. Hausarzt im Kreis niederzulassen. Konkret will man während des Studiums einen monatlichen Zuschuss zahlen. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden dazu, nach dem Abschluss für einen bestimmten Zeitraum im Kreis tätig zu sein. Die Details der Finanzierung, Höhe und Dauer des Stipendiums müssen noch festgelegt werden.
Die zweite Säule ist ein Gesundheitsmanagement in der Kreisverwaltung. Hier sollen in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Kommunen sowie der Ärzteschaft im Landkreis weitere Maßnahmen zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung entwickelt werden. Zudem soll Ärztinnen und Ärzten, zum Beispiel aus dem Stipendienprogramm, bei der Ansiedlung im Kreis geholfen werden.
Weitere Themen
Weitere Themen im Kreisausschuss waren der Stand bei der Einführung einer Bezahlkarte für im Landkreis lebenden Flüchtlinge, die Errichtung eines Führungs- und Lagezentrums im Kreishaus sowie die Förderung der Erweiterung der Kindertagesstätten Pellingen und Kenn, die mit insgesamt fast 3,5 Millionen Euro unterstützt werden. Zudem wurde über den Entwurf eines Nachtragshaushaltes beraten, der in der kommenden Kreistagssitzung beschlossen werden soll.



