Bestätigte Fälle der Vogelgrippe in Kreis und Stadt

31.10.2025

Veterinäramt erlässt Allgemeinverfügung / Geflügelhalter sollten aufmerksam sein

Die Aviäre Influenza oder Vogelgrippe verbreitet sich derzeit auch in Deutschland. Im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier wurden mittlerweile zehn verendete Wildvögel aufgefunden, die mit dem Vogelgrippevirus infiziert waren. Um das Einschleppen des Virus in Geflügelbestände zu verhindern, hat das Veterinäramt der Kreisverwaltung, das für den Kreis und die Stadt Trier zuständig ist, eine Allgemeinverfügung erlassen, die unter anderem eine sogenannte Aufstallung von Geflügel vorschreibt.

Aufstallung bedeutet, dass Geflügelbestände in Ställen oder unter einer geeigneten Schutzvorrichtung gehalten werden müssen, d.h. unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenabgrenzung bestehen muss.

Außerdem dürfen ab sofort keine Geflügeltiere über Märkte, Börsen oder mobile Geflügelhändler aufgenommen werden. Veranstaltungen dieser Art sind in Kreis und Stadt zudem verboten.

Die Allgemeinverfügung gilt seit dem 1. November im Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier. Sie ist zunächst bis zum 30. November befristet. Der vollständige Text findet sich unter www.trier-saarburg.de/bekanntmachungen

Viele Kleinbestände in der Region

Im Kreis und der Stadt gibt es rund 1400 Geflügelhalter – die meisten von ihnen haben kleine Bestände von unter 50 Tieren.

„Die Aufstallung des Geflügels sowie die Einhaltung von Biosicherheit im eigenen Geflügelbestand sind die effektivsten Maßnahmen, um die eigenen Tiere vor einer Ansteckung und Erkrankung, die in der Regel zum Tod führt, zu schützen“, so die Verantwortlichen.

Aktuelle Informationen sowie Empfehlungen zu Biosicherheitsmaßnahmen auch für Kleinstgeflügelhalter finden sich online auf der Homepage des Friedrich-Loeffler-Instituts unter  https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

Tote Wildwasservögel melden                          

Wenn Menschen tote oder erkrankte wildlebende Wasservögel wie beispielsweise Schwan, Gans, Ente, Kranich oder Reiher finden, sollten sie diese nicht berühren. So soll verhindert werden, dass Menschen das Virus weitertragen. Auch der Kontakt von Haustieren mit kranken oder verstorbenen Wassergeflügel sollte unbedingt vermieden werden.

Der Fund sollte beim zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. Über die Behördennummer 115 können sich die Bürgerinnen und Bürger durchstellen lassen. Alternativ sind die Kontaktdaten online unter Aviäre Influenza Geflügelpest – Landkreis Trier-Saarburg verfügbar.

Aufgefundene Tieren werden dann zur weiteren Untersuchung zum Landesuntersuchungsamt geschickt.

Geringes Risiko für Menschen

Laut Friedrich Löffler-Institut (FLI) besteht eine grundsätzliche Infektionsgefahr für Säugetiere, wenn sie Fleisch oder Aas von infizierten Wasservögeln und damit große Virusmengen aufnehmen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Risiko einer Infektion beim Menschen dagegen als sehr gering ein – abgesehen von Menschen mit engem Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel.

Verzehr von Geflügelprodukten

Die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem Virus belastete Produkte wie Geflügelfleisch oder Eier in den Handel gelangen ist sehr gering. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt generell Geflügelfleisch gut durchzugaren. Auch kann als Vorsichtsmaßnahme auf rohe Eier beispielsweise in Nachspeisen oder als weich gekochtes Ei verzichtet werden. Bisher sind jedoch keine Fälle bekannt, die belegen, dass Menschen über den Verzehr von Lebensmitteln mit dem Vogelgrippe-Virus erkrankt wären Lebensmittel mit dem Vogelgrippe-Virus erkrankt wären

Was Alkohol während der Schwangerschaft anrichtet

31.10.2025

Wanderausstellung ZERO! in Trier gezeigt / Fetales Alkoholsyndrom im Fokus

Statistisch trinken rund 80 Prozent der Frauen Alkohol während der Schwangerschaft – beispielsweise wegen sozialem Druck oder weil sie schlicht noch nicht wissen, dass sie schwanger sind. Für die Ungeborenen hat dies teilweise schwerwiegende Folgen. Die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) begleitet die Betroffenen ein Leben lang und kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Wanderausstellung ZERO! macht auf die Risiken und Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft aufmerksam. Anfang Oktober wurde sie im Rahmen einer Fachveranstaltung in der Berufsbildenden Schule in Trier gezeigt.

„Es ist wichtig, dass wir die schützen, die sich noch nicht selbst schützen können. Ungeborene sind in einer sehr verletzlichen Position. Darum ist es unerlässlich auf das Thema FASD aufmerksam zu machen“, betonte Bürgermeisterin Elvira Garbes in ihrer Eröffnungsrede. Eltern hätten hier eine Vorbildfunktion: „Die Wanderausstellung richtet sich gezielt an Jugendliche. Das Ziel ist, auch die zukünftige Elterngeneration bereits frühzeitig zu sensibilisieren.“ Sie freue sich daher sehr, dass die Ausstellung in einer Schule gezeigt werde, so Bürgermeisterin Garbes.

Dass das Thema wichtig ist, zeigte auch das große Interesse am Eröffnungstag: Rund 140 Teilnehmende – darunter Fachkräfte sowie Schülerinnen und Schüler – waren gekommen. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Frühe Hilfen des Netzwerks „Gemeinsam für den Kinderschutz der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg“ zusammen mit dem regionalen Arbeitskreis Suchtprävention. Ziel war es, Fachkräfte und auch die künftige Elterngeneration zu dem Thema FASD zu informieren und zu sensibilisieren.

Umrahmt wurde der Nachmittag durch zwei Fachvorträge. Christina Heib vom BINE – Beratung- und Informationsnetzwerk für FASD erklärte die unterschiedlichen Ausprägungen der Spektrumsstörung: „Es gibt physische Merkmale wie beispielsweise sehr schmale Oberlippen und kognitive Merkmale wie Konzentrationsstörungen. Aber nicht allen Betroffenen sieht man die Krankheit an, daher ist auch eine Diagnose nicht immer einfach.“ Sie könne nur immer wieder appellieren: Kein Zeitpunkt und keine Menge an Alkohol in der Schwangerschaft sei unschädlich.
Nicht nur der regelmäßige Konsum von Alkohol schadet dem Baby, auch das Ausnahmeglas am Abend kann schwerwiegende Folgen haben, mit denen das Ungeborene ein Leben lang zu kämpfen hat. Alkohol ist ein Zellgift und einmal zerstörte Zellen kann der Körper nicht mehr reparieren oder neu bilden. Lydia Weber, FASD Deutschland e.V., schilderte den Teilnehmenden eindrücklich, wie Menschen mit FASD ihren Alltag meistern können. Auch sie betont: „Eine frühe Diagnose ist das A und O. Nur so können die Betroffenen, die mit FASD aufwachsen, lernen, dass sie Unterstützung brauchen und wie diese aussehen kann.“

Nach den Vorträgen waren alle Teilnehmenden eingeladen die Wanderausstellung zu besuchen. In drei Stationen beleuchtet sie das Thema Alkohol und Schwangerschaft. Startpunkt ist die Gebärmutter, die die Entwicklung des Babys nachzeichnet. Bei der zweiten Station wechselt die Perspektive zu den werdenden Eltern. Zuletzt kommen Menschen mit FASD zu Wort und berichten über Herausforderungen in ihrem Alltag.

Während der letzten Woche konnten noch rund 15 Schulklassen aus Kreis und Stadt die Ausstellung besuchen.

Zusätzlich war ein Rauschbrillenparcours aufgebaut, bei dem die Schülerinnen und Schüler die physischen Auswirkungen von Alkoholkonsum am eigenen Leib erfahren konnten. Der Parcours wurde von der IKK Südwest gefördert und fachlich begleitet.

Foto: Die Trierer Bürgermeisterin Elvira Garbes (3.v.r.) eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit den beiden Fachreferentinnen und den Vertreterinnen des Arbeitskreises Frühe Hilfen.

Austausch auf Augenhöhe in Rheinland-Pfalz

31.10.2025

Kommunale Gleichstellungsbeauftragten im Gespräch mit der Frauenministerin Katharina Binz

Wie steht es um die Gleichstellung in Rheinland-Pfalz – und welche Unterstützung brauchen die kommunalen Gleichstellungsstellen, um ihre Arbeit vor Ort wirksam fortzusetzen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Jahrestagung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, zu der das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration im Oktober nach Mainz eingeladen hatte.

Auch Angelika Mohr, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Trier-Saarburg, war vor Ort. Im Zentrum des Treffens stand der offene Austausch mit Frauenministerin Katharina Binz und der Abteilungsleiterin Musgana Tesfamariam. Diskutiert wurden aktuelle frauen- und gleichstellungspolitische Themen. „Der Einsatz für Frauenrechte ist immer auch ein Einsatz für die Demokratie“, betonte Ministerin Binz und unterstrich die Bedeutung von Vernetzung, Rückhalt und politischer Unterstützung für die Gleichstellungsarbeit in den Kommunen.

Wachsender Antifeminismus

Ein großes Thema war der wachsende Antifeminismus und seine Auswirkungen auf die tägliche Arbeit. Besprochen wurde, wie das Land frühzeitig gegensteuern will – durch Aufklärung und Bildung, gezielte Kampagnen gegen Hass und Hetze sowie den Schutz der Gleichstellungsstellen selbst.

Austausch zum Gewalthilfegesetz

Einen weiteren Schwerpunkt bildete das neue Gewalthilfegesetz. Angesichts steigender Fallzahlen häuslicher Gewalt wurde deutlich, wie dringend stabile Strukturen und verlässliche Finanzierung nötig sind. Viele Gleichstellungsbeauftragte äußerten Sorge, dass ohne ausreichende Mittel wichtige Schutz- und Beratungseinrichtungen gefährdet sind – etwa Frauenhäuser, die rund um die Uhr erreichbar bleiben müssen.

Darüber hinaus wurde diskutiert, welche präventiven Maßnahmen das Land plant, um Gewalt frühzeitig zu verhindern. Besorgt zeigten sich die Teilnehmenden über die bundesweite Umsetzung: Sollte nicht jedes Bundesland bis Ende 2029 seiner Berichtspflicht nachkommen, könnten sich die Bundesmittel verzögern. Auch das Landesausführungsgesetz zum Gewalthilfegesetz stand im Fokus: Wie kann es so gestaltet werden, dass Frauen in allen Regionen – auch im ländlichen Raum – wirksam vor Gewalt geschützt werden?

Die Tagung machte deutlich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Land und Kommunen ist.

„Gerade im ländlichen Raum ist Gleichstellungsarbeit oft mit besonderen Herausforderungen verbunden – etwa bei Erreichbarkeit, Schutzräumen und Sichtbarkeit. Umso wichtiger ist der regelmäßige Austausch mit dem Land, damit wir vor Ort weiter wirksam handeln können“, betonte Angelika Mohr.

Technische Probleme durch Systemumstellung: Zulassungsstelle geschlossen

30.10.2025

Wegen technischer Probleme müssen die KFZ-Zulassungsstellen in Trier, Hermeskeil und Saarburg am Donnerstagnachmittag, Freitag und Montag geschlossen bleiben. Bei einer Systemumstellung durch den Dienstleister KommWIS aus Mainz mussten unerwartet alle benötigten Systeme zurückgesetzt werden, so dass derzeit keine Fahrzeuge zugelassen werden können. Rund 150 betroffene Kundinnen und Kunden sowie die Zulassungsdienste wurden per E-Mail persönlich informiert. Die benötigten Mitarbeiter der Firma KommWIS konnten die Stadtverwaltung Trier nicht vor Ort unterstützen. 

Dank für jahrzehntelanges Ehrenamt

30.10.2025

Landesehrennadel für Personen aus der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell

Insgesamt 33 Bürgerinnen und Bürger aus fünf Verbandsgemeinden erhielten die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz. Landrat Stefan Metzdorf überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde und dankte allen Geehrten für ihr oftmals jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik, aber auch in Vereinen oder im sozialen Bereich. „Ohne Menschen, die sich im Ehrenamt einsetzen, wäre vieles in unseren Gemeinden nicht leistbar“, so Metzdorf in seiner Dankesrede. „Sie alle füllen das Wort Gemeinschaft mit Leben. Und hierfür danken wir Ihnen heute mit dieser Landesauszeichnung“, so der Landrat.

Insgesamt erhielt 19 Bürgerinnen und Bürger aus der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell im Beisein von Bürgermeister Jürgen Dixius und zahlreicher Ortsbürgermeister die Ehrennadel. Im Einzelnen wurden ausgezeichnet:

Helmut Jäckels aus Baldringen für sein 30jähriges Wirken im Gemeinderat, 45 Jahre in der Feuerwehr und 50 Jahre Mitgliedschaft im Musikverein. Ebenfalls fast 50 Jahre in der Feuerwehr ist Josef Wagner aus Heddert aktiv, zudem war er 20 Jahre Ortsbürgermeister, langjähriges Ratsmitglied und u.a. Vorsitzender der Gehöferschaft. 25 Jahre war Thomas Gronimus aus Kirf Ratsmitglied, Beigeordneter und Ortsvorsteher in Meurich. Ortsvorsteher in Beuren ist Norbert Zehren aus Kirf, der dem Gemeinderat seit 2011 angehört.

25 Jahre war Roland Lutz aus Fisch Mitglied im Gemeinderat, fast 40 Jahre im Vorstand des Sportvereins, davon 26 Jahre als Vorsitzender und engagiert im Verein Viezstraße. Seit 30 Jahren ist Alois Reinert aus Kell am See als Ratsmitglied, Beigeordneter und Mitglied im Verbandsgemeinderat dabei. Der Keller Ortsbürgermeister Markus Lehnen erhielt die Ehrung für sein kommunalpolitisches Engagement seit 1994 in Gemeinde- und Verbandsgemeinderat sowie seit 2019 im Kreistag. Ebenfalls seit 30 Jahren ist Michael Hausen aus Hentern im Gemeinderat und zuletzt Beigeordneter der Gemeinde.

40 Jahre ist Wolfgang Schäfer Mitglied im Gemeinderat Schillingen, zudem ist er langjähriges Mitglied im Verbandsgemeinderat und 30 Jahre auch im Kreistag, wofür er bereits mit dem Ehrenbrief des Kreises ausgezeichnet wurde. 2004 wurden Markus Rommelfanger und Stephan Ockfen Mitglied im Gemeinderat Taben-Rodt. Rommelfanger ist Vorsteher des Ortsbezirks Hamm, Ockfen war langjähriger Beigeordneter. Seit 1994 ist Dr. Johannes Tombers in Ausschüssen und im Rat der Gemeinde Serrig engagiert.
Ewald Marx, Michael Lauer und Erich Zimmer aus Schömerich begannen 1994 ist kommunales Engagement. Marx ist zudem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, Lauer ist seit vielen Jahren Ortsbürgermeister, während Erich Zimmer als Beigeordneter tätig ist und zudem im Vorstand des Sportvereins. Carmen Philipps aus Wincheringen war 25 Jahre Ratsmitglied und ist seit 2019 Beigeordnete der Gemeinde.

Rainer Hansen aus Zerf trat 2004 in den Ortsgemeinderat sowie 2014 in den Verbandsgemeinderat ein und ist seit 2019 Ortsbürgermeister. Sogar seit 2002 ist Manfred Rauber Ortsbürgermeister von Waldweiler, viele Jahre Mitglied im Verbandsgemeinderat und seit 30 Jahren Vorsitzender der Reservistenvereinigung. Schließlich erhielt Hans-Georg Götze aus Saarburg-Kahren die Ehrennadel für 15 Jahre Mitgliedschaft in Ortsbeirat, Stadtrat und Verbandsgemeinderat, aber auch als langjähriger Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Saarburg.

Benefizkonzerte in Saarburg und Schweich

30.10.2025

Kammerphilharmonie Köln zu Gast / Kreismusikschule lädt ein

Echte Konzerthighlights warten im November: Mit bekannten Werken von Vivaldi, Bach, Mozart und Paganini möchte die Kammerphilharmonie Köln die Menschen aus dem Kreis für klassische Musik begeistern. Die Kreismusikschule plant hierzu zwei Benefizkonzerte in Saarburg und Schweich.

Am 8. November (Samstag) wird das Ensemble in der Kirche St. Laurentius in Saarburg auftreten. Los geht es um 17 Uhr. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lions Club Saarburg statt. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten. Im Rahmen des Konzertes wird auch der Musikpreis des Lions Club verliehen.

Einen Tag später wird das Konzert in der Kirche St. Martin in Schweich wiederholt. An dem Sonntag (9. November) findet rund um die Kirche der Martinusmarkt statt. Unter der Überschrift „Inklusion und Integration“ stellen sich soziale Einrichtungen dort vor. Um 17:30 Uhr beginnt das Konzert, welches in Kooperation mit dem Verein Kultur in Schweich e.V. organisiert wurde. Der Eintritt ist frei. Spenden kommen dem Verein nestwärme e.V. zugute.

„Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern dieses hochwertige Konzertangebot hier im Kreis an zwei Tagen anbieten zu können“, sagte Anton Gölle, Leiter der Kreismusikschule. Zudem sei es ein wichtiges Anliegen mit diesen Veranstaltungen verschiedene soziale Projekte zu unterstützen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Foto: Große Vorfreude auf die anstehenden Konzerte: Anton Gölle (2.v.r.), Leiter der Kreismusikschule, präsentiert die Veranstaltungsplakate gemeinsam mit den Kooperationspartnern.

Erfolgreicher Schwarztest in der Leitstelle Trier

28.10.2025

Heute Morgen zwischen 6 und 6:30 Uhr wurde in der Integrierten Leitstelle Trier ein sogenannter Schwarztest durchgeführt. Dabei werden die Systeme vom regulären Stromnetz getrennt und über die bestehenden Rückfalloptionen betrieben.

Der Test hat reibungslos funktioniert – die Erreichbarkeit und die Arbeitsabläufe der Integrierten Leitstelle wurden zu keiner Zeit eingeschränkt.

Solche Tests der Rückfallsysteme sind wichtig, damit diese im Bedarfsfall ohne Probleme funktionieren und die Arbeitsfähigkeit der Leitstelle sicherstellen können. Die Tests werden vorab mit allen beteiligten Behörden abgestimmt, um bei eventuellen Problemen schnell reagieren zu können.

Die Integrierte Leitstelle Trier ist neben dem Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier auch für den Eifelkreis, den Vulkaneifelkreis sowie die Kreise Bernkastel-Wittlich und Birkenfeld zuständig. Rund 626.000 Menschen leben in diesem Gebiet. Betrieben wird die Leitstelle von der Stadt Trier und dem DRK Landesverband RLP, zuständige Behörde für den Rettungsdienst ist die Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

Busunfall bei Mandern

28.10.2025

Zwischen Mandern und Weiskirchen ist es auf der K69 heute Morgen zu einem Unfall mit einem Schulbus gekommen. Der Bus ist von der Fahrbahn abgekommen. Es saßen rund 50 Schülerinnen und Schüler darin. Die Kinder mussten von der Feuerwehr aus dem Bus befreit werden. Zwei von ihnen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Landrat Stefan Metzdorf war in engem Austausch mit dem Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises, Thorsten Petry, der ihn über die Situation vor Ort informiert hat. Allen Betroffenen wünscht er eine schnelle Genesung. Er bedankte sich außerdem bei allen Einsatzkräften und weiteren Beteiligten für die schnelle und hervorragende Hilfe.

Erste bestätigte Fälle der Vogelgrippe in Kreis und Stadt

27.10.2025

Die Aviäre Influenza oder Vogelgrippe verbreitet sich derzeit auch in Deutschland. Im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier wurden seit vergangenen Freitag insgesamt 10 verendete Wildvögel aufgefunden. Diese wurden zur weiteren Untersuchung zum Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz geschickt. In vier Fällen wurde die Vogelgrippe festgestellt. Bei den anderen sechs Verdachtsfällen stehen die Ergebnisse noch aus.

Um eine Verbreitung der Vogelgrippe einzudämmen, bittet das Veterinäramt der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, das auch für die Stadt Trier zuständig ist, alle Personen mit Geflügelhaltung, die Biosicherheitsmaßnahmen (auch in kleinen Hobbyhaltungen) zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern. Zur Verhinderung der Eintragung des Virus in Hausgeflügelbestände wird die Aufstallung des Geflügels empfohlen. Unter Aufstallung ist zu verstehen:

  • a)    in geschlossenen Ställen oder
  • b)    unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenabgrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) zu halten.

Aktuelle Informationen sowie Empfehlungen zu Biosicherheitsmaßnahmen auch für Kleinstgeflügelhalter finden sich online auf der Homepage des Friedrich-Loeffler-Instituts unter  https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

Laut Friedrich Löffler-Institut (FLI) besteht eine grundsätzliche Infektionsgefahr für Säugetiere, wenn sie Fleisch oder Aas von infizierten Wasservögeln und damit große Virusmengen aufnehmen.

Geringes Risiko für Menschen

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Risiko einer Infektion beim Menschen dagegen als sehr gering ein – abgesehen von Menschen mit engem Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel. Trotzdem gilt: Wer einen toten oder kranken wild lebenden Wasservogel (Schwan, Gans, Ente, Kranich, Reiher, o.ä.) findet, darf ihn auf keinen Fall berühren – auch um das Virus nicht weiterzutragen. Auch der Kontakt von Haustieren (wie Hunden beim Spazierengehen) mit kranken oder verstorbenen Wassergeflügel sollte unbedingt vermieden werden.

Derzeit besteht keine Gefahr beim Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern, da Produkte von infiziertem Geflügel nicht in Verkehr kommen kann.

Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg 

24.10.2025

Veterinäramt rät Tierhaltern im Landkreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier aufmerksam zu sein

Im Ortenaukreis (Baden-Württemberg) ist aktuell ein Ausbruch der Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 (BTV-8) festgestellt worden. Damit wurde die Krankheit erstmals seit Jahren wieder im benachbarten Bundesland nachgewiesen. Die Blauzungenkrankheit ist eine ansteckende, jedoch nicht auf den Menschen übertragbare Tierseuche, die vor allem Wiederkäuer – insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen – betrifft. Überträger der Erkrankung sind blutsaugende Mücken. Das Veterinäramt des Kreises, welches auch für die Stadt Trier zuständig ist, rät Tierhaltern in der Region besonders aufmerksam zu sein.

Folgende Gebiete befinden sich in der 150 Kilometer-Zone um den Primärausbruch der BTV-8: die Landkreise Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Bad Dürkheim, Rhein-Pfalz-Kreis, Südliche Weinstraße, Germersheim, Südwestpfalz und Kusel sowie die südlichen Teile der Landkreise Birkenfeld, Bad Kreuznach und Alzey-Worms. Auch das Saarland und ganz Baden-Württemberg befinden sich im 150 km Radius.

Der Transport von Rindern, Schafen und Ziegen aus diesen Gebieten ist nur noch eingeschränkt möglich. Es gelten besondere Anforderungen. Tierhalter müssen sich vorab über die geltenden Regelungen ausführlich informieren.

Impfen schützt

Impfen ist die wirksamste Maßnahme, um Tiere zu schützen und eine Ausbreitung zu verhindern. Sie ist freiwillig, wird jedoch ausdrücklich empfohlen. So konnte im vergangenen Jahr dank intensiver Überwachung und freiwilligen Impfungen die weitere Ausbreitung der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 3 (BTV-3) weitgehend eingedämmt werden. Eine Impfung gegen BTV-3 schützt jedoch nicht vor BTV-8 und umgekehrt.

Das Land und die Tierseuchenkasse zahlen einen Zuschuss zur BT-Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen. Tierärzte können hierzu beraten. Tierhalter sollten auf Krankheitsanzeichen wie Fieber, Schwellungen im Kopfbereich, vermehrten Speichelfluss oder Lahmheiten achten – Verdachtsfälle müssen umgehend abgeklärt werden. Bei Fragen steht das Veterinäramt (veterinaeramt [at] trier-saarburg [dot] de) zur Verfügung. Ansprechpartner sind Dr. Ute Marx (Tel. 0651 715-585) und Dr. Carolina Timme (Tel. 0651 715-590).