Ferienaktion: Beschluss für eine neue Konzeption

28.11.2025

Programm des Kreises soll in dezentrale Angebote überführt werden

Der Kreis Trier-Saarburg wird sein Ferienprogramm, das jeweils in den ersten beiden Wochen der Sommerferien stattgefunden hat, weiterentwickeln und in eine dezentrale Struktur überführen. Die vom Kreis zentral koordinierte Ferienaktion wird dagegen ab dem kommenden Jahr nicht mehr angeboten. Für die Kinder und ihre Familien soll es mit der dezentralen und mehr zeitgemäßen Struktur bedarfsgerechtere Angebote geben. Das bedeutet, dass die lokalen Anbieter seitens des Jugendamtes Trier-Saarburg darin unterstützt werden sollen, ihre Projekte auszubauen. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung in dieser Woche einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Für dieses neue Konzept sprechen pädagogische und pragmatische Gründe: Die Familien können die Angebote für ihre Kinder in ihrem direkten Lebensumfeld wahrnehmen. Diese Ferienaktionen sind oft besser und schneller erreichbar und passgenauer auf die jeweilige Zielgruppe der Kinder ausgerichtet. In dieser Form fördern die Angebote auch die lokale Identität und das Engagement vor Ort.

Der Kreis hat die über viele Jahre hinweg als „Ferienspaß“ bekannte Aktion 1979 ins Leben gerufen. Das Programm richtete sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren und wurde zentral vom Jugendamt der Kreisverwaltung durchgeführt. Es erfüllte neben dem pädagogischen Anspruch vor allem auch eine Betreuungsfunktion für berufstätige Eltern. Am Ferienspaß nahmen jedes Jahr rund 700 Kinder teil. Dafür wurden jeweils bis zu 14 Busse eingesetzt, die die Kinder wohnortnah für gemeinsame Tagesprogramme abholten und am Abend zurückbrachten. Vor allem in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie musste das Konzept 2020 geändert werden. So wurde das Ferienprogramm des Kreises an zehn dezentralen Standorten im Kreis mit jeweils 30 Kindern durchgeführt. Unter einem bestimmten Motto gab es an den einzelnen Standorten verschiedene Tagesangebote für die insgesamt 300 Kinder.

Bei der Gestaltung sowohl des Ferienspaßes wie auch bei der standortgebundenen Ferienaktion gab es für das Jugendamt jedoch zunehmend strukturelle Schwierigkeiten. So basierten die Programme neben der zentralen Koordinierung durch das Jugendamt vor allem auf dem ehrenamtlichen Engagement für die Betreuung der Kinder. Es wurde im Laufe der Zeit jedoch immer schwieriger, die ehrenamtlichen Betreuungsteams ausreichend zu besetzen. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: So sind in den vergangenen Jahren die Kosten unter anderem für die Busbeförderungen, aber auch für andere Sach- und Dienstleistungen kontinuierlich angestiegen, so dass das Ferienprogramm des Kreises ein jährliches Defizit von rund 50.000 Euro aufweist. Eine zunehmende Herausforderung ist auch die Bindung der Personalressourcen in der Kreisverwaltung selbst. Neben den Fachkräften aus dem Jugendamt wird Personal aus anderen Bereichen wie zum Beispiel der IT benötigt, was dann in den eigentlichen Aufgabenbereichen fehlt.

Aus diesen Gründen sowie vor allem, um die Ferienangebote noch bedarfsorientierter aufstellen zu können, hat der Jugendhilfeausschuss beschlossen, das zentrale Angebot der Kreisverwaltung in eine lokal individuelle und bessere Versorgung mit Ferienangeboten zu überführen. Dafür sollen nun zeitnah Gespräche mit den Trägern vor Ort geführt werden, um die Aufstockung des dezentralen Angebotes zu forcieren. Außerdem sollen die ehrenamtlich Engagierten begleitet werden, um an für sie attraktive Träger angebunden zu werden. Vor allem sollen die Eltern frühzeitig und umfassend über die erweiterten und neuen Aktionen informiert werden – die Angebote werden sich in den nächsten Wochen auf der Plattform unter www.ferienboerse-rlp.de finden.

Das Jugendamt hat auch bereits die Herbstferien 2026 in Blick, ab denen in allen Verbandsgemeinden des Kreises im Rahmen des Ganztagesförderungsgesetzes Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter eingerichtet werden sollen. Nach dem Ganztagesförderungsgesetz ist vorgesehen, dass künftig für die Grundschulkinder auch in den Ferien eine achtstündige Betreuung angeboten wird. Dies soll bis zum Schuljahr 2029/30 für alle Klassenstufen der Grundschule umgesetzt sein. Daneben wird es in den Ferienzeiten auch künftig die zahlreichen Freizeitangebote der Vereine und freien Träger geben.

Neuer Ratgeber zur Notfallvorsorge

26.11.2025

Egal ob Extremwetterereignisse, Stromausfälle oder Cyberattacken – Krisen sind vielfältig und nehmen in ihrer Häufigkeit in den vergangenen Jahren immer mehr zu. Solche Ereignisse zeigen, dass gute Vorbereitung und Vorsorge wichtiger werden.

Der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unterstützt Bürgerinnen und Bürger dabei, individuell für den Notfall vorzusorgen. Hierzu gehören Themen wie Ernährungsvorsorge, Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen, der Umgang mit Warnmeldungen und Kriseninformation, Stromausfälle, Verhalten im Brandfall, aber auch der Umgang mit Desinformation. Eine Checkliste fasst die Vorbereitungsmaßnahmen übersichtlich zusammen.

Die frisch erschienene Broschüre liegt als Printversion in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg (Willy-Brandt-Platz 1, in Trier) aus oder kann direkt als PDF unter https://trier-saarburg.de/brand-und-katastrophenschutz/ heruntergeladen werden.

Welt-AIDS-Tag: Aufklärung und Prävention

26.11.2025

AIDS-Hilfe Trier und das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Trier-Saarburg informieren

Seit mehr als 30 Jahren findet jedes Jahr am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag statt. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf. Auch in der Region Trier stehen zahlreiche Veranstaltungen im Zeichen des Aktionstages – unter anderem organisiert vom Gesundheitsamt Trier-Saarburg und der AIDS-Hilfe Trier.

Dank moderner medizinischer Fortschritte tritt AIDS bei rechtzeitiger HIV-Behandlung heute praktisch nicht mehr auf. Dazu entspricht die Lebenserwartung der Betroffenen nahezu der von HIV-negativen Menschen. Wie das Robert-Koch-Institut berichtet, bleibt die Zahl der HIV-Neudiagnosen in Deutschland stabil. 2024 wurden 3259 Neudiagnosen registriert, davon 134 in Rheinland-Pfalz.

Die Beratungsstelle des Gesundheitsamts Trier-Saarburg und die AIDS-Hilfe Trier bieten gemeinsam mehrmals im Jahr sogenannte „STI-Checks“ an, die auch ein niedrigschwelliges HIV-Testangebot beinhalten. STI steht für „sexually transmitted infections“, also sexuell übertragbare Infektionen. Neben HIV sind dies beispielsweise Hepatitis B, Syphilis, Chlamydien und Gonokokken. Die Tests dienen nicht nur der persönlichen Gesundheit, sondern tragen auch zur Prävention bei: Denn unbehandelte STI können die Ansteckungs- und Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV erhöhen.

Kostenlose Schnelltests

Bei den STI-Checks in Trier können sich alle Teilnehmenden kostenfrei und anonym auf Erreger testen lassen – im Rahmen der Veranstaltungen zum Welt-AIDS-Tag werden darüber hinaus Schnelltestaktionen angeboten: so etwa am 8. Dezember von 16 bis 19:30 Uhr im Gesundheitsamt Trier-Saarburg. Eine weitere Maßnahme zur HIV-Prävention ist die „Prä-Expositions-Prophylaxe“ (PrEP). Dies ist eine Methode, bei der ein Medikament eingenommen werden kann, um eine Ansteckung mit HIV zu verhindern. Die PrEP schützt jedoch nicht vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Bei der AIDS-Hilfe Trier und dem Gesundheitsamt können sich Menschen zur PreP informieren lassen.

Folgende Veranstaltungen zum Welt-AIDS-Tag werden angeboten:

  • Donnerstag, 4. Dezember, 18.30 Uhr Trier Proud, SCHMIT-Z (Mustorstraße 4): „Hans hilft – positiv Leben“. Ein Raum, um über Schutz, Testmöglichkeiten und Angebote zu sprechen, Fragen zu stellen und in einen Austausch zu kommen.
  • Freitag 5. Dezember, Trier und Umgebung: „Der Nikolaus besucht die Trierer Sexarbeiterinnen“. Aufsuchende Aktion der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen ara (AIDS-Hilfe Trier e.V.) und des Gesundheitsamtes Trier-Saarburg
  • Montag 8. Dezember, 16 bis 19.30 Uhr, Gesundheitsamt Trier-Saarburg (Paulinstraße 60): „Nach Feierabend zu HIV-Test und STI-Check“Test auf HIV, Syphilis, Chlamydien & Gonokokken („Tripper“) Keine Vorab-Anmeldung erforderlich! Der Test ist kostenfrei und anonym.

Wichtige Unterstützung für den Rettungsdienst

26.11.2025

Bilanz nach einem Jahr „Region der Lebensretter“ / Über 300 Ehrenamtliche im Kreis registriert

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute: Um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken, wurde im Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier vor rund einem Jahr die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ eingeführt. Mittlerweile sind über 330 Ehrenamtliche aus dem Kreis dort registriert und können bei Bedarf alarmiert werden.

Laut aktuellen Daten des Deutschen Reanimationsregisters erlitten 2024 rund 135.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Es ist eine der häufigsten Todesursachen. Mit jeder Minute, in der die betroffene Person nicht reanimiert wird, sinken die Chancen auf ein Überleben. Eine Ersthelfer-App unterstützt die Rettungskette wirksam, da damit schneller geschulte Ersthelfende zur Einsatzstelle alarmiert werden können.

Alarmierung über Leitstelle

Die in der Region eingesetzte App ist eine Entwicklung des Vereins „Region der Lebensretter“ aus Freiburg. Bei einem in der Integrierten Leitstelle Trier über die 112 eingehenden Notruf wird bei einem Herz-Kreislaufstillstand das System „Region der Lebensretter“ automatisch aktiviert. Parallel zur Alarmierung des Rettungsdienstes erhalten dann auch registrierte, professionelle Ersthelferinnen und Ersthelfer über die App einen Alarm. Für den Einsatz werden dann die vier Personen ausgewählt, die am schnellsten am Einsatzort bzw. am nächstgelegenen verfügbaren Defibrillator sein können.

Seit Einführung der App wurden in knapp 500 Fällen im Kreis Ersthelfende über die App Region der Lebensretter alarmiert. Diese waren in insgesamt 86 Gemeinden kreisweit im Einsatz.

Medizinische Vorkenntnisse

Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, kann sich jederzeit online unter www.regionderlebensretter.de informieren und registrieren. Alle registrierten Ehrenamtlichen werden in einer eigenen Katastrophenschutz-Einheit geführt und sind damit über die Unfallkasse versichert.

Wer sich registrieren will, muss volljährig sein, eine medizinische Grundqualifikation (Basic-Life-Support) nachweisen und eine Ausbildung im medizinischen oder pflegerischen Bereich vorweisen können.

Der Leitstellenbereich Trier war die erste Region in Rheinland-Pfalz, in der das System „Region der Lebensretter“ zum Einsatz kam. Eingeführt wurde die App zunächst in der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg. Mittlerweile gibt es die App auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Wie man mit Mistelbefall an Streuobstbäumen umgehen kann

21.11.2025

Erfolgreiche Veranstaltungen im Rahmen des Projekts der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“

Misteln sind Pflanzen, die sich in Baumkronen einnisten und dort ausbreiten können. Bei starkem, langanhaltendem Befall können die Bäume absterben. Wie mit Misteln umgegangen werden kann, beleuchtete der kostenfreie Workshop „Mistelmanagement für Streuobstbesitzer:innen“, der im Rahmen des Streuobstprojektes der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung stattfand. 

Der Workshop wurde insgesamt zweimal angeboten – einmal für Gemeindemitarbeitende und einmal für alle Interessierten. „Wir haben von den Ortsgemeinden die Rückmeldung bekommen, dass ein Workshop für Mistelmanagement für ihre Gemeindemitarbeitenden sehr sinnvoll sei. Ich bin froh, dass wir das Angebot so schnell auf den Weg bringen konnten“, sagte Dr. Cornelia Pfabel, die das Projekt seitens der Unteren Naturschutzbehörde betreut.

Die Referentin Dr. Anna Röske erklärte den Teilnehmenden unter anderem den Lebenszyklus einer Mistel. „Dies ist selten Teil von Schnittkursen. Aber es ist wichtig die Mistel zu verstehen, um sie baumschonend entfernen zu können“, so die Referentin.

Pro Jahr wächst die Pflanze im Schnitt 5 bis 10 Zentimeter nach außen. Etwa 4 bis 5 Jahre nach dem Auskeimen bilden sich bei den weiblichen Pflanzen die Beeren. Auch innerhalb des Astes verbreitet sich die Mistel. Neben ihrem sogenannten „Primärsenker“, der sich unter der Rinde des Baumes entwickelt, bildet sie jedes Jahr ein weiterer Strang, aus dem die Pflanze neu keimen könnte. Das erschwert es, die Mistel vollständig zu entfernen.

Verbreitung durch Vögel

Grundsätzlich gilt: Ein schwacher Befall ist unkritisch für einen vitalen Baum. Ein starker und gesunder Baum ist auch in der Lage in den ersten beiden Jahren nach Auftreffen des Mistelsamens, diesen wieder abzustoßen bzw. zu umschließen. Verbreiten kann sich die Mistel ausschließlich mit Hilfe von Vögeln, die die weißen Beeren der weiblichen Pflanze fressen und damit die Samen verteilen.

Doch worauf kann man achten, um einen Mistelbefall zu verhindern? Zum einen ist es ratsam, verschiedene Sorten zu pflanzen, da einige Obstbäume wie beispielsweise die Kirsche kaum befallen werden. Auch muss die nähere Umgebung der Streuobstwiese betrachtet werden. Finden sich dort viele Bäume mit Mistelbefall, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung hoch.

Misteln entfernen

Grundsätzlich gilt: Alle Misteln müssen entfernt werden, da sie dem Baum Wasser, Stickstoffverbindungen und Minerale entziehen. Um eine Mistel baumschonend zu entfernen, sei es aber wichtig, mit Bedacht vorzugehen, so Röske. „Bei starkem Befall rate ich immer zu einer professionellen Beratung. Die Nachpflege ist dann nicht mehr so aufwendig und kann eigenständig durchgeführt werden“, so die zertifizierte FLL-Baumkontrolleurin und Obstbaumpflegerin.

Sind Bäume bereits sichtbar befallen, sollten im ersten Schritt auf jeden Fall die Misteln vor dem 1. Dezember entfernt werden, die bereits Beeren tragen. So kann eine Ausbreitung verhindert werden. Bei dem Entfernen der Mistel müssen die Grundsätze der Baumpflege eingehalten werden.

Weitere Informationen zum Streuobstprojekt finden sich online unter www.trier-saarburg.de/streuobstwiese/

Orange Days: Zeichen gegen Gewalt an Frauen

21.11.2025

Fahne wird am 25. November gehisst

Jede und jeder kann einen Beitrag leisten, um den öffentlichen Raum sicherer zu machen, Gewalt gegen Frauen zu verhindern und Betroffene zu unterstützen. Seitens des Kreises Trier-Saarburg werden während der weltweiten Orange Days vom 25. November bis 10. Dezember mit Aktionen Zeichen für Respekt, Gleichberechtigung und ein gewaltfreies Miteinander gesetzt. Zudem wird es lokale Angebote zur Information und Beratung geben.

So wird am 25. November – dem „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ – um 13.30 Uhr vor der Kreisverwaltung in Trier (Willy-Brandt-Platz 1) die orange Fahne gehisst – als Symbol der Solidarität mit allen von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen. Landrat Stefan Metzdorf lädt die Bürger:innen ein, daran teilzunehmen. „So zeigen wir: Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben – weder im privaten Umfeld noch im öffentlichen Raum“, so die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Angelika Mohr.

Ebenfalls am 25. November lädt der Infostand „NEIN zur Gewalt an Frauen“ in Trier in der Simeonstraße ab 10 Uhr zu Gesprächen und Austausch ein. Unter dem Aktionsmotto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ werden dort Plätzchen gegen eine Spende für das Trierer Frauenhaus ausgegeben.

Zum gleichen Motto beteiligen sich lokale Bäckereien in Trier sowie im Landkreis Trier-Saarburg an der Aktion des Regionalen Runden Tisches gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Während des Aktionszeitraums verkaufen die Betriebe ihre Brötchen in orangefarbenen Tüten, auf denen die Kontaktdaten des Frauenhauses und der Interventionsstelle aufgedruckt sind – ein sichtbares Zeichen, um auf Unterstützungs- und Hilfsangebote aufmerksam zu machen.

Begleitet werden die Orange Days von der bundesweiten Kampagne des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“. Im Mittelpunkt steht das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum. Das Hilfetelefon ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar unter 08000 116 016 sowie online unter www.hilfetelefon.de.

Darüber hinaus werden zu den Orange Days weitere Angebote gemacht. Dazu gehören am 25. November ein Wortgottesdienst „Den Frauen eine Stimme geben“ der Katholischen Frauengemeinschaft um 18 Uhr in der Pfarrkirche Pluwig sowie ein Vortrag des Bündnisses gegen Antifeminismus zu den Themen „Ursachen, Schutz und Strafverfolgung von Femiziden“ am 4. Dezember um 18 Uhr in der TUFA Trier (Anmeldung: info [at] buntes-trier [dot] org). Außerdem gibt es WenDo-Kurse des Frauennotrufs Trier. Ein Schnupperkurs wird am 27. November angeboten (Informationen und Anmeldung unter: „frau-und-beruf [at] palais-ev [dot] de).

Vernetzung in der Jugendarbeit: Einladung für Engagierte

18.11.2025

Die Kinder- und Jugendarbeit ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Um darüber den Austausch zu ermöglichen, lädt das Jugendamt des Landkreises Trier-Saarburg zu einem Vernetzungstreffen in die Jugendbildungswerkstatt des Kreises in Kell am See ein. Am 29. November (Samstag) soll es von 14 bis 18 Uhr darum gehen, welche Fragen und Themen die Enaggierten aus der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigen und was ihre Wünsche sind.

Die veränderten Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen, rechtlich Rahmenbedingungen sowie Transformationen im Ehrenamt – diese und andere Inhalte werden bei dem Treffen diskutiert. Außerdem wird es um die Fördermöglichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit gehen. Beispielhaft im Fokus steht das Projekt barrierefreies Baumhaus „Das Dorf in den Bäumen“ in Kell. Außerdem wird das Suchtpräventionsprogramm des Jugendschutzes und des Vereins die „Tür“ auf der Agenda stehen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Für Verpflegung ist gesorgt. Eine Anmeldung ist notwendig bis zum 24. November unter https://eveeno.com/342962533

Gesundheitsamt bietet Impfungen an

18.11.2025

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Trier-Saarburg bietet am Samstag, (22. November) von 10 bis 13 Uhr wieder Impfungen gegen Grippe und Corona an. Nach den Impf-Angeboten im Oktober ist dies eine weitere Möglichkeit, dass die Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg sich im Gesundheitsamt ohne Termin impfen lassen können.

Es ist keine Voranmeldung erforderlich. Wer die Impfung im Gesundheitsamt in der Paulinstraße 60 in Trier erhalten möchte, kann zwischen einer gleichzeitigen Verabreichung beider Impfungen oder einer Einzelimpfung wählen.

Die Corona-Impfung ist für Menschen über 60 Jahren, Menschen mit Grunderkrankungen und diejenigen, die engen Kontakt zu Immungeschwächten haben, vorgesehen.

Allerdings können nur Personen geimpft werden, die in den vergangenen zwölf Monaten keine Corona-Erkrankung hatten. Die Impfung ist kostenfrei.

Auch die Grippeimpfung wendet sich primär an die über 60jährigen, an Menschen mit Grunderkrankungen und an diejenigen, die im engen Kontakt zu Risikopersonen stehen. Da das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung diese Impfung nicht direkt mit den Krankenkassen abrechnen darf, müssen Bürgerinnen und Bürger, die die Grippe-Impfung erhalten, zunächst in finanzielle Vorlage gehen. Die Quittung kann anschließend bei der Krankenkasse eingereicht und von dort rückerstattet werden. Unter 60 Jahren kostet die Impfung 20 Euro, ab 60 Jahren 30 Euro.

Eine Impfung von Kindern ist im Gesundheitsamt nicht möglich.

Kinderschutz im digitalen Raum

18.11.2025

Netzwerkkonferenz nimmt sexualisierte Gewalt in den Blick / Medienkompetenz aufbauen

Kinder und Jugendliche bewegen sich in ihrem Alltag ständig im digitalen Raum – sei es beim Chatten, Teilen von Inhalten via Social Media oder Zocken von Online-Spielen. Das Internet bietet vielfältige Chancen und birgt gleichermaßen diverse Risiken. Eine der gravierendsten Gefahren ist die sexualisierte Gewalt. Dieses Thema hat die 17. Netzwerkkonferenz des lokalen Netzwerks „Gemeinsam für den Kinderschutz“ der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg in den Blick genommen.

„Fachliche Impulse und Vernetzung in der Region sind die Merkmale der Netzwerkkonferenz“, so Joachim Christmann, Geschäftsbereichsleiter der Kreisverwaltung, der die Teilnehmenden im Namen von Stadt und Kreis begrüßte. Er freue sich sehr, viele bekannte Gesichter zu sehen. Das zeige auch, dass die Veranstaltung in der Region mittlerweile fest etabliert sei.

Rund 220 Fachkräfte waren in diesem Jahr vor Ort. „Wir freuen uns über das große Interesse. Danke an alle, die sich bei der Veranstaltung einbringen“, so Christmann.

Handlungssicherheit stärken

Ziel der Veranstaltung war, fachliche Kenntnisse zu vertiefen, Kompetenzen zu stärken und dadurch mehr Handlungssicherheit im Umgang mit sexualisierter Gewalt – insbesondere im digitalen Raum – zu erlangen.
Dazu waren zwei Fachreferentinnen eingeladen. Jasmin Wahl von der Organisation jugenschutz.net stellte verschiedene Phänomene sexualisierter Gewalt im digitalen Raum vor. Dazu zählen unter anderem sexuelle Belästigung und so genannte Deepfakes – also manipulierte Medieninhalte, bei denen Alltagsdarstellungen sexualisiert werden. Wahl zeigte auch konkrete Hinweise von Heranwachsenden, in ihrer Präsentation, in denen sie ihre Erfahrungen beschreiben.

Katja Mayer von der EU-Initiative klicksafe stellte die Kontaktaufnahme mit Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Dabei erklärte sie Phänomene wie Cybergrooming und Sexting, in denen Täter:innen mit Heranwachsenden Kontakt suchen und Vertrauen aufbauen mit dem Ziel eines sexuellen Missbrauchs. Sie plädierte dafür, dass Kinder unterstützt werden müssen, ihre Medienkompetenz aufzubauen, ein Risikobewusstsein zu entwickeln und die Folgen besser abschätzen zu können. Hier sind Erziehungsberechtige, aber auch Bildungseinrichtungen und die Politik in der Pflicht.

Sicherheitseinstellungen überprüfen

Beide Vorträge stellten heraus, dass die digitale Welt für junge Menschen zum Alltag gehört – fast jedes zweite Kind bis 13 Jahre besitzt ein Smartphone. Gleichzeitig geben 71 Prozent der Eltern an, keine Sicherheitseinstellungen an den Geräten vorzunehmen. „Diese Zahlen sind besorgniserregend. Daher appellieren wir an alle Erziehungsberechtigten, die digitalen Geräte ihrer Kinder zu sichern. Es kann helfen sexualisierte Gewalt zu verhindern“, so die Netzwerkkoordinatorinnen der Stadt Trier, Elke Burchert, und des Kreises Trier-Saarburg, Lena Stamm und Mara Leick.

Nach dem fachlichen Input konnten die Teilnehmenden Angebote und Ideen bei einem Markt der Möglichkeiten kennenlernen. In Fachforen konnten die Fachkräfte zudem in einen direkten Austausch treten.

Weitere Informationen stellt die Stabsstelle Sozialplanung telefonisch (0651-715-468) oder per E-Mail an sozialplanung [at] trier-saarburg [dot] de zur Verfügung.

Beirat für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund tagt

17.11.2025

Der Beirat für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund wurde zu einer öffentlichen Sitzung einberufen für Dienstag, 18. November 2025, 18 Uhr, in den Besprechungsraum 421 der Kreisverwaltung Trier-Saarburg in Trier (Willy-Brandt-Platz 1). Ein Thema der Sitzung ist die Vorstellung und der Bericht der Beauftragten für Migration und Integration des Landkreises Trier-Saarburg, Avin Youssef.