Inklusive Arbeitsangebote vorgestellt

31.12.2025

Landrat Stefan Metzdorf besuchte Verein TAGA

Landrat Stefan Metzdorf hat sich gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftsförderung (WFG) über die inklusiven Arbeitsangebote der TAGA e. V. im Landkreis Trier-Saarburg informiert. Begleitet wurde er von Tim Lieser und David Dimmig von der WFG.

„Anderer Leistungsanbieter“

Im Rahmen des Besuchs machte die Delegation Station bei TAGA e. V. in Kenn– Teilhabe an Arbeit im Gut Avelsbach, einem seit 2023 anerkannten „anderen Leistungsanbieter“, der Menschen mit Werkstattstatus individuelle Arbeitsmöglichkeiten bietet. Vor Ort erhielten neben dem Landrat Verbandsbürgermeisterin Christiane Horsch (Verbandsgemeinde Schweich), Dr. Matthias Schwalbach (HWK Trier) sowie Richard Jutz und Volker Emmerich (TAGA) Einblicke in die Arbeitsschwerpunkte an den Standorten Avelsbach, Kenn und Mehring, darunter Weinbau, Garten- und Landschaftspflege, Gastronomie, Hauswirtschaft und die Backmanufaktur. Produkte aus den Arbeitsbereichen werden im Hofladen auf dem Gut Avelsbach in Trier, im Verkaufs-Café in Mehring sowie über ein Backmobil auf den Wochenmärkten in der Stadt Trier angeboten.

Der Landrat hob hervor, dass das Engagement des Vereins einen wertvollen Beitrag zur Teilhabe und zur Stärkung inklusiver Strukturen im Landkreis leistet.

Invasive Pflanzenart entwickelt sich zum Problem

31.12.2025

Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung informiert über die Stauden-Lupine

Die Stauden-Lupine ist eine invasive Pflanzenart, die sich in Europa stark ausbreitet und zum Problem entwickelt: Sie verdrängt heimische Grünland-Pflanzenarten, stellt für Nutztiere in der Landwirtschaft eine Vergiftungsgefahr dar und beeinflusst die Qualität von Heu. Auch im Kreis Trier-Saarburg ist sie an Straßenböschungen und auf viel genutzten Grünflächen immer häufiger zu finden. Um die Ausbreitung einzudämmen, ist es wichtig, früh zu handeln. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück hat hierzu ein Merkblatt erstellt.

Erkennen kann man Stauden-Lupinen zum Beispiel daran, dass die Blätter einen stabilen Stiel aufweisen, an dessen Spitze viele sternförmig wachsende Laubblätter in einer länglichen Form sitzen; die Blütenstände ähneln aus der Ferne denen eines Fingerhuts, können aber in verschiedenen Farben auftreten. Sie stehen aufrecht und bilden eine bis zu 50 Zentimeter lange Traube mit einzelnen Blüten, aus denen sich erbsenähnliche Hülsenfrüchte mit bis zu zwölf Samen entwickeln. Insgesamt ist eine Pflanze 60 bis 150 Zentimeter hoch.

Maßnahmen zur Eindämmung

Vereinzelt oder in Kleingruppen auftretende Exemplare sollten mit der vollständigen Wurzel ausgegraben werden. Um größere Bestände zu kontrollieren, sollten Grünflächen abgestimmt gemäht werden: Wird ab Ende Mai die erste Blüte der Pflanze abgemäht, so blüht die Pflanze ein zweites Mal im selben Jahr. Zu diesem Zeitpunkt sollte ein zweites Mal gemäht werden – noch vor Beginn der Samenreife, da unreif zu Boden gefallene Samen noch nachreifen können. Wenn die Blüten oder Samenstände stehen gelassen werden, verbreiten später die aus ihnen entstandenen Samen die Pflanze weiter, was dringend vermieden werden sollte. Beim Öffnen der trocknenden Hülsenfrüchte können die Samen bis zu sechs Meter weit ausgeschleudert werden. Zudem sollten Mähmaschinen kontrolliert werden, um Stauden-Lupinen nicht weiter zu verschleppen. Nutztiere dürfen nicht in den betroffenen Gebieten weiden, um eine Ausbreitung über die Nahrung oder das Fell der Tiere zu verhindern.

Insbesondere bei Biotop- oder Ausgleichsflächen müssen Eigentümer und Bewirtschafter ein besonderes Augenmerk haben. Hier sollte sich eng mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung abgestimmt werden. Weitere Informationen sind unter www.agrarumwelt.rlp.de unter der Rubrik „Fachinformationen“ zu finden.

Mehr als 100 Bildungseinrichtungen werden unterstützt

30.12.2025

Das Medienzentrum begleitet Schulen in der digitalen Entwicklung

Den Schulunterricht digital und gleichzeitig pädagogisch anspruchsvoll gestalten: Dabei unterstützt das Medienzentrum Trier (MZT) die Lehrerinnen und Lehrer aus dem Landkreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier mit seiner Expertise.

Das Medienzentrum ist eine gemeinsame Einrichtung des Landkreises und der Stadt Trier. Die Aufgaben des MZT sind vielfältig: Die Beratung der Schulen zu Nutzungs- und Ausstattungskonzepten, die Erarbeitung und Umsetzung neuer Unterrichtsangebote, Veranstaltungen zu digitaler Bildung, die Klärung von Fragen zu Urheber- und Datenschutzrecht gehören dazu.

KI-Angebote

Tablets im Unterricht gehören längst zur Grundausstattung der Bildungseinrichtungen im Kreis. Schülerinnen und Schüler lernen früh, damit sowie mit den weiteren digitalen Möglichkeiten umzugehen. Sowohl Chatbots als auch Online-Plattformen zum Streamen von Medien sind heute für sie Alltag. Möglichkeiten hierfür sind unter anderem die Plattform „Schulcampus“, auf welcher das Land Rheinland-Pfalz ein digitales Medienangebot für Schulen zur Verfügung stellt, sowie KI-Angebote, die zum Beispiel Gespräche mit historischen Persönlichkeiten simulieren, bei Übersetzungen helfen können oder auch komplexe Texte in Leichte Sprache umwandeln und so zum besseren Verständnis beitragen, was für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und geringeren Deutschkenntnissen wichtig sein kann.

Technologie und Pädagogik

Im Medienzentrum arbeiten abgeordnete Lehrkräfte, die sich im Schnittfeld aus Technologie, Didaktik und Pädagogik bewegen. Da sie selbst die Unterrichtspraxis kennen, können sie gemeinsam mit den Schulen individuelle Lösungen erarbeiten und Hürden, die in der praktischen Anwendung der Technik im Unterricht auftreten können, bereits im Voraus erkennen. Vier Lehrkräfte aus dem Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier arbeiten im MZT. Sie sind für insgesamt 100 Schulen in Stadt und Kreis zuständig. Zwei von ihnen widmen sich den 68 Schulen im Landkreis – darunter die Grundschulen, Förderschulen, weiterführende Schulen sowie die Berufsbildenden Schulen.

Wissensaustausch

Das Medienzentrum ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein kommunikativer Knotenpunkt für Menschen aus einer großen Bandbreite von Institutionen. Der Wissensaustausch zwischen Schulen in der Region, dem Bildungsministerium sowie dem Pädagogischen Landesinstitut wird hier in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Schulträgern – neben Kreis und Stadt sind das zum Beispiel die Verbandsgemeinden und freien Träger – gelebt. So können gemeinsam Methoden für die digitale Lehre praxisnah ausprobiert und weiterentwickelt werden. Denn junge Menschen müssen nicht nur medienkompetent, sondern auch kreativ sein, um mit digitalen Mitteln umgehen zu können. Die Fähigkeit, mit anderen zusammenzuarbeiten und das kritische Denken sind darüber hinaus gefragt. Dafür stellt das MZT unter anderem Lego Robotics-Sets, Virtual-Reality-Brillen, 3D-Drucker und weitere Technik zum Testen und zur Ausleihe für Schulklassen und Lehrkräfte bereit. Auch ein Telepräsenz-Roboter, der es Schülerinnen und Schülern – zum Beispiel bei einem Krankenhausaufenthalt – ermöglichen kann, in der Realität aus der Ferne am Unterricht teilzunehmen, ist Teil der Ausstattung. Gleichzeitig ist es notwendig, dass junge Menschen im Umgang mit digitalen Medien sensibilisiert und geschützt werden. Hier bietet das MZT auch Hilfe im Rahmen des Jugendmedienschutzes und in der Elternarbeit an.

Das MZT existiert seit den 70er Jahren und ist in der Hawstraße im Süden der Stadt Trier angesiedelt. Das Aufgabenspektrum wurde in Zusammenhang mit den Veränderungen in der Medienwelt ständig angepasst und bis zum heutigen Profil entwickelt. Weitere Informationen sind unter https://medienzentrum-trier.de/ zu finden.

Besondere Unterstützung für belastete Familien

16.12.2025

Frühe Hilfen leisten wichtigen Beitrag / Fachkräfte geben Einblick in ihre Arbeit

Wenn man Eltern wird, beginnt ein neuer Lebensabschnitt – eine Zeit, die von Vorfreude aber auch Ängsten und Unsicherheiten geprägt sein kann. Während der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes können die Angebote der sogenannten Frühen Hilfen eine echte Unterstützung für Eltern sein. Die Möglichkeiten sind vielfältig (siehe Infokasten). Für Familien, die eine außergewöhnliche Belastung erleben, gibt es eine Unterstützungsmöglichkeit in Form einer längerfristigen Begleitung im häuslichen Umfeld. Im Kreis engagieren sich zwei Fachkräfte in dieser besonderen Weise für die betroffenen Familien.

Die Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen Doris Weidlich und Andrea Hansen sind schon viele Jahre dabei: Ihre Aufgaben sind Familien im Alltag rund ums Baby zu unterstützen, sie bei Tiefpunkten zurück in den Alltag zu führen und ihnen ein offenes Ohr anzubieten. „Den typischen Arbeitsalltag im Bereich der Frühen Hilfen wiederzugeben ist eigentlich gar nicht möglich, denn jeder Tag ist unterschiedlich, jede Familie ist anders“, berichtet Doris Weidlich.

Beide waren vorher in der Kinderkrankenpflege tätig. „Die Arbeit mit Kindern macht uns Freude“, so Andrea Hansen. Beide könnten sowohl ihre Erfahrung als Fachkraft, aber auch als Mutter einbringen. „Wir lösen nicht die Probleme der Familie, aber es hilft bereits, jemanden an der Seite zu wissen, der einfach da ist und unterstützt, ohne zu bewerten“, betonen beide. Dabei sind die Fachkräfte regelmäßig bei den betroffenen Familien vor Ort – bis zu zehn Stunden pro Monat in der Zeit kurz vor der Geburt und hauptsächlich innerhalb des ersten Lebensjahres. „Wir sind Ansprechpartner für Sorgen und Ängste, sind gut vernetzt und helfen so weitere passende Hilfsangebote zu finden“, sagt Doris Weidlich.

Die Frühen Hilfen sind niedrigschwellige Hilfsangebote, die nicht in Zusammenhang mit den Unterstützungsmöglichkeiten des Jugendamtes stehen. Familien können diese freiwillig nutzen. „Teilweise wird unser Besuch zunächst als Kontrolle wahrgenommen. Das ändert sich aber, wenn wir länger mit den Familien zu tun haben und alle die positive Entwicklung wahrnehmen“, erklärt Doris Weidlich.

Vielfältige Belastungen

Die Gründe, weshalb Familien die Unterstützung in Anspruch nehmen, sind vielfältig: bei manchen folgt nach der Geburt eine Wochenbett-Depression, andere werden sehr jung Eltern und sind mit der Situation überfordert. Eine besondere Belastung entsteht auch, wenn ein Elternteil oder sogar das Kind selbst schwer erkrankt. So wie bei Familie Klein aus Saarburg.

Als ihre Tochter mit einem Herzfehler geboren wird und Operationen anstehen, merkt Laura Klein, wie herausfordernd der Alltag als Mutter eines kranken Kindes sein kann. Zwischen Intensivstation und Kardiologietermin sei ihre eigene Nachsorge zu kurz gekommen, erklärt sie. Auf das Angebot der Frühen Hilfen wurde sie von einem Kollegen aufmerksam gemacht. Dabei ist sie selbst Fachkraft im Sozialraumzentrum Saarburg. „Ich habe mich in der Region mit einem herzkranken Kind alleine gelassen gefühlt“, sagt sie. Ihre Tochter sei heute ein lebensfrohes junges Mädchen. Die Unterstützung von Doris Weidlich habe ihr in den schwierigen Monaten geholfen. Noch heute stünden beide in Kontakt.

Diese Dankbarkeit ist auch ein Grund für beide Fachkräfte ihre Arbeit fortzuführen. „Das positive Feedback ist für uns ein Zeichen, dass wir mit unserer Arbeit wirklich etwas bewirkt haben“, betont Andrea Hansen. „Wir versuchen für die Familien ein beständiger und verständnisvoller Begleiter zu sein. Eine konstante Bezugsperson, die sich Zeit nimmt und dem Menschen einen Rettungsanker auswirft, kann so viel wert sein“, erklärt sie.

Bundesstiftung ermöglicht Hilfen

Betroffenen Familien kann mit diesem besonderen Angebot geholfen werden. Möglich macht dies auch die Bundesstiftung Frühe Hilfen, die den Kreis finanziell unterstützt. Koordiniert werden die Frühen Hilfen von der Stabsstelle Sozialplanung der Kreisverwaltung. Weitere Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 0651-715-281 oder per E-Mail an sozialplanung [at] trier-saarburg [dot] de


Was sind Frühe Hilfen?
Frühe Hilfen sind kostenlose und vertrauliche Angebote für Familien mit Babys und Kleinkindern bis drei Jahre. Sie unterstützen Familien schon ab der Schwangerschaft. Sie sollen Eltern informieren, vernetzen, beraten und begleiten. Eine gute Übersicht bietet das Nationale Zentrum Frühe Hilfen. Unter www.elternsein.info können sich (werdende) Eltern ausführlich informieren. Zu den Angeboten im Kreis Trier-Saarburg zählen unter anderem die Schwangerschaftsberatung, Eltern-Kind-Gruppen oder offene Sprechstunden. Der Arbeitskreis Frühe Hilfen des Kreises und der Stadt Trier hat hierzu eine digitale Pinnwand eingerichtet, auf der alle regionalen Angebote übersichtlich präsentiert werden. Diese findet sich unter www.taskcards.de/#/board/cf762cac-6201-462e-bc50-6a060ac2dffa/view.

Foto: Doris Weidlich (r.) und Andrea Hansen (l.) trafen sich im Sommer zu einem gemeinsamen Austausch in der Kreisverwaltung.

Weitere Bäume im Kreis gepflanzt

29.12.2025

Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie Kohlenstoffdioxid (CO2) im Rahmen der Photosynthese aufnehmen. Bäume zu pflanzen ist daher ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Da der Kreis keine geeigneten Flächen dafür zur Verfügung hat, waren in diesem Jahr erneut alle 100 Ortsgemeinden und vier Städte aufgerufen, sich zu melden, wenn sie Bäume auf ihren Flächen pflanzen möchten. Der Kreis finanziert dies mit maximal 100 Euro pro Baum.

Insgesamt konnten so in diesem Jahr über 280 Bäume in elf Ortsgemeinden gepflanzt werden. Der Kreis hat hierfür rund 25.000 Euro ausgezahlt.

Ursprünglich wurde das Projekt mit dem Titel „150.000 Bäume für den Landkreis“ bereits 2019 vom Kreisausschuss beschlossen. Durch verschiedene Projektskizzen, Probleme bei der Suche nach Flächen sowie offene Finanzierungsfragen konnte die Umsetzung erst vor zwei Jahren starten.

Unter anderem in Trierweiler wurden Bäume im Rahmen des Projektes gepflanzt.
Foto: Renate Kluth

Kreisausschuss tagte zum Haushalt 2026

19.12.2025

Gleich in zwei Sitzungen im Dezember beschäftigte sich der Kreisausschuss mit dem Haushaltplan 2026. In einer lebhaften Debatte standen bei der letzten Sitzung vor allem die Teilhaushalte für die Bereiche Jugend und Soziales im Fokus, da diese rund 70 Prozent des gesamten Haushaltsvolumens ausmachen.

Jedes Jahr schlägt die Kreisverwaltung den politischen Gremien einen Haushalt vor. Während der Kreisausschuss bereits die inhaltliche Vorberatung übernimmt, muss der Kreishaushalt vom obersten Gremium – dem Kreistag – beschlossen werden. Der Beschluss soll in der kommenden Sitzung am 9. Januar 2026 gefasst werden.

Ein ausführlicher Bericht zum Kreishaushalt mit allen Eckdaten folgt daher Mitte Januar. Der Vorschlag kann im Bürgerinformationssystem unter https://buergerinfo.trier-saarburg.de/si0057.php?__ksinr=3376 eingesehen werden.

Keine Vorschläge eingegangen

Bürgerinnen und Bürger hatten bis Ende November die Möglichkeit, Vorschläge und Ideen zum Kreishaushalt 2026 einzureichen. Leider sind keine Vorschläge eingegangen.

Debatte um Bahnlinien

In der letzten Sitzung des Kreisausschusses wurde über das Bahnlinienangebot zwischen Trier und dem Rhein-Main-Gebiet debattiert. Dazu berichtete die Verwaltung aus der vergangenen Verbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord). Das Gremium bekräftigte seine Forderung, dass künftig dreimal täglich eine umsteigefreie Verbindung in beide Richtungen zwischen Trier und Frankfurt am Main angeboten werden solle.

Druckfrisch: Kreisjahrbuch erschienen

28.11.2025

Technik und Innovation zwischen Alltag  und Aufbruch ist Schwerpunktthema

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat das neue Jahrbuch 2026 veröffentlicht. Unter dem Titel „Technik und Innovation zwischen Alltag und Aufbruch“ widmet sich der Band der spannenden Frage, wie technische Neuerungen den Alltag prägen und gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen – heute und in der Vergangenheit.

Auf rund 340 Seiten nehmen die Autorinnen und Autoren die Leserschaft mit auf eine Reise durch die technische Kulturgeschichte der Region – von frühen landwirtschaftlichen Hilfsmitteln wie dem antiken vallus, über die Wassernutzung in der Antike, die Textilherstellung und den Aufbau städtischer Elektrizitätswerke bis hin zu moderner Landwirtschaft mit Biogasanlagen und Photovoltaik. Auch Themen wie die Computerisierung der Büroarbeit, die digitale Transformation der Verwaltung oder der Umgang mit Künstlicher Intelligenz finden ihren Platz. Neben dem Titelthema enthält das Jahrbuch vielfältige Beiträge zur Kultur und Geschichte des Landkreises – etwa zur fränkischen Archäologie in Schoden, zur Kartographiegeschichte rund um Rehlingen oder zur jüdischen Geschichte einzelner Gemeinden.

Mit einer Auflage von 2.500 Exemplaren und einem Verkaufspreis von 10 Euro ist das Jahrbuch ab sofort im Buchhandel sowie im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Trier-Saarburg erhältlich.

Sicherheit der Streuobstbäume prüfen

16.12.2025

Gemeindemitarbeitende wurden im Rahmen des Streuobstprojektes geschult

Streuobstbäume prägen die Landschaft im Kreis Trier-Saarburg. Um sie zu schützen und zu erhalten, wurde das Streuobstprojekt der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung ins Leben gerufen. Neben der richtigen Pflege ist es auch wichtig, die Bäume regelmäßig auf Schäden und eine mögliche Gefährdung zu überprüfen. Aus diesem Grund wurden im Rahmen des Projektes Gemeindemitarbeitende in einem einführenden Kurs über die sogenannte „Verkehrssicherheitsprüfung an Bäumen“ geschult.

Der Fachagrarwirt Eckhard Hustedt hat den 15 Teilnehmenden zunächst die Grundlagen erläutert. Wichtig sei, dass die Bäume regelmäßig in Augenschein genommen würden. Sollte ein Schaden sichtbar sein, müsse dieser schriftlich festgehalten werden. Hustedt empfiehlt in diesem Fall, einen Baumkontrolleur hinzuzuziehen. Dieser hat das nötige Werkzeug und die entsprechende Ausbildung, um den Schaden zu vermessen und zu bewerten.

Unter Schäden sind unter anderem baumfremder Bewuchs wie Pilze, Fäulnis oder Auffälligkeiten bei Laub und Rinde zu verstehen. Nicht alle Schäden führen dazu, dass der Baum absterben kann. Daher sind eine genauere Beobachtung und gegebenenfalls eine Abklärung sinnvoll. Wenn eine schwerwiegende Beschädigung festgestellt wird, die Auswirkungen auf die Stabilität des Baumes hat, ist es je nach Standort zudem notwendig, den Bereich großflächig abzusperren.

Wenn der Baum so massiv beschädigt ist, dass er eine Gefahr für Leib und Leben darstellt, müssten umgehend auch Feuerwehr und Ordnungsamt informiert werden, erklärte Hustedt.

Methoden in der Praxis testen

In dem Praxisteil untersuchten die Teilnehmenden sowohl Streuobst- als auch Laubbäume in Longuich. Unter Anleitung von Eckhard Hustedt übten die Gemeindemitarbeitenden die Abläufe, um mögliche Schäden feststellen zu können. „Wir sind froh, dass wir mit dem Streuobstprojekt auch einen Mehrwert für die Gemeinden im Kreis schaffen können“, sagte Dr. Cornelia Pfabel, die das Projekt seitens der Unteren Naturschutzbehörde betreut.

Das Streuobstprojekt startete bereits im Jahr 2021. Seitdem konnten in zwei Förderzeiträumen viele Eigentümer:innen von Streuobstwiesen gefördert werden. Die Stiftung hat ihnen zum Beispiel Baumschnitte finanziert, um die Pflege der Bäume zu unterstützen. Daneben wurden zahlreiche Kurse und Vorträge rund um die Streuobstwiese für Gemeindemitarbeitende und Interessierte angeboten. Weitere Infos finden sich unter www.trier-saarburg.de/streuobstwiese/

Dank und Anerkennung

Begleitet wird das Projekt von Anita Allmann, Hannah Schmitz und maßgeblich von Dr. Cornelia Pfabel, die die Kreisverwaltung mit Ablauf des Jahres verlassen wird. „Wir möchten ihr für ihr außergewöhnliches Engagement danken. Sie hat dieses Projekt und auch ihre weiteren Aufgaben mit so viel Leidenschaft und Energie vorangebracht. Sie hat das Streuobstprojekt zu einem echten Erfolg gemacht. Das zeigen auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden“, lobten ihre Kolleginnen und Kollegen.

Kinder- und Jugendarbeit im Kreis unterstützen

09.12.2025

Erfolgreiches Vernetzungstreffen in der Jugendbildungswerkstatt

Die Kinder- und Jugendarbeit leistet einen wichtigen Betrag zum Aufwachsen junger Menschen in unserem Landkreis – dabei tragen sowohl Menschen im Haupt- wie auch im Ehrenamt Verantwortung. Um hier eine Austauschplattform zu bieten, hat die Kreisjugendpflege zu einem Vernetzungstreffen am vergangenen Wochenende in die Jugendbildungswerkstatt Kell im See eingeladen.

Rund 25 Interessierte aus allen Verbandsgemeinden konnten sich vor Ort über verschiedene Angebote informieren und sich dabei auch untereinander austauschen. Mit dabei waren Vereine und Träger der Kinder- und Jugendarbeit in und um den Landkreis sowie die Jugendpflegestellen aus Konz, Ruwer, Trier-Land und Schweich.

Gerade die veränderten Bedingungen, in denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, bringen Herausforderungen mit sich. So geht es beispielsweise um den Umgang mit Mediennutzung bei Ausflügen oder Freizeiten. Aber auch die Öffentlichkeitsarbeit in den Sozialen Medien und Förderbedingungen sind drängende Themen für die Haupt- und Ehrenamtlichen.

Um Ideen und Denkanstöße mitzugeben, waren daher vier kurze Impulsvorträge geplant. Zunächst stellte Annette Hoff vom Verein Kreisjugendring Trier-Saarburg dessen Arbeit vor.

Der Kreisjugendring setzt sich stellvertretend für die Interessen der Jugend und der einzelnen Jugendverbände des Kreises ein. Außerdem bietet er eigene Aktionen für Jugendliche an, fördert jugendpolitische Bildung, sowie die Kommunikation der Jugendlichen und Jugendverbände untereinander.

Zwei Vertreterinnen des Vereins Die Tür e.V. hatten Informationen zu ihrem Präventionsprogramm mitgebracht, das von Vereinen und Trägern der Kinder- und Jugendarbeit kostenfrei genutzt werden kann. Zum einen geht es um die Jugendlichen selbst – insbesondere bei den Themen Alkohol, Vapes und Smartphone-Nutzung. Der Verein bietet aber auch Beratung und Schulungen für Jugendleiter:innen.

Im dritten Teil stellte Andreas Puschnig von der Erlebniswerkstatt Saar das Projekt „Dorf in den Bäumen“ vor. Durch eine Förderung des Kreises können hier Gruppen der Kinder- und Jugendarbeit zu günstigen Konditionen Projekttage verbringen.

Abschließend informierte die Kreisjugendpflegerin Julia Herrig über die Förderungsrichtlinie „Dezentrale Jugendarbeit und Jugendpolitik“, beantwortete Fragen und nahm Wünsche und Anregung für die Weiterentwicklung mit.

Im ungezwungenen Rahmen konnten viele neue Kontakte geknüpft, neue Erkenntnisse gewonnen und gemeinsam Ideen entwickelt werden. Das dient nicht nur der Wertschätzung der Ehrenamtlichen, sondern auch der kontinuierlichen Qualifizierung und Verbesserung der unzähligen und vielfältigen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit für alle jungen Menschen im Landkreis.

Kreishaushalt 2026: Beschluss im Januar

08.12.2025

Weitere Sitzung zur Vorberatung im Dezember geplant / Eckdaten und Investitionen diskutiert

Traditionell berät der Kreisausschuss in einer mehrstündigen Sitzung den Haushalt des Folgejahres, der dann kurz vor Weihnachten im Kreistag beschlossen wird. Nach über vierstündiger Beratung entschieden die Fraktionen in der vergangenen Sitzung aber, dass eine weitere Vorberatung nötig ist. Statt am 15. Dezember soll der Kreistag nun am 9. Januar das 2400 seitige Zahlenwerk verabschieden.

Über 390 Millionen Euro umfasst der geplante Kreishaushalt 2026. Damit steigen die Ausgaben im Vergleich zum laufenden Jahr um rund 20 Millionen Euro an. Auch im kommenden Jahr rechnet die Kreisverwaltung mit einem Haushaltsdefizit – geplant sind über 35 Millionen Euro Verlust für 2026.

Diese negativen Entwicklungen sind bundesweit spürbar. Landrat Stefan Metzdorf fasste dies in seiner Haushaltsrede zusammen: „251 der 294 Landkreise in Deutschland haben Probleme mit dem Haushaltsausgleich. In Rheinland-Pfalz rechnen 24 Landkreise mit einem Defizit. Die strukturelle Unterfinanzierung durch Bund und Land bleibt also auch in diesem Jahr eine Herausforderung.“ Die Kreisverwaltung erfülle Bundes- und Landesaufgaben, werde aber nicht entsprechend mit den finanziellen Mitteln ausgestattet, so Metzdorf.

Diskutiert haben die Kreisausschussmitglieder über die Eckdaten des Kreishaushaltes, die geplanten Investitionen sowie den Stellenplan 2026. Insbesondere der Bereich der Sozial- und Jugendhilfeausgaben steigt in den vergangenen Jahren immer weiter an. Grund hierfür sind unter anderem steigende Fallzahlen sowie höhere Personalkosten bei den Trägern der Jugend- und Sozialhilfe.

Investieren will der Kreis vor allem in Schulen, den Straßenbau sowie den Breitbandausbau. Insgesamt sind knapp 75 Millionen Euro hierfür vorgesehen.

Keine Vorschläge eingegangen

Bis Ende November konnten Bürgerinnen und Bürger Vorschläge zum Haushaltsentwurf für das kommende Jahr einreichen. Während der Kreisausschusssitzung teilte die Fachabteilung mit, dass leider keine Ideen eingereicht wurden.

Eine ausführliche Vorstellung der Haushaltszahlen findet sich online im Bürgerinformationssystem unter https://buergerinfo.trier-saarburg.de/si0057.php?__ksinr=3233