08.01.2026
Kreis und Verbandsgemeinden erhalten Förderung / Neue Bedarfspläne für den Bereich Feuerwehr
“Interkommunale Zusammenarbeit” (IKZ) ermöglicht es Landkreisen, Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz, in vielen Bereichen miteinander zu kooperieren. Die Landesregierung beteiligt sich finanziell an den Anlaufkosten von IKZ-Verbünden und unterstützt die Kommunen dabei, die interkommunale Zusammenarbeit auf- und auszubauen. Nach Abschluss der letzten Förderphase im Jahr 2025 hat Innenminister Michael Ebling kurz vor Weihnachten den Vertretern von 14 Kooperationsverbünden die Förderbescheide in Mainz übergeben. Der Kreis Trier-Saarburg erhält gemeinsam mit den sechs Verbandsgemeinden eine Förderung von rund 110.000 Euro für das Erstellen von abgestimmten Bedarfsplänen für Feuerwehr und Katastrophenschutz.
„Durch konstruktive Zusammenarbeit und den Austausch von Ressourcen und Wissen können Kommunen oft mehr erreichen als im Alleingang. Zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden hatte die Landesregierung deshalb beschlossen, die interkommunale Zusammenarbeit in Rheinland-Pfalz weiter auszubauen. Die Kommunen sollen sich dabei gemeinsam zukunftssicher aufstellen und ihre individuellen Identitäten bewahren“, erläuterte Innenminister Michael Ebling.
Das Projekt von Kreis und Verbandsgemeinden greift die aktuelle Gesetzeslage im Brand- und Katastrophenschutz auf. Danach werden Kommunen verpflichtet, einen sogenannten Feuerwehrbedarfsplan bzw. Katastrophenschutzbedarfsplan vorzuhalten und diesen alle fünf Jahre fortzuschreiben. Um Ressourcen und Synergien optimal zu nutzen, kooperieren der Kreis und die sechs Verbandsgemeinden.
„Im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes ist eine gute Vorbereitung immens wichtig. Alle Kommunen stehen hier vor großen Herausforderungen. Um diese zu meistern, gilt es die vorhandenen Kräfte zu bündeln und optimal aufeinander abzustimmen. Die Zusammenarbeit zwischen den Verbandsgemeinden und dem Kreis war schon immer ein wichtiger Grundpfeiler. Mit dieser Kooperation fügen wir einen weiteren Baustein hinzu. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den Wehrleitungen der Verbandsgemeinden, unseren Katastrophenschutzinspekteuren sowie allen Verwaltungsmitarbeitenden, die diese Kooperation mit Leben füllen“, lobte Landrat Stefan Metzdorf.
Landesweite Förderung
Insgesamt 122 Kommunen beteiligen sich bisher in 33 Kooperationsverbünden an der Pilotförderung. Für die Jahre 2025 und 2026 waren und sind jeweils fünf Millionen Euro im Landeshaushalt vorgesehen. Bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und im Innenministerium wurden außerdem verschiedene Beratungs- und Koordinierungsstellen etabliert, um die Kommunen individuell zu betreuen.
„Insgesamt haben wir bisher sehr gute Erfahrungen mit der Interkommunalen Zusammenarbeit gemacht und möchten die Kommunen auch künftig bei der Realisierung ihrer IKZ-Projekte unterstützen. Unsere Förderung und die Jahrestagung „Interkommunale Zusammenarbeit“ wurden von den Kommunen sehr positiv aufgenommen. Ich bin mir sicher, dass diese Kooperationen weiterhin ein Vorbild für viele Kommunen bei uns im Land sein werden“, betonte Minister Ebling.



