Kreis und Brüderkrankenhaus Trier kooperieren beim Ärztenachwuchs

20.02.2026

Medizinstudierende sollen für die Region gewonnen werden

Ob Klinikum, Fachärzte oder Hausärzte – schon heute ist im Landkreis Trier-Saarburg und in der Region Trier der Mangel an ärztlichen Nachwuchs spürbar. Neben vielen anderen Maßnahmen, wie beispielsweise dem Peter-Friedhofen-Stipendium des Brüderkrankenhauses Trier, bietet nun auch der Landkreis Trier-Saarburg mit einem Hausarztstipendium Medizinstudierenden ein attraktives Angebot, ihr Studium zu finanzieren und gleichzeitig eine gesicherte Zukunftsperspektive zu erhalten.

Bei der Suche, Betreuung und der Begleitung der Studierenden während der Laufzeit des Stipendiums arbeiten das Brüderkrankenhaus Trier und der Landkreis Trier-Saarburg künftig zusammen. „Beide Partner verfolgen das gleiche Ziel: die ärztliche Versorgung in unserer Region nachhaltig zu sichern und zu verbessern. Während das Brüderkrankenhaus Trier dabei Ärzte für den Klinikbetrieb im Blick hat, wollen wir ein attraktives Angebot für angehende Allgemeinmediziner schaffen“, so Landrat Stefan Metzdorf anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Der Vorsitzende des Direktoriums des Brüderkrankenhauses, Markus Leineweber, ergänzt: „Durch die Kooperation können wir unseren Studierenden ein noch breites Angebot machen, auch bei Praktika und Hospitationen. So sehen wir in dieser Kooperation einen Gewinn für beide Partner“.

Schon seit Jahren gibt es eine Kooperation zwischen dem Brüderkrankenhaus Trier und dem Kreiskrankenhaus Saarburg. „Die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit hat es uns leichtgemacht, auch in diesem Bereich eine Zusammenarbeit zu vereinbaren“, so Metzdorf und Leineweber.

Das Peter-Friedhofen-Stipendium des Brüderkrankenhauses richtet sich an Medizinstudierende, die während der letzten 24 Monate Ihres Studiums (inklusive des Praktischen Jahres) eine monatliche Unterstützung von 500 Euro erhalten und hierfür eine Famulatur und das Praktische Jahr im Brüderkrankenhaus ableisten. Betreut und begleitet werden die angehenden Ärzte von Tanja Bormann, die von einer bisher durchweg positiven Nachfrage berichten kann.

Um junge Menschen zu motivieren, als Allgemeinmedizinerin und –mediziner im Landkreis Trier-Saarburg zu arbeiten, bietet der Kreis ein Stipendium von monatlich 700 Euro ab dem 5. Semester an, längstens vier Jahre. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, eine Ausbildung zum Allgemeinmediziner im Landkreis aufzunehmen und mindestens sieben Jahre in einer Hausarztpraxis im Kreis zu arbeiten. Starten soll dieses Stipendium mit dem kommenden Semester, Bewerbungen sind in beiden Fällen ab sofort möglich.

Beim Landkreis hat Barbara Erschens die Aufgabe übernommen, das Stipendienprogramm zu begleiten. Darüber hinaus soll sie aber auch in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigung Ansprechpartnerin sein, um z.B. bei der Suche von Praxisnachfolgen zu unterstützen und Hilfen verschiedenster Art zu leisten oder zu koordinieren.

Leineweber und Metzdorf betonen, dass die Kooperation ein gemeinsames Ziel hat: Nachwuchsärzte für die Region und den Landkreis frühzeitig zu finden und zu binden. „Ob dies dann als Klinikarzt, Facharzt oder Hausarzt geschieht – wichtig ist, dass wir gemeinsam an einer nachhaltigen Sicherung der ärztlichen Versorgung arbeiten“.

Kreis und Brüderkrankenhaus Trier kooperieren beim Ärztenachwuchs