13. April 2026
Familie Gutwin in Wincheringen hat die Förderung erhalten / Online-Antrag
Familie Gutwin in Wincheringen in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell hat die 300. Förderung für ein Balkonkraftwerk vom Kreis Trier-Saarburg bekommen. 150 Euro Zuschuss können bei der Kreisverwaltung für eine neue Installation als Förderung beantragt werden. Die kleine Anlage für Solarstrom ist für verschiedene Wohnsituationen – ob Eigentum oder Mietobjekt – geeignet. Sie spart langfristig Geld bei steigenden Energiekosten und unterstützt als nachhaltige Energiequelle den Klimaschutz.
Für die vierköpfige Familie in Wincheringen war die Bezuschussung ein Glücksfall, der zusätzlich neue gestalterische Möglichkeiten eröffnete. Anlass dafür, das Kraftwerk anzubringen, war der Anbau auf die Garage. Das Balkonkraftwerk selbst besteht aus vier Modulen für Photovoltaik, welche nun Teil der Fassade sind.
„Das Kraftwerk entfaltet das Potenzial der Hauswand hervorragend, da es in Richtung Osten gerichtet und jeden Vormittag der Sonne ausgesetzt ist“, so Hauseigentümer Alexander Gutwin.
Handy-App zeigt den Nutzen an
„Wir haben den Hinweis auf die Förderung in den Kreisnachrichten gelesen und uns informiert. Dann ging alles sehr schnell“, erinnert sich Viktoria Gutwin an die unbürokratische Antragstellung. „Wir nutzen für die energetische Versorgung unseres Hauses eine Wärmepumpe und haben insgesamt weitgehend auf Elektrik umgestellt. Auch mit dem Auto sind wir so unterwegs. Insgesamt profitieren wir mit bis zu drei Prozent unseres gesamten Verbrauchs von dem Balkonkraftwerk, was die Handy-App des Wechselrichters anzeigen kann. “
„Auch für Mieterinnen und Mieter ist ein Balkonkraftwerk eine gute Option, um zusätzlichen Strom zu beziehen“, erklärt Paul Lippl, einer der beiden Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung. Im Rahmen der Vorgaben können Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden, wo genau das Kraftwerk angebracht wird – beispielsweise am Gartenhaus, dem Balkon, dem Dach oder einfach auf der Wiese im Garten. Solange die Anlage an den Hausstrom angeschlossen werden kann, ist alles möglich. Mit einem Wechselrichter kann der Strom von den Solarmodulen für den Hausstrom verwendet werden.
600 Förderungen sind vorgesehen
Das im Herbst 2025 gestartete Förderprogramm des Kreises speist sich aus dem Kommunalen Investitionsprogram Klimaschutz und Innovation (KIPKI). Insgesamt sind 600 Förderungen von Balkonkraftwerken zu jeweils 150 Euro vorgesehen, was einem Gesamtfördertopf von 90.000 Euro entspricht.
Aus rund 80 der insgesamt 104 Kommunen im Landkreis sind inzwischen Anträge auf Bezuschussung beim Klimaschutzmanagement der Kreisverwaltung eingegangen. „Die bisher geförderten Balkonkraftwerke haben zusammen bereits eine Leistung von über 400 Kilowatt“, sagt Klimaschutzmanagerin Mira Hansch. Die Förderung wirke sich im Kreis auf den Zuwachs von Balkonkraftwerken aus, erklärt sie weiter. Die Rate von Einrichtung solcher Anlagen im Privatbereich im Landkreis habe zwischen September 2025 und Februar 2026 bei 18,5 Prozent gelegen. In Rheinland-Pfalz insgesamt liege der Anteil dagegen bei „nur“ 8,9 Prozent.
Die Richtlinie für die Förderung eines Balkonkraftwerkes ist auf der Webseite der Kreisverwaltung unter www.trier-saarburg.de/balkonkraftwerke/ nachzulesen. Hier steht auch der Online-Antrag zur Verfügung. Weitere Fragen können per Mail an klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de sowie telefonisch unter 0651/715-16112 oder -16113 geklärt werden.
Bildunterzeile: Familie Gutwin und Paul Lippl (r.) vom Klimaschutzmanagement des Kreises präsentieren das bezuschusste Balkonkraftwerk. Die vier schwarzen Module sind Teil der Fassade.



