Interkommunales Großprojekt feiert Richtfest

29.05.2026

Nächster Meilenstein für Neubau der Trierer Feuerwache mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle

503 Tage nach der Grundsteinlegung konnte an der Großbaustelle gegenüber den Kaiserthermen in Trier der nächste Meilenstein gefeiert werden: Das Richtfest der Hauptfeuerwache Trier mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle markiert die Fertigstellung des Rohbaus. Der neue rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder nutzte diesen besonderen Anlass für seinen ersten Besuch auf der Baustelle. Dort übergab er die Förderbescheide des Landes an Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Landrat Stefan Metzdorf sowie die Landrätin und Landräte der weiteren beteiligten Kommunen.

„Dieses Gebäude ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger investieren“, betonte der Ministerpräsident. Das Richtfest sei nun ein Moment des Dankes und der Zuversicht. Er danke den Menschen, die sich für andere einsetzen und allen, die an der Planung und Umsetzung dieses Projektes beteiligt sind.
DIesen Dankesworten schlossen sich auch die weiteren Redner an. Landrat Stefan Metzdorf, der als Leiter der Rettungsdienstbehörde stellvertretend für alle beteiligten Landkreise sprach, und Oberbürgermeister Wolfram Leibe, betonten dabei die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit. „Hier entsteht ein gemeinsames Dach für Sicherheit in der Stadt und der gesamten Region. Denn diese Sicherheit endet nicht an kommunalen Grenzen und darf auch nicht an Zuständigkeiten scheitern“, sagte Metzdorf.

Der neue Gebäudekomplex sei kein Luxus, sondern die notwendige Grundlage dafür, dass Gefahrenabwehr, Rettungsdienst und Leitstelle auch in Extremsituationen leistungsfähig blieben. Landrat Metzdorf dankte in diesem Zusammenhang insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Leitstelle, den Einsatzkräften der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen für deren wertvolle Arbeit. „Gute Arbeit braucht gute Technik, gute Räumlichkeiten und klare Strukturen“, so Metzdorf. Deshalb wolle man mit diesem Projekt die besten Rahmenbedingungen schaffen.

Leitstelle erhält mehr Arbeitsplätze

Die künftige Integrierte Leitstelle wird beispielsweise 20 Arbeitsplätze haben, die bei Bedarf besetzt werden können. Derzeit sind es 10 Plätze. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass die Integrierte Leistelle mittlerweile für 614.000 Menschen zuständig ist. Zu dem Rettungsdienstbereich zählen neben der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg auch der Eifelkreis Bitburg-Prüm, der Vulkaneifelkreis sowie die Kreise Bernkastel-Wittlich und Birkenfeld. Bei der Integrierten Leitstelle kommen die Notrufe aus all diesen Kommunen an.

Die Stadt, das Land Rheinland-Pfalz und die beteiligten Landkreise investieren insgesamt rund 140 Millionen Euro in das Großprojekt. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.

Foto: Ministerpräsident Gordon Schnieder (4.v.r.), Oberbürgermeister Wolfram Leibe (5.v.r.), Landrat Stefan Metzdorf (6.v.r.) sowie die weiteren Verantwortlichen präsentierten den traditionellen Richtkranz.

Interkommunales Großprojekt feiert Richtfest