08.07.2026
600 Teilnehmende aus den Jugendfeuerwehren machten begeistert mit / Nachwuchsgewinnung
Der Waldweg mündete in eine riesige Wiese mit Zelten ringsum. Jugendliche und Kinder hatten es sich in Pavillons gemütlich gemacht. Für rund 600 junge Feuerwehr-Begeisterte war in der vergangenen Woche das Zeltlager vom Kreisjugendfeuerwehrverband Trier-Saarburg im gastgebenden Gusenburg aufgebaut. Aus dem Landkreis waren 33 Jugendfeuerwehren vertreten. Auch eine große Gastgruppe aus Polen und das Jugendrotkreuz aus Schweich waren dabei. Der Kreisjugendfeuerwehrverband und der Förderverein der Feuerwehr Gusenburg richteten das Zeltlager gemeinsam aus.
Die 10- bis 18-jährigen Teilnehmer:innen konnten hier viel erleben. Neun Tage lang gab es Workshops und Feuerwehr-Trainings für sie. Bei rund 1.000 Plätzen in den Workshops hatte jedes Mitglied der Jugendfeuerwehren die Möglichkeit, an zwei solcher Veranstaltungen teilzunehmen.
Außerhalb des Zeltplatzes ging es noch weiter: Übungs- und Prüfungsplätze befanden sich auf Wiesenflächen. Auch die Lagerleitung hatte ihr eigenes Büro am Sportplatz. In einem Container mitsamt technischer Ausstattung war Valeska Finger vor Ort, Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes. Neben den Angeboten auf dem Zeltplatz gehöre auch ein Schwimmtag und eine Wanderrallye zum Programm, erläuterte sie.
Das besondere Erlebnis bei der Jugendfeuerwehr sei die strukturierte Vorgehensweise, so Valeska Finger, „wie in der aktiven Feuerwehr, wo Erwachsene tatsächliche Einsätze durchführen, erfolgt die Aufstellung in Reih‘ und Glied – dann gibt es den Einsatzbefehl und erst anschließend wird der Auftrag ausgeführt. So lernen die jungen Mitglieder den Ablauf von Anfang an kennen.“
Höchstes Abzeichen erworben
Im Zeltlager konnten die Kinder und Jugendlichen auch das höchste Abzeichen in der Jugendfeuerwehr erwerben: die Leistungsspange. In der Regel absolvieren die älteren Jugendlichen die dafür erforderlichen Prüfungen, denn die Leistungen bereiten auch auf die aktive Feuerwehr vor. Zu den Prüfungen, die gemeinsam als Gruppe bestanden werden mussten, gehörte es zum Beispiel, einen Löschangriff aufzubauen. Zu den weiteren Aufgaben zählten ein Staffellauf in einer maximalen Zeit, die Beantwortung von Wissensfragen und vieles mehr.
Bambinis konnten schnuppern
Das Zeltlager spielt eine Rolle bei der Gewinnung von Nachwuchs für die Feuerwehren im Kreis. So konnten auch die Bambini-Feuerwehren bei einem Besuch in Gusenburg erfahren, was die Jugendfeuerwehr bietet. Die Bambinis sind sechs bis zehn Jahre alt.
Eine Herausforderung beim Zeltlager war dieses Jahr die Hitze. So war es Glück, dass die lokal gesponserte Ausstattung schattenspendende Fischerhüte beinhaltete. Wegen der Temperaturen wurde die Eröffnungsveranstaltung außerdem auf den späteren Abend verlegt und das Zeremoniell auf das Nötigste begrenzt.
Organisiert wird das neuntägige Zeltlager ehrenamtlich vom Kreisjugendfeuerwehrverband – und das alle zwei Jahre – in Kooperation mit einer lokalen Feuerwehr und Dorfgemeinschaft als Gastgeber. Der logistische Aufwand ist groß. Das beginnt schon im Vorfeld bei der Suche nach einem passenden Zeltplatz in der entsprechenden Größe und endet bei den vielfältigen Tätigkeiten vor und hinter den Kulissen, die notwendig sind, um das Zeltlager mit hunderten von Teilnehmer:innen sowie den Betreuer:innen reibungslos und sicher durchführen zu können.
Foto: Gemeinsam einen Löschangriff aufzubauen, war Teil der Prüfungen für die Jugendlichen, um die Leistungsspange zu erhalten.



