Einsatzunterstützung bei schweren Waldbränden

31.07.2026

Landkreis setzt neuen Alarm- und Einsatzplan in Kraft

Waldbrände stellen im Kreis Trier‑Saarburg ein besonders Risiko dar, da die Region durch eine dichte Waldlandschaft geprägt ist. In Phasen von Hitze und Dürre verschärft sich die Gefahr, weil das Entflammen und die rasche Ausbreitung von Bränden begünstigt werden. Um Einsatzkräfte bei der Bewältigung größerer Waldbrände wirksam zu unterstützen, sind umfassende Informationen zu örtlichen Gegebenheiten, Ressourcen und klar strukturierte Handlungsoptionen unerlässlich.

Anfang Juli hat der Kreis Trier-Saarburg dazu den neu aufgestellten Alarm‑ und Einsatzplan (AEP) Waldbrand in Kraft gesetzt. Der Plan wurde innerhalb eines Jahres in enger Abstimmung mit allen Verbandsgemeinden und der Forstverwaltung entwickelt.

Wichtige Informationen für Einsatzkräfte

Darin werden unter anderem Forstzuständigkeiten und Forstreviere erfasst sowie die Erreichbarkeit der jeweiligen Revierleitungen visualisiert. Mehrere Bereitstellungsräume und Wasserentnahmestellen für die Einsatzkräfte werden identifiziert, beschrieben und gelistet. Zusätzlich erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme der im Landkreis vorhandenen schützenswerten Infrastruktur, der Munitionsbelastung und potenzieller Verdachtsflächen.

Der AEP Waldbrand enthält darüber hinaus detaillierte Informationen zu Spezialressourcen wie Hubschraubern oder Forstgeräten, Hinweise zur Einsatztaktik, zur Bevölkerungswarnung und zu Evakuierungsmaßnahmen.

„Gerade in Zeiten von Hitze und Dürre ist eine schnelle, koordinierte Reaktion entscheidend, um Menschen, Natur und Infrastruktur zu schützen. Mit dem neuen Alarm- und Einsatzplan liefert der Kreis eine wertvolle Basis für die Bekämpfung katastrophaler Waldbrände“, betonte Landrat Stefan Metzdorf.

Der neue AEP Waldbrand ergänzt dabei Waldbrandeinsatzpläne der Verbandsgemeinden, die in eigener Zuständigkeit bei kleineren Waldbränden herangezogen werden. Er unterstützt die Führungsstaffeln und Wehrleitungen der Verbandsgemeinden, die Technische Einsatzleitung des Kreises sowie den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur bei der Informationsgewinnung. „Das Ziel ist die Unterstützung einer einheitlichen, abgestimmten und wirkungsvollen Einsatzführung auf allen Führungsebenen“, so der Landrat.

Übungen geplant

Bei künftigen Waldbrandübungen dient der neue AEP ebenfalls als Grundlage. Das Dokument soll in Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden fortlaufend weiterentwickelt werden.

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