04.08.2026
Großer Zuspruch bei Billies-Aktionstagen im Kreis
Wenn ein Elternteil psychisch erkrankt oder suchtkrank ist, leiden häufig auch die Kinder unter der Situation und sind besonderen emotionalen Belastungen ausgesetzt. Helfen soll ihnen die einfühlsame Figur Billie, die Kindern Orientierung gibt, wenn sie sich Sorgen machen. Mit insgesamt vier Billie-Aktionstagen im Kreis, macht der Arbeitskreis Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern (KipskE) der Stadt Trier und des Kreises Trier-Saarburg auf regionale Unterstützungsangebote aufmerksam.
Bei Lese- und Bastelangeboten konnten sich die Kinder spielerisch mit ihren eigenen Gefühlen beschäftigen und auf kreative Art lernen, ihre eigenen Ressourcen zu stärken. Die gelbe Figur Billie hat sie dabei begleitet. Eine wichtige Botschaft: Billie ermutigt die Kinder dazu, das Gespräch zu suchen, wenn Sorgen sie belasten und hilft dabei den passenden Gesprächspartner zu finden.
Über 100 Kinder haben mitgemacht
Die Aktionstage in Saarburg waren ein echter Erfolg: Insgesamt haben über 100 Kinder teilgenommen. In der Erlebnisbücherei Saarburg konnten sie Billie kennenlernen und zu seinem Lieblingsbuch befragen. Die im Anschluss gebastelten Stressbälle und Pflanzstäbchen konnten sie mit nach Hause nehmen. Eine ähnliche Aktion fand im Rahmen der Ferienfreizeit des Mehrgenerationenhauses in Saarburg statt.
Mitte August ist ein weiterer Mitmachtag in Hermeskeil geplant. Auch hier haben sich bereits viele Kinder angemeldet.
Aktion „Wir sind Millionen“
Die Billie-Broschüre ist ein Ergebnis der Kampagne „Wir sind Millionen“, die auf die Situation betroffener Familien aufmerksam gemacht hat. Darin finden sich zahlreiche regionale Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern.
Die Stabsstelle Sozialplanung der Kreisverwaltung ist federführend im Arbeitskreis Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern engagiert. Dies ist im Kreis ein wichtiges Anliegen, denn rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland im Verlauf eines Jahres mit einer psychischen oder Suchterkrankung eines Elternteils konfrontiert – oft mit lebenslangen Folgen für die eigene psychische Gesundheit und ihren Bildungserfolg.
Weitere Informationen erhalten Interessierte von der Stabsstelle Sozialplanung der Kreisverwaltung Trier-Saarburg telefonisch unter 0651-715-16671 oder per E-Mail an sozialplanung [at] trier-saarburg [dot] de



