Seit 20 Jahren gelebte Menschlichkeit und Teilhabe

21.08.2026

Demenzzentrum feierte Jubiläum / Verlässliche Partnerschaft für den Kreis und die Region

Mit rund 200 geladenen Gästen feierte das Demenzzentrum Trier sein 20-jähriges Bestehen im vollbesetzten Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses Trier. Durch das Programm führten Uschi Wihr – seit dem Aufbau des Demenzzentrums im Jahr 2006 mit dabei und heute pädagogische Leiterin und Prof. Dr. Matthias Maschke – erster Vorsitzender des Vereins und Chefarzt der Neurologie im Brüderkrankenhaus mit Fachwissen, Humor und viel Empathie.

Für einen Gänsehautmoment sorgte bereits der Auftakt: Rund 30 Menschen mit und ohne Demenz zogen gemeinsam als Chor des Demenzzentrums mit einem Friedenslied durch den Saal ein. Unter der Leitung von Friederike Schwemmlein setzte der Chor auch im weiteren Verlauf immer wieder emotionale Akzente. Musikalisch begleitet wurde er von ehrenamtlich Engagierten des Demenzzentrums und Tenor Thomas Kiessling.

Grußworte sprachen Malu Dreyer, Ministerpräsidentin a. D. von Rheinland- Pfalz, Staatssekretärin Kathrin Anklam- Trapp, Triers Bürgermeisterin Britta Weizenegger. Für den Landkreis nahm Kreisbeigeordnete Iris Molter-Abel an dem Jubiläumsfest teil. Die Arbeit mit von Demenz betroffenen Menschen gewinne angesichts des demografischen Wandels immer weiter an Bedeutung. Für den Kreis und die Region sei die Zusammenarbeit mit dem Demenzzentrum dabei ein fester und verlässlicher Baustein. Die vergangenen zwei Jahrzehnte würden daher für kontinuierliches Engagement, hohe Fachkompetenz und verlässliche Partnerschaft stehen, würdigte die Kreisbeigeordnete die Arbeit des Demenzzentrums.

Eine Diashow zeigte die Entwicklung der Einrichtung und die Vielfalt seiner Arbeit: von der Kinder- und Jugendarbeit, für die das Demenzzentrum mit dem Brückenpreis des Landes Rheinland- Pfalz ausgezeichnet wurde, über Urlaubsfahrten für Paare bis hin zu Wanderungen, Museumsbesuchen, dem „Fischers Maathes Buchclub“ und vielfältigen Sportangeboten. An den Wanderungen nehmen regelmäßig 50 bis 70 Menschen teil. Auch ein Projekt mit dem Deutschen Olympischen Sportbund gehört zum Angebot. Das Demenzzentrum hat außerdem den Landespreis für beispielhafte Beschäftigung erhalten.

Heute engagieren sich rund 70 Ehrenamtliche im Demenzzentrum. Unterstützt wird die Arbeit zudem von zahlreichen Spenderinnen und Spendern, darunter die Herbert und Veronika Reh Stiftung, der Rotary Club oder der Olewiger Charity-Run e. V.


Den emotionalen Schlusspunkt setzte erneut der Chor mit einer leicht abgewandelten Version des Hildegard-Knef- Liedes: „Für uns soll’s rote Rosen regnen.“ Und tatsächlich regnete es rote Rosen. Ein bewegender Abschluss für ein Jubiläum, das 20 Jahre gelebte Menschlichkeit, Teilhabe und Engagement deutlich machte.

Foto: An der Jubiläumsfeier nahmen auch die Kreisbeigeordnete Iris Molter-Abel (2.v.l.) sowie die Bürgermeisterin der Stadt Trier, Britta Weizenegger (1.v.l.) teil.

Seit 20 Jahren gelebte Menschlichkeit und Teilhabe