Große Entwicklungen im Katastrophenschutz im Kreis

26.08.2026

Über 6 Millionen Euro für Fahrzeuge und Ausrüstung / Landrat lobt gute Zusammenarbeit

Die Flutkatastrophe vor gut fünf Jahren, die auch Teile des Kreises Trier-Saarburg betroffen hat, hat deutlich gezeigt, wie wichtig ein gut ausgerüsteter Katastrophenschutz ist. Im Kreis wurde vor diesem Hintergrund viel bewegt: neue Fahrzeuge und Ausrüstung, aber auch die Verbesserung der Infrastruktur sowie erneuerte Konzepte tragen zu einer positiven Entwicklung bei. Bei einem Pressetermin im Kreishaus stellten Landrat Stefan Metzdorf, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Kreises, Thorsten Petry, sein Stellvertreter Frank Rohde sowie Vertreter der Fachabteilung der Kreisverwaltung die bereits erreichten Verbesserungen vor.

Über 6 Millionen Euro sind für Fahrzeuge und Ausrüstung seit dem Sommer 2021 bereitgestellt worden. „Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst. Es war mir schon unmittelbar nach meinem Amtsantritt ein wichtiges Anliegen, den Katastrophenschutz im Kreis weiterzuentwickeln“, so Metzdorf. Unter anderem wurden drei neue Löschgruppenfahrzeuge (LF20 KatS) in Dienst gestellt. Hinzu kommen ein Wechselladerfahrzeug und vielfältige Abrollbehälter beispielsweise für Logistik, Tank oder eine mobile Sandsackfüllanlage. „Es werden weitere neue Fahrzeuge dazukommen. Teilweise werden bestehende Fahrzeuge ersetzt – wie zum Beispiel die Einsatzleitwagen des Gefahrstoffzuges und der Technischen Einsatzleitung“, erklärte der Landrat.

Auch taktisch wurde viel getan. „Wir planen mit unseren Einheiten jetzt in drei Planbereichen, in denen jeweils zwei Verbandsgemeinden kooperieren. Dadurch erreichen wir eine Redundanz, die uns bei Einsatzlagen hilfreich sein kann“, beschreibt Thorsten Petry den Grundgedanken. Fachleute der Kreisverwaltung überarbeiten zudem zahlreiche Alarm- und Einsatzpläne in Abstimmung mit dem BKI und den Verbandsgemeinden. So wurde das Vorgehen beispielsweise bei der Warnung der Bevölkerung oder bei dem Thema Waldbrand weiterentwickelt.

Führungs- und Lagezentrum im Bau

„Es wird das modernste Führungs- und Lagezentrum (FLZ) in ganz Rheinland-Pfalz“, beschreibt Landrat Metzdorf die derzeit laufenden Bauarbeiten im Kreishaus in Trier. Denn auch die Infrastruktur sei ein wichtiger Baustein für einen gut funktionierenden Katastrophenschutz.

Dafür investiert der Kreis einen niedrigen siebenstelligen Betrag. Die Vorteile sind, dass das FLZ baulich fest eingerichtet und vollständig ausgestattet ist. Dadurch können die Einsatzkräfte schneller reagieren und ans Arbeiten kommen. „Im Katastrophenschutz gilt es vor der Lage zu sein. Da kann jede Minute entscheiden“, sagt Landrat Metzdorf. Das Herzstück sei die neue Software, erklärt Thorsten Petry: „Die Software dient der gezielten Führung, lückenlosen Dokumentation und reibungslosen Abwicklung aller Einsätze im Kreis. Während die Verbandsgemeinden ihre örtlichen Einsätze direkt darüber steuern, behält der Landkreis bei Großschadenslagen jederzeit den Gesamtüberblick. Wir können den Hilfebedarf an den Einsatzstellen frühzeitig erkennen, die Weiterplanung vorausschauend angehen und wertvolle Zeit sparen.“

Auch die räumliche Nähe zum Verwaltungsstab soll die Abläufe und die Abstimmung im Einsatzfall erleichtern und beschleunigen.

Für die kommenden Jahre plant der Kreis Trier-Saarburg weitere Verbesserungen. Hierzu wird an einem Bedarfsplan gearbeitet, der parallel zu den Feuerwehrbedarfsplänen der Verbandsgemeinden entwickelt wird. So sollen Synergieeffekte genutzt und die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden.

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