16.09.2026
Kreistag beschließt den Lokalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung
„Eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben soll für alle Menschen mit und ohne Behinderung möglich sein“, so beschreibt Landrat Stefan Metzdorf die Zielsetzung des Lokalen Aktionsplans für Menschen mit Behinderung im Landkreis. Der Aktionsplan, der die UN-Behindertenrechtskonvention kommunal umsetzen soll, wurde in der letzten Kreistagssitzung einstimmig verabschiedet.
„Der vorliegende Aktionsplan ist nicht nur am Schreibtisch entstanden. In Arbeitsgruppen und einer Öffentlichkeitsbeteiligung wurden zahlreiche Menschen in den Prozess einbezogen. Eines ist dabei sehr deutlich geworden: Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche der Verwaltungsarbeit berührt“, sagte Landrat Stefan Metzdorf.
Kerstin Schikora (CDU) lobte den Plan und dankte allen Mitwirkenden für ihre Arbeit. Durch die eingebrachten Erfahrungen sei er realistisch und zukunftsorientiert aufgestellt. Sie betonte, dass Teilhabe in den Städten und Gemeinden passiere. Der Aktionsplan übersetze hier die UN-Behindertenrechtskonvention in konkrete Maßnahmen vor Ort.
Für die SPD-Fraktion bezeichnete Lothar Rommelfanger Inklusion als einen Prozess. Daher unterstütze man auch die geplante Fortschreibung des Aktionsplans. Es sei eine Richtschnur, an der man nun gemessen werde. Besonders überzeuge ihn, dass über 70 Menschen an der Entstehung beteiligt waren.
Michael Holstein von der FWG/BfB-Fraktion appellierte an alle, Barrierefreiheit zu leben und auch umzusetzen. Es gehe um Wertschätzung und Verantwortung für alle Menschen. Auch er dankte allen Beteiligten für ihre Arbeit. Martina Schleier (Bündnis 90/ Die Grünen) zitierte die UN-Behindertenrechtskonvention: „Behinderung entsteht nur, wenn die Umwelt nicht zu den Menschen passt.“ Man habe sich nun auf den Weg gemacht, entsprechende Maßnahmen auf kommunaler Ebene umzusetzen.
Rudolf Müller (Freie Wähler) sagte, dass viele Ideen in den Plan eingeflossen sein. Er mahnt aber an, dass man sich auch Gedanken über die Finanzierbarkeit der Maßnahmen machen müsse. Marcel Philips (AFD) dankte den Beteiligten für die Arbeit. Für die FDP betonte Claus Piedmont, dass er alle Maßnahmen des Aktionsplans unterstütze.
Nach der Zustimmung des Kreistages kann der Aktionsplan nun fertigstellt werden. Anschließend sollen die Ziele und Maßnahmen ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Klimaschutzbericht vorgestellt
Das Klimaschutzmanagement möchte mit einem jährlichen Bericht transparent über die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und weitere Aspekte mit wechselndem Schwerpunkt informieren. Der diesjährige Klimaschutzbericht setzt den Fokus unter anderem auf den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis, die Klimaschutzaktivitäten der Verbandsgemeinden sowie Möglichkeiten für die „Energiewende zuhause“. Der Kreistag hat sich in seiner Sitzung mit dem aktuellen Bericht befasst. Dabei kam sachliche Kritik und auch Lob aus den Reihen der Fraktionen.
Gelobt wurden zum einen der Umfang der im Bericht enthaltenden Kennzahlen. Auch seien erste Umsetzungsschritte erkennbar. Einige Kreistagsmitglieder äußerten jedoch den Wunsch, dass insbesondere bei den kreiseigenen Liegenschaften mehr Tempo in die Umrüstung auf erneuerbare Energien komme. Es brauche mehr konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung, hieß es aus dem Gremium.
Auch die Wirtschaftlichkeit der Klimaschutzmaßnahmen müsse in den Fokus genommen werden. Dafür seien beispielsweise Übersichten zu benötigten Kreisgeldern eine sinnvolle Ergänzung. Landrat Metzdorf dankte den Fraktionen für den offenen Austausch: „Das Klimaschutzmanagement wird die hier besprochenen Punkte aufnehmen und in ihre Arbeit einfließen lassen“.
Neues Kreistagsmitglied
Vor dem Eintritt in die Tagesordnung hat Landrat Stefan Metzdorf mit Patrick Krantz ein neues Kreistagsmitglied verpflichtet. Er rückt für die SPD-Fraktion nach.



