16.09.2026
Verbandsversammlung beschließt Verbesserungen beim Jobticket /Anpassung der Ticketpreise
Neue stellvertretende Verbandsvorsteherin, einfacherer Zugang zum Deutschlandticket Jobticket und eine Anpassung der Ticketpreise: Die Verbandsversammlung des VRT hat wichtige Entscheidungen für den öffentlichen Nahverkehr in der Region getroffen und über aktuelle Entwicklungen informiert. Zudem stellte sie die Weichen für die nächste Vergaberunde der Busnetze.
Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT) hat die Landrätin des Vulkaneifelkreises, Julia Gieseking, zur neuen stellvertretenden Verbandsvorsteherin gewählt. Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf gratulierte: „Julia Gieseking kennt die Herausforderungen und Chancen des öffentlichen Nahverkehrs aus ihrer täglichen Arbeit im Landkreis Vulkaneifel gut. Ich freue mich auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit für eine starke Mobilität in unserer Region.“
Darüber hinaus informierte der VRT über Verbesserungen beim Deutschlandticket Jobticket: Unternehmen können das Angebot künftig bereits dann nutzen, wenn sich eine einzige Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter dafür interessiert. Damit wird das vergünstigte Deutschlandticket Jobticket beim VRT für kleinere Betriebe leichter zugänglich.
Die Verbandsversammlung hat eine rund dreiprozentige Tarifanpassung ab 2027 beschlossen. Hintergrund sind gestiegene Betriebs-, Energie- und Personalkosten. Der vom Bund festgesetzte Deutschlandticket-Preis steht voraussichtlich Ende September fest. Geschäftsführerin Barbara Schwarz erklärte: „Die Entscheidung zur Tarifanpassung ist uns nicht leichtgefallen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen im VRT vor deutlichen Kostensteigerungen. Mit der Anpassung der Ticketpreise sichern wir ein verlässliches und attraktives Angebot für unsere Fahrgäste.“
Konkret wird ein Einzelticket der Preisstufe 1 künftig 2,70 Euro statt bisher 2,60 Euro kosten. In Preisstufe 2 erhöht sich der Fahrpreis ebenfalls um 10 Cent, in den Preisstufen 3 bis 5 um jeweils 20 Cent und in den Preisstufen 6 und 7 um jeweils 30 Cent.
Vereinfachte Tarifstruktur
Gleichzeitig vereinfacht der VRT seine Tarifstruktur: Zehn Preisstufen werden auf acht reduziert. In der höchsten Preisstufe 8 können Fahrgäste künftig verbundweit unterwegs sein, insbesondere weite Strecken, wie Trier – Gerolstein werden durch die Anpassung günstiger. Die Verbandsversammlung befasste sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der regionalen Busnetze: Obwohl das Angebot seit 2022 um viele Busnetze erweitert wurde, sind die Kosten für die Kommunen bis 2024 auf gleichem Niveau geblieben. Mit Blick auf die Neuvergabe der ersten Busnetze wurden die weiteren Schritte vorgestellt.
Marcel Schillen, ebenfalls Geschäftsführer des VRT, sagte: „Mit dem Beschluss zur Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union leiten wir das neue Vergabeverfahren ein. Unternehmen, die das Angebot eigenwirtschaftlich erbringen möchten, haben dann drei Monate Zeit, einen entsprechenden Antrag bei der Genehmigungsbehörde zu stellen.“ Sofern kein eigenwirtschaftlicher Antrag eingehe, solle die Ausschreibung zeitnah nach Ablaufen der Frist erfolgen, um dem Verkehrsunternehmen, welches im Rahmen der wettbewerblichen Vergabe den Zuschlag erhält, möglichst viel Vorlaufzeit – unter anderem für die Fahrzeugbeschaffung – zu ermöglichen.
Foto: Landrätin Julia Gieseking (2.v.r.) ist neue stellvertretende Verbandsvorsteherin des VRT.



