Schulen in Trägerschaft des Kreises bereiten sich auf den Fernunterricht im Januar vor

22.12.2020

Nach den Weihnachtsferien am 4. Januar starten die Schulen im Rahmen des Lockdowns zunächst im Fernunterricht. Bei einem digitalen Pressegespräch stellte Landrat Günther Schartz zusammen mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung dar, wie die Schulen in Trägerschaft des Kreises in dieser Richtung aufgestellt sind.

In technischer Hinsicht hat der Kreis als Schulträger vor allem in jüngster Zeit viel darangesetzt, um die Bildungseinrichtungen hinsichtlich der Ausstattung auf einen guten Stand zu bringen, damit der Fernunterricht an den Kreisschulen auch digital unterstützt werden kann. Eine wichtige Voraussetzung ist seit der vergangenen Woche erfüllt: Seit Mitte Dezember sind alle 17 Schulen des Kreises an das Glasfasernetz angeschlossen. Allerdings gibt es bislang noch keine Praxiserfahrung, wie sich die internen Netze und die Breitbandanschlüsse verhalten, wenn mehrere Videokonferenzen mit den Schülerinnen und Schülern aus den Klassen und Kursen gleichzeitig aus einer Schule heraus gestartet werden. Daher haben die IT-Fachleute der Schulabteilung in der Kreisverwaltung dafür gesorgt, dass die Netze der Schulen sowohl spontan wie auch temporär auf höhere Bandbreiten geschaltet werden können, wenn es Probleme geben sollte. Außerdem ist aus den Schulen die Rückmeldung gekommen, dass eine Reihe von Lehrern den Fernunterricht aus dem Homeoffice heraus durchführen werden, was hilfreich ist, um eine Überlastung der einzelnen Bildungseinrichtungen zu verhindern.

Die Kreisverwaltung hat im Zuge der Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms des Bundes (DigitalPakt II) für die Schulen in der Trägerschaft des Landkreises rund 340 Notebooks angeschafft. Für 18 Geräte übernimmt der Kreis die Kosten. Die Notebooks sind den Bildungseinrichtungen entsprechend des Bedarfs bereits Ende November zur Verfügung gestellt worden. Außerdem wurden im Rahmen des Digitalpaktes II von der Schulabteilung der Kreisverwaltung 220 iPads bestellt. Aus Mitteln des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz werden ergänzend rund 130 Notebooks und iPads angeschafft. Sie sollen noch in diesem Jahr geliefert werden. Die Abteilung Schulen und Bildung in der Kreisverwaltung konnte eine zügige Bestellung der Endgeräte aus dem Sofortausstattungsprogramm umsetzen. Bereits Ende August waren die Fördermittel aus dem DigitalPakt II beantragt und bewilligt. Das war entscheidend, um den Schulen – trotz der aktuell großen Nachfrage und den dadurch vorherrschenden Lieferengpässen – die benötigten Notebooks möglichst schnell zur Verfügung zu stellen. Hierfür hatte das Bildungsbüro der Kreisverwaltung noch in den Sommerferien die Bedarfe aller Kreisschulen abgefragt.

Alle Geräte sind für den Verleih an Schülerinnen und Schüler bestimmt, die zu Hause nicht auf ein mobiles Endgerät zurückgreifen können und damit vom Online-Unterricht ausgeschlossen wären.

Die Anschaffung der aus dem Sofortausstattungsprogramm finanzierten Geräte, die bereits in den Kreisschulen verteilt wurden bzw. demnächst geliefert werden, kostet rund 270.000 Euro. Die Kosten werden über den DigitalPakt II zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land übernommen.

Die kreiseigenen Schulen haben jeweils individuelle Konzepte, wie sie den Fernunterricht nach den Ferien konkret gestalten werden. Beispielhaft stellten die Schulleiter der Realschule plus in Kell am See, Sebastian Straßer, und des BNT in Trier, Dr. Michael Schäfer, in dem Pressegespräch ihre Pläne vor, die ab dem 4. Januar zum Einsatz kommen.

Neben der aktuellen Situation geht es auch darum, die Digitalisierung der kreiseigenen Schulen vorausschauend und nachhaltig aufzustellen, um auch später außerhalb von Corona-Zeiten darauf zurückgreifen zu können. Daher wird momentan auf Basis der Medienkonzepte der Schulen eine vereinheitlichte Ausstattungs- und Digitalisierungsstrategie für die Bildungseinrichtungen entwickelt.

Der Digitalpakt des Bundes umfasst vier Teile und damit neben der technischen Ausstattung der Schulen auch die Anwendungsbetreuung. In diesem Zusammenhang wird die bisher dreiköpfige Fachgruppe IT-Schulen in der Kreisverwaltung noch einmal verstärkt. So sollen für den Aufgabenbereich „Digitale Bildung“ zu Beginn des Jahres zwei weitere Fachleute eingestellt werden.

Die Umsetzung des Digitalpaktes für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises kostet insgesamt rund 4,1 Millionen Euro. Den Löwenanteil finanziert der Bund. Der Landkreis selbst trägt 10 Prozent der Kosten.

Gemeinsames Impfzentrum ist einsatzbereit

22.12.2020

Vorbereitungen für den Start sind abgeschlossen – Warten auf den Impfstoff / „Harter Lockdown“

Im Messepark in Trier haben der Kreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier in den letzten Wochen das gemeinsame Impfzentrum Rheinland-Pfalz – Trier aufgebaut. Dort können, sobald der Impfstoff verfügbar ist, die Menschen aus der Stadt und dem umliegenden Landkreis gegen Corona geimpft werden.

Impfungen nach Priorität

Jedoch kann man nicht einfach in den Messepark fahren und sich impfen lassen. Einerseits ist unklar, wie groß die Zahl der Impfdosen ist, die zu Beginn zur Verfügung stehen. Zum anderen hat das Land basierend auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und des Ethikrates eine Prioritätenliste erstellt, wer als erster geimpft werden soll.

Ganz oben stehen die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und generell Personen über 80 Jahre. Um diese Personengruppe impfen zu können, werden auch mobile Teams eingesetzt, die in die Seniorenheime fahren.

Landrat Günther Schartz: „Je nach Aufwand werden wir die vom Land gestellten Impfteams durch eigene Teams ergänzen, um möglichst rasch in den Altenheimen starten zu können“. Wie man an einen Termin kommt, hängt von der Menge des Impfstoffes, der Priorisierung und den Kapazitäten im Impfzentrum selbst ab. Die Informationen an die ersten Gruppen, die geimpft werden sollen, werden vom Land Rheinland-Pfalz veröffentlicht.

Bei einem Probelauf in der Messeparkhalle in Trier konnten sich Landrat Günther Schartz und der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe davon überzeugen, dass das Konzept des Impfzentrums funktioniert. „Wir sind in der Lage, die Vorgaben des Landes zu erfüllen und in mehreren Impfstraßen gleichzeitig zu impfen“, so die beiden Verwaltungschefs, die sich frühzeitig dafür entschieden hatten, ein gemeinsames Zentrum aufzubauen. Insgesamt stehen in Rheinalnd-Pfalz seit dem 15. Dezember 31 Impfzentren bereit.
Seit einer Woche ist nun auch der „harte Lockdown“ in Kraft. Fast alle Geschäfte haben geschlossen. Die Schulen bleiben bis zum 15. Januar für den Präsenzunterricht geschlossen. Ab 4. Januar beginnt der Schulbetrieb mit Fernunterricht. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, appelliert, auch über die Feiertage so wenig Kontakte wie möglich zu haben. Nur so sei es möglich, die hohen Infektionszahlen auch im Kreis zu senken.

Telefon bei Beratungsbedarf

Bei Beratungsbedarf zu den Regeln der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung steht unter 0651-715-16006 ein Telefon des Ordnungsamtes der Kreisverwaltung zur Verfügung, das zu den üblichen Dienstzeiten besetzt ist. Fragen können auch per Mail an corona@trier-saarburg.de gesendet werden.

Neue Medien sinnvoll einsetzen

22.12.2020

Bildungsbüro und Kita-Fachstelle organisierten Fachtag

Die Digitalisierung erreicht auch die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft – immer früher werden Kleinkinder mit neuen Medien wie Tablets oder digitalen Lernspielen konfrontiert. Der richtige Umgang mit den digitalen Möglichkeiten will aber gelernt sein. Um über sinnvolle Einsatzfelder moderner Medien in Kitas und frühkindlicher Bildung zu sprechen, hat das Bildungsbüro gemeinsam mit der Kita-Fachberaterin der Kreisverwaltung Einrichtungsleitungen und Fachkräfte zu einem Fachtag geladen. Dabei stand das Thema „Frühkindliche Bildungsarbeit im Wandel: Wenn Bilderbücher, Spiele, Stift und Papier digital werden“ im Mittelpunkt.

„Kinder kommen heute mit einer Bedienkompetenz in die Kita. Das ist aber nicht mit Medienkompetenz gleichzusetzen“, betonte die Referentin Jelena Wagner. In den Kindertageseinrichtungen gebe es daher Potenziale, Digitales in die frühkindliche Bildung einzubinden.

Dabei geht es auf der einen Seite darum, aktiv mit modernen Medien Lerninhalte aufnehmen wie beispielsweise durch digitales Memory. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, den Kindern den kritischen Umgang mit Medien näherzubringen. Moderne Medien in den Kitas sollen eine Ergänzung darstellen. Die Auswahl erfolgt mit pädagogischen Grundsätzen. „Dabei ist es wichtig den passiven Konsum zeitlich einzuschränken“, so Wagner.

Die Idee zu Thema und Fachtag kam aus einem Auftaktworkshop des Bildungsbüros im vergangenen Jahr und war Bestandteil des Bewerbungskonzeptes des Landkreises zur MINT-Region 2019. „Auch ohne diesen Titel wollten wir das Thema Digitale Bildung und Kita aufgreifen“, erklärte Julia Schmitt, Bildungsmanagerin der Kreisverwaltung. Eigentlich hätte die Veranstaltung mit anschließender Hospitation in der Konsultationskita in Ramstein-Miesenbach stattfinden sollen. Dort werden digitale Inhalte bereits seit längerem genutzt. Aufgrund der Corona-Pandemie habe man sich für einen Fachtag entschieden, so Schmitt. Teilgenommen haben 16 Vertreter von Kitas und Kita-Trägern aus dem Landkreis und der Stadt Trier.

Bei Fragen und Anmerkungen steht Julia Schmitt vom Bildungsbüro der Kreisverwaltung unter 0651-715469 oder julia.schmitt@trier-saarburg.de zur Verfügung.

Auch mit Abstand für junge Menschen da sein

21.12.2020

Mehr digitale Angebote in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Kreis

Schließung von Jugendräumen und Schulen, weniger Freizeitmöglichkeiten und fehlende soziale Kontakte – die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus seit vielen Monaten stark in ihrem jungen Leben und Alltag eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, dass die Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit im Landkreis weiterhin Angebote macht und den Kontakt zu den jungen Menschen hält. Dabei spielen insbesondere die digitalen Möglichkeiten eine Rolle. Aber auch die Arbeit vor Ort kann auf kreative Weise fortgeführt werden.

Auch Online-Nachhilfe eingerichtet

In den letzten Monaten wurde viel auf die Beine gestellt: Virtuelle Chatrooms, über einen Online-Raumplaner den eigenen Jugendraum umgestalten oder ein virtuelles Kochbuch erstellen. Die Jugendarbeit vor Ort war trotz Corona sehr aktiv. „Der Digitalisierungsschub ist klar erkennbar. Allerdings fehlt es bei Fachkräften und den Jugendlichen oft noch an passenden Endgeräten“, so Bettina Krüdener, Kreisjugendpflegerin. Man könne aber stolz sein, dass die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit trotz der Widrigkeiten so gut weitergelaufen sei. Die digitale Unterstützung in der Jugendarbeit wurde in der Not und dem Bedarf der jungen Menschen entsprechend kurzer Hand auch auf Online-Nachhilfe und Unterstützung beim Homeschooling ausgeweitet.

Angebote in der „realen“ Welt

Auch in der „realen“ Welt ist man weiter aktiv. Beispielsweise konnte eine alternative Betreuung zum klassischen Ferienspaß durch den Landkreis angeboten werden. Für viele Eltern war dies eine große Erleichterung während der ersten beiden Wochen der Sommerferien. „Die digitalen Angebote können nur eine Ergänzung sein. Der persönliche Kontakt mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist zu wichtig“, so Krüdener.

Auch in der aufsuchenden Jugendsozialarbeit konnte der Kontakt zwischen den Fachkräften und vielen jungen Menschen über Telefon, Email und soziale Medien aufrechterhalten werden. So wurde bei behördlichen Anschreiben oder bei Bewerbungen weitergeholfen. Allerdings ist hier der Stress durch die Corona-Pandemie noch deutlicher spürbar – viele junge Menschen verspüren derzeit große Unsicherheiten bezüglich ihrer Ausbildung oder der Berufsaussichten.

Auch die Suchtgefährdung beispielsweise bei Online-Spielen oder Smartphone-Nutzung hat durch die Einschränkung realer sozialer Kontakte zugenommen. Gleichzeitig wird die Unterstützung im Bereich psychotherapeutischer Angebote durch die Kontaktbeschränkungen erschwert. Hier haben die Jugendsozialarbeit und die Jugendarbeit in den vergangenen Monaten eine wichtige Vermittlerrolle eingenommen.

Die Jugendarbeit im Kreis bietet auch in den kommenden Wintermonaten ein breites Angebot für junge Menschen der Region. Aktuelle Informationen und Ansprechpartnerinnen und –partner sind unter www.jugendbildungswerkstatt.de verfügbar.

Kreisverwaltung zwischen den Feiertagen geschlossen

21.12.2020

Erreichbarkeit während des Lockdowns

Als Folge des Lockdowns und der Aufforderung, bis zum 10. Januar 2021 Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken, schränkt auch die Kreisverwaltung Trier-Saarburg einschließlich ihrer Nebenstellen ihre Öffnungszeiten ein.

Vom 28. bis 30. Dezember ist die Kreisverwaltung komplett für Publikum geschlossen. Dies gilt auch für die Nebenstellen in der Paulinstraße, Metternichstraße und Karl-Benz-Straße. Ab dem 4. Januar 2021 ist die Kreisverwaltung in dringenden und unaufschiebbaren Fällen erreichbar. Hierzu ist jedoch eine vorherige Terminvereinbarung per Mail oder Telefon notwendig. Einlass erhält in der Zeit von 9 bis 12 Uhr nur derjenige, der eine Terminvereinbarung nachweisen kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Verwaltungsanliegen nach Ende des Lockdowns zu erledigen oder telefonisch beziehungsweise per Mail anzufragen. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.trier-saarburg.de. Der Lockdown sollte nicht für Behördenbesuche genutzt werden, sofern diese nicht wirklich dringlich und unaufschiebbar sind. Dies gilt umso mehr, als auch in der Kreisverwaltung viele Mitarbeitende in den nächsten Wochen die Möglichkeit eines Heimarbeitsplatzes nutzen.

Generalsanierung der Sporthalle Schweich liegt im Zeitplan

18.12.2020

„Kunst am Bau“: Gestaltung mit Graffiti / Unterricht ab Februar 2021 möglich

Ab Februar kommenden Jahres soll die Stefan-Andres-Sporthalle den Schulen wieder komplett für den Unterricht zur Verfügung stehen. Die Dreifeld-Halle, die zum Schulzentrum in Schweich gehört und sich wie das Gymnasium und die Realschule plus daher in Träger-schaft des Kreises befindet, wird seit Mitte 2019 von Grund auf saniert. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

In der vergangenen Woche wurde im Rahmen eines Pressegespräches der Baufortschritt sowie die künstlerische Innengestaltung der Halle und Umkleiden vorgestellt.

Dynamisch, athletisch und bunt – so lassen sich die Kunstwerke von Urban Drips beschreiben, die nun die Sporthalle prägen. In sieben Elementen haben die Künstler verschiedene Sportarten in Graffiti-Kunstwerken an die Wand gebracht. Das kräftige Farbkonzept spiegelt sich auch in den Umkleiden wieder. Durch diese Kunst am Bau erhalte die Sporthalle einen modernen Charakter, der Schülerinnen und Schüler zum Sport animieren soll, so die Künstler.

Große Fenster eingebaut

Auch der neue Sportboden, neue Tribünen und große Fenster tragen zu dem modernen Eindruck bei. In der Sporthalle sind nur noch Restarbeiten zu erledigen, so dass die Schülerinnen und Schüler dort ab Februar wieder regulär Sport machen können. Landrat Günther Schartz lobte das Projekt: „Wir liegen im Zeitplan. Wichtig war es uns mit dem Bundesförderprogramm Großprojekte zu unterstützten und nicht das Geld auf viele kleinere Vorhaben zu verteilen. Mit den Hallen in Hermeskeil, Konz und jetzt Schweich sieht man, dass diese Entscheidung richtig war.“

Die Schweicher Halle wurde 1974 gebaut und war „in die Jahre gekommen“. Daher wurde das Gebäude zunächst bis auf den Rohbau zurückgebaut. An beiden Seitenwänden wurden große Fenster eingebaut, um Tageslicht großzügig in die vormals dunkle Halle zu lassen. Diese lassen sich bei Bedarf auch abdunkeln. Die komplette Installation und damit der Elektrobereich, die Heizung, Lüftung und die Sanitärräume wurden erneuert. Energetisch wurde das Gebäude mit thermisch getrennten Tür- und Fensterelementen in Verbindung mit einer wärmegedämmten Fassadenverkleidung auf den modernsten Stand gebracht. Daneben wurde die Halle auch barrierefrei ausgebaut – so entstand unter anderem ein Aufzug im Eingangsbereich.

Die Umkleiden konnten bereits im vergangenen September fertiggestellt werden, so dass die Schülerinnen und Schüler diese für den Sportunterricht im Freien oder in der von der Verbandsgemeinde aufgestellten provisorischen Sporthalle nebenan nutzen konnten. Im Frühjahr werden die Fassadenarbeiten beendet. Damit wird die Halle dann auch als Veranstaltungsraum für die Schulen zur Verfügung stehen. Mit den neuen Tribünenelementen und Bestuhlung werden dort unter normalen Bedingungen mehr als 1200 Personen Platz haben.

Rund 6,5 Millionen Euro Kosten

Die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt liegen bei rund 6,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist allerdings noch nicht die Baupreissteigerung, die momentan bei rund 15 Prozent liegt. Der Kreis als Bauträger erhält eine Förderung durch das Kommunale Investitionspro-gramm KI 3.0 des Bundes in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro für die energetische Sanierung. Außerdem ist eine Förderung des Landes aus Schulbaumitteln in Höhe von rund 460.000 Euro zugesagt. Der Landkreis trägt die Differenz in Höhe von rund 3 Millionen Euro aus eigenen Mitteln.

Engagierte Frauen sichtbarer machen

17.12.2020

Arbeitskreis „Frauen in Bewegung“ spendet 400 Euro an Trierer Foodsaferin

Nachhaltig leben, Ressourcen schonen, Verschwendung vermeiden und solidarisch leben – so beschreibt Francoise Calconec ihr Projekt Fair-teiler. Die engagierte Foodsaferin verteilt gerettete Lebensmittel und hat einen Lebensmittelschrank zur Selbstbedienung in Trier-Süd aufgestellt. Mit einer Spende von 400 Euro unterstützt der Arbeitskreis „Frauen in Bewegung“ das Projekt.

Mit dem E-Bike holt Francoise Calconec die Lebensmittelspenden aus der Region ab. Praktisch jeden Tag kommen neue Produkte hinzu, die ohne ihr Engagement – obwohl sie noch gut essbar sind – im Müll gelandet wären. Die Lebensmittel – manchmal auch Haushaltsartikel oder Kleidung – werden vor allem an Bedürftige und Alleinerziehende verteilt. Darüber hinaus stellt Calconec in ihrem Lebensmittelschrank Produkte zur Selbstbedienung bereit.

Wer spenden oder sich über die verfügbaren Lebensmittel informieren möchte, kann sich auf der Facebook-Seite des Projektes umschauen oder eine Email an fairteiler.nonnenfeld@web.de schicken. Alternativ können alle Interessierten bei einem Spaziergang durch Trier-Süd im Nonnenfeld 32 selbst einen Blick in den Lebensmittelschrank werfen, eine Spende dort lassen oder ein Produkt mit nach Hause nehmen. Das Angebot ist komplett kostenlos.

Anne Hennen, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Trier-Saarburg, betonte: „Dieses Projekt unterstützt besonders Frauen, die durch die Pandemie in Not geraten sind, Alleinerziehende und Studentinnen. Francoise Calconec ist mit ihrem Projekt Fair-teiler ein Vorbild und leistet einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft.“ Man müsse die Frauen und ihre Arbeit sichtbarer machen. Dazu gehöre es auch regionale Projekte zu fördern, so Hennen.

Der Arbeitskreis Frauen in Bewegung macht regelmäßig durch Veranstaltungen und Spenden auf die Arbeit der Frauen in der Region aufmerksam. Für weitere Informationen und Anregungen steht die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Anne Hennen, unter anne.hennen@trier-saarburg.de zur Verfügung.

Das Projekt für eine energieeffiziente Zukunft

16.12.2020

smart energy 4.4: Fachkräftesicherung in der Großregion / Balthasar-Neumann-Technikum beteiligt

Energetische Gebäudesanierung – auf den ersten Blick ist es ein fachspezifisches Thema, bei dem nur sehr wenige Menschen einen Berührungspunkt sehen. Fakt ist aber: Tausende von Wohngebäuden in der Großregion müssen in Zukunft energetisch saniert werden, um energieeffizienter zu sein, CO2 zu reduzieren und den Hausbesitzern damit Mehrkosten zu ersparen.

Doch wer soll diese notwendige Sanierung ausführen? Es braucht dafür gut ausgebildete Fachkräfte. Das grenzüberschreitende Projekt smart energy 4.4 setzt genau an dieser Stelle an. Es steht für Fachkräfteausbildung und die Harmonisierung von Baunormen in den vier Ländern der Großregion – Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien. Das Projekt läuft unter Leitung des Landkreises und wird unter anderem vom kreiseigenen Balthasar-Neumann-Technikum (BNT) koordiniert.

Smart energy 4.4 bietet Firmen der Region eine kostenlose Weiterbildung ihrer Fachkräfte im Bereich der Energieeffizienz im Bausektor. Neben den neuesten technischen Standards soll den Firmen die Arbeit in den verschiedenen Ländern der Großregion erleichtert werden.

Zum einen werden die Fachkräfte in den länderspezifischen Normen geschult. Zum anderen wird parallel in Zusammenarbeit mit der Hochschule Trier an einer Harmonisierung der Baunormen gearbeitet, um die Umsetzung energieeffizienter Baumaßnahmen in den vier Ländern der Großregion langfristig zu vereinfachen. Damit wird sowohl dem gestiegenen Fachkräfte- und Qualifizierungsbedarf als auch den Mobilitäts-, Flexibilitäts- und Wissensansprüchen der Unternehmen in der Großregion Rechnung getragen.

Landrat Günther Schartz unterstrich die Wichtigkeit des Projektes: „Die Themen CO2 Reduktion und Energiesparen werden durch smart energy 4.4 für die Praxis greifbar gemacht. Auch das ist Klimaschutz. Durch das kreiseigene Balthasar-Neumann-Technikum in Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen in der Kreisverwaltung entsteht eine Wertschöpfung im Kopf. Von dem was hier erarbeitet wird, können Menschen in allen vier Ländern der Grenzregion profitieren.“

Auch der aus Berlin zugeschaltete Andreas Steier, Mitglied des Bundestages und Schirmherr von smart energy 4.4, lobte die Arbeit der Beteiligten: „Durch diese Projekte wird deutlich: Bei uns ist Europa ein gelebtes Miteinander“.

Das Balthasar-Neumann-Technikum mit Sitz in Trier arbeitet bei der Koordination mit den Projektpartnern Atert-Lycée Redange in Luxemburg, Lycée Henri Nominé Sarreguemines in Frankreich, Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes Eupen V.o.G. und dem IFAPME Liège in Belgien zusammen. In der „Grande Région“ unterstützt das Projekt smart energy 4.4 damit ganz konkret den europäischen Gedanken einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Das Projekt läuft noch bis Ende 2022. Das Budget beläuft sich insgesamt auf rund 2,6 Millionen Euro. Gefördert wird es durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union mit einem Fördersatz von 60 Prozent.

Kreistag wählte neue Kreisbeigeordnete

15.12.2020

Weitere Themen: Auflösung der Trier-Saarburg Werke und Ausbau des Breitbands

Mit einer gemeinsamen Schweigeminute für die Opfer und Betroffenen der Trierer Amokfahrt begann Landrat Günther Schartz die letzte Kreistagssitzung in diesem Jahr. Ausnahmsweise stand nicht wie üblich der Haushalt auf der Tagesordnung. Dieser soll erst im Februar 2021 beschlossen werden.

Stattdessen wurde eine andere wichtige Entscheidung getroffen: die Neuordnung des Kreisvorstandes. Im Oktober hatte der Erste Kreisbeigeordnete Arnold Schmitt  aus Riol sein Amt niedergelegt, wodurch eine Neuwahl notwendig wurde. Der Kreistag wählte die bisherige Dritte Kreisbeigeordnete Simone Thiel  (CDU) aus Saarburg zur Nachfolgerin in dieser Position. Sie erhielt 36 Ja- bei 8 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen. Als dritter Vertreter des Landrates wurde Lutwin Ollinger (CDU) aus Wiltingen gewählt. Er erhielt 25 Stimmen. Der Gegenkandidat Stefan Metzdorf (SPD) aus Gusterath bekam zehn  Stimmen.
Der Kreistag beschloss außerdem die Auflösung der Trier-Saarburg Werke zum Jahresende.

Daneben stimmten die Mitglieder des Kreistages für die Änderung der Gebührensatzung des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier.

Auch der Breitbandausbau war erneut Thema. Der Kreistag stimmte zu, weitere „weiße Flecken“ im Kreisgebiet bei dem flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen zu unterstützen. Der Landkreis beteiligt sich an den anfallenden Kosten zur Hälfte. Die jeweiligen Verbandsgemeinden tragen die andere Hälfte.