Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau von Gewerbegebieten

11.12.2020

Der Projektträger ateneKOM in Berlin hat dem Landkreis Trier-Saarburg einen Bescheid über die Bewilligung einer Zuwendung des Bundes in vorläufiger Höhe von 1 Million Euro (50 Prozent-Förderung) für den Breitbandausbau in verschiedenen unterversorgten Gewerbegebieten übermittelt. Die Zuwendungsmittel werden aus dem Förderprogramm des Bundes zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt.

Mit den Fördermitteln sollen die Gewerbegebiete Gewerbepark Triwo und Gewerbegebiet Tarkett Pegulan in Konz, die Gewerbegebiete Kell am See 8, 9 und 10 sowie das Gewerbe- und Industriegebiet „In Grammert“ in Kell am See wie auch die Gewerbegebiete „Schlimmfuhren“ in Schweich, „Im Paesch“ in Longuich und „Auf Bowert“ in Bekond mit Breitbandanschlüssen versorgt werden.

Die über 70 Gewerbebetriebe in den genannten Gebieten sollen eine gigabitfähige Glasfaseranbindung bis in ihre Betriebsstätte erhalten.

Gigabitanschlüsse sind gerade in ländlichen Räumen für die Unternehmen ein entscheidender Standortfaktor für die Standortwahl und wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung. Mit der Breitbandförderung soll ein Anschluss insbesondere in den Gebieten erfolgen, in denen bisher kein marktgetriebener Ausbau stattgefunden hat.

Zu den geschätzten Ausbaubaukosten von rund 2 Millionen Euro wurde auch die Gewährung einer komplementären Landeszuwendung von 800.000 Euro beantragt, zu der jetzt vom Ministerium des Innern und für Sport die Bewilligung eingegangen ist. Der Landkreis Trier-Saarburg hat sich bereit erklärt, 100.000 Euro zur Finanzierung der nach Abzug der Förderung verbleibenden Projektkosten beizutragen. Die andere Hälfte des Eigenanteils in gleicher Höhe übernehmen die betroffenen Verbandsgemeinden Konz, Saarburg-Kell und Schweich an der Römischen Weinstrasse im Rahmen einer mit diesen abgeschlossenen öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Die Gesamtfinanzierung der Maßnahme ist damit sichergestellt.

Die weiteren Umsetzungsschritte können damit vom Landkreis in Angriff genommen werden. Dabei geht es um die Durchführung eines Vergabeverfahrens und die Auswahl des wirtschaftlich günstigsten Angebotes eines Telekommunikationsunternehmens, das mit dem Breitbandausbau beauftragt werden kann.

Grenzüberschreitendes Busnetz besser mit der deutschen Seite abstimmen

10.12.2020

Der grenzüberschreitende Busverkehr nach Luxemburg sollte besser mit der deutschen Seite abgestimmt werden, sagt der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz. Dies sei auch im Sinne der vielen Grenzpendler, die diese Buslinien nutzen. Der Landrat hat sich daher mit einem Brief an Verkehrsminister Volker Wissing gewandt und ihn gebeten, das Ministerium im Nachbarland zu kontaktieren, um darauf hinzuwirken, dass die Zusammenarbeit unter anderem mit dem Landkreis und dem Verkehrsverbund Region Trier (VRT) gestärkt wird. Der rheinland-pfälzische Minister hat daraufhin nun seinen Kollegen François Bausch in Luxemburg angeschrieben.

Über das Régime Général des Transports Routiers (RGTR) betreibt Luxemburg ein Netz von grenzüberschreitenden Buslinien, das zum Beispiel Longuich, Konz, Nittel und Saarburg mit dem Nachbarland verbindet. Das Linienangebot der RGTR wird zurzeit überarbeitet und soll in der neuen Form im Januar 2022 starten. Die Verantwortlichen auf der deutschen Seite sind allerdings bislang leider nicht eingebunden worden. Der Landrat hält die Abstimmung der Linien mit dem VRT und SPNV-Nord aber für zwingend notwendig. „Niemand versteht, wenn die Luxemburgischen Buslinien bei uns

Orte anfahren, ohne dass es mit uns abgestimmt ist. Da die Verkehre in Luxemburg komplett staatlich ohne Wettbewerb organisiert sind und vollständig vom Staat bezahlt werden, hat die Luxemburgische Regierung alle Hebel in der Hand, die Busverkehre mit uns abzustimmen. Bei guten Nachbarn dürfte das kein Problem sein“, so Schartz. Er wünscht sich eine schnelle Reaktion aus Luxemburg, denn es gehe ja vor allem darum die Busrouten für Pendler attraktiv zu machen und die luxemburgischen Gemeinden vom Individualverkehr zu entlasten. Und auch für die Gemeinden im Landkreis sei dies bedeutsam, da es dazu beitragen könne, Verkehrsprobleme zu lösen – vor allem wenn der Busverkehr in abgestimmter Form aufgestellt werde. Auch Minister Volker Wissing spricht sich dafür aus, Synergien zwischen dem Busnetz, das von Luxemburg betrieben wird, und den Planungen auf deutscher Seite zu „identifizieren und zu realisieren“.

Relevant sind in diesem Zusammenhang unter anderem abgestimmte Abfahrts- und Ankunftszeiten, aber auch bedarfsgerechte zusätzliche Angebote. Eine stärkere Verzahnung der Busnetze des RGTR und des VRT kann es auch ermöglichen, bessere Umsteigerelationen zu schaffen und den Öffentlichen Personennahverkehr so noch attraktiver zu machen. Auf diese Weise können weitere Pendler zum Umstieg auf diese umweltfreundliche Form der Mobilität gewonnen werden. In diesem Zusammenhang sollte letztlich auch der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Nord (SPNV Nord) in den Abstimmungsprozess eingebunden werden, um den Pendlern mit Bus und auch mit der Schiene ein attraktives Angebot „aus einem Guss“ zu machen. So gibt es Zugverbindungen von den Kreisorten Föhren, Schweich, Igel und Konz nach Luxemburg.

Corona: Land erlässt neue Regeln für Quarantäne

09.12.2020

Heute tritt eine neue Landesverordnung in Kraft, die die Absonderung von mit dem Coronavirus Infizierten oder krankheitsverdächtigen Personen und deren Haushaltsangehörigen und Kontaktpersonen regelt. Sie gilt voerst bis zum 15. Januar 2021.

Danach müssen sich Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind sofort und ohne weitere Anordnung selbstständig in häusliche Quarantäne begeben.

Das gilt auch für Krankheitsverdächtige, positiv getestete Personen und deren Haushaltsangehörige sowie die jeweiligen Kontaktpersonen der Kategorie I. Ein Bescheid des Gesundheits­amtes, der eine Absonderung anordnet, ergeht nicht.

Die Verordnung zur Absonderung unterschiedet folgende Personengruppen:

1)     Krankheitsverdächtig ist eine Person, die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus, wie Fieber, trockener Husten, Störung des Geschmacks- und Geruchssinn, aufweist und bei der ein PCR-Test durchgeführt oder angeordnet wurde.

2)     Positiv getestete Person ist eine Person, die vom Gesundheitsamt oder einer anderen Stelle, die den Test durchführt, über ein positives Ergebnis eines durch­geführten PCR-Tests oder PoC-Antigentests informiert wurde.

3)     Hausstandsangehöriger ist jede Person, die mit einer positiv getesteten Person in einer Wohngemeinschaft zusammenlebt.

4)     Kontaktperson der Kategorie I ist jede Person, die nach den geltenden Kriterien des Robert Koch-Institutes vom zuständigen Gesundheitsamt als solche eingestuft wurde.

5)     Personen der Kategorie Schul- oder KiTa-Cluster sind Schülerinnen und Schüler, in einer Kindertageseinrichtung betreute Kinder, Lehrinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher, die vom zustän­digen Gesundheitsamt als solche eingestuft wurden.

Absonderungsort

Die Absonderung hat in der Regel in einer Wohnung zu erfolgen. Der abgesonderten Person ist es während der Zeit der Absonderung nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, zu empfangen und den Absonderungsort ohne ausdrücklicher Zustimmung des zuständigen Gesundheits­amtes zu verlassen.

Dauer der Absonderung

Die Dauer der häuslichen Absonderung endet im Regelfall frühestens nach zehn Tagen. Eine Ausnahme stellt die Absonderung von Personen der Kategorie Schul- und KiTa-Cluster dar. Um die Auswirkungen auf die Teilhabe am Präsenzunterricht oder der Betreuung möglichst gering zu halten, kann für diese Personengruppe ab dem fünften Tag die Absonderung mittels eines frühestens an diesem Tag vorgenommenen Tests mit negativem Ergebnis beendet werden.

Die Verordnung zur Absonderung sowie erläuternde Fragen und Antworten werden heute auf der Internetseite www.corona.rlp.de eingestellt.

Auf digitalem Weg im Austausch mit Ortsbürgermeistern

03.12.2020

104 – so viele Ortsgemeinden und Städte zählt der Landkreis. Um sie zu unterstützen hatte sich der Kreis im vergangenen Jahr für das Verbundprojekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ beworben und den Zuschlag erhalten.

Durch die Corona-Pandemie konnte das Projekt nicht wie geplant in einer großen Auftaktveranstaltung starten. Stattdessen haben die Projektverantwortlichen der Kreisverwaltung, Andrea Schuh und Samira Brächer, die ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zunächst per Telefon und Email direkt angesprochen. Ende November waren zum ersten Mal alle ehrenamtlichen Ortschefs eingeladen, sich auf digitalem Wege zu treffen und auszutauschen.

Landrat Günther Schartz begrüßte die zugeschalteten Gäste aus den Ortsgemeinden: „Ich freue mich, dass es seit Projektstart im Januar einen regen Austausch zwischen Ihnen und unseren Mitarbeiterinnen gibt.“ Dem Landkreis sei es ein wichtiges Anliegen, die vielerorts guten ehrenamtlichen Strukturen zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen. „Dabei ist auch das Netzwerken ein wichtiger Faktor, um voneinander zu lernen“, so Schartz.

Zunächst haben die Projektverantwortlichen in der Videokonferenz die Eckpunkte von „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ vorgestellt. Dabei war in den vergangenen Monaten vor allem der regelmäßige Versand des Newsletters mit Informationen zu möglichen Projekten sowie Fördermöglichkeiten wichtig. Auch konnte den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern bei konkreten Fragen geholfen werden. Der persönliche Kontakt zu den Gemeinden und möglichen Partnern war durch die Corona-Pandemie allerdings ausgebremst worden. „Wir wollten das erste Projektjahr nicht ohne gemeinsame Veranstaltung beenden. Daher freuen wir uns, dass ein Austausch auf digitalem Weg möglich ist“, so Schuh.

Oft stellt sich vor Ort die Frage, wie Ideen finanziert werden können. Aus diesem Grund wurde Anita Allmann, Ansprechpartnerin für die Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“, eingeladen, um Fördermöglichkeiten vorzustellen. Die Stiftung ist in vielen Bereichen aktiv – beispielsweise bei Bildungs- und Umweltprojekten oder in der Jugendhilfe. In drei Ortsgemeinden – Neuhütten/Züsch, Gusenburg und Zemmer – läuft bereits eine Kooperation mit dem Projekt „Dorfbegleiter“. Dieser entlastet die ehrenamtlichen Bürgermeister und unterstützt dabei, die örtlichen Strukturen zu erhalten und zu stärken.

Auch die 23 teilnehmenden Ortschefs waren aufgerufen von eigenen Projekten zu berichten oder Fragen zu stellen. So wurde beispielsweise der „Bürgerbus“ als ein erfolgreiches Modell für Ortsgemeinden besprochen. Bei vielen sei derzeit die Suche nach einem digitalen Medium, um alle Altersgruppen einer Ortsgemeinde zu erreichen ein wichtiges Anliegen. Außerdem wünschten sich einige weitere Treffen, um sich auszutauschen.

Es gab auch viel Lob aus den Reihen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für das Projekt. Insbesondere bei rechtlichen Fragen oder Fragen zum Ablauf einer Projektplanung sei die Hilfe sehr wichtig. „Wir wollen Sie untereinander vernetzen. Vielleicht gibt es in einem Ort schon ein Angebot, das woanders gerade in Planung ist. Unsere Aufgabe ist es dann, die beiden Bürgermeister zusammenzubringen“, so Samira Brächer. Denn es gelte, sogenannte „Best-Practice“-Beispiele für alle zur Verfügung zu stellen.

Landrat: Tief betroffen über Amokfahrt in Trier

01.12.2020

Landrat Günther Schartz zeigt sich tief betroffen über die Amokfahrt in Trier, bei der es mehrere Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen gibt. „Unser Mitgefühl gilt allen Opfern, deren Angehörigen und allen Menschen die diese schreckliche Tat mitansehen mussten. Es ist einfach unbegreiflich, was jemanden zu einer solchen Tat treibt, die so viel Leid unter den Betroffenen verursacht“, so Schartz.

Schartz hatte Oberbürgermeister Wolfram Leibe seine Anteilnahme ausgesprochen und ihm die Unterstützung des Landkreises zugesagt, wo immer sie gebraucht wird. Zugleich dankte er den vielen Einsatzkräften – nicht wenigen davon aus dem Landkreis – für ihren heutigen Einsatz. „Viele mussten dabei sicher schreckliche Bilder sehen. Umso mehr danke ich für diese große Einsatzbereitschaft“, so der Landrat.

Zugverbindung nach Metz als Chance für Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität

23.11.2020

Der Startschuss für die Ausschreibung der grenzüberschreitenden Schienenverbindungen mit Frankreich ist gefallen. Es geht um die Vergabe von Leistungen des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) über die Grenzübergänge nach Frankreich. Mit einer sogenannten Vorinformation im Amtsblatt der Europäischen Union können interessierte Unternehmen jetzt die speziellen Anforderungen kennenlernen, die die länderübergreifende Verbindung unter anderem mit unterschiedlichen Bahnstrom- sowie Signalsystemen mit sich bringt.

Der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz, begrüßt es sehr, dass nun die Schritte für die Umsetzung der technischen Voraussetzungen für regelmäßige Bahnverbindungen zwischen der französischen Region Grand Est und Deutschland gesetzt werden.

So geht es bei dem Projekt darum, dass Zugangebote auf mehreren Strecken zwischen Deutschland und Frankreich geschaffen werden. Dazu gehört auch die tägliche umsteigefreie Verbindung von der Stadt Trier entlang der Obermoselstrecke im Landkreis und Perl im Saarland nach Metz. Die Züge sollen im Zweistundentakt zusätzlich zu den stündlichen Regionalzügen an der Obermosel verkehren.

Er habe bereits seit vielen Jahren über den SPNV Nord gefordert, diese Strecke für den täglichen Verkehr zu reaktivieren, so Schartz. Dabei gehe es um die Verbindung zwischen der Region Trier und den französischen Nachbarn und damit um eine große Chance für die Intensivierung der grenzüberschreitenden Mobilität im Alltag. Interessant sei dies auch für die Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Frankreich, die einen Arbeitsplatz in der Region Trier haben beziehungsweise in Erwägung ziehen, auf der deutschen Seite zu arbeiten. Die Attraktivität der Region Trier werde durch die gute Anbindung auch in dieser Hinsicht gesteigert. Darüber hinaus werde mit einem täglichen Zugverkehr zwischen Trier und Metz auch der direkte Anschluss an das französische Hochgeschwindigkeitsnetz geschaffen. In entgegengesetzter Richtung werde mit der Linie Metz – Trier die Verbindung von Frankreich unter anderem nach Nordrhein-Westfalen und weiter nach Norddeutschland verbessert, erläutert der Landrat.

Der Start für das gemeinsame Verkehrsangebot zwischen Trier und Metz sowie weiterer Zugangebote auch zwischen Orten im südlichen Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in Baden-Württemberg und in Frankreich ist für Ende 2024 vorgesehen. Bei dem grenzüberschreitenden Projekt arbeiten die Region Grand Est, die rheinland-pfälzischen Aufgabenträger SPNV Nord und ZSPNV Süd (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd) sowie die Bundesländer Baden-Württemberg und Saarland zusammen.

Kreis und Stadt arbeiten auch beim Impfen eng zusammen

23.11.2020

Konzept für gemeinsames Corona-Impfzentrum Trier vorgestellt – Start noch im Dezember

Am 15. Dezember kann im Landkreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier mit der Impfung gegen das Corona-Virus begonnen werden – sofern ein Impfstoff dann schon ausgeliefert ist. Das gemeinsame Impfzentrum des Landkreises und der Stadt im Messepark Trier ist dann einsatzbereit. Das ist die zentrale Aussage der öffentlichen Präsentation des Konzeptes am vergangenen Montag.

Mit der Zulassung und Bereitstellung erster Impfdosen wird noch Mitte Dezember gerechnet. Das Land Rheinland-Pfalz hat vorgegeben, dass alle Landkreise und kreisfreien Städte Impfzentren aufbauen sollen. Aufgrund zurückliegender Erfahrungen, z.B. während der Schweinegrippe 2009, konnten die Stadt Trier und die Kreisverwaltung Trier-Saarburg in kürzester Zeit ein funktionierendes Konzept vorlegen.

Landrat Günther Schartz hatte unmittelbar mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe verabredet, ein gemeinsames Impfzentrum für die Bürgerinnen und Bürger aus Kreis und Stadt einzurichten und zu betreiben. „Die Stadt Trier liegt zentral, hat eine gute Verkehrsanbindung auch mit dem ÖPNV und mit dem Messepark auch eine geeignete Fläche“, so Schartz. Man sei als Landkreis aber vorbereitet, falls ein zusätzliches Impfzentrum auch im Kreisgebiet eingerichtet werden sollte. „Wir gehen aber davon aus, dass wir mit bis zu 16 Impfstraßen gleichzeitig im Zwei-Schicht-System wir im Messepark mehrere tausend Personen gleichzeitig impfen könnten,“ so Schartz. Oberbürgermeister Leibe ergänzt, man arbeite seit Monaten intensiv und sehr gut in der Bekämpfung der Pandemie zusammen. Da sei ein gemeinsames Impfzentrum nur ein weiterer, logischer Schritt.

Großes Medieninteresse

Die Tatsache, dass Stadt und Kreis mit zu den ersten Gebietskörperschaften gehören, die ein Impfzentrum errichten werden, führte zu einem großen Andrang von Pressevertretern. Mehrere Fernseh- und Hörfunkstationen waren anwesend, um Details über den Aufbau des Zentrums sowie den Ablauf der Impfungen zu erfahren. Die Berufsfeuerwehr Trier wird die Einrichtung bis zum 13. Dezember aufgebaut und eingerichtet haben. Ein Probebetrieb schließt sich unmittelbar an, so dass man ab dem 15. Dezember – sofern ein Impfstoff dann schon ausgeliefert ist – mit den Impfungen beginnen könne. Zunächst sei vorgesehen, dass Risikopersonen wie ältere Menschen oder chronisch Kranke, aber auch medizinisches oder Pflegepersonal geimpft würden. Die Reihenfolge der Impfung wird vom Land anhand der Empfehlungen der deutschen Ethikkommission festgelegt. Die Impfung erfolgt nach vorheriger Terminvereinbarung. Mobile Impfteams sollen z.B. in Altenheimen Impfungen vornehmen.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, bezeichnete die Verfügbarkeit eines wirksamen und sicheren Impfstoffes als einen Segen und appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, sich zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz anderer Menschen impfen zu lassen. Medizinisches Personal und Ärzte, die ehrenamtlich im Impfzentrum mithelfen wollen, können sich per Mail melden an:  impfzentrum [at] trier-saarburg [dot] de

Foto: Landrat Günther Schartz, der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und der stell. Leiter der Berufsfeuerwehr Trier, Olaf Backes (l.), stellten das Konzept des Impfzentrums Trier/Trier-Saarburg vor, das am 15. Dezember seinen Betrieb aufnehmen soll.

Nachhaltiger Ausbau des digitalen Lernens: Schulen des Kreises erhalten Notebooks und iPads

20.11.2020

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat im Zuge der Umsetzung des Sofortausstattungsprogrammes des Bundes (DigitalPakt II) für die Schulen in der Trägerschaft des Landkreises rund 340 Notebooks angeschafft. Für 18 weitere Geräte übernimmt der Kreis die Kosten. Die Notebooks werden den Bildungseinrichtungen in diesen Tagen zur Verfügung gestellt. Damit sollen die Schulen beim Ausbau der Möglichkeiten des Online-Unterrichts unterstützt werden.

Außerdem wurden im Rahmen des Digitalpaktes II von der Schulabteilung der Kreisverwaltung 220 iPads bestellt. Aus Mitteln des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz werden ergänzend rund 130 Notebooks und iPads angeschafft. 

Alle Geräte sind für den Verleih an die Kinder und Jugendlichen bestimmt, die zu Hause nicht auf ein mobiles Endgerät zurückgreifen können und damit vom Online-Unterricht ausgeschlossen wären. Die Fachabteilung in der Kreisverwaltung steht in engen Kontakt mit den insgesamt 17 kreiseigenen Schulen, um die Notebooks und später die iPads entsprechend des Bedarfs sinnvoll zu verteilen.

Der Ausbau der digitalen Bildung ist in Zusammenarbeit mit den Schulen vor allem in den vergangenen Monaten stark vorangetrieben worden. Schon mehrfach hat der Kreis als Schulträger zum Beispiel darauf hingewiesen, dass es in der aktuellen Phase je nach Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie zu begrüßen wäre, wenn seitens des Landes in den Schulen die Möglichkeit des Hybrid-Unterrichts gegeben würde. Die Schulen des Kreises wären dazu inzwischen auch größtenteils technisch in der Lage.

Allerdings geht es auch darum, die Digitalisierung vorausschauend und nachhaltig aufzustellen, um auch später außerhalb von Corona-Zeiten darauf zurückgreifen zu können. Daher wird momentan auf Basis der Medienkonzepte der Schulen eine vereinheitlichte Ausstattungs- und Digitalisierungsstrategie für die Bildungseinrichtungen entwickelt.

Voraussetzung für die Digitalisierung in den Schulen ist der Breitbandausbau. Der Kreis kann hier Vollzug vermelden: Inzwischen wurde an allen Realschulen plus, Gymnasien, Förderschulen, der IGS in Hermeskeil und den berufsbildenden Schulen, die sich in Trägerschaft des Kreises befinden, der Breitbandausbau abgeschlossen. 

Die Anschaffung der Notebooks und iPads, die aktuell in den Kreisschulen verteilt bzw. demnächst geliefert werden, kostet insgesamt rund 270.000 Euro. Die Kosten werden über den DigitalPakt II zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land  übernommen.

Kreisjahrbuch 2021: Moderne Infrastruktur im Landkreis

17.11.2020

Auswirkungen der Corona-Pandemie / Vorstellung der neuen Publikation in Videokonferenz

Ob Verkehr, Breitbandausbau oder Bildung: Der Landkreis investiert in vielfältige Infrastrukturbereiche. Dadurch hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mit der Ausbreitung des Corona-Virus ist insbesondere die digitale Infrastruktur – für Homoffice, Homeschooling oder Videokonferenzen – in den Blickpunkt geraten.

Aus diesem Grund beschäftigt sich das Jahrbuch 2021 des Kreises Trier-Saarburg mit dem Titelthema Infrastruktur. Wegen der steigenden Corona-Zahlen wurde das druckfrische Kreisjahrbuch in diesem Jahr in einer Videokonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Cover des neuen Bandes zeigt symbolisch die Infrastrukturbereiche Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Breitbandausbau und Schulen. Dies zeigt, wie breit gefächert das Thema Infrastruktur betrachtet werden kann. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in den Beiträgen wider. Acht Beiträge befassen sich mit dem Titelthema. Besonders hervorzuheben ist die derzeitige Neuordnung des ÖPNV, die von dem zuständigen Geschäftsbereichsleiter Stephan Schmitz-Wenzel erörtert wird. Auch die Fortschritte im Bereich Schulen und Breitbandinfrastruktur werden in zwei Beiträgen beleuchtet.

Landrat Günther Schartz betont: „Das neue Jahrbuch ist aktueller als selten zuvor. Was durch die Digitalisierung alles möglich ist, sieht man insbesondere in Corona-Zeiten.“ Das Kreisjahrbuch liefere dabei eine beständige Dokumentation der kreiseigenen Geschichte. „Ich danke allen Redaktionsmitgliedern für ihren Einsatz“, so Schartz.

Auf den rund 420 Seiten gibt es 39 redaktionelle Beiträge. Neben dem Schwerpunkt sind die Rubriken „Aktuelles Kreisgeschehen“, „Menschen unserer Heimat“, „Kunst und Kultur“, „Neue Bücher“, „Natur und Umwelt“ sowie „Geschichte und Volkskunde“ vertreten. Insgesamt wirkten 27 Autoren am Kreisjahrbuch mit.

Bei den aktuellen Themen steht die Corona-Pandemie im Mittelpunkt. In einem Interview mit dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, wird über die rasche Verbreitung des Virus im privaten Bereich gesprochen. Außerdem wird in einem Beitrag die Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis ausführlich dargestellt. Vier Beiträge beschäftigen sich außerdem mit den Auswirkungen der Pandemie auf Veranstaltungen und Jubiläen im Kreis. Das Jahrbuch wirft auch einen historischen Blick auf die kreisweite Infrastruktur. So wird beispielsweise die Schulgeschichte des Kreises in den ersten der Nachkriegsjahrzehnten beleuchtet. Auch das Straßenwesen sowie der Automobilverkehr im 20. Jahrhundert sind Thema. Daneben werden auch die Jubiläen der Universität Trier und des Kreisarchivs aufgegriffen. Neben den redaktionellen Beiträgen bieten die Chroniken der sechs Verbandsgemeinden sowie des Landkreises einen guten Überblick über das Geschehen der vergangenen zwölf Monate. Auch abseits der Corona-Pandemie wurden im Kreis viele Projekte realisiert.

Das Jahrbuch wird für 7,50 Euro in den Buchhandlungen in Trier, Schweich, Hermeskeil, Konz und Saarburg sowie im Bürgerbüro in der Kreisverwaltung in Trier verkauft. Außerdem kann es online oder telefonisch bestellt werden. Bei Zusendung fallen Versandgebühren an.

Volkstrauertag: Opfer von Krieg und Gewalt nicht vergessen

17.11.2020

Landrat Schartz legt Kranz auf dem Ehrenfriedhof in Kastel-Staadt nieder

Infolge der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen musste auch die traditionelle Gedenkfeier des Kreises zum Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof in Kastel-Staadt abgesagt werden. Landrat Günther Schartz ließ es sich aber nicht nehmen, gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Dixius und Ortsbürgermeister Reiner Schmitt an dem Ehrenmal Kränze im Gedenken an die gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges und den Opfern von Krieg und Gewalt niederzulegen.

Verlorene Jugend

Viele Soldaten, die auf dem Ehrenfriedhof bestattet und in den letzten Kriegsmonaten in sinnlosen Kämpfen gefallen sind, waren kaum älter als 20 Jahre.  „Der Krieg und die Gewaltherrschaft Nazi-Deutschlands haben diesen jungen Menschen ihre Jugend geraubt und unendliches Leid über fast alle Familien in unserer Heimat gebracht. Wenn heute in der Corona-Pandemie davon gesprochen wird, dass man der heutigen Generation ihre Jugend raube, mahnt das Gedenken am Volkstrauertag auch daran, solche Vergleiche nicht unbedacht zu wählen. Sicherlich sind die Einschränkungen unangenehm. Aber eben nur unangenehm und nicht in einem existenziellen Maße gravierend wie in der Vergangenheit,“ so Schartz.

„Damals wurden Soldaten in sinnlose, kriegsverlängernde Schlachten geschickt.  Heute können wir froh sein, dass uns Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie helfen. Dies zeigt, wie froh und dankbar man immer wieder sein darf, dass sich die Zeiten und das Verständnis von Soldatentum so grundlegend geändert haben und gerade wir hier in der Grenzregion nunmehr seit 75 Jahren in Frieden und Wohlstand leben können,“ so der Landrat am Rande seines Besuchs in Kastel-Staadt.