Landkreis seit fünf Werktagen unter 50er Inzidenz

25.05.2021

Weitere Lockerungen gelten ab Donnerstag

Heute liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Trier-Saarburg laut den Zahlen des Robert-Koch-Institutes am fünften Werktag in Folge unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Daher können ab diesem Donnerstag laut der 21. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz weitere Lockerungen in Kraft treten.

Unter anderem ist die kontaktlose Sportausübung im Amateur- und Freizeitsport im Freien in Gruppen bis maximal zehn Personen zuzüglich einer Trainingsleitung zulässig, wobei vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt werden. Der außerschulische Musik- und Kunstunterricht ist in Gruppen bis zu zehn Personen sowie einer Lehrperson im Freien zulässig. Der Probenbetrieb der Breiten- und Laienkultur ist ebenfalls in kleinen Gruppen bis zu zehn Personen sowie einer leitenden Person im Freien zulässig. Dabei gilt während des gesamten Unterrichts- und Probenbetriebs das Abstandsgebot.

Kulturelle Veranstaltungen können unter Auflagen wieder vor Publikum stattfinden. Es gilt unter anderem eine Testpflicht. Die Öffnung der Innengastronomie ist wieder möglich mit Abstand, negativem Test und Maskenpflicht bis zum Platz.

Der vollständige Text der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung findet sich hier.

Umstrukturierung im Weinbau für das Pflanzjahr 2022

14.05.2021

Die unten genannten Antragsfristen gelten für den Teil 1 des Antragsverfahrens. Standardmäßig sollte der erste Antragszeitraum gewählt werden, damit die Rodung mit Erlaubnis gleich nach der Ernte erfolgen kann. Der zweite Antragstermin sollte nur für im Spätjahr neu erworbene Flächen genutzt werden.

Antragszeitraum Frühjahr 2021:
03.05. – 31.05.2021
Antragszeitraum Herbst 2021:
01.09. – 30.09.2021

Es müssen alle Flächen, auch die Flächen in Flurbereinigungsverfahren, beantragt werden, wenn sie im Herbst 2021 oder im Frühjahr 2022 gerodet werden sollen und eine Förderung durch Umstrukturierung geplant ist. Die Rodungsbescheide aus den Vorjahren verlieren ihre Gültigkeit, wenn die Rebflächen nicht gerodet wurden. Die Flächen müssen neu beantragt werden. Auch derzeit unbestockte Flächen, die mit Umwandlungsrechten bzw. Genehmigungen auf Wiederbepflanzung neu bestockt werden sollen, sind im Teil 1 zu melden. Unbestockte Flächen, die bereits Gegenstand eines Antrages Teil 1 waren und einen positiven Rodungsbescheid erhalten haben, müssen nicht erneut beantragt werden.

Im Januar des geplanten Pflanzjahres erfolgt die Antragstellung Teil 2. Hier können allerdings nur Flächen beantragt werden, die auch bereits in einem Teil 1 aufgeführt wurden.

Es wird empfohlen, den Antrag über das Weininformationsportal (WIP) der Land-wirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (wip.lwk-rlp.de) elektronisch auszufüllen und zu übermitteln. Das automatisch erzeugte PDF-Dokument ist auszudrucken, auf jeder Seite zu unterschreiben und fristgerecht bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg vorzulegen.

Die Antragsformulare und das Merkblatt sind über die Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz verfügbar. Sie können dort ausgedruckt und ebenfalls zur Antragstellung genutzt werden.

Auf den beantragten Flächen darf bis zu einer Mitteilung der Kreisverwaltung keine Veränderung der Bewirtschaftungsform (z.B.: Rodung) erfolgen. Die Benachrichtigung, dass gerodet werden kann, erfolgt im September (Frühjahrsantrag) oder Anfang Dezember (Herbstantrag).Bei Fragen zur Antragstellung helfen die zuständigen Sachbearbeiter bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Eva Fischer, Tel.: 0651/715-414 oder Ralf Kopp, Telefon 0651/715-320, weiter.

Stadtradeln für gutes Klima – der Kreis ist wieder dabei

04.05.2021

Vom 16. Mai bis 5. Juni können Kilometer mit dem Fahrrad gesammelt werden

Ob der Arbeitsweg, Brötchen holen oder mal ein Eis essen fahren – welche Wege können wir im Alltag mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zurücklegen? Auf diese Frage macht die Aktion „Stadtradeln“ des Netzwerks Klima-Bündnis aufmerksam. Der Landkreis Trier-Saarburg beteiligt in diesem Jahr zum zweiten Mal an der bundesweiten Aktion. Vom 16. Mai bis 5. Juni sind alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis aufgerufen, möglichst viele Fahrradkilometer zu sammeln.

Ziel ist, neben dem Klimaschutz, die Förderung des Radverkehrs in der Region und nicht zuletzt auch die Ermunterung, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Interessierte sollen motiviert werden, viele alltägliche Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Registrierung bereits möglich

Um die Kilometer zu „sammeln“ ist eine Registrierung auf der StadtradelnPlattform unter www.stadtradeln.de notwendig. Hier einfach den Landkreis Trier-Saarburg auswählen und sich dort eintragen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Gefahrene Strecken können alternativ auch über die App Stadtradeln direkt auf dem Smartphone getrackt werden.

Als Team anmelden

Anmelden können sich auch Unternehmen, Gemeinden oder Vereine, die sich als Teams für den Landkreis bei der Aktion beteiligen wollen. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg ist schon mit einem eigenen Team am Start. Fahrradfahren ist eine Aktivität für die ganze Familie. So haben sich im vergangenen Jahr auch viele Schulen als Teams an der Aktion beteiligt, um ihre Schülerinnen und Schüler für das Radfahren zu begeistern.

Landrat Günther Schartz freut sich auf möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, die an der Aktion teilnehmen. „Der Landkreis besitzt ein gutes Radwegenetz, das wir in Zukunft auch noch ausbauen wollen. Mit der Teilnahme bei der Aktion möchten wir das Radfahren als ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel in unserer Region noch attraktiver machen“, so Schartz.

263 registrierte Radelnde, über 55 000 Kilometer und rund 8 Tonnen CO2 vermieden – das war die Bilanz des Kreises im vergangenen Jahr. „Das können wir in diesem Jahr noch toppen“, so Schartz.

Erfahrungen können gemeldet werden

Noch ein Vorteil: Über die Bürgerbeteiligungsplattform RADar! können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer Verwaltung Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung melden. Zudem werden die beim Stadradeln per App getrackten Strecken anonymisiert von der Technischen Universität Dresden ausgewertet. Die Erkenntnisse – zum Beispiel wo, wie viel und wie schnell gefahren wird oder wo der Radverkehrsfluss verlangsamt wird – können dann für eine bessere Verkehrsplanung in der Region genutzt werden.

Streuobstwiesen nachhaltig fördern

29.04.2021

Bewerbungen zum Förderprojekt noch bis 5. Mai möglich

Fast 1200 größere Streuobstwiesen gibt es im Kreis. Um diese landschaftsprägenden Lebensräume nachhaltig zu schützen hat die Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ das Förderprojekt „Wer trotzt Wind und Wetter, reduziert das CO2 und bietet Tieren ein Zuhause? Die Streuobstwiese – ein schützenswertes Biotop!“ gestartet. Privatpersonen, Ortsgemeinden oder Vereine, die eine Streuobstwiese besitzen, können sich noch bis zum 5. Mai bewerben.

Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung ist Dr. Cornelia Pfabel. Informationen zu Voraussetzungen und Zielen des Projektes finden sich hier.

Seit Start der Bewerbungsphase sind zahlreiche positive Rückmeldungen eingegangen. „Es gibt auch viele Nachfragen per E-Mail und Telefon. Das zeigt das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, so Pfabel. Bei der Beratung versuche man auf die individuellen Streuobstflächen einzugehen. „So ist beispielsweise auch in bestimmen Fällen eine Kombination von Schafbeweidung zur Biotoppflege möglich“, so Pfabel. Auch sei eine Bewerbung möglich, wenn ein Besitzer zwei aneinandergrenzende Streuobstwiesen bewirtschaftet. „Wenn die Gesamtgröße über den geforderten 3000 Quadratmeter liegt, ist eine Bewerbung möglich“, so Pfabel.

Die Bedeutung der Streuobstwiese zeigt sich auch in einem europaweiten Aktionstag Ende April, bei dem auf den Nutzen dieser Biotope aufmerksam gemacht werden soll. Informationen zum ersten europaweiten Tag der Streuobstwiese gibt es auf der Website des NABU unter www.nabu.de

Antragsverfahren Agrarförderung 2021

14.04.2021

Allen Landwirten und Winzern aus dem Landkreis und der Stadt Trier, die im Vorjahr einen Agrarförderantrag eingereicht haben, wurden in der 13. Kalenderwoche die Zugangsdaten zum elektronischen Antrag für die Beantragung der flächenbezogenen Agrarfördermaßnahmen 2021 (Direktzahlungen, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Weinmarktordnung) zugesandt. Betriebsinhaber, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit neu aufgenommen haben, können auch eine Förderung erhalten und sollten sich daher wegen den Fördervoraussetzungen und den Antragsmodalitäten mit der Kreisverwaltung in Verbindung setzen.

Die Antragsteller werden gebeten, die unter www.eantrag.rlp.de zum Download bereitgestellte Antragssoftware 2021 neu herunterzuladen und zu verwenden. Die Antragssoftware des Vorjahres darf auf keinen Fall für den eAntrag 2021 genutzt werden.

Die Antragsfrist für die Einreichung des flächenbezogenen Antrages „Agrarförderung“ endet am 17. Mai 2021. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass der eAntrag erst nach ebenfalls fristgerechter Einreichung des unterschriebenen Datenträgerbegleitscheines bei der Kreisverwaltung (der nach Bearbeitung im System erzeugt wird) als gestellt gilt. Ein verspäteter Antragseingang führt zu einer Beihilfenkürzung bis hin zur kompletten Versagung der Prämie.

Hilfe bei der Antragstellung bieten der Maschinen- und Betriebshilfering Trier-Wittlich sowie der Kreisbauern- und Winzerverband Trier-Saarburg an. Für fachliche Fragen oder zur telefonischen Unterstützung stehen die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung zur Verfügung. In diesem Jahr wird gebeten, von persönlichen Vorsprachen abzusehen und sich per Telefon oder Email zu melden (Postanschrift: Willy-Brandt-Platz 1, 54290 Trier, agrarfoerderung [at] trier-saarburg [dot] de)

Ansprechpartner der Kreisverwaltung:

Thomas Köhl (0651)715-435
Andrea Farsch (0651)715-411
Klaus Bodem (0651)715-438
Ralf Kopp (0651)715-320
Jennifer Stadler (0651)715-345
Eva Fischer (0651)715-414
Frank Baustert (0651)715-116

Zwei Mehrgenerationenhäuser im Landkreis im neuen Bundesförderprogramm

07.04.2021

Auch der Landkreis unterstützt die Standorte Hermeskeil und Saarburg mit jährlich 20.000 Euro

Mehrgenerationenhäuser (MGH) sind Orte der Begegnung und des Austausches für Jung und Alt. Sie bieten vielfältige Angebote, die generationsübergreifendes Miteinander fördern und beispielsweise Integration erleichtern sollen. Mit dem Mehrgenerationenhaus Johanneshaus Hermeskeil und dem Mehrgenerationenhaus Saarburg-Kell gibt es zwei Standorte im Kreis. Beide sind Teil der neuen Bundesförderung.

Unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ ist zum 1. Januar das Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser in eine neue Förderphase gestartet: In dem auf acht Jahre angelegten Programm wurde seitens des Bundes eine Förderung von bis zu 40.000 Euro jährlich je MGH zugesichert. So sollen gute Entwicklungschancen und Teilhabemöglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen erreicht werden. Das Ziel sind gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land.

Ko-Finanzierung ist Voraussetzung

Voraussetzung für die Bundesförderung ist eine Ko-Finanzierung in Höhe von je 10.000 Euro von den Kommunen, Landkreisen oder Bundesländern. Der Landkreis Trier-Saarburg unterstützt die beiden MGH im Kreis bereits seit 2014 mit jährlich 20.000 Euro. Diese Förderung ist auch für die kommenden Jahre vorgesehen.

Deutschlandweit gibt es rund 530 MGH. Zwei davon befinden sich im Kreis. Das Johanneshaus Hermeskeil legt einen besonderen Fokus auf den Bereich Integration. Ein Beispiel ist das Café International, in dem Begegnungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen ermöglicht werden. Darüber hinaus bietet es einen Seniorentreff, einen Mittagstisch sowie vielfältige Kreativangebote für Kinder und Familien.

Das MGH Saarburg bietet neben zahlreichen Betreuungsangeboten und Kreativkursen einen Offenen Treff an, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und erste Kontakte knüpfen können. Auch das Café Urban als integratives Begegnungscafé ist eine wichtige Anlaufstelle.

Weitere Informationen sowie die Angebote der beiden MGH sind unter www.kulturgiesserei-saarburg.de/mgh und www.mgh-johanneshaus.de verfügbar.

Girls’Day und Boys’Day werden digital

06.04.2021

Unterstützung für Unternehmen und Institutionen

Berufsorientierung 4.0 – unter diesem Motto steht der Girls‘- und Boys’Day 2021, der Aktionstag gegen Rollenklischees im Beruf. Dabei öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. Der Praxistag ermöglicht es Mädchen und Jungen, Ausbildungsberufe und Studienfächer kennenzulernen, in denen sie unterrepräsentiert sind und in denen auch künftig Fachkräfte gesucht werden.

Mädchen gewinnen Einblicke in technische und handwerkliche Berufe im Bereich Industrie oder in der IT-Branche. Jungen erkunden an diesem Tag vielfältige Tätigkeiten vor allem in der Sozialen Arbeit, im Gesundheitswesen, in der Pflege und Bildung.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist auch die Berufs- und Studienorientierung derzeit eine Herausforderung. Die Bundeskoordinierungsstellen des Girls’Day und Boys’Day reagieren darauf und empfehlen Unternehmen und Institutionen, dieses Jahr die Aktionstage digital auszurichten, wenn Präsenzveranstaltungen nicht realisierbar sind. Zur Unterstützung bieten sie zwei Digital-Events an. Teil dieser Events ist ein öffentliches Live-Programm mit Interviews und Diskussionsrunden. Mit dabei sind Vorbilder aus verschiedenen Berufsfeldern.

Weiterführende Information finden sich unter www.girls-day.de oder www.boys-day.de Dort können Unternehmen und Institutionen ihre Angebote eintragen und die Schülerinnen und Schüler nach den passenden Plätze suchen und ihre Teilnahme anmelden.

Die Aktionstage werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Fragen beantwortet auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Trier-Saarburg, Anne Hennen, per Mail unter anne [dot] hennen [at] trier-saarburg [dot] de

Mit Eisspeicher Wärme gewinnen

Integratives Schulprojekt Schweich: Auftrag für innovatives Heizsystem vergeben

24. 03. 2021

Es geht weiter voran mit dem Integrativen Schulprojekt (ISP) in der Stadt Schweich: Die Arbeiten für den gemeinsamen Neubau der Treverer Schule, die sich momentan noch in der Stadt Trier befindet, und der Schweicher Grundschule liegen im Zeitplan.  Dazu gehört auch der Einbau der Eisspeicher-Heizung. Dabei handelt es sich um ein innovatives Heizsystem, das in vorbildlicher Form für den Klimaschutz steht.

Unterirdisches Wasserdepot

Der Auftrag für das Modellprojekt ist inzwischen vergeben worden. Das System wird über Luft-Wärmeabsorber Heizwärme-Energie in einem unterirdischen Wasserdepot speichern. Mit dem Einsatz von Wärmepumpen wird Energie entzogen und in die Räume der Schule geleitet, um diese zu beheizen. Durch den Entzug kühlt das Wasser im Speicher soweit ab, dass es schließlich vereisen kann – daher „Eisspeicher“. Doch die Anlage kann nicht nur wärmen, sondern die Innenräume im Sommer auch kühlen. Die Wärme, die den Klassenräumen dabei entzogen wird, wird wieder gespeichert und steht dann in der kühleren Jahreszeit für das Beheizen der Schulräume zur Verfügung. Zu der hochmodernen Heiztechnik gehört auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudeensembles. Sie liefert klimaneutralen Strom für die Wärmepumpen. Die Berechnungen haben ergeben, dass mit dem Heizsystem jährlich rund 131 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden können. Die Anlage mit Eisspeicher, Wärmepumpen sowie Luft- und Wärmekollektoren vereint die Vorteile effizienter und regenerativer Heizsysteme mit einem kostengünstigen Energiespeicher. Das Integrative Schulprojekt Schweich ist damit ein wichtiges Demonstrationsvorhaben und setzt auch energetisch-technisch Maßstäbe. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat die Verantwortlichen des Kreises und der Verbandsgemeinde Schweich bei der Konzeptionierung der Heizanlage umfassend unterstützt.

Das Schulprojekt entsteht in gemeinsamer Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg für die Treverer-Schule als Förderschule und der Verbandsgemeinde Schweich für die Grundschule. Das umfangreiche Bauvorhaben ist dem Gedanken der Inklusion verpflichtet. Rund 460 Kinder werden später in der Bildungseinrichtung unterrichtet. Im September 2020 fand das Richtfest statt. Die Bauarbeiten sollen nach der derzeitigen Planung im Sommer 2022 beendet sein. Die Rohbauarbeiten sind inzwischen komplett abgeschlossen. Zurzeit läuft der Einbau der Fenster und die Innenarbeiten sind gestartet.

Das Gebäudeensemble umfasst fünf Bauteile, davon einen Gemeinschaftsbereich mit Mensa und Mehrzweckräumen, zwei Unterrichtsgebäude, ein Therapiebad und eine Drei-Feld-Sporthalle. Eine „Schulstraße“ verläuft wie eine Achse zwischen den Gebäuden, verbindet die verschiedenen Bereiche und vereinfacht die Orientierung. Auch der Außenbereich wird auf den besonderen Förderbedarf der Treverer Schule mit dem Schwerpunkt motorische Entwicklung angepasst. So entstehen dort beispielsweise Räume für Erholung, Bewegung oder Naturwahrnehmung. Profitierten davon können die Kinder und Jugendlichen beider Schulen.

Vorbildliche Technik und Pädagogik

Landrat Günther Schartz, Vorsteher des Zweckverbandes, der den Bau der Schule begleitet, betont die Einzigartigkeit des Projektes. Die Schule sei mit ihrem inklusiven Ansatz in pädagogischer Hinsicht vorbildlich. Und auch in technischer Hinsicht hebe sich das Gebäude unter anderem durch das Eisspeichersystem hervor. Die besondere Qualität habe ihren Preis. Allerdings handele es sich um eine Investition in Bildung und damit in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler. Die Möglichkeiten und Chancen, die ihnen hier vor allem in dem gelebten Miteinander gegeben werden, würden die Kosten rechtfertigen. Insgesamt belaufen sie sich für den Neubau derzeit auf rund 42 Millionen Euro. Die bewilligten Mittel des Landes aus der Schulbauförderung für den Landkreis Trier-Saarburg betragen bislang rund 3,6 Millionen Euro. In Aussicht gestellt wurden dem Kreis für das Projekt Landesmittel von insgesamt rund 9,16 Millionen Euro. Wann allerdings die Bewilligung der weiteren Fördermittel durch das Bildungsministerium erfolgt, ist bis jetzt völlig offen. Die bisher zugesagten Mittel aus der Schulbauförderung für die Verbandsgemeinde Schweich betragen rund 5,3 Millionen Euro.

Der Bau der Eisspeicher-Heizung mit rund 2,2 Millionen Euro ist in den Gesamtkosten enthalten. Dafür wurde ein Antrag für die Gewährung eines Zuschusses (50 Prozent) aus dem Programm EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) gestellt. Ein Bewilligungsbescheid liegt derzeit noch nicht vor. An den finanziellen Aufwendungen des Landkreises Trier-Saarburg für den späteren Betrieb der Förderschule beteiligen sich die Stadt Trier, der Landkreis Bernkastel-Wittlich und der Eifelkreis Bitburg-Prüm, da auch Schüler aus diesen Kommunen die Treverer Schule besuchen werden.