Corona: 22 Neuinfektionen in Stadt und Landkreis

21.09.2021

Am heutigen Dienstag wurden dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg 22 weitere Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet – 11 aus der Stadt Trier und 11 aus dem Landkreis Trier-Saarburg. Somit beträgt die Zahl der seit dem 11. März 2020 nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Personen 8284 (3300 in der Stadt Trier und 4984 im Landkreis Trier-Saarburg).

Nach der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz verändert sich eine Warnstufe, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Werktagen jeweils zwei der drei Leitindikatoren mindestens den in der Verordnung festgelegten Wertebereich erreichen.

LeitindikatorenAktueller Tageswert
Stadt Trier
Aktueller Tageswert
LK Trier-Saarburg
Warnstufe 1
7-Tages-Inzidenz40,629,9 bis max. 100
7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz
(Versorgungsgebiet Trier)
0,4 0,4 kleiner 5
Anteil COVID-19-Erkrankter an Intensivkapazität
(Rheinland-Pfalz)
4,34 4,34 kleiner 6%

Der Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier befinden sich somit laut Angaben des Landesuntersuchungsamtes (siehe Tabelle) in der Warnstufe 1.

Insgesamt werden derzeit 5 Patientinnen und Patienten aus der Region stationär behandelt. Die Zahl der Infizierten geht weiter zurück und liegt aktuell bei 226 Personen – 22 weniger als gestern. Diese verteilen sich wie folgt: 122 im Landkreis und 104 in der Stadt Trier.

Die Infektionszahlen verteilen sich im Landkreis Trier-Saarburg wie folgt auf die Verbandsgemeinden.

VG Hermeskeil: 742            VG Konz: 1238             VG Ruwer: 484

VG Saarburg-Kell: 1242       VG Schweich: 714       VG Trier-Land: 564

Stadt und Landkreis appellieren angesichts unverändert hoher Infektionszahlen vor allem an jüngere Bürgerinnen und Bürger Impfangebote zu nutzen. Inzwischen bestehen gleich mehrere Möglichkeiten, sich relativ zeitnah impfen zu lassen:

  • Impfportal des Landes für Termine im gemeinsamen Impfzentrum Trier/Trier-Saarburg unter www.impftermin.rlp.de oder Tel. 0800 57 58 100
  • Impfung ohne Termin im Impfzentrum Trier/Trier-Saarburg zu den Zeiten, die unter www.trier.de/impfen veröffentlicht sind
  • Zudem bieten viele Hausärzte Impfungen an.

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung rät vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens, im privaten Bereich die geltenden Schutzregeln zu beachten, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, regelmäßig zu lüften, Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren sowie Kontakte zu begrenzen.

ÖPNV in der Region wird attraktiver und komfortabler

Neues Busnetz Ruwertal-Hochwald ist heute gestartet

Das neue Busnetz Ruwertal-Hochwald ist heute an den Start gegangen: Das bedeutet für die Kund:innen häufigere Verbindungen, mehr Fahrten und auch höheren Komfort. Fast alle Orte zwischen Trier, Hermeskeil und Zerf sind in dem Busnetz angebunden.

Entlang der Hauptachsen fahren ab sofort montags bis freitags vier Buslinien im Stundentakt sowie samstags und sonntags größtenteils im Zweistundentakt. Werktags fahren Busse aus kleineren Orten mindestens alle zwei Stunden zentrale Knotenpunkte an, damit Fahrgäste dort passend umsteigen können. Viele Orte bekommen am Wochenende, in den Ferien und abends nach 20 Uhr eine Busanbindung.

„Der Öffentliche Personennahverkehr in der Region gewinnt damit ganz eindeutig an Attraktivität“, so Landrat Günther Schartz. Dies zumal das Busnetz Ruwertal-Hochwald Teil eines größeren Buskonzepts sei, das bis 2025 im gesamten Verbundgebiet des Verkehrsverbund Region Trier (VRT) umgesetzt werde. Damit sei es noch interessanter, den ÖPNV im Alltag zu nutzen und so den Individualverkehr zu reduzieren. Ein wichtiges Zeichen werde mit der Umstrukturierung und der höheren Quantität der Fahrten auch in der Hinsicht der verstärkten Anbindung des ländlichen Raumes gesetzt, fügt der Landrat hinzu.

Alle neuen Verbindungen im Ruwertal-Hochwald lassen sich mit wenigen Klicks herausfinden unter www.vrt-info.de/fahrplanauskunft. Beispielsweise profitiert die Verbandsgemeinde Ruwer von der neuen Linie 20, welche Kasel, Waldrach, Thomm und Osburg werktags stündlich mit Trier und Farschweiler verbindet.

Eine deutliche Verbesserung des Angebots ergibt sich auch aus der Verlängerung der Linie 30 von Waldrach im Stundentakt zum Campus 1 und Campus 2 der Universität Trier. Es ist jetzt möglich, ohne langen Umweg über die Trierer Innenstadt die Universität unmittelbar aus dem Ruwertal zu erreichen. Neu ist, dass die Linie 30 von Bonerath, Pluwig, Gusterath, Gutweiler und Korlingen Richtung Trier, die neue Nummer 31 erhält. Neben diesen Linien sind im Sternverkehr – also abends und am Wochenende – auch die Linien 86 bis Morscheid und die Linie 88 bis Bonerath im Gebiet des Busnetzes unterwegs.

Über das verbesserte Angebot freut sich auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Ruwer, Stephanie Nickels: „Im Rahmen der Neuorganisation ist es gelungen, die wichtige Direktverbindung zwischen den Gemeinden des unteren und oberen Ruwertals sowie zu den Höhenstadtteilen und schließlich der Universität zu realisieren. Das attraktive ÖPNV-Angebot steigert die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und stellt einen interessanten Standortvorteil dar.“

Für das neue Buskonzept wurde dasbisherige Angebot analysiert, umgeplant und neu ausgeschrieben. Für das Gebiet von Ruwertal und Hochwald ist das Busunternehmen Jozi-Reisen aus Schweich verantwortlich. Finanziert wird das Angebot vom Landkreis Trier-Saarburg, dem Zweckverband VRT und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord.

„Innerhalb der letzten beiden Jahre haben wir als VRT im Landkreis Trier-Saarburg vier neue Busnetze an den Start gebracht. Der Kreis ist mit dem neuen Angebot im Ruwertal-Hochwald nun komplett vernetzt. Dadurch bieten wir unseren Kunden ein zukunftsfähiges Busangebot und freuen uns, wenn dieses rege genutzt wird“, sagt die Geschäftsführerin des VRT, Barbara Schwarz.

Deutlich erhöht wurden für das neue Buskonzept schließlich auch die Qualitätsanforderungen an Fahrzeuge und Haltestellen. So müssen die Busse höhere Mindestanforderungen erfüllen, die für mehr Komfort während der Fahrt sorgen und Barrierefreiheit gewährleisten. Bis 2022 müssen alle Fahrzeuge des neuen Busnetzes über Platz sowie Einstiegshilfen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste verfügen. Die Haltestellenschilder wurden einheitlich ausgetauscht und mit mehr Informationen ausgestattet. Teilweise haben die Haltestellen auch einen neuen Namen erhalten, um Ortsfremden eine schnelle Orientierung zu ermöglichen.

Detaillierte Informationen zum Busnetz finden sich im Internet unter www.vrt-info.de/bus-netz/ruwertal-hochwald., eine interative Karte unter

https://www.vrt-info.de/fahrplanlinienkarte_RH

Schöne neue Datenwelt

27.082021

Digitaler Elternabend der Kreisjugendpflege zur Medienerziehung

Das Referat Jugendpflege und Sport des Jugendamtes der Kreisverwaltung lädt zu digitalen Elternabenden mit dem Titel „Schöne neue Datenwelt“ ein.

In der Veranstaltung geht es um WhatsApp, Instagram, Tiktok & Co, die inzwischen auf dem Handy vieler Kinder und Jugendlichen zu finden sind. Für die Eltern ist die Medienwelt immer schwerer zu durchschauen. Hinzu kommt, dass sich in der Corona-Zeit der Medienkonsum vieler junger Menschen deutlich erhöht hat. Dabei entstehen Unsicherheiten und es stellen sich Fragen, welche Gefahren es gibt. Wie gehen zum Beispiel die „social networks“ auf Datenfang? Wie können die Kinder und Jugendlichen davor geschützt werden?

Beim digitalen Elternabend sollen diese Situationen und Fragen thematisiert werden. Referent ist der Medienpädagoge Daniel Zils. Die Veranstaltung findet am 29. September von 19 bis 20:30 Uhr als Videokonferenz statt. Anmeldungen werden erbeten unter jugendpflege [at] trier-saarburg [dot] de

Schulen: Lüftungsgeräte dort, wo es notwendig ist

Corona und Schulen – da geht es immer auch um das Thema Lüftung der Räume und die Ausstattung mit entsprechenden Geräten. Der Kreis ist Träger von 16 Schulen. Die Verantwortlichen nehmen das Thema sehr ernst und haben sich mehrfach damit auseinandergesetzt. Gemeinsam mit allen Beteiligten und in einem kontinuierlichen Austausch mit den Schulleitungen sind Lösungen erarbeitet worden. In den Räumen, in denen eine natürliche Lüftung nicht möglich ist oder nicht ausreicht, werden Lüftungsanlagen eingebaut. Teilweise ist dies bereits geschehen.

Zuletzt hat sich der Bauausschuss des Kreises im Juli mit dem Thema befasst. Die Lüftungssituation an den kreiseigenen Schulen wird laufend überprüft. Zu Beginn der Sommerferien ist in enger Zusammenarbeit mit den Schulen nochmals ermittelt worden, in welchen Klassen, Fachklassen und weiteren Räumen ein Bedarf für Lüftungsgeräte besteht. Das Gremium wurde über das Ergebnis der Abfrage informiert. So hat sich herausgestellt, dass die Lüftungssituation an den Schulen in Trägerschaft des Kreises grundsätzlich gut ist. Sie erfolgt entweder über die natürliche Lüftung durch regelmäßiges Öffnen der Fenster oder durch bereits vorhandene Lüftungsanlagen. Diese versorgen zum Beispiel Unterrichtsräume für Physik, Chemie oder Biologie, Lehrküchen oder Sporthallen, die auch als größere Versammlungsräume genutzt werden können. In Zusammenarbeit mit den Schulleitungen wurden einzelne Räume identifiziert, in denen die Lüftungssituation zu verbessern ist. Dabei handelt es sich um das Lehrerzimmer im Gymnasium Saarburg, zwei Büroräume in der Don-Bosco-Schule in Wiltingen, einen Computerraum in der Realschule plus in Kell am See sowie einen Medienraum und einen Informatikraum im Gymnasium Hermeskeil. Alle Räume werden nun zeitnah mit Lüftungsanlagen ausgestattet. Im Lehrerzimmer des Gymnasiums Saarburg ist dies bereits erfolgt.

Fensteröffnung wird präferiert

Landrat Günther Schartz: „Zu präferieren ist ansonsten nach wie vor die Fensterlüftung und die zusätzliche Lüftung über die schon lange vorhandenen technischen Anlagen wie in den Fachräumen oder Schulküchen. Auch das Gesundheitsamt bestätigt dies: „Die Frischluftzufuhr über geöffnete Fenster ist die effektivste Möglichkeit für die Reduzierung der Co2-Konzentration in den Innenräumen und damit für den Infektionsschutz“, meint der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels.

Genau diese Auffassung vertritt auch das Land. Experten würden davon ausgehen, dass eine gute Raumluftqualität am besten durch eine sachgerechte Fensterlüftung oder die bereits vorhandenen raumlufttechnischen Anlagen zu erreichen sei, sagte zuletzt auch Bildungsministerin Dr. Stephanie Hubig. Verschiedene Faktoren wie zum Beispiel eine ungünstige Raumgeometrie oder die Anzahl beziehungsweise Verteilung der Personen im Raum könnten die Wirksamkeit von mobilen Luftreinigungsgeräten auch stark einschränken oder sogar gesundheitliche Risiken mit sich bringen, heißt es außerdem in einer Information des Landes. Auch das Umweltbundesamt kommt zu einer solchen Einschätzung und empfiehlt den Schulträgern ebenso, höchst vorsichtig mit dem Einsatz von Luftreinigungsgeräten umzugehen. Dies zumal diese Geräte nicht verhindern können, dass dennoch parallel über Fenster gelüftet werden muss. Denn die Luftreinigungsgeräte haben keine Verbindung mit der Frischluft von außen, sondern wälzen nur die Luft in den Innenräumen um.

„Wir werden damit in unserer Strategie bestätigt, dass wir keine Luftreinigungsgeräte, sondern Lüftungsanlagen einsetzen, die kontinuierlich mit Frischluft versorgen. Diese werden nun gezielt dort eingebaut, wo die Situation es konkret erfordert“, sagt der Landrat. „Uns ist das Thema sehr wichtig und daher haben wir bereits im vergangenen Jahr mehrere hundert mobile Co2-Messgeräte angeschafft und an die Schulen verteilt. Sie ermöglichen es, in den einzelnen Räumen die Lüftungsintervalle optimal einzustellen.“

„Außerdem sind wir auch weiterhin mit dem Thema befasst und prüfen gemäß der entsprechenden Situation alle weiteren Möglichkeiten, um die Infektionsgefahr auch im neuen Schuljahr in den kreiseigenen Bildungseinrichtungen so niedrig wie möglich zu halten. So werden seitens des Kreises bei Bedarf unter anderem in den Räumen für die fünften und sechsten Klassen an den Plätzen der Schülerinnen und Schüler Plexiglaswände installiert“, fügt der Landrat hinzu

Neubau der Ruwertalschule: Unterricht in modernen „Lernhäusern“

An der Ruwertalschule nagt der Zahn der Zeit. Die Gebäude der kreiseigenen Grund- und Realschule plus in Waldrach werden daher bis auf eine Ausnahme abgerissen und ein Neubau ist in der Planung. Im Rahmen der jährlichen Schultour der Kreisverwaltung in den Sommerferien wurden die Planungen vor Ort in der Schule detailliert vorgestellt.

An den Gebäuden der Schule in der Verbandsgemeinde Ruwer besteht erheblicher Sanierungsbedarf, einige sind auch strukturell nicht mehr zeitgemäß nutzbar. Grundsätzlich hat sich daher die Frage gestellt, ob die vorhandenen Gebäude saniert werden sollen oder ob ein Neubau sinnvoller ist. Der Kreistag hat entschieden, die Schule komplett neu zu errichten. Ausnahme bildet ein Erweiterungsbau, der 2002 entstanden ist.

Damit der Schulbetrieb während der Bauphase weiterlaufen kann, wird eine „Containerschule“ entstehen, in der die jetzige Schule mit ihren Räumlichkeiten komplett abgebildet wird.

Landrat Günther Schartz erläuterte das Gesamtprojekt zusammen mit dem Leiter der Kreisschule, Markus Lehnert, sowie der Bürgermeisterin Stephanie Nickels. Der Entwurf, der realisiert wird, sieht die Grundschule und der Realschule plus in zwei Baukörpern mit separaten, über einen gemeinsamen Schulhof erreichbaren Zugängen vor. Beide Gebäude sind über den Bibliotheksbereich verbunden. Im Untergeschoss verbindet ein Fachraumbereich die Gebäude. Die Ganztagsbereiche werden zusammengefasst und im jetzigen Erweiterungsbau der Schule angeordnet.

Ursprünglich war vorgesehen neben dem Erweiterungsbau auch die Sporthalle der Schule mit der Mehrzweckhalle im Untergeschoss zu erhalten. Weiterführende Bauwerksdiagnosen zeigten auch in diesem Gebäudeteil deutliche Mängel. Die Gebäude für die beiden Schulen sind als Atriumtypen konzipiert und bilden so moderne „Lernhäuser“ als attraktive, auf die Gemeinschaft bezogene Einheiten. Der zentrale Hofbereich der Grundschule ist als geschlossenes Atrium ausgebildet, die Realschule erhält einen offenen Lichthof. Der Schulhof ist als gemeinsamer Raum für beide Schularten konzipiert, der in verschiedene thematische Bereiche (Spiel und Sport, Ruhe und Verweilen) gegliedert sein wird. Als ergänzendes Angebote finden sich eine Gartenterrasse mit Schulgarten im Nordwesten sowie Schulterrassen im Südwesten, deren Sitzstufen die Aussicht in das Ruwertal erlebbar machen. „Wir werden die Pädagogik und das Bauen hier miteinander verzahnen“, so Landrat Günther Schartz. Es gehe darum, dass das soziale Lernen auch räumlich abgebildet werde. Die Konzeption des Neubaus mache dies möglich, fügte Schulleiter Lehnert hinzu.

Die Gebäude sollen in konventioneller Massivbauweise errichtet werden. Für die Fassaden werden langlebige Materialien gewählt. Hinsichtlich der Gebäudetechnik sind Solarthermie und Photovoltaik, Saisonspeicher in den Hanggeschossen sowie Konzepte zur Nachtauskühlung vorgesehen.

Momentan läuft für den Neubau die Entwurfsplanung, die voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen und auch eine detaillierte Kostenplanung enthalten wird. Nach dem Vorentwurf wird der Kostenrahmen für das Neubauvorhaben momentan auf rund 16,7 Mio. Euro geschätzt. Die Kosten für den noch zu planenden Neubau der Sport- und Mehrzweckhalle sind darin noch nicht enthalten. Die Verbandsgemeinde Ruwer wird sich an den Baukosten für die Grundschule und für die gemeinschaftlich genutzten Räume entsprechend der Schülerzahl beteiligen. „Es handelt sich hier um ein Kombiprojekt über die ganze Kommunale Familie hinweg“, begrüßte Stefanie Nickels die gute Zusammenarbeit auch in Sachen der Sport- und Mehrzweckhalle. Die Halle habe zusätzlich eine Bürgerhausfunktion für die Ortsgemeinden vor allem im Unteren Ruwertal. Voraussichtlich Ende 2023 sollen die Bauarbeiten für die Schule beginnen.

Vor dem Start der Bauarbeiten für den Schulneubau wird die Containerschule mit den mobilen Elementen auf dem Verkehrsübungsplatz in Waldrach aufgebaut. Dieses Provisorium befindet sich ebenfalls in der Vorentwurfsphase. Zurzeit läuft die Abstimmung mit der Schulleitung und den Fachbehörden. Die Ausstattung der mobilen Räume wird hochwertig sein, so dass der Schulbetrieb ohne Einschränkungen gewährleistet ist. Eine Ausnahme wird der Sportunterricht bilden. Vor allem in der Winterzeit werden die Schüler vom Kreis zu Sportstätten in der Umgebung gefahren werden.

Landrat Günther Schartz (2.v.l.) stellte zusammen mit den weiteren Verantwortlichen die Konzeption des Neubaus vor. Rechts im Bild der Erweiterungsbau, der erhalten bleibt.

Soforthilfen und erste Schadensbilanz

17.08.2021

Kreis und Verbandsgemeinde Trier-Land in enger Abstimmung nach der Unwetterkatastrophe vor vier Wochen

Die Unwetterkatastrophe vor vier Wochen hat insbesondere in der Verbandsgemeinde Trier-Land große Schäden angerichtet. Neben rund 420 betroffenen Privathäusern wurden auch zahlreiche öffentliche Bauwerke und Straßen beschädigt.

Der Kreis hat in enger Abstimmung mit den betroffenen Verbandsgemeinden Trier-Land und Schweich eine vorläufige Schadenssumme von 12,2 Millionen Euro für die öffentlichen Einrichtungen ermittelt. Darin enthalten sind Schäden wie unter anderem der Hochwasserschutz Kordel, Kreis- und Gemeindestraßen inklusive der Brücken, Wirtschafts-, Forst- und Radwege, Feuerwehrgerätehäuser und Fahrzeuge, Gemeindeeinrichtungen, die Grundschule Kordel, Sportanlagen, Klär- und Wasserwerke. Nicht enthalten sind Schäden von Privatpersonen und Unternehmen sowie nicht-kommunale Einrichtungen (z.B. die Kita Kordel in kirchlicher Trägerschaft). Die Schadensbilanz ist vorläufig. Weitere Schäden bzw. Änderungen der ermittelten Schadenshöhe sind sicherlich möglich.

Ein wichtiges Thema in den Privathaushalten sind die Heizungen, die teilweise zerstört wurden. Aus diesem Grund hat die Verbandsgemeinde Trier-Land gemeinsam mit dem Kreis in dieser Woche zwei Informationsveranstaltungen in Kordel und Langsur organisiert. Das Ziel ist es, individuelle kurz- und langfristige Lösungen für die Betroffenen vor Beginn der Heizperiode zu finden.

Gleichzeititg organisiert die Kreisverwaltung die Auszahlung der vom Land Rheinland-Pfalz initiierten Soforthilfen für Privathaushalte und Unternehmen.

Seit rund vier Wochen können Hilfen beantragt werden. Seitdem sind rund 360 Anträge von Privathaushalten eingegangen und es wurden 830.000 Euro ausgezahlt. Insgesamt haben auch 22 Unternehmen aus den betroffenen Gebieten einen Antrag auf Soforthilfe gestellt. Dort wurden bereits 90.000 Euro ausgezahlt.

VG Trier-Land informiert: Heizen im Hochwassergebiet?

13.08.2021

Info-Veranstaltung für von der Flut betroffenen Bürger:innen der Verbandsgemeinde Trier-Land

Die verheerende Flut an Sauer und Kyll hat Schäden in Millionenhöhe an öffentlichem und privatem Eigentum hinterlassen. Vor allem die Zerstörung der Heizungsanlage treibt derzeit vom Hochwasser betroffene Hausbesitzer:innen um. Viele stellen sich die Frage, wie sie angesichts fehlender Facharbeiter und knapper Materialien bis zum Beginn von Herbst und Winter zu einer funktionierenden Heizung kommen können. Was ist bei der Beschaffung zu beachten? Welche gesetzlichen Regelungen gelten? Ist die alte vielleicht doch noch zu retten, wenn auch nur provisorisch? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Um all diese Fragen wird es in zwei Informationsveranstaltungen gehen, die die Verbandsgemeinde Trier-Land in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Trier-Saarburg und der Energieagentur Rheinland-Pfalz am Dienstag, 17. August, 19:00 Uhr, im Bürgerhaus Kordel, und am Mittwoch, 18. August, 19:00 Uhr, in der Kulturhalle Langsur anbietet.

In drei Kurzvorträgen werden Experten der Schornsteinfegerinnung, der Sanitär-, Heizungs- & Klimatechnik-Innung Trier-Saarburg und der Energieagentur Rheinland-Pfalz die wichtigsten Punkte aufgreifen. In der anschließenden Fragerunde haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den genannten Kooperationspartnern, konkrete Fragen zu stellen und Problemstellungen anzusprechen.

Zur Ermittlung des konkreten Beratungsbedarfs werden Mitarbeiter der genannten Kooperationspartner die individuellen Bedarfe in Bezug auf kurz- und langfristige Lösungen gemeinsam mit den betroffenen Bürger erheben und die weiteren Schritte bezüglich der Umsetzung vereinbaren. Ziel ist es, bedarfsgerechte und zeitnahe Lösungen zu finden und umzusetzen.

Es gelten die aktuellen Corona-Hygienebedingungen.

Kreisstraße 36: Austausch der Pflasterflächen in Naurath

13.08.2021

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier teilt mit, dass voraussichtlich ab dem 16. August (Montag) Bauarbeiten für die Deckenerneuerung in der Ortsdurchfahrt Naurath (Eifel) im Bereich der Kirche im Zuge der Kreisstraße K 36 beginnen.

Wegen zu geringer Fahrbahnbreite müssen die Arbeiten bis etwa Mitte/Ende September unter Vollsperrung durchgeführt werden – eine Umleitung ist ausgeschildert. Damit verbunden sind die Verkürzung der Gesamtbauzeit und qualitativ bessere Voraussetzungen. Bei den Sanierungsarbeiten wird die in die Jahre gekommene Pflasterbefestigung, die inzwischen stark verdrückt ist und in der sich etliche Steine lösen, ausgebaut und durch eine Asphaltdecke ersetzt. Dafür wird die Pflasterfläche sowie die darunter liegende Asphalttragschicht entfernt. Die beidseitige Pflasterrinne wird durch eine Betonrinne ersetzt. Die Ausbaulänge beträgt insgesamt rund 90 Meter. Die Umleitungsstrecken für den Pkw- und den Lkw-Verkehr werden separat ausgeschildert. Die Pkw werden über die Kreisstraßen 38 und 37 geführt. Die Umleitung für den Lkw-Verkehr verläuft über die L 46 Richtung Zemmer, L 43 Heidweiler sowie über die L49 Dierscheid, Erlenbach, Hetzerath und umgekehrt.

Die Baukosten betragen rund 80.000 Euro und werden vom Kreis Trier-Saarburg getragen. Der Anteil des Landkreises wird zu 70 % vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Auftragnehmer ist die Firma Köhler Straßenbau aus Trier. Der LBM Trier dankt den Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis.

Sporthalle in Schweich erstrahlt im neuen Glanz

Es müssen noch einige Restarbeiten an der Fassade und an den Außenanlagen abgeschlossen werden. Ansonsten erstrahlt die Sporthalle am kreiseigenen Stefan-Andres-Schulzentrum in der Stadt Schweich bereits im neuen Glanz. Die Dreifeld-Halle ist mit großem Aufwand von Grund auf saniert worden. Im Rahmen eines Pressegespräches mit Landrat Günther Schartz, der Ver-bandsgemeindebürgermeisterin Christiane Horsch sowie den Fachleuten aus dem Gebäudemanagement der Kreisverwaltung und den Planern wurde die erneuerte Halle vorgestellt. Für das Gymnasium nahm Schulleiter Dominik Knobloch und für die Realschule plus mit Fachoberschule (FOS) Dr. Michael Frien teil. Beide Kreisschulen nutzen die neue Halle für den Sportunterricht.

Die Dreifeldhalle des Kreises im Schulzentrum Schweich ist komplett modernisiert worden.

Die Halle wurde 1974 gebaut und war „in die Jahre gekommen“. Das Gebäude ist daher bis auf den Rohbau zurückgebaut worden. Es ist in seiner Funktion als Dreifeld-Turnhalle erhalten geblieben, wird aber künftig zudem multifunktional nutzbar sein. Denn ohne die Unterteilung in die drei Felder hat die Halle die wettbewerbstauglichen Abmessungen für alle gängigen Ballsportarten und darüber hinaus noch Platz für eine ausziehbare Tribüne. Damit kann sie auch als Veranstaltungsraum zur Verfügung stehen, in dem unter normalen Bedingungen mehr als 1200 Personen Platz haben.

Die sanierte Halle sei ein Baustein, sagte Landrat Günther Schartz und verwies auf die weitere Sporthalle, die zurzeit in Schweich in Zusammenhang mit dem Integrativen Schulprojekt entstehe. Damit gebe es vielfältige Möglichkeiten für den Schul- und Breitensport in der Stadt, Verbandsgemeinde und darüber hinaus. Christiane Horsch dankte dem Kreis für die moderne Halle, die jetzt wieder zur Verfügung stehe. Die Verbandsgemeinde wachse und es sei wichtig, auch im Bereich Sport zu investieren, denn der Bedarf sei da. „Die Hallen sind ausgelastet“, so Horsch.

Barrierefreier Ausbau

Die Sporthalle im Schulzentrum ist barrierefrei und behindertengerecht umgebaut worden – so ist unter anderem im Bereich des Haupteingangs ein Aufzug entstanden. Gestalterisch hat sich die Halle vor allem in der Form verändert, dass sie durch hohe und breite Fensteröffnungen großzügig mit Tageslicht versorgt wird. Direkt ins Auge fällt auch die künstlerische Innengestaltung der Halle und der Umkleiden: Dynamisch, athletisch und bunt – so lassen sich die Werke von „Urban Drips“ beschreiben. In sieben Elementen haben die Künstler Sportarten in Graffiti-Kunstwerken an die Wand der Sporthalle gebracht. Das Farbkonzept spiegelt sich auch in den Umkleiden wieder. Durch diese „Kunst am Bau“ erhält die Halle zusätzlich einen besonderen Charakter, der zum Sport animiert. Entscheidend sei auch der weitere pädagogische Effekt: „Wir wollen die Kunst erlebbar machen“, sagte der Landrat.

Energetisch ist das Gebäude auf den modernsten Stand gebracht worden. Das Energiekonzept enthält zum Beispiel eine Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage.

Kosten 7,5 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt liegen bei rund 7,5 Millionen Euro. Der Kreis als Bauträger erhält eine Förderung durch das Kommunale Investitionsprogramm KI 3.0 des Bundes von rund 2,9 Millionen Euro für die energetische Sanierung. Außerdem ist eine Förderung des Landes aus Schulbaumitteln in Höhe von rund 460.000 Euro zugesagt. Die Differenz von rund 4,1 Millionen Euro trägt der Kreis aus eigenen Mitteln.

Veterinäramt beendet tierschutzwidrige Kaninchenhaltung

Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat bei einer unangekündigten Kontrolle einer größeren Kaninchenhaltung in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell massive tierschutzwidrige Haltungsbedingungen vorgefunden. Die Tiere mussten daher direkt beschlagnahmt werden.

Insgesamt handelt es sich um mehr als 140 Kaninchen und neun Meerschweinchen. Sie wurden in stark verschmutzten Boxen gehalten, in denen sich auch Fäkalien fanden. Einige Tiere waren in einem schlechten Pflege- und Gesundheitszustand. Es wurden einzelne verendete Jungtiere entdeckt. Darunter waren auch bereits mumifizierte Kadaver.

In Zusammenarbeit mit den Tierheimen Trier und Koblenz sind die Tiere bereits abtransportiert worden. Sie werden momentan auf mehrere Tierheime im größeren Umkreis verteilt.

Das Veterinäramt wird nun in Sache ermitteln und prüfen, welche Verstöße des Tierhalters konkret vorliegen.

Über weitere Fakten zu der Sache kann daher erst in der kommenden Woche informiert werden.