Haushalt 2026 genehmigt – Landkreis sieht strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen bestätigt

23.03.2026

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan des Landkreises Trier-Saarburg für das Jahr 2026 genehmigt. Die Genehmigung ist jedoch mit deutlichen Einschränkungen verbunden: Von den vorgesehenen 40,35 Millionen Euro an Investitionskrediten wurden zunächst lediglich 20 Millionen Euro genehmigt. Auch bei den Verpflichtungsermächtigungen wurde nur ein Teilbetrag freigegeben. Dadurch kann der Kreis weniger Geld für notwendige Investitionen bereitstellen. Zudem beanstandet die ADD ausdrücklich die Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2029.

Landrat Stefan Metzdorf macht deutlich, dass die Genehmigung zwar die Handlungsfähigkeit des Landkreises für das Jahr 2026 sichere, die strukturellen Probleme aber unverändert bestehen blieben: „Die Genehmigung gibt uns für 2026 die notwendige Grundlage zum Handeln. Sie zeigt zugleich sehr deutlich, wie eng die Spielräume der Landkreise inzwischen geworden sind. Gerade bei Jugend- und Sozialausgaben haben wir kaum echten Handlungsspielraum. Gleichzeitig stehen wir vor großen Aufgaben bei Schulneu- und -umbauten sowie bei notwendigen Erweiterungen. Das sind Investitionen in Bildung und Daseinsvorsorge, auf die wir nicht verzichten können.“

In ihrer Verfügung verweist die ADD selbst auf erhebliche Belastungen, insbesondere bei den Personal- und Versorgungsaufwendungen sowie bei den Aufwendungen der sozialen Sicherung. Genannt werden unter anderem tarifliche und besoldungsrechtliche Entwicklungen, zusätzlicher Personalbedarf sowie Kostensteigerungen insbesondere bei der Eingliederungshilfe und den Hilfen zur Erziehung.

Aus Sicht des Landkreises ist dabei entscheidend: Der zusätzliche Personalbedarf ist in weiten Teilen nicht frei disponierbar. Er ist vielmehr Folge wachsender gesetzlicher Vorgaben, zusätzlicher Aufgaben und steigender fachlicher Anforderungen an die Verwaltung.

Auch die fortschreitende Digitalisierung verursacht erhebliche zusätzliche Belastungen. Software, IT-Sicherheit und Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Plattformen führen zu hohen laufenden Kosten, während einheitliche Standards vielerorts weiterhin fehlen.

Kritisch bewertet Landrat Stefan Metzdorf zudem die Aussagen der ADD zum Kreiskrankenhaus Saarburg. Die für 2026 vorgesehenen Finanzhilfen werden mit Blick auf die Daseinsvorsorge aufsichtsbehördlich geduldet. „Gerade beim Kreiskrankenhaus zeigt sich ein grundlegender Widerspruch: Die Sicherung der Versorgung in der Fläche wird erwartet, die finanziellen Folgen bundespolitischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen bleiben am Ende aber vor Ort hängen. Hinzu kommt, dass stark wachsende Pflichtausgaben vielerorts nicht ausreichend und vor allem nicht dynamisiert gegenfinanziert werden. Das belastet die kommunalen Haushalte zunehmend in Millionenhöhe.“, so der Landrat.

Der Landkreis Trier-Saarburg wird die Vorgaben der Haushaltsverfügung nun sorgfältig auswerten und sich zugleich weiterhin mit Nachdruck für eine auskömmliche Finanzierung der kommunalen Aufgaben einsetzen.

Stadt und Kreis treten in die Pedale

21.04.2026

Aktion „Stadtradeln“ stärkt das Klima und die Gemeinschaft / Start am 10. Mai

Mehr Wege im Alltag können per Fahrrad zurückgelegt werden, darauf macht das Stadtradeln aufmerksam: Die internationale Aktion des Klimabündnisses findet im Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier vom 10. bis 30. Mai statt. Möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zu fahren und dabei Kilometer für das eigene Team und die eigene Kommune zu sammeln – dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen.

Die Anmeldung ist für alle Interessierten auf der Webseite des Stadtradelns unter den Adressen www.stadtradeln.de/landkreis-trier-saarburg für den Kreis und www.stadtradeln.de/trier für die Stadt möglich. Hier kann man Teams gründen oder bereits bestehenden Teams beitreten. Die geradelten Kilometer können im Aktionszeitraum eingetragen oder bequem per Handy getrackt werden. Sie werden dann dem eigenen Team und der eigenen Kommune gutgeschrieben.

„Wir wollen den Radverkehr insbesondere im Alltag durch den gemeinschaftlichen Wettbewerb fördern“, so Landrat Stefan Metzdorf. „Der Kreis investiert mit dem Radverkehrskonzept bereits in die Radinfrastruktur, doch hilft das Stadtradeln dabei, auf das Fahrrad als echte Mobilitätsoption im ländlichen Raum aufmerksam zu machen. Machen Sie mit und sammeln Sie gemeinsam mit der Familie, mit Freundinnen und Freunden oder den Kolleginnen und Kollegen Fahrradkilometer für die Region!“

„Die Aktion Stadtradeln beweist, dass Radverkehr etwas für alle Menschen ist – es zählen nicht allein die meisten Kilometer, sondern auch die 1,2 Kilometer zur Grundschule sind eine tolle Leistung, sagte Dr. Thilo Becker, Baudezernent der Stadt Trier. „Gerade in Zeiten, in denen hohe Kraftstoffpreise vielen Menschen ernste Sorgen bereiten, ist Stadtradeln ein guter Anlass zum Ausprobieren des Fahrrades im Alltagsverkehr. Parallel arbeiten wir weiterhin daran, die Infrastruktur für Radfahrende in Trier zu verbessern, damit das Radfahren im Alltag noch attraktiver und sicherer wird.“

Gemeinsame Auftaktveranstaltung

Der Startschuss für die Aktion fällt am 10. Mai (Sonntag) vor der Porta Nigra.

Um 11 Uhr starten gleich zwei Fahrrad-Touren: Eine Tour ist mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) über Wiltingen durch das Konzer Tälchen und wieder zurück nach Trier vorgesehen.

Die zweite Tour wird nach Grevenmacher (Luxemburg) führen. Dort ist ein gemeinsames Picknick geplant. Anschließend können die Teilnehmenden mit dem Zug zurückzufahren oder mit dem Rad weiter über Temmels bis zurück nach Trier radeln.

Radvergnügungstag „Saarpedal“

Fahrradkilometer fürs Stadtradeln sowie weitere Informationen rund ums Radfahren in der Region können auch am Radvergnügungstag „Saarpedal“ gesammelt werden: Zwischen Konz und Merzig sind am 17. Mai (Sonntag)von 10 bis 18 Uhr hierfür die Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Radfahrer:innen, Skater:innen und Wanderer:innen werden so freie Bahn haben.

Der Kreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier werden an diesem Tag mit einem Informationsstand im Maierspark in Konz vertreten sein.

Die gemeinsame Abschlussveranstaltung des Stadtradelns findet am 21. Juni im Queergarten in Trier statt. Dort sollen die besten Radelnden und Teams geehrt werden. Weitere Informationen hierzu werden noch bekanntgegeben.

Kultour von Konz nach Saarburg

15.04.2026

Am Samstag steht die zweite Radtour im Rahmen des Fahrradfrühlings an: Diesmal geht es auf die Kulturtour durch das idyllische Konzer Tälchen bis in die historische Altstadt von Saarburg.

Das Highlight: In Saarburg besuchen alle Radelnde gemeinsam das „Amüseum“. Dort wartet eine Führung zum Thema historische Wasserkraftanlage an der Leuk mit der restaurierten Francis-Turbine. Der Eintritt kostet 3 Euro. Die Führung selbst wird von „Land in Bewegung Rheinland-Pfalz“ gesponsert.

Die Tour beginnt am Samstag, 18. April, 11 Uhr am Bahnhof in Konz. Es ist eine entspannte Tour von rund 20 Kilometern (ein Weg), die auch für Familien und Genussradler geeignet ist. Die Rückfahrt ist nach Wunsch auch mit dem Zug möglich.

Alle Interessierten können sich per Mail an klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de anmelden.

Infos zu den weiteren Touren finden sich hier.

300. Balkonkraftwerk im Landkreis bezuschusst

13. April 2026

Familie Gutwin in Wincheringen hat die Förderung erhalten / Online-Antrag

Familie Gutwin in Wincheringen in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell hat die 300. Förderung für ein Balkonkraftwerk vom Kreis Trier-Saarburg bekommen. 150 Euro Zuschuss können bei der Kreisverwaltung für eine neue Installation als Förderung beantragt werden. Die kleine Anlage für Solarstrom ist für verschiedene Wohnsituationen – ob Eigentum oder Mietobjekt – geeignet. Sie spart langfristig Geld bei steigenden Energiekosten und unterstützt als nachhaltige Energiequelle den Klimaschutz.

Für die vierköpfige Familie in Wincheringen war die Bezuschussung ein Glücksfall, der zusätzlich neue gestalterische Möglichkeiten eröffnete. Anlass dafür, das Kraftwerk anzubringen, war der Anbau auf die Garage. Das Balkonkraftwerk selbst besteht aus vier Modulen für Photovoltaik, welche nun Teil der Fassade sind.

„Das Kraftwerk entfaltet das Potenzial der Hauswand hervorragend, da es in Richtung Osten gerichtet und jeden Vormittag der Sonne ausgesetzt ist“, so Hauseigentümer Alexander Gutwin.

Handy-App zeigt den Nutzen an

„Wir haben den Hinweis auf die Förderung in den Kreisnachrichten gelesen und uns informiert. Dann ging alles sehr schnell“, erinnert sich Viktoria Gutwin an die unbürokratische Antragstellung. „Wir nutzen für die energetische Versorgung unseres Hauses eine Wärmepumpe und haben insgesamt weitgehend auf Elektrik umgestellt. Auch mit dem Auto sind wir so unterwegs. Insgesamt profitieren wir mit bis zu drei Prozent unseres gesamten Verbrauchs von dem Balkonkraftwerk, was die Handy-App des Wechselrichters anzeigen kann. “

„Auch für Mieterinnen und Mieter ist ein Balkonkraftwerk eine gute Option, um zusätzlichen Strom zu beziehen“, erklärt Paul Lippl, einer der beiden Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung. Im Rahmen der Vorgaben können Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden, wo genau das Kraftwerk angebracht wird – beispielsweise am Gartenhaus, dem Balkon, dem Dach oder einfach auf der Wiese im Garten. Solange die Anlage an den Hausstrom angeschlossen werden kann, ist alles möglich. Mit einem Wechselrichter kann der Strom von den Solarmodulen für den Hausstrom verwendet werden.

600 Förderungen sind vorgesehen

Das im Herbst 2025 gestartete Förderprogramm des Kreises speist sich aus dem Kommunalen Investitionsprogram Klimaschutz und Innovation (KIPKI). Insgesamt sind 600 Förderungen von Balkonkraftwerken zu jeweils 150 Euro vorgesehen, was einem Gesamtfördertopf von 90.000 Euro entspricht.

Aus rund 80 der insgesamt 104 Kommunen im Landkreis sind inzwischen Anträge auf Bezuschussung beim Klimaschutzmanagement der Kreisverwaltung eingegangen. „Die bisher geförderten Balkonkraftwerke haben zusammen bereits eine Leistung von über 400 Kilowatt“, sagt Klimaschutzmanagerin Mira Hansch. Die Förderung wirke sich im Kreis auf den Zuwachs von Balkonkraftwerken aus, erklärt sie weiter. Die Rate von Einrichtung solcher Anlagen im Privatbereich im Landkreis habe zwischen September 2025 und Februar 2026 bei 18,5 Prozent gelegen. In Rheinland-Pfalz insgesamt liege der Anteil dagegen bei „nur“ 8,9 Prozent.

Die Richtlinie für die Förderung eines Balkonkraftwerkes ist auf der Webseite der Kreisverwaltung unter www.trier-saarburg.de/balkonkraftwerke/ nachzulesen. Hier steht auch der Online-Antrag zur Verfügung. Weitere Fragen können per Mail an klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de sowie telefonisch unter 0651/715-16112 oder -16113 geklärt werden.

Bildunterzeile: Familie Gutwin und Paul Lippl (r.) vom Klimaschutzmanagement des Kreises präsentieren das bezuschusste Balkonkraftwerk. Die vier schwarzen Module sind Teil der Fassade.

Wegen Untersuchungen: Brücke am Aacher Weg in Biewer für einen Tag gesperrt

10.04.2026

Die Brücke über den Biewerbach zwischen Aacher Weg und Johannes-Kerscht-Straße in Biewer wird am Mittwoch, 15. April von 9 bis 16 Uhr für den Verkehr voll gesperrt, wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann die Brücke auch während der Sperrung passieren. Grund für die Sperrung ist eine baustofftechnische Untersuchung, deren Ergebnisse Grundlage für einen geplanten Neubau der Brücke sein werden.

Für Anwohnerinnen und Anwohner des Aacher Wegs in Biewer wird eine entsprechende Umleitung eingerichtet und ausgeschildert. Die Umleitung erfolgt über die K5 am Altenhof vorbei Richtung Aach bis zur Höhe des Aacher Sportplatzes und von dort über die L43 am Sievenicher Hof vorbei zur Bitburger (B51) nach Trier und umgekehrt.

Die Firma, die die Brücke untersucht und die Abteilung Ingenieurbauwerke des Amtes StadtRaum Trier sind bemüht, die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund wurde die Sperrung auf die Zeit zwischen 9 und 16 Uhr außerhalb der Hauptverkehrszeiten gelegt. Wir bitten um Ihr Verständnis für die notwendige Maßnahme.

Antragsverfahren „Agrarförderung“ 2026 ist eröffnet

10.04.2026

Anträge jetzt elektronisch mit dem Programm LEA stellen

Die Antragsphase 2026 ist gestartet: Landwirte und Winzer können sich ab jetzt mit ihren persönlichen Zugangsdaten in dem Programm LEA (Landwirtschaftlicher Elektronischer Antrag des Landes Rheinland-Pfalz) unter www.lea.rlp.de/ einloggen und ihren Agrarantrag bearbeiten. Informationen zum Programm inklusive des Merkblatts und zur Antragstellung finden sich auf der Zugangsseite von LEA unter www.lea.rlp.de/.

Betriebsinhaber, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit neu aufgenommen haben, können unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Förderung erhalten. Sie sollten sich wegen den Fördervoraussetzungen und den Zugangsdaten mit der Kreisverwaltung Trier-Saarburg in Verbindung setzen.
Die Antragsfrist für die Einreichung des flächenbezogenen Antrages „Agrarförderung“ endet am 15. Mai 2026.

Ein verspäteter Antragseingang führt zu einer Beihilfenkürzung, nach dem 31. Mai 2026 eingegangene Anträge müssen komplett abgelehnt werden. Für tierbezogene Anträge gilt diese Nachfrist nicht. Eine frühzeitige Antragstellung wird daher dringend empfohlen, dies erleichtert gegebenenfalls auch die fristgerechte elektronische Vorlage von antragsbegründenden Unterlagen.

Wer nicht in der Lage ist die Antragstellung elektronisch durchzuführen, hat die Möglichkeit Hilfsangebote des Maschinen- und Betriebshilferings Trier-Wittlich sowie des Kreisbauern- und Winzerverbandes Trier-Saarburg oder anderer Dienstleister in Anspruch zu nehmen. Eine möglichst frühzeitige Kontaktaufnahme mit den Dienstleistern wird empfohlen.

Für fachliche Fragen oder zur telefonischen Unterstützung stehen die Mitarbeiter:innen der Kreisverwaltung Trier-Saarburg gerne zur Verfügung. Sie sind erreichbar per E-Mail an landwirtschaft [at] trier-saarburg [dot] de oder Fax unter (0651)715-17633. Zudem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch telefonisch erreichbar:

Katharina Juli: (0651)715-345
Frank Baustert: (0651)715-116
Linda Rohr: (0651)715-438
Ralf Kopp: (0651)715-320
Claudia Schramm: (0651)715-414
Simone Blees: (0651)715-16747

Auf dem Fahrrad die Region erkunden

08.04.2026

Frühlingsaktion des Klimaschutzmanagements bietet verschiedene Touren / Start am 12. April

Mit dem Fahrrad die Region erkunden – pünktlich zum Frühlingsstart bieten die Klimaschutzmanagements der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg insgesamt fünf Fahrradtouren rund um Trier an.

Los geht es am 12. April mit der „Familientour“. Um 11 Uhr starten die Radelnden an der Römerbrücke in Trier. Ziel ist der Handwerkertag im Freilichtmuseum Roscheider Hof.

Am 18. April wird eine Führung im Amüseum in Saarburg angeboten. Diese „Kulturtour“ startet um 11 Uhr am Bahnhof in Konz und führt durch das Konzer Tälchen. Da Tickets für das Museum reserviert werden müssen, ist hier eine Anmeldung vorab unter der E-Mailadresse klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de notwendig.

Auftakt der Aktion Stadtradeln

Auch in diesem Jahr startet die Aktion Stadtradeln parallel in Trier und dem Kreis Trier-Saarburg. Auftakt ist der 10. Mai um 11 Uhr vor der Porta Nigra. Während der Aktion sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, möglichst viele Fahrradkilometer binnen drei Wochen zu sammeln. Interessierte können sich bereits jetzt registrieren unter www.stadtradeln.de/landkreis-trier-saarburg. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung werden zwei Fahrradtouren angeboten. Zusammen mit dem ADFC geht es über Wiltingen und durchs Konzer Tälchen zurück nach Trier. Die zweite Tour führt nach Grevenmacher. Dort soll ein gemeinsames Picknick stattfinden. Hier besteht die Möglichkeit, den Rückweg mit dem Zug zurückzulegen oder über Temmels wieder nach Trier zu radeln.

Die letzte Tour des Fahrrad-Frühlings ist die „Energietour“ am 27. Mai. Treffpunkt ist die Römerbrücke (Westseite) in Trier. Gemeinsam geht es um 16:15 Uhr zum Batteriespeicher Föhren. Dort bietet die Firma Schoenergie eine Führung inklusive einem Rundgang über eine nahegelegene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage an. Für diese Aktion ist eine Anmeldung vorab unter klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de notwendig. Kooperationspartner des Fahrrad-Frühlings sind der ADFC Trier sowie die Initiative „Land in Bewegung“ des Landes Rheinland-Pfalz.

Trierer Behördencup

07.04.2026

Kreisverwaltung ist Ausrichter

Beim Trierer Behördencup treten die Betriebssportmannschaften verschiedener Behörden der Region in einem Fußballturnier gegeneinander an. Da die Kreisverwaltung Trier-Saarburg im vergangenen Jahr Tuniersieger wurde, wird das Event in diesem Jahr im Kreis ausgerichtet.

Das Turnier findet am 17. April ab 14 Uhr in der Saar-Mosel-Halle in Konz statt. Alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Insgesamt 20 Teams treten in vier Gruppen an. Die zwei Bestplatzierten der Gruppen tragen die Viertelfinale aus. Das Finalspiel soll gegen 20:45 Uhr starten. Die Spielzeit beträgt jeweils sechs Minuten.

Mit dabei sind unter anderem die Mannschaften der Verbandsgemeinden Konz, Saarburg-Kell und Hermeskeil, der Stadt Trier sowie des Finanzamtes.

Containerschule in Waldrach: Der Aufbau startet

31.03.2026

Anlieferung der mobilen Elemente beginnt am 14. April / Verkehrsbeeinträchtigungen möglich

Seit längerem steht fest, dass die Ruwertalschule in Waldrach einen Neubau erhalten wird und dass die bisherigen Gebäude der kreiseigenen Schule abgerissen werden. Die Bauarbeiten werden Ende des Jahres starten. Während der Bauphase muss die Schule komplett ausgelagert werden, damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann. Dafür wird auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz in Waldrach neben dem Gebäude der Feuerwehr eine Containerschule errichtet. Die zahlreichen mobilen Elemente, die dafür benötigt werden, werden ab Mitte April angeliefert. In dieser Zeit kann es in Waldrach zu vorübergehenden Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Die Container werden ab dem 14. April nach und nach zum Zielort gebracht und aufgebaut. Die Ruwertalschule mit der Realschule plus und der Grundschule wird dort mit allen Klassen, Fachräumen und Verwaltungsbereichen in komfortablen Containerräumen komplett abgebildet werden. Dafür werden mehr als 240 Container notwendig sein. Die mobilen Elemente werden mit Schwertransportern angeliefert. Dadurch können sich punktuelle Verkehrsbehinderungen ergeben, die sich vor allem auf den Bereich der Hermeskeiler Straße erstrecken werden. An den Liefertagen werden etwa 13 Schwertransporter durch den Ort rollen. Die Lieferung und der Aufbau der Container werden etwa drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen.

Die Anwohner:innen und Verkehrsteilnehmer:innen werden um Verständnis und um gegenseitige Rücksichtnahme während dieser Phase gebeten. Der Transport der Container durch den Ort ist nicht zu vermeiden, um die Schule zu errichten.

Nach der Aufstellung werden die Container eingerichtet und mit Mobiliar und Technik ausgestattet. Ab dem Herbst werden sie dann bezogen, so dass der Schulunterricht dort stattfinden kann. Erst dann werden die bisherigen Schulgebäude sowie die Mehrzweckhalle abgerissen. Nur der Erweiterungstrakt der Schule aus dem Jahr 2004 bleibt erhalten und wird kernsaniert. Die neue Mehrzweckhalle wird diesen Gebäudeteil umschließen und in das neue Ensemble integrieren. Nach dem Bauzeitenplan wird der Neubau des umfangreichen Gebäudekomplexes der Ruwertalschule rund vier Jahre in Anspruch nehmen.

Bildunterzeile: Die Containerschule wird auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz in Waldrach errichtet, der inzwischen entsprechend für die Aufstellung der mobilen Elemente vorbereitet worden ist.

Landkreis fördert Maßnahmen gegen die asiatische Hornisse

31.03.2026

Umgang mit invasiver Insektenart in Trier-Saarburg / Antragstellung für Zuschüsse jetzt möglich

Die asiatische Hornisse lässt sich im Landkreis immer häufiger nieder. Eine Gefahr gesundheitlicher Folgen besteht nicht nur bei allergischen Reaktionen, denn die invasive Insektenart verhält sich in der Nähe ihrer Nester territorialer und aggressiver als anderswo. Oft nisten die Tiere auch in bebauten Gebieten. Deshalb kann im Umgang mit ihnen die Bekämpfung von der Kreisverwaltung bezuschusst werden. Anträge auf finanzielle Zuschüsse für Privatpersonen können bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellt werden.

Sorte der Nester ist entscheidend

Die Bezuschussung dafür, dass Nester entfernt werden, richtet sich unter anderem nach der Sorte, weil asiatische Hornissen im Laufe einer Saison zwei verschiedene Bauten errichten: Sogenannte Primärnester und Sekundärnester. Beide sollten entfernt werden, um weiterer Ausbreitung entgegen zu wirken. Mit 100 Euro pro Primärnest, 150 Euro pro Sekundärnest und insgesamt 250 Euro bei zusätzlichem Einsatz eines Hubsteigers – einem großen Kran, der Personen auf die Höhe eines Nestes anheben kann – will der Kreis bis zum 20. November die Eindämmung der Tierart fördern. Die Finanzierung umfasst insgesamt circa 50 Primär- und zehn Sekundärnester.

Ein Primärnest wird im Frühjahr durch die Königin gegründet. Meist wählen die Hornissen dafür einen geschützten Ort. Das Nest kann einer Größe von einem Golfball bis hin zu einem Tennisball entsprechen. Das Hornissenvolk legt dann ab Sommer ein Sekundär- beziehungsweise Filialnest an, was wesentlich größer und in der Regel an einem anderen Ort zu finden ist. Sekundärnester hängen häufig in Baumkronen, können aber auch in Hecken, an Gebäuden, in Innenräumen oder im Boden angelegt werden. Dabei werden bei freihängenden Nestern Durchmesser von bis zu einem Meter erreicht. Ab dem Winterbeginn Ende November werden die Sekundärnester wieder verlassen. Unbewohnt sind sie unschädlich und bieten verschiedenen Tieren Material zum Nestbau.

Tierart gilt als etabliert

Die asiatische Hornisse wird auch Vespa velutina nigrithorax genannt. Sechs Fälle waren im Jahr 2014 in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Bis März 2026 sind diese auf mehr als 5.000 Meldungen insgesamt angestiegen, sodass die Tierart inzwischen als etabliert gilt. Deshalb ist der Umgang mit ihr neu geregelt: Bis letzten Sommer bekämpften Landesbehörden jeden gemeldeten Einzelfall. Inzwischen sind Grundstückseigentümer:innen für das Entfernen von bewohnten Nestern  verantwortlich, aber nicht generell dazu verpflichtet. Ausnahmen können bei Gefahr oder erheblichem negativem Einfluss auf die Biodiversität gemacht werden – dann können Ordnungsämter die Beseitigung übernehmen.

Privatpersonen, die Nistplätze entfernen lassen möchten, können Anträge auf Förderung formlos bei der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung unter www.trier-saarburg.de stellen. Hierfür werden als Nachweis die Personendaten, Kontodaten, die Angabe des Fundortes, die Bestätigung und Rechnung einer Fachkraft mit Beschreibung des Aufwands sowie ein Foto des Fundortes vor und nach der Beseitigung des Nestes benötigt. Es besteht keine Meldepflicht, jedoch können Sichtungen der Insektenart freiwillig über die Meldeportale www.artenfinder.net oder www.artenfinder.rlp.de sowie über die Homepage der Stiftung Natur und Umwelt www.snu.rlp.de oder bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises gemeldet werden. Benötigt werden hierzu lediglich eine Ortsangabe, das Datum der Sichtung und ein Bildnachweis.

Bildunterzeile: Asiatische Hornissen wie diese haben sich auch im Kreis Trier-Saarburg niedergelassen.

Foto: pixabay, Christel Sagniez