Feierliche Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft

17.07.2026

Landrat überreichte die Urkunden / 72 Menschen wurden eingebürgert

Große Freude in der Kreisverwaltung: In der vergangenen Woche erhielten 72 Menschen aus dem Kreis ihre deutsche Staatsbürgerschaft. Landrat Stefan Metzdorf gratulierte den neuen Staatsbür-gerinnen und Staatsbürger herzlich zu diesem besonderen Tag. Gemeinsam mit Angehörigen und Freunden konnten sie diesen gebührend feiern.

„Die Einbürgerung ist ein bedeutsamer Schritt – nicht nur für Sie, sondern auch für unsere Gesellschaft, die von Vielfalt und kulturellem Austausch lebt“, betonte Stefan Metzdorf – auch im Hinblick auf die 28 verschiedenen Herkunftsländer der an-wesenden Personen. „Sie haben sich bewusst da-zu entschieden, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Mit dem Schritt der Einbürgerung zeigen Sie auch Ihr Vertrauen in unser Land und seine Werte“, hob der Landrat hervor.

Neben Staaten der Europäischen Union, darunter Polen, Rumänien, Italien oder Irland kommen die eingebürgerten Personen unter anderem aus Syri-en, der Ukraine, Kolumbien und Thailand.

Die Gründe, warum die Menschen eine Staatsbürgerschaft in Deutschland beantragen, sind vielfältig – sei es aufgrund der Flucht vor Krieg und Gewalt, aus beruflichen Gründen, wegen einer Heirat oder weil sie hier schon seit ihrer Geburt leben.

Sie alle haben die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllt. Neben den Sprachkenntnissen muss unter anderem ein Einbürgerungstest erfolg-reich bestanden werden. Auch das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes wird verpflichtend in Form eines Eids bei der Einbürgerungsfeier abgelegt.

Aktiv die Gesellschaft mitgestalten

Am Ende seiner Rede richtete Landrat Stefan Metzdorf einen Appell an die neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger: „Unsere Ge-sellschaft lebt vom Miteinander. Sie haben nicht nur Rechte, sondern auch die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen – sei es im Ehrenamt, in der Politik oder im Alltag. Nutzen Sie diese Chancen und gestalten Sie gemeinsam mit uns die Zukunft in unserem Kreis.“

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch ein Bläserensemble der Kreismusikschule Trier-Saarburg.

Foto: Insgesamt 72 Menschen aus dem Kreis – unter ihnen auch die Familie Alazzam – erhielten von Landrat Stefan Metzdorf ihre Einbürgerungsurkunden.

Wem schadet mein Drink?

10.07.2026

Aktion machte auf Folgen von Alkoholkonsum aufmerksam

Alkohol schädigt nicht nur die, die ihn trinken. Abhängigkeiten und Konsum wirken sich auch auf das soziale Umfeld und die Gesellschaft insgesamt aus. Um auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen, hat der Regionale Arbeitskreis Sucht auf dem Kornmarkt in Trier die Aktion „Wem schadet mein Drink?“ veranstaltet.

Passantinnen und Passanten konnten dort ihre Fragen zum Thema Konsum stellen. Ziel war es, die Menschen so zum Nachdenken zu bewegen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Außerdem konnten die Interessierten auf einer Kartonwand aufschreiben, was ihnen guttut. Auf diese positiven Ressourcen sollen sie in Krisen zurückgreifen können.
Das niedrigschwellige Angebot kam gut an. Zahlreiche Menschen hielten an und nutzen die Gelegenheit sich mit dem Thema Konsum auseinanderzusetzen. Die Aktion schloss an die Aktionswoche Alkohol Anfang Juni an, die von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen organisiert wird.

Im Regionalen Arbeitskreis Sucht sind unter anderem der Jugendschutz im Landkreis Trier-Saarburg, die kreiseigene Fachstelle für Gesundheitsförderung und Prävention sowie die Stadt Trier vertreten. Hinzu kommen regionale Organisationen aus dem Bereich Gesundheit und Sucht.

Raus aus dem Alltag – ab in die Wildnis!

08.07.2026

Abenteuerprojekt Let‘s go wild startet in der Verbandsgemeinde Schweich / Jetzt anmelden

Für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 13 Jahren aus der Verbandsgemeinde Schweich startet nach den Sommerferien wieder ein ganz besonderes Abenteuer: Das wildnis- und erlebnispädagogische Projekt „Let’s go Wild – Ab in die Wildnis“ der Erlebniswerkstatt Saar.

Los geht es am 28. August oberhalb der Schweicher Weinberge. An insgesamt zehn Projekttagen, die jeweils freitagnachmittags stattfinden, entdecken die Teilnehmenden die faszinierende Welt der Wildnis. Sie lernen unter anderem, Feuer ohne Feuerzeug zu entfachen, einfache Lager und Unterstände zu bauen, essbare Wildpflanzen zu finden und sich sicher in der Natur zu bewegen. Neben spannenden Outdoor-Aktivitäten stehen vor allem Teamgeist und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.

Kostenfreies Angebot

Ein Höhepunkt des Projekts bildet die mehrtägige „Outdoor-Challenge“ im Herbst, bei der die Gruppe gemeinsam im Wald übernacht und die erlernten Fähigkeiten direkt anwenden kann. Während des gesamten Projekts werden die Kinder und Jugendlichen von erfahrenen Erlebnispädagoginnen und Erlebnispädagogen begleitet.

Für die Projekttage wird ein Shuttle-Service zum Veranstaltungsort oberhalb der Schweicher Weinberge sowie zurück angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Möglich wird dies durch die Unterstützung des Kreises Trier-Saarburg sowie der sechs Verbandsgemeinden.

Das Projekt ist eine Kooperation der Erlebniswerkstatt Saar, des Jugendschutzes des Landkreises Trier-Saarburg und der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Schweich. Durch die enge Zusammenarbeit können die Angebote gezielt auf die Bedürfnisse der jungen Menschen vor Ort abgestimmt werden.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte im Internet unter www.erlebniswerkstatt-saar.de im Bereich „Spannende Projekte“. Fragen beantwortet die Jugendpflege in Schweich gerne per E-Mail an lena [dot] schulz [at] jugendzentrum-schweich [dot] de

Vielfältiges Können beim Zeltlager in Gusenburg gezeigt

08.07.2026

600 Teilnehmende aus den Jugendfeuerwehren machten begeistert mit / Nachwuchsgewinnung

Der Waldweg mündete in eine riesige Wiese mit Zelten ringsum. Jugendliche und Kinder hatten es sich in Pavillons gemütlich gemacht. Für rund 600 junge Feuerwehr-Begeisterte war in der vergangenen Woche das Zeltlager vom Kreisjugendfeuerwehrverband Trier-Saarburg im gastgebenden Gusenburg aufgebaut. Aus dem Landkreis waren 33 Jugendfeuerwehren vertreten. Auch eine große Gastgruppe aus Polen und das Jugendrotkreuz aus Schweich waren dabei. Der Kreisjugendfeuerwehrverband und der Förderverein der Feuerwehr Gusenburg richteten das Zeltlager gemeinsam aus.

Die 10- bis 18-jährigen Teilnehmer:innen konnten hier viel erleben. Neun Tage lang gab es Workshops und Feuerwehr-Trainings für sie. Bei rund 1.000 Plätzen in den Workshops hatte jedes Mitglied der Jugendfeuerwehren die Möglichkeit, an zwei solcher Veranstaltungen teilzunehmen.

Außerhalb des Zeltplatzes ging es noch weiter: Übungs- und Prüfungsplätze befanden sich auf Wiesenflächen. Auch die Lagerleitung hatte ihr eigenes Büro am Sportplatz. In einem Container mitsamt technischer Ausstattung war Valeska Finger vor Ort, Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes. Neben den Angeboten auf dem Zeltplatz gehöre auch ein Schwimmtag und eine Wanderrallye zum Programm, erläuterte sie.

Das besondere Erlebnis bei der Jugendfeuerwehr sei die strukturierte Vorgehensweise, so Valeska Finger, „wie in der aktiven Feuerwehr, wo Erwachsene tatsächliche Einsätze durchführen, erfolgt die Aufstellung in Reih‘ und Glied – dann gibt es den Einsatzbefehl und erst anschließend wird der Auftrag ausgeführt. So lernen die jungen Mitglieder den Ablauf von Anfang an kennen.“

Höchstes Abzeichen erworben

Im Zeltlager konnten die Kinder und Jugendlichen auch das höchste Abzeichen in der Jugendfeuerwehr erwerben: die Leistungsspange. In der Regel absolvieren die älteren Jugendlichen die dafür erforderlichen Prüfungen, denn die Leistungen bereiten auch auf die aktive Feuerwehr vor. Zu den Prüfungen, die gemeinsam als Gruppe bestanden werden mussten, gehörte es zum Beispiel, einen Löschangriff aufzubauen. Zu den weiteren Aufgaben zählten ein Staffellauf in einer maximalen Zeit, die Beantwortung von Wissensfragen und vieles mehr.

Bambinis konnten schnuppern

Das Zeltlager spielt eine Rolle bei der Gewinnung von Nachwuchs für die Feuerwehren im Kreis. So konnten auch die Bambini-Feuerwehren bei einem Besuch in Gusenburg erfahren, was die Jugendfeuerwehr bietet. Die Bambinis sind sechs bis zehn Jahre alt.

Eine Herausforderung beim Zeltlager war dieses Jahr die Hitze. So war es Glück, dass die lokal gesponserte Ausstattung schattenspendende Fischerhüte beinhaltete. Wegen der Temperaturen wurde die Eröffnungsveranstaltung außerdem auf den späteren Abend verlegt und das Zeremoniell auf das Nötigste begrenzt.

Organisiert wird das neuntägige Zeltlager ehrenamtlich vom Kreisjugendfeuerwehrverband – und das alle zwei Jahre – in Kooperation mit einer lokalen Feuerwehr und Dorfgemeinschaft als Gastgeber. Der logistische Aufwand ist groß. Das beginnt schon im Vorfeld bei der Suche nach einem passenden Zeltplatz in der entsprechenden Größe und endet bei den vielfältigen Tätigkeiten vor und hinter den Kulissen, die notwendig sind, um das Zeltlager mit hunderten von Teilnehmer:innen sowie den Betreuer:innen reibungslos und sicher durchführen zu können.

Foto: Gemeinsam einen Löschangriff aufzubauen, war Teil der Prüfungen für die Jugendlichen, um die Leistungsspange zu erhalten.

Spannende Einblicke zur Solarenergie

Klimaschutzmanagement bot Fahrradtour zu Solarpark und Batteriespeicher in Föhren an

Rund 30 Radelnde machten sich vergangene Woche von Trier aus auf den Weg in den Industriepark Region Trier bei Föhren. Dort bot die Firma Schoenergie eine Führung über eine nahegelegene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage sowie den Batteriespeicher-Standort an.

Jonas Wehinger erklärte den Teilnehmenden, wie die Photovoltaik-Anlagen Strom produzieren und welche Schritte nötig sind, damit dieser in das Stromnetz eingespeist werden kann. Zudem erläuterte er das Ziel des Forschungsprojektes SUREVIVE, welches in dem neu gebauten Batteriespeicher umgesetzt wird. Dabei wird gemeinsam mit Partnern aus der Forschung und der Wirtschaft untersucht, wie netzbildende Wechselrichter mit einem Batteriespeicher zur Stabilität des Stromnetzes beitragen können.

Die rund 40 Kilometer lange „Energie-Tour“ war die letzte Fahrradtour der Aktion „Fahrrad-Frühling“ in diesem Jahr, die von den Klimaschutzmanagements der Stadt Trier und des Kreises Trier-Saarburg gemeinsam organisiert wurde.

Kooperationspartner des Fahrrad-Frühlings sind der ADFC Trier sowie die Initiative „Land in Bewegung“ des Landes Rheinland-Pfalz.

Rebpflanzungen: Antragsverfahren 2026 eröffnet

20.05.2026

Ab sofort können Anträge für die Teilnahme am EU-Umstrukturierungsprogramm für Rebpflanzungen im Jahr 2027 gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 1. Juni 2026. In Teil 1 müssen alle Flächen beantragt werden, für die eine Förderung durch die Umstrukturierung geplant ist, wenn sie im Herbst des Antragsjahres Teil 1 oder bis zum Frühjahr des darauffolgenden Jahres gerodet werden sollen. Dies gilt auch für Flächen, die in Flurbereinigungsverfahren gerodet werden.

Ebenfalls sind unbestockte Flächen, die mit Genehmigungen auf Wiederbepflanzung bestockt werden sollen, im Teil 1 zu melden. Rodebescheide aus den Vorjahren verlieren ihre Gültigkeit, wenn die Rebflächen nicht gerodet wurden. Sie müssen dann erneut beantragt werden. Unbestockte Flächen, die bereits Gegenstand eines Antrages Teil 1 waren und einen positiven Rodebescheid erhalten haben, müssen nicht erneut beantragt werden.

Im Antrag Teil 1 muss verbindlich eine Maßnahme für die Pflanzung gewählt werden. Diese sind im Merkblatt zu finden. Im Januar des geplanten Pflanzjahres erfolgt die Antragstellung Teil 2 in der entsprechenden Maßnahme, die im Antrag Teil 1 angezeigt wurde. Hier können nur Flächen beantragt werden, die auch bereits in einem Teil 1 aufgeführt wurden.

Die Fertigstellung der Pflanzung und der Unterstützungsvorrichtung muss in 2027 spätestens zum 30. Juni (einzige Frist) erfolgt sein, da eine Auszahlung des Zuschusses aufgrund des Auslaufens der gegenwärtigen Förderperiode nur bis zum 15. Oktober 2027 erfolgen kann. Später gemeldete und fertiggestellte Vorhaben können nicht gefördert werden.

Es wird empfohlen, den Antrag über das Weininformationsportal (WIP) der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz unter https://www.lwk-rlp.de/weinbau/wip auszufüllen. Sollte noch kein Zugang vorhanden sein, kann über Neuregistrierung ein Antrag auf Zugang ausgefüllt und an die angegebene Nummer gefaxt werden. Die Zugangsdaten werden in der Regel innerhalb von 2 bis 3 Arbeitstagen per Post zugestellt.

Die Antragsformulare und das Merkblatt für das Förderverfahren sind auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz verfügbar: https://mwvlw.rlp.de/themen/weinbau/foerderung/umstrukturierung

Sie können von dort ausgedruckt und ebenfalls zur Antragstellung genutzt werden.

Nach Durchführung der Vor-Ort-Kontrolle erhalten die Antragsteller eine Nachricht, ob die Rodung auf den beantragten Flächen erfolgen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen auf den Flächen keine Veränderungen vorgenommen werden. Die Benachrichtigung, dass gerodet werden kann, erfolgt voraussichtlich im Oktober durch die zuständige Kreisverwaltung.

Das Merkblatt sollte unbedingt vor Antragstellung gelesen werden. Es erleichtert die Antragstellung und vermeidet Fehler. Bei Fragen zur Antragstellung unterstützt die Kreisverwaltung Trier-Saarburg unter 0651/715-414 oder 0651/715-320.

Vorsicht vor Eichenprozessionsspinnern

20.05.2026

Baumkataster Trier-Saarburg informiert: Wie man sie erkennt und was man tun sollte

Aufgrund von Klimaveränderungen haben sich Eichenprozessionsspinner (EPS), sogenannte „Schadinsekten“ der Eiche, in den vergangenen Jahren stark verbreitet. Die Brennhaare der Raupe verursachen durch ein Nesselgift bei Kontakt starken Juckreiz und Ausschlag. Zum Schutz kann es daher vorkommen, dass man entlang von Wanderwegen oder in den Ortsgemeinden abgesperrte Pfade oder Bänke rund um Eichen sieht. Der Fachbereich Baumkataster der Kreisverwaltung Trier-Saarburg informiert über die Merkmale von Eichenprozessionsspinnern und erklärt, was man tun kann, wenn man solche entdeckt.

Eichenprozessionsspinner sind harmlose graue Falter, die rund drei Zentimeter groß werden können und die von Ende Juli bis Anfang September nachts fliegen. Die Weibchen legen dabei ihre Eier im oberen Kronenbereich von Eichen ab. Im darauffolgenden Frühjahr schlüpfen die Raupen und durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstufen bis sie sich Verpuppen und zu Faltern entwickeln.

Die stark behaarten Tiere sind zunächst gelblich-braun gefärbt mit dunklem Kopf und halten sich ab Laubaustrieb überwiegend in der äußeren Krone auf. Mit zunehmender Entwicklung wandern sie in Prozessionen nach dem nächtlichen Fressen zur Ruhephase immer weiter Richtung Stamm, wo sie ab dem dritten Stadium beginnen die typischen Nester aus feinen weißen Fäden zu bauen. Dort halten sich die Tiere tagsüber zur Ruhe und zur Häutung auf, weshalb die Nester eine hohe Konzentration an Brennhaaren enthalten.

Ab dem dritten Stadium sind die Tiere an den Seiten grau mit schwarzem Rückenstreifen und beginnen Brennhaare zu bilden, die für die allergischen Reaktionen verantwortlich sind. Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang und die Menge der Brennhaare steigt mit jeder Häutung.

Aufpassen beim Rasenmähen

In besonders warmen Jahren bauen die Tiere die Nester im Bereich des unteren Stammes von Bäumen. Darum rät die Kreisverwaltung: Bürgerinnen und Bürger sollten beim Rasen mähen im direkten Umfeld von Eichen besonders achtsam sein. Im schlimmsten Fall können beim Mähen die Nester der Tiere getroffen und deren Brennhaare großflächig verteilt werden.

Umgang mit EPS Befall

Im Siedlungsbereich ist eine Bekämpfung der Tiere aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll. Die Kreisverwaltung setzt dabei auf Flächen in ihrem Eigentum in erster Linie auf eine Beobachtung der Befallsentwicklung mit Absperren der betroffenen Bereiche und Absammeln oder Absaugen der Nester durch Fachfirmen. In besonders sensiblen Bereichen mit starkem Befall wird eine vorsorgliche Behandlung der Eichen mit einem biologischen Bekämpfungsmittel auf Basis von Baccilus thuringiensis vor dem dritten Larvenstadium durchgeführt. Die Raupen versterben daran und sind, da sie noch keine Brennhaare gebildet haben, unproblematisch. Der Einsatz von Fallen mit sogenannten Lockstoffbeuteln wurde ebenfalls getestet hat sich aber als nicht wirkungsvoll.

Verhältnismäßig handeln

Bei der Bekämpfung gilt die Verhältnismäßigkeit: Sind die Nester beispielweise mitten im Wald, wo nicht viele Menschen oder Tiere unterwegs sind, gibt es keine Verpflichtung diese zu entfernen.

Bürgerinnen und Bürger, die ein Nest entdecken, sollten dies in stark frequentierten Bereichen, wie z.B. Kinderspielplätzen unbedingt melden. Grundsätzlich gilt: Die Eigentümer der Grundstücke, auf denen die befallene Eiche steht, sind zuständig. Falls nicht klar ist, zu wem das Grundstück gehört, können die befallenden Bäume bei den Ortsbürgermeisterinnen und – bürgermeistern angezeigt werden.

Foto: Das Bild zeigt Eichenprozessionsspinner im zweiten Stadium in einer Eichenkrone. (Foto: Martin Becker)

Sonniger Auftakt der Aktion Stadtradeln in Kreis und Stadt

12.05.2026

Mehr Wege im Alltag können per Fahrrad zurückgelegt werden, darauf macht das Stadtradeln aufmerksam: Die internationale Aktion des Klimabündnisses ist in der vergangenen Woche im Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier gestartet. Noch bis 30. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zu fahren und dabei Kilometer für das eigene Team und die eigene Kommune zu sammeln. Eine Anmeldung zu der Aktion ist noch möglich unter www.stadtradeln de/landkreis-trier-saarburg.

Über diese Plattform kann man Teams gründen oder bereits bestehenden Teams beitreten. Die geradelten Kilometer können im Aktionszeitraum eingetragen oder bequem per Handy getrackt werden. Sie werden dann dem eigenen Team und der eigenen Kommune gutgeschrieben.

„Wir möchten den Radverkehr insbesondere im ländlichen Raum attraktiver machen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Martin Alten bei dem offiziellen Startschuss der Aktion vor der Porta Nigra.

Energietour Ende Mai

Seit Mitte April bieten die Klimaschutzmanagements der Stadt Trier und des Kreises Trier-Saarburg verschiedene Fahrradhighlights an. Auch zum Start der Aktion Stadtradeln gab es zwei Touren ins Konzer Tälchen und nach Grevenmacher.

Die letzte Tour des Fahrrad-Frühlings ist die „Energietour“ am 27. Mai. Treffpunkt ist die Römerbrücke (Westseite) in Trier. Gemeinsam geht es um 16:15 Uhr zum Batteriespeicher Föhren. Dort bietet die Firma Schoenergie eine Führung inklusive eines Rundgangs über eine nahegelegene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage an. Für diese Aktion ist eine Anmeldung vorab unter klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de notwendig.

Gemeinsame Abschlussveranstaltung

Wie in den vergangenen Jahren planen die Stadt Trier und der Kreis Trier-Saarburg wieder eine gemeinsame Abschlussveranstaltung der Aktion Stadtradeln am 21. Juni im Queergarten in Trier. Dort sollen die besten Radelnden und Teams geehrt werden. Weitere Informationen hierzu werden noch bekanntgegeben.

Lokaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

06.05.2026

Empfehlungsbeschluss im Kreisausschuss gefasst

Der Lokale Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Trier-Saarburg wurde im Kreisausschuss diskutiert und ein Empfehlungsbeschluss für den Kreistag gefasst. Im Vorjahr hatte der Ausschuss bereits einen Ziel- und Maßnahmenkatalog verabschiedet.

Für Bürgerinnen und Bürger bestand anschließend über eine digitale Plattform die Möglichkeit, Rückmeldungen über Ziele und die dazugehörigen Maßnahmen bei der Kreisverwaltung einzureichen. Zudem konnten Anliegen und Wünsche im Rahmen von Sprechzeiten geäußert werden.

In der Sitzung präsentierte die Kreisverwaltung nun die aktuelle Version des Aktionsplans. Ergänzt wurde auf Antrag der CDU-Fraktion der Empfehlungsbeschluss der Verwaltung dahingehend, dass mit dem Beschluss keine automatische Zusage zur Übernahme bestimmter Kosten zur Umsetzung der Ideen verbunden ist.

Darüber soll vorab in den Gremien des Kreises beraten werden. Der Kreisausschuss hat dem Aktionsplan – vorbehaltlich einer endgültigen Abstimmung im Kreistag – mit einer Enthaltung zugestimmt.

Plan wird in Leichte Sprache übersetzt

Der Lokale Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Trier-Saarburg wird in Leichter Sprache neben der regulären Fassung bereitgestellt, um ihn barrierearm möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen.

Nach Veröffentlichung soll der Plan zudem weiterentwickelt werden.

Entscheidung zu ehrenamtlicher Denkmalpflege vertagt

Des Weiteren wurde in der Sitzung des Kreisausschusses besprochen, ob eine ehrenamtliche Stelle für eine Denkmalpflegerin oder einen Denkmalpfleger ausgeschrieben werden soll.

Da Ergebnis der Diskussion war, die Entscheidung zu vertagen, um allen Fraktionen zu ermöglichen, sich zu dem Thema nochmals im Vorfeld zu beraten. Im Landkreis Trier-Saarburg gibt es rund 1400 Denkmäler.

Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement

06.05.2026

Vier Bürgerinnen und Bürger erhalten die Landesverdienstmedaille

Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), überreichte Lieselotte Fohl, Regina Reis, Bernhard Baldy und Hans-Joachim Schalm die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Rahmen einer Feierstunde würdigte er gemeinsam mit Landrat Stefan Metzdorf und weiteren kommunalen Vertretern das große Engagement der Ordensträger für die Gesellschaft.

„Eines der stärksten Motive für Menschen ein Ehrenamt zu übernehmen, liegt in dem Wunsch gegründet, die Gesellschaft mitzugestalten. Die große gesellschaftliche Bedeutung dieses Einsatzes ist enorm wichtig“, betonte Linnertz in seiner Ansprache.

„Ehrenamt im Unsichtbaren“

„Ehrenamtliches Engagement geschieht oft im Unsichtbaren. Darum ist es umso wichtiger diesen außergewöhnlichen Einsatz mit dieser Auszeichnung sichtbar zu machen. Sie alle haben sich über Jahrzehnte im Kreis eingebracht. Dafür möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit und meinen Respekt ausdrücken“, lobte Landrat Metzdorf die vier Geehrten.

Lieselotte Fohl aus Zemmer hat sich im beruflichen Kontext bereits in den 1980er Jahren für Inklusion und Gleichstellung eingesetzt. Daneben war die 73jährige als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht Trier sowie ab 2009 als Schiedsfrau am Amtsgericht Trier tätig. Seit 2013 ist sie ehrenamtliche Geschäftsführerin der Landesvereinigung Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS) und zudem seit 2018 Vorsitzende in der BDS Trier. Auch in ihrer Heimatgemeinde Zemmer bringt sich die Geehrte seit Jahren im Verwaltungsrat der Kirchengemeinde und der Gruppe „Freiwillige Helfer Schleidweiler“ ein.

Renate Reis aus Föhren hat sich insbesondere im sozialen Bereich engagiert. So ist sie Vorstandsmitglied im Landesverband der Landfrauen Trier und hat sich bereits lange vor ihrer Vorstandtätigkeit jahrzehntelang als Kursleiterin in verschiedenen Themenbereichen eingebraucht. Bis heute gibt sie Kochkurse für Kinder und Jugendliche und bietet seit mehr als 20 Jahren in Schulen „Ernährungsführerscheine“ an. Zudem leitet sie die örtliche Seniorengruppe. Die 76jährige leistet auch als ehrenamtliche Hospizhelferin in der Ambulanten Hospiz-Palliativberatungsstelle einen wichtigen Dienst für Sterbende sowie deren Angehörige.

Bereits in frühster Kindheit unterstützte Bernhard Baldy seinen Vater bei der Pflege der Gedenkstätte KZ Hinzert, bevor er 1997 offiziell die Funktion des Friedhofwärters und -pflegers auf der Gedenkstätte übernahm. Dabei stand für ihn nicht nur die Pflege der Einrichtung im Fokus, sondern insbesondere der Kontakt und die Begleitung der Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte., unter ihnen viele ehemaligen KZ-Häftlinge sowie deren Angehörige. Sein fürsorglicher Kontakt trug viel dazu bei, dass Vertrauen wachsen konnte und Verständigung möglich wurde. So wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft in der luxemburgischen Amicale des Anciens de Hinzert verliehen. Daneben hat sich der Geehrte auch immer vor Ort in der Dorfgemeinschaft eingebracht, so beispielsweise im Sport- und Wanderverein ebenso wie bei der Feuerwehr und in der Nachbarschaftshilfe.

Hans-Joachim Schalm aus Trier hat sich um den Sport und hier insbesondere um seinen Heimatverein, die Turngemeinschaft Konz, verdient gemacht. Seit Jahrzehnten bereits Mitglied des Vereins, brachte er sich ab dem Jahr 2000 als Schatzmeister ein, bevor er 2004 den Vorsitz eines der mitgliederstärksten Sportvereine im Sportbund Rheinland übernahm. Im letzten Jahr schied er aus dieser Position aus, unterstützt den Verein jedoch weiterhin als 2. Vorsitzender. Gemeinsam mit dem Vorstand und den Vereinsmitgliedern war es dem Geehrten immer wichtig, zahlreiche Projekte anzustoßen, die den Verein zu einem Teil des gemeinschaftlichen Lebens in Konz machen. Immer stand der Gedanke der sozialen Verantwortung, der Inklusion sowie der Integration im Vordergrund.