Katastrophenschutzübung in Konz geplant

08.10.2026

Aufbau und Betrieb der Notfallstation werden getestet / Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Was passiert bei einem ernsthaften Zwischenfall im grenznahen französischen Atomkraftwerk Cattenom? Sollten radioaktive Stoffe freigesetzt worden sein oder ein solches Szenario drohen, kann das Land Rheinland-Pfalz Katastrophenalarm auslösen. Neben möglichen Evakuierungen oder anderen direkten Maßnahmen würde bei einem solchen Einsatzfall im Kreis Trier-Saarburg eine sogenannte Notfallstation aufgebaut. Der Betrieb dieser Station wird nun im Rahmen einer Katastrophenschutzübung am 24. Oktober am Schulzentrum in Konz getestet.

Die Notfallstation ist ein Angebot für die Bevölkerung der Region, wo Informationen gegeben und eine Betreuung durch Einsatzkräfte, Ärzte und Seelsorger angeboten werden. Auch Personen, die aus dem gefährdeten Gebiet kommen, finden dort Hilfe: An Messstationen wird geschaut, ob eine radioaktive Kontamination vorliegt. Ist dies der Fall, können vor Ort bereits erste Schritte zur Dekontamination durchgeführt werden. Zudem können die Bürgerinnen und Bürger strahlenmedizinisch beurteilt werden.

Über 100 Statisten beteiligt

Verantwortlich für die Notfallstation wäre im Ernstfall das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz. An insgesamt elf Stationen unterstützen rund 160 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren der Region, der Katastrophenschutzeinheiten, dem THW, den Hilfsorganisationen, der Seelsorge sowie Ärztinnen und Ärzte.

Damit der Ablauf der Notfallstation realitätsnah geübt werden kann, sind am 24. Oktober zusätzlich etwa 100 Statisten vor Ort, die die aufgebauten Stationen durchlaufen.

Beschilderung wird installiert

Im Ernstfall müsste der Weg zu der Notfallstation aus allen Richtungen des Kreises kommend ausgeschildert werden. Um dies zu testen, werden am Übungstag in der Stadt Konz an verschiedenen Stellen Hinweisschilder zur Notfallstation aufgehängt. Diese sind ausschließlich Teil der Übung.

Einsatzfahrzeuge unterwegs

Bereits ab Freitagabend (23. Oktober) werden insbesondere im Stadtgebiet Konz zahlreiche Einsatzfahrzeuge unterwegs sein, um die Übung vorzubereiten und durchzuführen. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr.

Damit die Übung sorgfältig durchgeführt werden kann, bitten die Verantwortlichen darum, dass Bürgerinnen und Bürger das Übungsgelände nicht eigenständig betreten sowie von Fahrten zum Konzer Schulgelände absehen. Im Anschluss an die Übung werden Informationen und Bildmaterial über die Kanäle des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz, der Kreisverwaltung sowie regionaler Medienhäuser der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Unternehmerinnentag in der Kulturgießerei Saarburg

07.10.2026

Gleichstellungsbeauftragte und Wirtschaftsförderung des Landkreises hatten eingeladen

Zum Unternehmerinnentag in der Kulturgießerei Saarburg hatten die Gleichstellungsbeauftragte und die Wirtschaftsförderung des Landkreises eingeladen.

Weibliche Führungskräfte, selbstständig tätige Frauen und Unternehmerinnen waren gekommen, um sich auszutauschen. Auf dem Programm standen unter anderem ein Impulsvortrag sowie eine Führung durch die Kulturgießerei und ein Brunch zum Ausklang.

Tim Lieser von der Wirtschaftsförderung Trier-Saarburg begrüßte die Gäste. Die Beigeordnete der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, Simone Thiel, wies in ihrem Grußwort darauf hin, wie wichtig es ist, dass Frauen sichtbar sind, dass ihre Leistungen anerkannt werden und es Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung gibt. Der Unternehmerinnentag sei genau das Format, das es hierfür brauche, so Thiel. Auch Jennifer-Laura Höfer, die designierte Bürgermeisterin, war als Teilnehmerin vertreten.

Einen Vortrag hielt Beatrice Linzmeier von DearSocials & DearTrier.de zum Thema Sichtbarkeit, Netzwerk und Sisterhood unter dem Titel „Die Kraft von Medien, Community und Social Media“. Sie motivierte die Teilnehmerinnen dazu, sich trotz Hürden einfach zu trauen und in den sozialen Medien zu posten. Die Übung mache es aus, man müsse dran bleiben und aus den Erfahrungen lernen, so die Referentin.

Herausfordernde Mitmach-Aufgabe

Am Ende ihres Vortrages stellte die Referentin für alle Interessierten eine herausfordernde Mitmach-Aufgabe: Innerhalb von drei Wochen kann jede Teilnehmerin, die mitmachen möchte, drei Posts einstellen. Sie biete im Nachgang eine telefonische Rückmeldung an. Das Angebot poste sie auch auf ihrem Account in den sozialen Medien, sodass auch alle anderen Interessierten teilnehmen können.

Foto: Zahlreiche selbstständig tätige Frauen, Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte waren in die Saarburger Kulturgießerei gekommen.

Landesübungstag steht an

17.09.2026

Technische Einsatzleitung des Kreises übt im Kreishaus

Üben für den Ernstfall: Am 26. September (Samstag) findet von 8 bis 16 Uhr in Rheinland-Pfalz ein Übungstag für den Brand- und Katastrophenschutz statt. An diesem Tag werden vermehrt Einsatzkräfte und -fahrzeuge in der Region unterwegs sein. Für die Bürgerinnen und Bürger besteht kein Grund zur Beunruhigung – die meisten Einsatzkräfte werden zu Übungsszenarien gerufen.

Der Kreis und die Verbandsgemeinden beteiligen sich ebenfalls an diesem Übungstag. Das Szenario ist für alle landesweit einheitlich: Am 26. September zieht ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet mit Starkregen, Gewittern, erhöhtem Blitzaufkommen und Sturmböen über Rheinland-Pfalz. Die Übungseinsätze sollten sich daher auf Starkregen, Sturm, Hochwasser oder deren Folgen beziehen.

Die Technische Einsatzleitung des Kreises wird aktiv sein und alle Übungseinsätze, die im Landkreis laufen, beobachten, Informationen hierzu sammeln und an das Lagezentrum im Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz melden.

Übungseinsätze in den Verbandsgemeinden

In den Verbandsgemeinden werden unter anderem Übungen mit Feuerwehren und Hilfsorganisationen stattfinden. Bei anderen werden die Feuerwehreinsatzzentralen sowie die Führungsstaffeln im Einsatz sein.

Zusammenarbeit stärken

Der Übungstag soll die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und Führungsebenen für den Ernstfall stärken. Die Kommunikations- und Meldewege von der örtlichen Einsatzstelle über die Kreise bis zum Lagezentrum Bevölkerungsschutz können unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden.

VRT stellt Weichen für die Zukunft

16.09.2026

Verbandsversammlung beschließt Verbesserungen beim Jobticket /Anpassung der Ticketpreise

Neue stellvertretende Verbandsvorsteherin, einfacherer Zugang zum Deutschlandticket Jobticket und eine Anpassung der Ticketpreise: Die Verbandsversammlung des VRT hat wichtige Entscheidungen für den öffentlichen Nahverkehr in der Region getroffen und über aktuelle Entwicklungen informiert. Zudem stellte sie die Weichen für die nächste Vergaberunde der Busnetze.

Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT) hat die Landrätin des Vulkaneifelkreises, Julia Gieseking, zur neuen stellvertretenden Verbandsvorsteherin gewählt. Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf gratulierte: „Julia Gieseking kennt die Herausforderungen und Chancen des öffentlichen Nahverkehrs aus ihrer täglichen Arbeit im Landkreis Vulkaneifel gut. Ich freue mich auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit für eine starke Mobilität in unserer Region.“

Darüber hinaus informierte der VRT über Verbesserungen beim Deutschlandticket Jobticket: Unternehmen können das Angebot künftig bereits dann nutzen, wenn sich eine einzige Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter dafür interessiert. Damit wird das vergünstigte Deutschlandticket Jobticket beim VRT für kleinere Betriebe leichter zugänglich.
Die Verbandsversammlung hat eine rund dreiprozentige Tarifanpassung ab 2027 beschlossen. Hintergrund sind gestiegene Betriebs-, Energie- und Personalkosten. Der vom Bund festgesetzte Deutschlandticket-Preis steht voraussichtlich Ende September fest. Geschäftsführerin Barbara Schwarz erklärte: „Die Entscheidung zur Tarifanpassung ist uns nicht leichtgefallen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen im VRT vor deutlichen Kostensteigerungen. Mit der Anpassung der Ticketpreise sichern wir ein verlässliches und attraktives Angebot für unsere Fahrgäste.“

Konkret wird ein Einzelticket der Preisstufe 1 künftig 2,70 Euro statt bisher 2,60 Euro kosten. In Preisstufe 2 erhöht sich der Fahrpreis ebenfalls um 10 Cent, in den Preisstufen 3 bis 5 um jeweils 20 Cent und in den Preisstufen 6 und 7 um jeweils 30 Cent.

Vereinfachte Tarifstruktur

Gleichzeitig vereinfacht der VRT seine Tarifstruktur: Zehn Preisstufen werden auf acht reduziert. In der höchsten Preisstufe 8 können Fahrgäste künftig verbundweit unterwegs sein, insbesondere weite Strecken, wie Trier – Gerolstein werden durch die Anpassung günstiger. Die Verbandsversammlung befasste sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der regionalen Busnetze: Obwohl das Angebot seit 2022 um viele Busnetze erweitert wurde, sind die Kosten für die Kommunen bis 2024 auf gleichem Niveau geblieben. Mit Blick auf die Neuvergabe der ersten Busnetze wurden die weiteren Schritte vorgestellt.

Marcel Schillen, ebenfalls Geschäftsführer des VRT, sagte: „Mit dem Beschluss zur Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union leiten wir das neue Vergabeverfahren ein. Unternehmen, die das Angebot eigenwirtschaftlich erbringen möchten, haben dann drei Monate Zeit, einen entsprechenden Antrag bei der Genehmigungsbehörde zu stellen.“ Sofern kein eigenwirtschaftlicher Antrag eingehe, solle die Ausschreibung zeitnah nach Ablaufen der Frist erfolgen, um dem Verkehrsunternehmen, welches im Rahmen der wettbewerblichen Vergabe den Zuschlag erhält, möglichst viel Vorlaufzeit – unter anderem für die Fahrzeugbeschaffung – zu ermöglichen.

Foto: Landrätin Julia Gieseking (2.v.r.) ist neue stellvertretende Verbandsvorsteherin des VRT.

Erste Naturpark-Förderschule in Rheinland-Pfalz

16.09.2026

St. Martinus-Schule Reinsfeld wurde ausgezeichnet

An dieser Schule ist die Natur Kernfach und Klassenzimmer zugleich. Nun wurde die kreiseigene St. Martinus-Schule Reinsfeld als erste Förderschule in ganz Rheinland-Pfalz als Naturparkschule zertifiziert. Damit wird die Schule Teil des bundesweiten Netzwerks der Naturpark-Schulen und setzt ein Zeichen für inklusive Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Udo Recktenwald, Vorstandsvorsitzender des Naturparks und Landrat von Sankt Wendel, überreichte die Zertifizierungsurkunde und betonte dabei: „Wenn es gilt, unsere Schöpfung nicht nur zu entdecken, sondern auch zu bewahren, sind Kinder der Schlüssel dazu. Deshalb ist die Zertifizierung der Förderschule St. Martinus Reinsfeld als Naturpark-Schule ein weiterer wichtiger Mosaikstein zur Einbindung unserer Bildungseinrichtungen in die naturnahe Arbeit des Naturparks.“

Auch Schulleiterin Petra Falterbaum-Thomassin ist von Stolz erfüllt: „Da wir bereits seit vielen Jahren Projekte im Naturpark durchführen und mit vielen Kooperationspartnern zusammenarbeiten, freuen wir uns sehr, jetzt auch offiziell Naturparkschule zu werden.“

Der Wald als Klassenzimmer

Teil des besonderen Schulkonzeptes ist es, dass die Schülerinnen und Schüler regelmäßig das Klassenzimmer gegen den Wald tauschen und direkt in der Natur lernen. So wachsen sie an neuen Herausforderungen und entwickeln Schritt für Schritt eine enge Verbindung zu ihrer Region und ihrer Umwelt.
Mit der Auszeichnung verpflichten sich die St. Martinus-Schule und der Naturpark Saar-Hunsrück, Naturpark-Themen dauerhaft im Schulalltag zu verankern und gemeinsam weiterzuentwickeln. Dazu gehören Projekte zu Natur, Umwelt, regionaler Kultur und BNE, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sowie Fortbildungen für Lehrkräfte. Nach fünf Jahren wird die Zusammenarbeit im Rahmen einer Rezertifizierung gemeinsam evaluiert und weiterentwickelt.

Starkes Zeichen für Inklusion und Teilhabe

16.09.2026

Kreistag beschließt den Lokalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

„Eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben soll für alle Menschen mit und ohne Behinderung möglich sein“, so beschreibt Landrat Stefan Metzdorf die Zielsetzung des Lokalen Aktionsplans für Menschen mit Behinderung im Landkreis. Der Aktionsplan, der die UN-Behindertenrechtskonvention kommunal umsetzen soll, wurde in der letzten Kreistagssitzung einstimmig verabschiedet.

„Der vorliegende Aktionsplan ist nicht nur am Schreibtisch entstanden. In Arbeitsgruppen und einer Öffentlichkeitsbeteiligung wurden zahlreiche Menschen in den Prozess einbezogen. Eines ist dabei sehr deutlich geworden: Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche der Verwaltungsarbeit berührt“, sagte Landrat Stefan Metzdorf.

Kerstin Schikora (CDU) lobte den Plan und dankte allen Mitwirkenden für ihre Arbeit. Durch die eingebrachten Erfahrungen sei er realistisch und zukunftsorientiert aufgestellt. Sie betonte, dass Teilhabe in den Städten und Gemeinden passiere. Der Aktionsplan übersetze hier die UN-Behindertenrechtskonvention in konkrete Maßnahmen vor Ort.

Für die SPD-Fraktion bezeichnete Lothar Rommelfanger Inklusion als einen Prozess. Daher unterstütze man auch die geplante Fortschreibung des Aktionsplans. Es sei eine Richtschnur, an der man nun gemessen werde. Besonders überzeuge ihn, dass über 70 Menschen an der Entstehung beteiligt waren.
Michael Holstein von der FWG/BfB-Fraktion appellierte an alle, Barrierefreiheit zu leben und auch umzusetzen. Es gehe um Wertschätzung und Verantwortung für alle Menschen. Auch er dankte allen Beteiligten für ihre Arbeit. Martina Schleier (Bündnis 90/ Die Grünen) zitierte die UN-Behindertenrechtskonvention: „Behinderung entsteht nur, wenn die Umwelt nicht zu den Menschen passt.“ Man habe sich nun auf den Weg gemacht, entsprechende Maßnahmen auf kommunaler Ebene umzusetzen.

Rudolf Müller (Freie Wähler) sagte, dass viele Ideen in den Plan eingeflossen sein. Er mahnt aber an, dass man sich auch Gedanken über die Finanzierbarkeit der Maßnahmen machen müsse. Marcel Philips (AFD) dankte den Beteiligten für die Arbeit. Für die FDP betonte Claus Piedmont, dass er alle Maßnahmen des Aktionsplans unterstütze.

Nach der Zustimmung des Kreistages kann der Aktionsplan nun fertigstellt werden. Anschließend sollen die Ziele und Maßnahmen ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Klimaschutzbericht vorgestellt

Das Klimaschutzmanagement möchte mit einem jährlichen Bericht transparent über die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und weitere Aspekte mit wechselndem Schwerpunkt informieren. Der diesjährige Klimaschutzbericht setzt den Fokus unter anderem auf den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis, die Klimaschutzaktivitäten der Verbandsgemeinden sowie Möglichkeiten für die „Energiewende zuhause“. Der Kreistag hat sich in seiner Sitzung mit dem aktuellen Bericht befasst. Dabei kam sachliche Kritik und auch Lob aus den Reihen der Fraktionen.

Gelobt wurden zum einen der Umfang der im Bericht enthaltenden Kennzahlen. Auch seien erste Umsetzungsschritte erkennbar. Einige Kreistagsmitglieder äußerten jedoch den Wunsch, dass insbesondere bei den kreiseigenen Liegenschaften mehr Tempo in die Umrüstung auf erneuerbare Energien komme. Es brauche mehr konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung, hieß es aus dem Gremium.

Auch die Wirtschaftlichkeit der Klimaschutzmaßnahmen müsse in den Fokus genommen werden. Dafür seien beispielsweise Übersichten zu benötigten Kreisgeldern eine sinnvolle Ergänzung. Landrat Metzdorf dankte den Fraktionen für den offenen Austausch: „Das Klimaschutzmanagement wird die hier besprochenen Punkte aufnehmen und in ihre Arbeit einfließen lassen“.

Neues Kreistagsmitglied

Vor dem Eintritt in die Tagesordnung hat Landrat Stefan Metzdorf mit Patrick Krantz ein neues Kreistagsmitglied verpflichtet. Er rückt für die SPD-Fraktion nach.

Neuer Mobilitätsknotenpunkt bei Osburg eröffnet

28.08.2026

Staatssekretär Markus Wolf zu Gast / Kreis investierte fast eine Million Euro

105 Parkflächen, drei Bushaltestellen und eine Fahrradabstellanlage – der neue Mitfahrerparkplatz in Osburg-Neuhaus soll verschiedene Mobilitätsformen vereinen. Zu der offiziellen Eröffnung in dieser Woche konnte Landrat Stefan Metzdorf den Staatssekretär des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums, Markus Wolf, begrüßen. Daneben waren der Landtagsabgeordnete Lars Rieger, Stefan Petry als Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ruwer, weitere Vertreter der Kommunalpolitik, Hans-Michael Bartnick vom Landesbetrieb Mobilität sowie Mitarbeitende der Baufirmen, der Volksbank und der Kreisverwaltung vor Ort.

„Innerhalb eines Jahres ist aus einem Parkplatz ein Mobilitätsknotenpunkt geworden. Ein Ort, an dem man vom Auto auf den Bus oder aufs Fahrrad wechseln kann“, hob der Staatssekretär hervor. Das Angebot zeige konkret, wie man Mobilität vor Ort besser miteinander verknüpfen könne.

Landrat Stefan Metzdorf betonte in seiner Begrüßungsansprache: „Gerade in einem Flächenlandkreis wie Trier-Saarburg brauchen wir gute und praktikable Lösungen. Nicht überall kann der öffentliche Nahverkehr jede individuelle Fahrt ersetzen. Deshalb müssen wir die verschiedenen Angebote sinnvoll miteinander verknüpfen: das eigene Auto, Fahrgemeinschaften, Bus und Fahrrad.“

Der Mitfahrerparkplatz Osburg-Neuhaus befindet sich am Knotenpunkt der Landesstraßen L151 und 149 sowie der Kreisstraßen 67 und 82. Von hier pendeln täglich viele Menschen Richtung Trier, Hermeskeil oder Luxemburg. „Hier ist der Bedarf groß“, so Markus Wolf. Aus diesem Grund wurde die Fläche des Mitfahrerparkplatzes bei der Erneuerung erweitert. Der Baubeginn war im September 2025.

Neue Abbiegespur

Um den Verkehrsfluss reibungslos zu gewährleisten, wurde zusätzlich ein Abbiegestreifen für den Parkplatz und das gegenüberliegende Gewerbegebiet eingerichtet. Hierzu musste die Fahrbahn der K67 auf einer Länge von etwa 130 Metern verbreitert werden. Zusätzlich konnte ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut werden.

Auf dem Mitfahrerparkplatz gibt es einen weiteren Service: Die Volksbank Trier Eifel hat dort einen Geldautomaten aufgestellt.

Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz förderte den Umbau des Mitfahrerparkplatzes sowie die Einrichtung der Bushaltestellen mit rund 750.000 Euro.

Bundesweiter Warntag steht an

26.08.2026

Bevölkerung soll sensibilisiert werden

Wie kann die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe effektiv gewarnt werden? Dafür stehen Bund, Land und Kommunen verschiedene Warnmittel zur Verfügung. Diese werden am 10. September im Rahmen eines bundesweiten Warntags getestet. Auch die Verbandsgemeinden im Kreis Trier-Saarburg beteiligen sich an der Aktion.

Der bundesweite Warntag verfolgt dabei zwei Hauptziele: Zum einen sollen die vorhandenen Warnmittel für den Ernstfall getestet werden. Gleichzeitig sollen die Bürgerinnen und Bürger mit dem Thema Warnung vertraut gemacht werden, sodass im Ernstfall schneller und besser reagiert werden kann.

Warnung über das Smartphone

Ab 11 Uhr wird bundesweit eine Probewarnung über Cell Broacast sowie die Warn-Apps NINA und KATWARN verschickt. Diese erfolgt zentral über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Eine Entwarnung erfolgt gegen 11:45 Uhr.

Im Kreis werden zudem viele Warnsirenen getestet. Die Warnung erfolgt hier durch einen einminütigen Warnton, der regelmäßig auf- und abschwillt. Die Entwarnung ist ein durchgängiger Heulton.

In einigen Ortsgemeinden fahren die Freiwilligen Feuerwehren außerdem mit mobilen Warnanlagen auf ihren Einsatzfahrzeugen (Mobelas) und spielen einen Warntext aus.

Übersicht der Verbandsgemeinden

Folgende Tests sind in den Verbandsgemeinden geplant:

  • VG Konz: Sirenen
  • VG Ruwer: Sirenen
  • VG Saarburg-Kell: Warnfahrten
  • VG Schweich: Sirenen und Warnfahrten
  • VG Trier-Land: Sirenen und Warnfahrten
  • VG Hermeskeil: Sirenen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt auf seiner Homepage vielfältige Materialien rund um die Bevölkerungswarnung zur Verfügung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter www.bbk.bund.de weiter informieren.

Große Entwicklungen im Katastrophenschutz im Kreis

26.08.2026

Über 6 Millionen Euro für Fahrzeuge und Ausrüstung / Landrat lobt gute Zusammenarbeit

Die Flutkatastrophe vor gut fünf Jahren, die auch Teile des Kreises Trier-Saarburg betroffen hat, hat deutlich gezeigt, wie wichtig ein gut ausgerüsteter Katastrophenschutz ist. Im Kreis wurde vor diesem Hintergrund viel bewegt: neue Fahrzeuge und Ausrüstung, aber auch die Verbesserung der Infrastruktur sowie erneuerte Konzepte tragen zu einer positiven Entwicklung bei. Bei einem Pressetermin im Kreishaus stellten Landrat Stefan Metzdorf, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Kreises, Thorsten Petry, sein Stellvertreter Frank Rohde sowie Vertreter der Fachabteilung der Kreisverwaltung die bereits erreichten Verbesserungen vor.

Über 6 Millionen Euro sind für Fahrzeuge und Ausrüstung seit dem Sommer 2021 bereitgestellt worden. „Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst. Es war mir schon unmittelbar nach meinem Amtsantritt ein wichtiges Anliegen, den Katastrophenschutz im Kreis weiterzuentwickeln“, so Metzdorf. Unter anderem wurden drei neue Löschgruppenfahrzeuge (LF20 KatS) in Dienst gestellt. Hinzu kommen ein Wechselladerfahrzeug und vielfältige Abrollbehälter beispielsweise für Logistik, Tank oder eine mobile Sandsackfüllanlage. „Es werden weitere neue Fahrzeuge dazukommen. Teilweise werden bestehende Fahrzeuge ersetzt – wie zum Beispiel die Einsatzleitwagen des Gefahrstoffzuges und der Technischen Einsatzleitung“, erklärte der Landrat.

Auch taktisch wurde viel getan. „Wir planen mit unseren Einheiten jetzt in drei Planbereichen, in denen jeweils zwei Verbandsgemeinden kooperieren. Dadurch erreichen wir eine Redundanz, die uns bei Einsatzlagen hilfreich sein kann“, beschreibt Thorsten Petry den Grundgedanken. Fachleute der Kreisverwaltung überarbeiten zudem zahlreiche Alarm- und Einsatzpläne in Abstimmung mit dem BKI und den Verbandsgemeinden. So wurde das Vorgehen beispielsweise bei der Warnung der Bevölkerung oder bei dem Thema Waldbrand weiterentwickelt.

Führungs- und Lagezentrum im Bau

„Es wird das modernste Führungs- und Lagezentrum (FLZ) in ganz Rheinland-Pfalz“, beschreibt Landrat Metzdorf die derzeit laufenden Bauarbeiten im Kreishaus in Trier. Denn auch die Infrastruktur sei ein wichtiger Baustein für einen gut funktionierenden Katastrophenschutz.

Dafür investiert der Kreis einen niedrigen siebenstelligen Betrag. Die Vorteile sind, dass das FLZ baulich fest eingerichtet und vollständig ausgestattet ist. Dadurch können die Einsatzkräfte schneller reagieren und ans Arbeiten kommen. „Im Katastrophenschutz gilt es vor der Lage zu sein. Da kann jede Minute entscheiden“, sagt Landrat Metzdorf. Das Herzstück sei die neue Software, erklärt Thorsten Petry: „Die Software dient der gezielten Führung, lückenlosen Dokumentation und reibungslosen Abwicklung aller Einsätze im Kreis. Während die Verbandsgemeinden ihre örtlichen Einsätze direkt darüber steuern, behält der Landkreis bei Großschadenslagen jederzeit den Gesamtüberblick. Wir können den Hilfebedarf an den Einsatzstellen frühzeitig erkennen, die Weiterplanung vorausschauend angehen und wertvolle Zeit sparen.“

Auch die räumliche Nähe zum Verwaltungsstab soll die Abläufe und die Abstimmung im Einsatzfall erleichtern und beschleunigen.

Für die kommenden Jahre plant der Kreis Trier-Saarburg weitere Verbesserungen. Hierzu wird an einem Bedarfsplan gearbeitet, der parallel zu den Feuerwehrbedarfsplänen der Verbandsgemeinden entwickelt wird. So sollen Synergieeffekte genutzt und die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden.

Fokus auf dem Selbstverständnis Älterer

05.08.2026

Der Seniorenbeirat des Kreises hat einen neuen Vorsitzenden

Der Seniorenbeirat des Landkreises hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Mit Reinhard Boesten übernimmt ein langjähriges Mitglied des Beirates diese Rolle, denn er ist seit Gründung des Gremiums dabei. Den Schwerpunkt seines Engagements setzt Reinhard Boesten bei einem zeitgemäßen, positiven Selbstverständnis älterer Menschen. Er betonte, dass Seniorinnen und Senioren zahlreiche wertvolle Ressourcen besitzen, die für die Gesellschaft von großer Bedeutung sind.

Das freiwillige Engagement sieht er als zentrale Säule, um einsame und hilfsbedürftigen Menschen zu unterstützen. „Ältere Menschen machen einen großen Teil der Ehrenamtlichen aus, die besonders für hilfebedürftige Senioren da sind. Sie müssen dadurch sichtbarer gemacht und gefördert werden“, so Boesten.

Anregungen der Bürger:innen

Des Weiteren sei er dankbar für jede Anregung der Bürgerinnen und Bürger. „Der Seniorenbeirat ist offen für alle und setzt sich konsequent für die Belange älterer Menschen ein.“

Reinhard Boesten ist beruflich seit 43 Jahren als Sozialarbeiter in verschiedenen Funktionen im Gesundheitswesen tätig. Zusätzlich engagiert er sich seit 40 Jahren ehrenamtlich im kirchlichen Dienst.

Über die Wahl des Vorsitzenden hinaus hat im Seniorenbeirat ein Vortrag zu barrierefreiem Wohnen unter dem Titel „In Zukunft barrierefrei! – Basiswissen barrierefreie und altersgerechte Wohnumgebung“ stattgefunden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Sitzung teil.

Die Referentin von der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen, Ulrike Düro, ist Architektin. Sie erläuterte grundlegende Begriffe und Anforderungen der Barrierefreiheit und stellte die Möglichkeiten einer entsprechenden altersgerechten Anpassung an Wohnumgebungen vor. Besonders in den Fokus rückte sie die Bereiche Hauseingang, Bad, Wohnen und Küche. Sie informierte auch über finanzielle Fördermöglichkeiten.

Der Seniorenbeirat vertritt die Anliegen der über 60-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Trier-Saarburg und soll den Kreistag und seine Gremien beraten und unterstützen. Er trägt dazu bei, dass die besonderen Interessen älterer Menschen im Kreis in Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Die Sitzungen des Seniorenbeirates sind öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Weitere Infos gibt es unter https://trier-saarburg.de/seniorenbeirat/

Foto: Der Seniorenbeirat des Kreises – neuer Vorsitzender ist Reinhard Boesten (vorne 2.v.r.).