Vorsicht vor Eichenprozessionsspinnern

20.05.2026

Baumkataster Trier-Saarburg informiert: Wie man sie erkennt und was man tun sollte

Aufgrund von Klimaveränderungen haben sich Eichenprozessionsspinner (EPS), sogenannte „Schadinsekten“ der Eiche, in den vergangenen Jahren stark verbreitet. Die Brennhaare der Raupe verursachen durch ein Nesselgift bei Kontakt starken Juckreiz und Ausschlag. Zum Schutz kann es daher vorkommen, dass man entlang von Wanderwegen oder in den Ortsgemeinden abgesperrte Pfade oder Bänke rund um Eichen sieht. Der Fachbereich Baumkataster der Kreisverwaltung Trier-Saarburg informiert über die Merkmale von Eichenprozessionsspinnern und erklärt, was man tun kann, wenn man solche entdeckt.

Eichenprozessionsspinner sind harmlose graue Falter, die rund drei Zentimeter groß werden können und die von Ende Juli bis Anfang September nachts fliegen. Die Weibchen legen dabei ihre Eier im oberen Kronenbereich von Eichen ab. Im darauffolgenden Frühjahr schlüpfen die Raupen und durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstufen bis sie sich Verpuppen und zu Faltern entwickeln.

Die stark behaarten Tiere sind zunächst gelblich-braun gefärbt mit dunklem Kopf und halten sich ab Laubaustrieb überwiegend in der äußeren Krone auf. Mit zunehmender Entwicklung wandern sie in Prozessionen nach dem nächtlichen Fressen zur Ruhephase immer weiter Richtung Stamm, wo sie ab dem dritten Stadium beginnen die typischen Nester aus feinen weißen Fäden zu bauen. Dort halten sich die Tiere tagsüber zur Ruhe und zur Häutung auf, weshalb die Nester eine hohe Konzentration an Brennhaaren enthalten.

Ab dem dritten Stadium sind die Tiere an den Seiten grau mit schwarzem Rückenstreifen und beginnen Brennhaare zu bilden, die für die allergischen Reaktionen verantwortlich sind. Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang und die Menge der Brennhaare steigt mit jeder Häutung.

Aufpassen beim Rasenmähen

In besonders warmen Jahren bauen die Tiere die Nester im Bereich des unteren Stammes von Bäumen. Darum rät die Kreisverwaltung: Bürgerinnen und Bürger sollten beim Rasen mähen im direkten Umfeld von Eichen besonders achtsam sein. Im schlimmsten Fall können beim Mähen die Nester der Tiere getroffen und deren Brennhaare großflächig verteilt werden.

Umgang mit EPS Befall

Im Siedlungsbereich ist eine Bekämpfung der Tiere aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll. Die Kreisverwaltung setzt dabei auf Flächen in ihrem Eigentum in erster Linie auf eine Beobachtung der Befallsentwicklung mit Absperren der betroffenen Bereiche und Absammeln oder Absaugen der Nester durch Fachfirmen. In besonders sensiblen Bereichen mit starkem Befall wird eine vorsorgliche Behandlung der Eichen mit einem biologischen Bekämpfungsmittel auf Basis von Baccilus thuringiensis vor dem dritten Larvenstadium durchgeführt. Die Raupen versterben daran und sind, da sie noch keine Brennhaare gebildet haben, unproblematisch. Der Einsatz von Fallen mit sogenannten Lockstoffbeuteln wurde ebenfalls getestet hat sich aber als nicht wirkungsvoll.

Verhältnismäßig handeln

Bei der Bekämpfung gilt die Verhältnismäßigkeit: Sind die Nester beispielweise mitten im Wald, wo nicht viele Menschen oder Tiere unterwegs sind, gibt es keine Verpflichtung diese zu entfernen.

Bürgerinnen und Bürger, die ein Nest entdecken, sollten dies in stark frequentierten Bereichen, wie z.B. Kinderspielplätzen unbedingt melden. Grundsätzlich gilt: Die Eigentümer der Grundstücke, auf denen die befallene Eiche steht, sind zuständig. Falls nicht klar ist, zu wem das Grundstück gehört, können die befallenden Bäume bei den Ortsbürgermeisterinnen und – bürgermeistern angezeigt werden.

Foto: Das Bild zeigt Eichenprozessionsspinner im zweiten Stadium in einer Eichenkrone. (Foto: Martin Becker)

Sonniger Auftakt der Aktion Stadtradeln in Kreis und Stadt

12.05.2026

Mehr Wege im Alltag können per Fahrrad zurückgelegt werden, darauf macht das Stadtradeln aufmerksam: Die internationale Aktion des Klimabündnisses ist in der vergangenen Woche im Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier gestartet. Noch bis 30. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zu fahren und dabei Kilometer für das eigene Team und die eigene Kommune zu sammeln. Eine Anmeldung zu der Aktion ist noch möglich unter www.stadtradeln de/landkreis-trier-saarburg.

Über diese Plattform kann man Teams gründen oder bereits bestehenden Teams beitreten. Die geradelten Kilometer können im Aktionszeitraum eingetragen oder bequem per Handy getrackt werden. Sie werden dann dem eigenen Team und der eigenen Kommune gutgeschrieben.

„Wir möchten den Radverkehr insbesondere im ländlichen Raum attraktiver machen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Martin Alten bei dem offiziellen Startschuss der Aktion vor der Porta Nigra.

Energietour Ende Mai

Seit Mitte April bieten die Klimaschutzmanagements der Stadt Trier und des Kreises Trier-Saarburg verschiedene Fahrradhighlights an. Auch zum Start der Aktion Stadtradeln gab es zwei Touren ins Konzer Tälchen und nach Grevenmacher.

Die letzte Tour des Fahrrad-Frühlings ist die „Energietour“ am 27. Mai. Treffpunkt ist die Römerbrücke (Westseite) in Trier. Gemeinsam geht es um 16:15 Uhr zum Batteriespeicher Föhren. Dort bietet die Firma Schoenergie eine Führung inklusive eines Rundgangs über eine nahegelegene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage an. Für diese Aktion ist eine Anmeldung vorab unter klimaschutz [at] trier-saarburg [dot] de notwendig.

Gemeinsame Abschlussveranstaltung

Wie in den vergangenen Jahren planen die Stadt Trier und der Kreis Trier-Saarburg wieder eine gemeinsame Abschlussveranstaltung der Aktion Stadtradeln am 21. Juni im Queergarten in Trier. Dort sollen die besten Radelnden und Teams geehrt werden. Weitere Informationen hierzu werden noch bekanntgegeben.

Lokaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

06.05.2026

Empfehlungsbeschluss im Kreisausschuss gefasst

Der Lokale Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Trier-Saarburg wurde im Kreisausschuss diskutiert und ein Empfehlungsbeschluss für den Kreistag gefasst. Im Vorjahr hatte der Ausschuss bereits einen Ziel- und Maßnahmenkatalog verabschiedet.

Für Bürgerinnen und Bürger bestand anschließend über eine digitale Plattform die Möglichkeit, Rückmeldungen über Ziele und die dazugehörigen Maßnahmen bei der Kreisverwaltung einzureichen. Zudem konnten Anliegen und Wünsche im Rahmen von Sprechzeiten geäußert werden.

In der Sitzung präsentierte die Kreisverwaltung nun die aktuelle Version des Aktionsplans. Ergänzt wurde auf Antrag der CDU-Fraktion der Empfehlungsbeschluss der Verwaltung dahingehend, dass mit dem Beschluss keine automatische Zusage zur Übernahme bestimmter Kosten zur Umsetzung der Ideen verbunden ist.

Darüber soll vorab in den Gremien des Kreises beraten werden. Der Kreisausschuss hat dem Aktionsplan – vorbehaltlich einer endgültigen Abstimmung im Kreistag – mit einer Enthaltung zugestimmt.

Plan wird in Leichte Sprache übersetzt

Der Lokale Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Trier-Saarburg wird in Leichter Sprache neben der regulären Fassung bereitgestellt, um ihn barrierearm möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen.

Nach Veröffentlichung soll der Plan zudem weiterentwickelt werden.

Entscheidung zu ehrenamtlicher Denkmalpflege vertagt

Des Weiteren wurde in der Sitzung des Kreisausschusses besprochen, ob eine ehrenamtliche Stelle für eine Denkmalpflegerin oder einen Denkmalpfleger ausgeschrieben werden soll.

Da Ergebnis der Diskussion war, die Entscheidung zu vertagen, um allen Fraktionen zu ermöglichen, sich zu dem Thema nochmals im Vorfeld zu beraten. Im Landkreis Trier-Saarburg gibt es rund 1400 Denkmäler.

Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement

06.05.2026

Vier Bürgerinnen und Bürger erhalten die Landesverdienstmedaille

Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), überreichte Lieselotte Fohl, Regina Reis, Bernhard Baldy und Hans-Joachim Schalm die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Rahmen einer Feierstunde würdigte er gemeinsam mit Landrat Stefan Metzdorf und weiteren kommunalen Vertretern das große Engagement der Ordensträger für die Gesellschaft.

„Eines der stärksten Motive für Menschen ein Ehrenamt zu übernehmen, liegt in dem Wunsch gegründet, die Gesellschaft mitzugestalten. Die große gesellschaftliche Bedeutung dieses Einsatzes ist enorm wichtig“, betonte Linnertz in seiner Ansprache.

„Ehrenamt im Unsichtbaren“

„Ehrenamtliches Engagement geschieht oft im Unsichtbaren. Darum ist es umso wichtiger diesen außergewöhnlichen Einsatz mit dieser Auszeichnung sichtbar zu machen. Sie alle haben sich über Jahrzehnte im Kreis eingebracht. Dafür möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit und meinen Respekt ausdrücken“, lobte Landrat Metzdorf die vier Geehrten.

Lieselotte Fohl aus Zemmer hat sich im beruflichen Kontext bereits in den 1980er Jahren für Inklusion und Gleichstellung eingesetzt. Daneben war die 73jährige als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht Trier sowie ab 2009 als Schiedsfrau am Amtsgericht Trier tätig. Seit 2013 ist sie ehrenamtliche Geschäftsführerin der Landesvereinigung Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS) und zudem seit 2018 Vorsitzende in der BDS Trier. Auch in ihrer Heimatgemeinde Zemmer bringt sich die Geehrte seit Jahren im Verwaltungsrat der Kirchengemeinde und der Gruppe „Freiwillige Helfer Schleidweiler“ ein.

Renate Reis aus Föhren hat sich insbesondere im sozialen Bereich engagiert. So ist sie Vorstandsmitglied im Landesverband der Landfrauen Trier und hat sich bereits lange vor ihrer Vorstandtätigkeit jahrzehntelang als Kursleiterin in verschiedenen Themenbereichen eingebraucht. Bis heute gibt sie Kochkurse für Kinder und Jugendliche und bietet seit mehr als 20 Jahren in Schulen „Ernährungsführerscheine“ an. Zudem leitet sie die örtliche Seniorengruppe. Die 76jährige leistet auch als ehrenamtliche Hospizhelferin in der Ambulanten Hospiz-Palliativberatungsstelle einen wichtigen Dienst für Sterbende sowie deren Angehörige.

Bereits in frühster Kindheit unterstützte Bernhard Baldy seinen Vater bei der Pflege der Gedenkstätte KZ Hinzert, bevor er 1997 offiziell die Funktion des Friedhofwärters und -pflegers auf der Gedenkstätte übernahm. Dabei stand für ihn nicht nur die Pflege der Einrichtung im Fokus, sondern insbesondere der Kontakt und die Begleitung der Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte., unter ihnen viele ehemaligen KZ-Häftlinge sowie deren Angehörige. Sein fürsorglicher Kontakt trug viel dazu bei, dass Vertrauen wachsen konnte und Verständigung möglich wurde. So wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft in der luxemburgischen Amicale des Anciens de Hinzert verliehen. Daneben hat sich der Geehrte auch immer vor Ort in der Dorfgemeinschaft eingebracht, so beispielsweise im Sport- und Wanderverein ebenso wie bei der Feuerwehr und in der Nachbarschaftshilfe.

Hans-Joachim Schalm aus Trier hat sich um den Sport und hier insbesondere um seinen Heimatverein, die Turngemeinschaft Konz, verdient gemacht. Seit Jahrzehnten bereits Mitglied des Vereins, brachte er sich ab dem Jahr 2000 als Schatzmeister ein, bevor er 2004 den Vorsitz eines der mitgliederstärksten Sportvereine im Sportbund Rheinland übernahm. Im letzten Jahr schied er aus dieser Position aus, unterstützt den Verein jedoch weiterhin als 2. Vorsitzender. Gemeinsam mit dem Vorstand und den Vereinsmitgliedern war es dem Geehrten immer wichtig, zahlreiche Projekte anzustoßen, die den Verein zu einem Teil des gemeinschaftlichen Lebens in Konz machen. Immer stand der Gedanke der sozialen Verantwortung, der Inklusion sowie der Integration im Vordergrund.

In Waldrach entsteht nun die Containerschule

21.04.2026

Umzug der Ruwertalschule für das Neubauvorhaben / Unterricht in komfortablen Räumen

Der Kreis als Schulträger wird für die Ruwertalschule in Waldrach einen Neubau errichten und die bisherigen Gebäude der Schule abreißen lassen. Die Bauarbeiten werden Ende des Jahres starten. Während der mehrjährigen Bauphase muss die Schule komplett ausgelagert werden, damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann. Dafür wird auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz in Waldrach neben dem Gebäude der Feuerwehr eine Containerschule errichtet. Die zahlreichen mobilen Elemente, die dafür benötigt werden, werden seit der vergangenen Woche nach Waldrach geliefert.

Die Container werden nach und nach zum Zielort gebracht. Die Lieferung und der Aufbau werden etwa bis Mitte Mai dauern. Die Ruwertalschule mit der Realschule plus und der Grundschule wird dort mit allen Klassen, Fachräumen und Verwaltungsbereichen in komfortablen Containerräumen komplett abgebildet werden. Dafür werden mehr als 240 dieser mobilen Elemente notwendig sein. Nach der Aufstellung werden die Container eingerichtet und mit Mobiliar und Technik ausgestattet.

Die Containerschule wird aus zwei Seiten, das heißt „Riegeln“ mit jeweils zwei Etagen bestehen. Im oberen Riegel in Richtung Hang des Geländes wird überwiegend die Grundschule untergebracht sein: Dort befinden sich im Erdgeschoss die Klassenräume sowie Sanitärräume mit einem Behinderten-WC. Angrenzend an die Verwaltung ist in diesem Containerkomplex im Obergeschoss ein großzügiges Lehrerzimmer vorgesehen. Im unteren Riegel werden vor allem die Räume der Realschule plus entstehen. Hier werden auch moderne Fachräume für Naturwissenschaften, Musik und Werken eingerichtet. Außerdem ist auf dieser Seite die Mensa mit Speiseraum sowie eine Lehrküche vorgesehen.

Angenehme Lernatmosphäre

Rund 200 Grundschüler:innen und etwa 330 Realschüler:innen werden die Containerschule besuchen. Für die Schülerinnen und Schüler wird es insgesamt 27 Klassenräume, zwei Differenzierungsräume und die Fachräume geben. Die Klassenräume sind mit modernen Whi-teboards ausgestattet und ermöglichen damit einen zeitgemäßen digitalen Unterricht.

Die komfortablen Container bieten helle, freundliche und geräumige Klassenzimmer, die eine angenehme Lernatmosphäre schaffen.
Die Containerschule stellt eine effiziente und wirtschaftliche Lösung dar, damit der Schulunterricht während der mehrjährigen Bauphase der neuen Gebäude für die Ruwertalschule uneingeschränkt weiterlaufen kann.

Nach der Fertigstellung wird die Containerschule ab dem Herbst von der Schulgemeinschaft bezogen. Erst dann werden die bisherigen Schulgebäude sowie die Mehrzweckhalle abgerissen. Nur der damalige „Erweiterungstrakt“ der Schule aus dem Jahr 2004 bleibt erhalten und wird kernsaniert. Die neue Mehrzweckhalle wird diesen Gebäudeteil umschließen und in das neue Ensemble integrieren.

Nach dem Bauzeitenplan wird der Neubau des umfangreichen Gebäudekomplexes der Ruwertalschule rund vier Jahre in Anspruch nehmen.

Die mobilen Elemente werden mit Schwertransportern angeliefert. Dadurch können sich in Waldrach in den nächsten Wochen weiterhin punktuelle Verkehrsbehinderungen ergeben, die sich vor allem auf den Bereich der Hermeskeiler Straße erstrecken werden. Die Anwohner:innen und Verkehrsteilnehmer:innen werden um Verständnis und um Rücksichtnahme gebeten. Der Transport der Container durch den Ort ist nicht zu vermeiden, um die Schule zu errichten.

Drei neue Netzersatzanlagen im Kreis

08.04.2026

Investition in Katastrophenschutz / Strategische Wahl der Standorte

Der Strom fällt großflächig aus – kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser müssen über Notstromaggregate weiterversorgt werden. Auch an Einsatzstellen des Katastrophenschutzes muss die Energieversorgung sichergestellt werden. Um für einen solchen Fall besser vorbereitet zu sein, hat der Kreis in drei sogenannte Netzersatzanlagen investiert. Diese wurden nun an die künftigen Standorte übergeben. „Investitionen in den Katastrophenschutz sind Investitionen in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Darum ist es mir ein wichtiges Anliegen, trotz schwieriger Haushaltslage der Kommunen, den Katastrophenschutz weiter zu stärken“, betonte Landrat Stefan Metzdorf bei der Präsentation der Anlagen.

Die Anlagen werden über Dieselgeneratoren betrieben und liefern Strom für die jeweilige Einsatzstelle. Sie sind auf Anhängern montiert und können so kreisweit zum Einsatz kommen. Entsprechend der für den Katastrophenschutz im Kreis erarbeiteten Planbereiche „Hochwald“, „Mosel“ und „Saar“ werden die Anlagen künftig an den Standorten Gusterath, Föhren und Nittel vorgehalten.

Ausbau der Ortsdurchfahrt Igel

01.04.2026

Ab dem 7. April wird mit dem Ausbau der Bundesstraße 49 (Ortsdurchfahrt Igel) begonnen. Im Zuge dessen wird die Strecke auf einer Länge von 1,1 Kilometern saniert.

Die bestehenden seitlichen Entwässerungseinrichtungen werden instandgesetzt und die vier Fahrbahnteiler erneuert. Des Weiteren führen die VG-Werke Trier-Land Arbeiten an den Kanal- und Wasserleitungssystemen durch und die Ortsgemeinde baut bestimmte Gehwegabschnitte barrierefrei aus.

Die Maßnahme wird in drei Bauabschnitte unterteilt. Die Arbeiten können ausschließlich unter Vollsperrung erfolgen. Die Umleitung wird vor Ort ausgeschildert. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Juni andauern.

Weitere Informationen stellt der Landesbetrieb Mobilität unter www.lbm.rlp.de/service/presse-aktuelles/detail/b-49-ausbau-der-ortsdurchfahrt-igel zur Verfügung.

Kreis und Brüderkrankenhaus Trier kooperieren beim Ärztenachwuchs

20.02.2026

Medizinstudierende sollen für die Region gewonnen werden

Ob Klinikum, Fachärzte oder Hausärzte – schon heute ist im Landkreis Trier-Saarburg und in der Region Trier der Mangel an ärztlichen Nachwuchs spürbar. Neben vielen anderen Maßnahmen, wie beispielsweise dem Peter-Friedhofen-Stipendium des Brüderkrankenhauses Trier, bietet nun auch der Landkreis Trier-Saarburg mit einem Hausarztstipendium Medizinstudierenden ein attraktives Angebot, ihr Studium zu finanzieren und gleichzeitig eine gesicherte Zukunftsperspektive zu erhalten.

Bei der Suche, Betreuung und der Begleitung der Studierenden während der Laufzeit des Stipendiums arbeiten das Brüderkrankenhaus Trier und der Landkreis Trier-Saarburg künftig zusammen. „Beide Partner verfolgen das gleiche Ziel: die ärztliche Versorgung in unserer Region nachhaltig zu sichern und zu verbessern. Während das Brüderkrankenhaus Trier dabei Ärzte für den Klinikbetrieb im Blick hat, wollen wir ein attraktives Angebot für angehende Allgemeinmediziner schaffen“, so Landrat Stefan Metzdorf anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Der Vorsitzende des Direktoriums des Brüderkrankenhauses, Markus Leineweber, ergänzt: „Durch die Kooperation können wir unseren Studierenden ein noch breites Angebot machen, auch bei Praktika und Hospitationen. So sehen wir in dieser Kooperation einen Gewinn für beide Partner“.

Schon seit Jahren gibt es eine Kooperation zwischen dem Brüderkrankenhaus Trier und dem Kreiskrankenhaus Saarburg. „Die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit hat es uns leichtgemacht, auch in diesem Bereich eine Zusammenarbeit zu vereinbaren“, so Metzdorf und Leineweber.

Das Peter-Friedhofen-Stipendium des Brüderkrankenhauses richtet sich an Medizinstudierende, die während der letzten 24 Monate Ihres Studiums (inklusive des Praktischen Jahres) eine monatliche Unterstützung von 500 Euro erhalten und hierfür eine Famulatur und das Praktische Jahr im Brüderkrankenhaus ableisten. Betreut und begleitet werden die angehenden Ärzte von Tanja Bormann, die von einer bisher durchweg positiven Nachfrage berichten kann.

Um junge Menschen zu motivieren, als Allgemeinmedizinerin und –mediziner im Landkreis Trier-Saarburg zu arbeiten, bietet der Kreis ein Stipendium von monatlich 700 Euro ab dem 5. Semester an, längstens vier Jahre. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, eine Ausbildung zum Allgemeinmediziner im Landkreis aufzunehmen und mindestens sieben Jahre in einer Hausarztpraxis im Kreis zu arbeiten. Starten soll dieses Stipendium mit dem kommenden Semester, Bewerbungen sind in beiden Fällen ab sofort möglich.

Beim Landkreis hat Barbara Erschens die Aufgabe übernommen, das Stipendienprogramm zu begleiten. Darüber hinaus soll sie aber auch in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigung Ansprechpartnerin sein, um z.B. bei der Suche von Praxisnachfolgen zu unterstützen und Hilfen verschiedenster Art zu leisten oder zu koordinieren.

Leineweber und Metzdorf betonen, dass die Kooperation ein gemeinsames Ziel hat: Nachwuchsärzte für die Region und den Landkreis frühzeitig zu finden und zu binden. „Ob dies dann als Klinikarzt, Facharzt oder Hausarzt geschieht – wichtig ist, dass wir gemeinsam an einer nachhaltigen Sicherung der ärztlichen Versorgung arbeiten“.

Klimaanpassung gemeinsam voranbringen

19.02.2026

Öffentlicher Workshop im März in der Kreisverwaltung / Strategien entwickeln

Der Klimawandel ist Realität und bedroht zunehmend die natürlichen Lebensgrundlagen. Während Klimaschutzmaßnahmen darauf abzielen, den Klimawandel durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen zu verlangsamen, konzentriert sich die Klimaanpassung auf Strategien und Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, Lebensbedingungen unter bereits veränderten klimatischen Verhältnissen zu sichern und zu verbessern. Das Klimaanpassungsmanagement des Landkreises Trier-Saarburg lädt zu einem öffentlichen Workshop ein am 10. März von 17 bis 19 Uhr.

Der Kreis Trier-Saarburg steht vor der Aufgabe, vorausschauende Strategien zu entwickeln, um den unvermeidbaren Folgen des Klimawandels für Ökosysteme, Landschaften und die Lebensverhältnisse der Menschen wirksam zu begegnen. Unter sich wandelnden klimatischen Bedingungen kann die Lebensqualität langfristig nur durch gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung erhalten werden. Die Einladung zum Workshop richtet sich an die Bürgermeister:innen der Verbandsgemeinden Hermeskeil, Konz, Ruwer, Saarburg-Kell, Schweich und Trier-Land, sowie an deren Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Ideen und Vorschlägen für Maßnahmen zur Klimaanpassung einbringen möchten. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 6. März per E-Mail an klimaanpassung [at] trier-saarburg [dot] de. Die Vergabe der Plätze erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung.

Weiterer Meilenstein im Breitbandausbau im Kreis steht an

20.01.2026

Bund fördert beide Projekte mit knapp 45 Millionen Euro

Surfen mit Gigabit-Geschwindigkeit – das wird künftig für weitere 4.600 Adressen im Kreis Realität. Die Kreisverwaltung hatte hierzu zwei Förderanträge beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung eingereicht. In der vergangenen Woche übergab der zuständige Bundesminister Dr. Karsten Wildberger die Förderurkunden bei einem Empfang in Berlin. Der Kreis Trier-Saarburg erhält für seine Vorhaben rund 45 Millionen Euro Bundesförderung.

„Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Straßen und Schienen. Unsere Förderung sorgt dafür, dass nicht nur die großen Städte, sondern auch Dörfer und kleine Gemeinden Anschluss bekommen. Staat und Wirtschaft arbeiten hier eng zusammen, um mit Glasfaser und Mobilfunk überall im Land sicherzustellen, dass die Daten schneller fließen, und schaffen so die Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand“, sagte der Bundesminister bei der Urkundenübergabe. Bundesweit stünden dafür im aktuellen Förderaufruf 1,8 Milliarden Euro bereit.

Der eigenwirtschaftliche Breitbandausbau durch Telekommunikationsunternehmen ist vor allem im ländlichen Raum sehr schwierig. Das Engagement auf kommunaler Ebene ist insoweit ein wichtiger Baustein, um dennoch schnelle Internetverbindungen flächendeckend möglich zu machen. Die 4.600 Adressen, die nunmehr an die Gigabit-Versorgung angeschlossen werden sollen, liegen im gesamten Kreisgebiet verteilt.

„Breitbandversorgung ist eine wesentliche Investition in die zukunftsfähige, digitale Infrastruktur im gesamten Kreisgebiet. Gerade die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Region werden damit enorm gestärkt“, lobte Landrat Stefan Metzdorf die Vorhaben.

Für die beiden anstehenden Ausbauprojekte liegt die Wirtschaftlichkeitslücke bei rund 68 Millionen Euro. Neben der Bundesförderung hat der Kreis daher auch eine Landesförderung beantragt. Wenn diese bewilligt wird, soll mit der Umsetzung noch in diesem Jahr begonnen werden. Für den verbleibendenden Kostenanteil des Kreises und der Verbandsgemeinden in Höhe von insgesamt 10 Prozent wurden entsprechende Haushaltsmittel bereits vorsorglich eingeplant.