Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung

Der Klimawandel hat in den letzten Jahrzehnten auf kommunaler, regionaler, nationaler sowie internationaler Ebene erheblich an Bedeutung gewonnen. Extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen, Hitzewellen und lange Trockenperioden treten immer häufiger und intensiver auf. In Deutschland sind die extremen Hitze- und Dürresommer 2018 und 2019 sowie die Hochwasserkatastrophe 2021 nur einige Beispiele hierfür. Die Klimawandelszenarien lassen für die Zukunft noch schwerwiegendere Ereignisse erwarten. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen alle Bevölkerungsgruppen. Am stärksten betroffen sind dabei ältere Menschen, Frauen und Kinder. Zu den vom Klimawandel betroffenen Sektoren zählen vor allem das Gesundheitswesen, die Land- und Forstwirtschaft, der Wohnungsbau und die Infrastruktur, der Verkehr, der öffentliche Dienst, der Tourismus und die Biodiversität. All diese Bereiche sind und werden vom Klimawandel betroffen sein. Im Landkreis Trier-Saarburg gab es bereits mehrere Anzeichen für den Klimawandel. Dazu zählen beispielsweise die Hochwasser der Ruwer, der Riveris und der Leuk im Jahr 2024 sowie der Kyll und der Salm im Jahr 2021.

Klimaschutzmaßnahmen zielen zwar darauf ab, den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 °C zu begrenzen, können aber die bereits durch den Klimawandel entstandenen Schäden nicht rückgängig machen. Anpassungsmaßnahmen müssen daher umgesetzt werden, um den zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels, wie Dürren und Hitzewellen sowie Starkregen und Überschwemmungen, zu begegnen. Daher müssen Klimaanpassungsmaßnahmen Mechanismen schaffen, durch die die Auswirkungen dieser Klimaereignisse minimiert werden.

Die Hauptfragen lauten:

Welche Maßnahmen eignen sich am besten, um die Hitze während Hitzewellen zu reduzieren?

Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die gesundheitlichen Auswirkungen von Klimaereignissen (z. B. Hitzestress, eine verlängerte Allergiesaison, potenzielle neue Krankheitserreger oder eine Zunahme schädlicher Insekten) zu minimieren?

Welche Maßnahmen gibt es, um Überschwemmungen in Siedlungsbereichen zu minimieren oder zu vermeiden und Wasser für Trockenperioden zu speichern?

Wie kann die Infrastruktur an die neuen, extremeren Umweltbedingungen angepasst werden?

Welche Maßnahmen sollten in den Bereichen Landwirtschaft, Industrie und Tourismus ergriffen werden, um diese Sektoren trotz der Auswirkungen des Klimawandels am Laufen zu halten?

Welche naturbasierten Maßnahmen gibt es in verschiedenen Sektoren, um den Klimawandel zu bewältigen?

Im Hinblick auf den Klimawandel sollten möglichst neue Möglichkeiten genutzt werden, beispielsweise neue, an die Bedingungen angepasste Nutzpflanzen oder Tierarten.

Resilienz ist das Schlüsselwort bei den Anpassungsbemühungen an den Klimawandel. Das Ziel besteht darin, die Widerstandsfähigkeit von Menschen und Sektoren zu stärken, Toleranz zu entwickeln und Technologien zu schaffen, die den neuen Klimabedingungen gerecht werden.

Was ist ein Klimaanpassungsmanagement?

Der Klimawandel ist im Landkreis Trier-Saarburg bereits spürbar und seine Auswirkungen werden zunehmend deutlicher. Daher ist die Einrichtung eines umfassenden, nachhaltigen Anpassungsmanagements eine wichtige Aufgabe für den gesamten Landkreis. Ein Konzept für nachhaltige Klimaanpassung und natürlichen Klimaschutz dient als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für künftige Anpassungsmaßnahmen. Ziel ist es, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in den verschiedenen Bereichen des Landkreises interdisziplinär und nachhaltig zu verankern und dabei den natürlichen Klimaschutz und die Biodiversität als Querschnittsaufgabe zu berücksichtigen.

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Dr. Feras Youssef Tel. 0651 / 715-16130

Dr. Thomas Iserloh Tel. 0651 / 715-128

E-Mail: klimaanpassung [at] trier-saarburg [dot] de

Das Förderprogramm

“Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels – Erstellung eines nachhaltigen Anpassungskonzepts”

Förderschwerpunkt: FSP A.1: Erstellung eines nachhaltigen Anpassungskonzepts (Erstvorhaben)

Titel des Vorhabens: „ANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für den Landkreis Trier-Saarburg“

Beteiligte Partner:

Laufzeit des Vorhabens: 01.04.2025 – 31.03.2027

Förderkennzeichen: 67DAA0N1311