Netzwerkarbeit

Das integrierte Handlungskonzept

Gesundheitsförderung, vor allem dann, wenn sie ganzheitlich gedacht wird und neben der Verhaltensprävention auch eine nachhaltige Verhältnisprävention zum Ziel hat, kann nur gemeinsam erfolgreich sein. Dies erfordert eine strategische Vorgehensweise – eine sogenannte Integrierte kommunale Strategie.

Aus diesem Grund haben wir in der Fachstelle Gesundheitsförderung und Prävention, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern ein integriertes Handlungskonzept für Gesundheitsförderung für den Landkreis Trier-Saarburg entwickelt.

Dieses Konzept ist bislang einzigartig in Rheinland-Pfalz und soll für die Akteure vor Ort handlungsanleitend sein. In dem Strategiepapier sind die Grundlagen der kommunalen Gesundheitsförderung beschrieben, die Netzwerkstruktur für die gemeinsame kooperative Arbeit dargestellt sowie zentrale und partizipativ erarbeitete Handlungsfelder für den Landkreis definiert.


Die integrierte Netzwerkstruktur

Das Herzstück der vernetzten Arbeit im Landkreis ist die im Handlungskonzept entwickelte Netzwerkstruktur. Hier sind die einzelnen Gremien und Arbeitskreise zusammengeführt. Diese Struktur, wie auch die konkrete Besetzung der einzelnen Strukturelemente, sind dabei als dynamisch anzusehen. Die vorliegende Konzeptualisierung erlaubt es daher, schnell und flexibel auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren und die Integration zusätzlicher Akteur:innen und Strukturelemente zu ermöglichen. Die konkrete Besetzung der einzelnen Gremien ist im Handlungskonzept (Kapitel 5) aufgeführt.


Gesundheitsförderungskonferenzen

Der Prozess des kommunalen Strukturaufbaus zur Gesundheitsförderung und Prävention im Landkreis Trier-Saarburg hat mit der 1. Gesundheitsförderungskonferenz (GFK) am 07.09.2021 begonnen und wurde seitdem kontinuierlich vorangebracht. Im Rahmen der 1. GFK wurden Gesundheitsziele für die drei Lebensphasen Gesund aufwachsen, Gesund leben und arbeiten und Gesund alt werden formuliert. Diese sind im Integrierten Handlungskonzept in Kapitel 6.2 aufgeführt. Im Anschluss an die 1. GFK fanden drei lebensweltbezogene Fachforen statt, in denen jeweils eine Bedarfs- und Bestandsanalyse durchgeführt und die entwickelten Gesundheitsziele der 1. GFK priorisiert wurden.

In die Gesundheitsförderungskonferenzen wurden seither verschiedene Aspekte und Themen der Gesundheitsförderung und Prävention eingebracht. Die Konferenzen dienen dabei nicht nur als Plattform für Austausch und Information über den Prozessfortschritt in der kommunalen Gesundheitsförderung im Landkreis, sondern bieten auch fachlichen Input und dienen als Partizipationsinstrument. So können sich die Teilnehmenden in den Konferenzen am Gesundheitsförderungsprozess im Landkreis beteiligen, indem über zukünftige Maßnahmen und Themen abgestimmt wird oder in Workshops Ideen und wichtige Aspekte gesammelt werden.

Die Gesundheitsförderungskonferenzen befassten sich mit den folgenden Themenschwerpunkten:

Die 6. GFK wird am 27. Oktober 2026 stattfinden und die Prävention von Einsamkeit in den Blick nehmen.


Koordinierungsteam

Das Koordinierungsteam für Gesundheitsförderung und Prävention koordiniert die ämter- und ressortübergreifende Arbeit an Themen der Gesundheitsförderung und Prävention im Landkreis Trier-Saarburg. Dieses Gremium agiert unabhängig von konkreten Projekten und Maßnahmen, um Aufgaben, Angebote und Maßnahmen aufeinander abzustimmen und die Bearbeitung von Themen und Projekten zu koordinieren.

Mitglieder des Koordinierungsteams (Stand 28.05.2026):


Netzwerkgruppen in den Verbandsgemeinden und Arbeitskreise

Um Gesundheitsförderung und Prävention nachhaltig zu verankern, wurden durch die Fachstelle und mit Unterstützung der Verbandsgemeindeverwaltungen generationenübergreifende Netzwerkgruppen in den Verbandsgemeinden implementiert. In den Netzwerkgruppen sind die lokalen Akteure der Gesundheitsförderung und Prävention der jeweiligen Verbandsgemeinden vertreten. Sowohl Haupt-, als auch Ehrenamtliche kommen hier zusammen, um sich über gesundheitsbezogene Themen auszutauschen, gemeinsam Angebote und Veranstaltungen zu organisieren und somit die Lebensverhältnisse der Bevölkerung gesundheitsförderlich zu gestalten. Ziel ist es, die Bedarfe vor Ort gemeinsam zu erarbeiten und darauf basierende Angebote, Aktionen und Projekte umzusetzen.

In themenspezifischen Arbeitskreisen wird auf Kreisebene zu bestimmten Themen oder Projekten gearbeitet und es findet ein gemeinsamer themenspezifischer Austausch statt. Derzeit leitet die Fachstelle Gesundheitsförderung den Arbeitskreis „LebensgestAlter“. Darüber hinaus beteiligt sie auch am AK „Gesunde Schule“ (Leitung: Bildungsbüro des Landkreis Trier-Saarburg) und am runden Tisch „Stillfreundliche Kommune“.


Sonstige Netzwerke und Kooperationen

  • Kooperationen mit Uni und Hochschule in Trier mit dem Ziel den Wissenschaft-Praxis-Transfer zu fördern
  • Arbeitsgemeinschaft Kommunale Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz (AG KGF)
  • bundesweiter Partnerprozess des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit

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